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«Cerucal® Tropfen»

Wie wirkt der Inhaltsstoff?

Metoclopramid ist ein Medikament aus der Gruppe der Dopamin-Antagonisten. Das bedeutet, dieser Wirkstoff besetzt die Bindungsstellen, die normalerweise von Dopamin, einem körpereigenen Botenstoff besetzt werden und verhindert so die Dopaminwirkung. Dopamin hat unter anderem den Effekt, Erbrechen auszulösen und den Weg von Medikamenten und Nahrung vom Magen in den Darm zu verlangsamen. Metoclopramid verbessert Bewegungsstörungen des oberen Magen-Darm-Traktes (Motilitätsstörungen), z.B. bei Reizmagen, Sodbrennen, Refluxösophagitis. Außerdem lindert es Übelkeit und Erbrechen verschiedener Ursachen, z.B. bei Reiseübelkeit, Migräne, Arzneimittelunverträglichkeit, Leber- und Nierenerkrankungen oder Schädel- und Hirnverletzungen. Durch die Gabe von Metoclopramid wird auch die Wirkung von anderen Medikamenten (z.B. Schmerzmittel bei Migräne) beschleunigt.Weiterlesen:Anwendungsgebiete

Anwendungsgebiete

  • Übelkeit, Erbrechen
  • Bewegungsstörungen (Motilitätsstörungen) des oberen Magen-Darm-Traktes
  • Reiseübelkeit

Packungsgrößen

  • 30 ml (N1)
  • 100 ml (N2)

Warnhinweise!

  • Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.
  • Patienten, bei denen unerwünschte Nebenwirkungen auftreten, sollten umgehend den Arzt aufsuchen. Bei schwer wiegenden Nebenwirkungen ist das Medikament sofort abzusetzen.

Wann ist das Medikament nicht für Sie geeignet (Gegenanzeigen)?

  • Bewegungsstörungen, die ihren Ursprung in einer bestimmten Region des Gehirns haben (extrapyramidalmotorische Störungen)
  • Darmdurchbruch und Blutungen im Magen-Darm-Bereich
  • Darmverschluß
  • Epilepsie
  • Gleichzeitige Einnahme von Medikamenten zur Behandlung der Depression aus der Arzneimittelgruppe der MAO-Hemmer
  • Kinder unter 14 Jahren
  • Tumor, der das Hormon Adrenalin und/oder Noradrenalin produziert (Phäochromozytom)
  • Tumor, der das Hormon Prolactin produziert. Prolactin fördert das Brustdrüsenwachstum.

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Während bestimmter Phasen der Schwangerschaft sollte das Medikament nur angewendet werden, wenn Ihr Arzt dies für dringend erforderlich hält. Halten Sie daher vor der Anwendung des Medikaments Rücksprache mit Ihrem Arzt.
  • Während der Stillzeit darf das Medikament nicht angewendet werden.

Nebenwirkungen

Aufgelistet sind die wichtigsten, bekannten Nebenwirkungen. Sie können auftreten, müssen aber nicht, da jeder Mensch unterschiedlich auf Medikamente anspricht.

Manchmal reagieren Menschen allergisch auf Medikamente. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion verspüren, informieren Sie sofort Ihren Arzt oder Apotheker.

  • Verstärkte Darmtätigkeit
  • Schwindel (Gelegentlich)
  • Müdigkeit (Gelegentlich)
  • Bewegungsstörungen (Sehr selten oder Einzelfälle )

Wechselwirkungen

Metoclopramid kann die Wirkungen und Nebenwirkungen von Schlaf- und Beruhigungsmitteln und Psychopharmaka beschleunigen oder verstärken.Außerdem geht Metoclopramid mit vielen weiteren Medikamenten Wechselwirkungen ein. Fragen Sie in jedem Fall Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie noch weitere Medikamente einnehmen.


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