CellCept® 500 mg Tabletten - Patienteninformationen, Beschreibung, Dosierung und Richtungen.

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«CellCept® 500 mg Tabletten»

CellCept® 500 mg Tabletten


Wie wirkt der Inhaltsstoff?

Mycophenolatmofetil wird gegen Transplantatabstoßung eingesetzt. Unser Immunsystem schützt den Körper gegen Krankheiten. Es erkennt fremde Zellen (Bakterien, Transplantate) oder veränderte Körperzellen (Krebszellen, virusinfizierte Zellen) und bekämpft sie. Die wichtigsten Abwehrzellen des Immunsystems sind Makrophagen, natürliche Killerzellen, sowie T-und B-Lymphozyten.Bei der Transplantation eines Organs sind diese Reaktionen des Immunsytems für den Empfänger lebensgefährlich. Damit das Transplantat vom Körper nicht abgestoßen wird, muss man daher das Immunsystem unterdrücken (Immunsuppression).Mycophenolatmofetil ist ein Immunsuppressivum aus der Gruppe der Zellteilungshemmer (Proliferationshemmer). Für die Bildung der Immunzellen benötigt der Körper Erbsubstanz (DNS, DNA). Mycophenolatmofetil stoppt die Herstellung dieser Bausteine und blockiert damit spezifisch die Vermehrung der T- und B-Lymphozyten. Dadurch funktioniert das Immunsystem nur noch eingeschränkt und die Gefahr der Transplantatabstoßung verringert sich.Weiterlesen:Anwendungsgebiete

Anwendungsgebiete

  • Transplantation

Packungsgrößen

  • 50 Tbl. (N1)
  • 150 Tbl. (N3)

Warnhinweise!

  • Die Behandlung mit diesem Medikament ist nur geeignet für die Behandlung in speziellen Kliniken, Instituten oder bei niedergelassenen Fachärzten mit besonderen Erfahrungen.
  • Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Einnahme eine geeignete Methode zur Empfängnisverhütung anwenden.
  • Sonnenbestrahlung, Solarien und Phototherapien meiden
  • Es müssen regelmäßige Blutbildkontrollen stattfinden.

Wann ist das Medikament nicht für Sie geeignet (Gegenanzeigen)?

  • Bekannte Überempfindlichkeit gegen einen Inhaltsstoff

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Während der Schwangerschaft sollte das Medikament möglichst nicht angewendet werden, es sei denn, Ihr Arzt hält dies für unbedingt erforderlich.
  • Während der Stillzeit darf das Medikament nicht angewendet werden.

Nebenwirkungen

Aufgelistet sind die wichtigsten, bekannten Nebenwirkungen. Sie können auftreten, müssen aber nicht, da jeder Mensch unterschiedlich auf Medikamente anspricht.

Manchmal reagieren Menschen allergisch auf Medikamente. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion verspüren, informieren Sie sofort Ihren Arzt oder Apotheker.

  • Blutbildveränderungen
  • Übelkeit, Erbrechen, Durchfall
  • Blutvergiftung (Sepsis)
  • Magen-Darm-Geschwüre (Gelegentlich)
  • Störungen des Gehirns unterschiedlicher Ursache wie z.B. Empfindungsstörungen, Schwindel, Müdigkeit, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, Verwirrtheit, Halluzinationen (Gelegentlich)
  • Haarausfall (Gelegentlich)
  • Grippeartige Beschwerden, z.B. Fieber, Kopfschmerzen, Schwäche, Schüttelfrost, Gliederschmerzen (Gelegentlich)
  • Appetitlosigkeit (Gelegentlich)
  • Muskel- und Gelenkbeschwerden (Gelegentlich)
  • Infektionen durch Bakterien, Pilze oder Viren (Gelegentlich)
  • Gutartige oder bösartige Tumore, bei dauerhafter, hochdosierter Behandlung (Gelegentlich)
  • Blutdruckveränderungen (Anstieg oder Abfall) (Gelegentlich)
  • Akne (Gelegentlich)

Wechselwirkungen

Die gleichzeitige Anwendung mit Azathioprin wurde nicht untersucht und wird daher nicht empfohlen.Mycophenolatmofetil kann mit folgenden Medikamenten Wechselwirkungen eingehen: Aciclovir und Gangciclovir gegen Virusinfektionen, Magensäurebinder, die Magensium-Aluminium-Verbindungen enthalten und Gallensäurebinder, wie Colestyramin oder Aktivkohle.Lebendimpfstoffe sollten nicht angewendet werden. Totimpfstoffe können an Wirksamkeit verlieren. Eine Grippeschutzimpfung könnte vorteilhaft sein.


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