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«CoAprovel® 150/12,5; 300/12,5; 300/25»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

CoAprovel ist ein Kombinationspräparat bestehend aus zwei Wirkstoffen, Irbesartan und Hydrochlorothiazid, welches nur auf Verschreibung Ihres Arztes oder Ihrer Ärztin eingenommen werden darf.

Irbesartan gehört zu einer Klasse von Substanzen, die als Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bekannt sind. Angiotensin II ist eine körpereigene Substanz, welche die Blutgefässe verengt und somit zu einem Blutdruckanstieg führt. Durch Blockierung der Angiotensin-II-Rezeptoren bewirkt Irbesartan eine Entspannung der Blutgefässe und eine Senkung des Blutdrucks.

Hydrochlorothiazid gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln (sogenannte Thiaziddiuretika), welche die Ausscheidung von Wasser und Salz durch die Nieren erhöhen und dadurch den Blutdruck senken.

Irbesartan und Hydrochlorothiazid wirken zusammen und senken den Blutdruck stärker, als wenn jeder Wirkstoff alleine gegeben würde.

Ihr Arzt oder Ihre Ärztin hat Ihnen CoAprovel 150/12,5, CoAprovel 300/12,5 oder CoAprovel 300/25 verschrieben, weil Sie an zu hohem Blutdruck, auch essentielle Hypertonie genannt, leiden.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Ihr Arzt oder Ihre Ärztin hat Ihnen womöglich eine Änderung Ihrer Lebensweise empfohlen, um die Blutdrucksenkung zu unterstützen (Gewichtsreduktion, das Rauchen vermeiden, den Alkoholkonsum reduzieren, die Salzzufuhr in der Nahrung einschränken). Empfehlenswert ist auch die regelmässige Ausübung von sanften Sportarten wie Gehen, Schwimmen, usw.

Wenn ein hoher Blutdruck nicht behandelt wird, können lebenswichtige Organe wie das Herz, die Nieren und das Hirn geschädigt werden. Sie können sich wohlauf fühlen und keine Symptome haben, aber die unbehandelte Hypertonie kann eventuell einen Hirnschlag, einen Herzinfarkt, eine Herzschwäche, eine Nierenfunktionsstörung oder ein Erblinden verursachen.

CoAprovel darf nicht eingenommen werden, wenn Sie:

auf irgendeinen der Inhaltsstoffe von CoAprovel überempfindlich (allergisch) reagieren;

auf Medikamente allergisch sind, welche von Sulfonami­den abstammen (im Zweifelsfall fragen Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin);

an einem erblich bedingten Angioödem leiden oder wenn bei Ihnen infolge einer früheren Behandlung mit einem anderen Blutdruckmittel (ACE-Hemmer oder Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonist) ein allergisches Angioödem aufgetreten ist. Bei einem Angioödem handelt es sich um eine Überempfindlichkeitsreaktion, die sich vor allem als Schwellungen der Lippen, der Zunge und/oder im Gesicht, als Brustverengung oder als Atmungs- oder Schluckbeschwerden äussern kann;

eine Schwangerschaft planen;

schwanger sind oder dies zumindest vermuten;

stillen;

Schwierigkeiten mit der Harnproduktion haben;

an einer starken Leber- oder Nierenfunktionsstörung, therapieresistenter Hypokaliämie (verminderter Kaliumgehalt im Blut), Hyponatriämie (verminderter Natriumgehalt im Blut), Hyperkalzämie (erhöhter Kalziumgehalt im Blut) oder symptomatischer Hyperurikämie (Gicht oder Uratsteine in der Anamnese) leiden.

Kinder und Jugendliche dürfen CoAprovel nicht einnehmen.


Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin vor Beginn der Behandlung mit CoAprovel, wenn Sie an übermässigem Erbrechen oder Durchfall leiden.

Sie sollten ebenfalls Ihren Arzt oder Ihre Ärztin informieren, wenn Sie an Nieren-, Leber- oder Herzproblemen, an Gicht, Diabetes, Lupus erythematodes oder Laktoseunverträglichkeit leiden, da diese Zustände eine besondere Aufmerksamkeit erfordern.

Wenn Sie vor einer Operation oder einem zahnärztlichen Eingriff stehen und entsprechende Arzneimittel (z.B. Muskelrelaxantien oder Narkosemittel) erhalten, müssen Sie den Arzt oder Zahnarzt bzw. die Ärztin oder Zahnärztin informieren, dass Sie CoAprovel einnehmen, da in diesem Fall spezielle Massnahmen erforderlich sind.

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und Fähigkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.

Für Ihren Arzt ist es besonders wichtig, über die Einnahme von folgenden Arzneimitteln informiert zu sein: andere Substanzen zur Senkung des Blutdrucks, Diuretika (harntreibende Mittel), Arzneimittel zur Senkung des Cholesterins, Arzneimittel zur Behandlung der Zuckerkrankheit (Diabetes) [orale Arzneimittel oder Insulin], Kortisonpräparate, gewisse Arzneimittel gegen Schmerzen und Gelenkentzündungen, Substanzen zur Erhöhung des Blutdrucks (z.B. Adrenalin), Arzneimittel im Zusammenhang mit einer Operation oder einem zahnärztlichen Eingriff (z.B. Muskelrelaxantien, Narkosemittel), Arzneimittel zur Behandlung von Gicht, Kalium- oder Kalziumpräparate, Lithium, Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen.

Alkohol, Schlafmittel, Beruhigungsmittel, Narkotika und gewisse Schmerzmittel können die Wirkung von CoAprovel verstärken und zu einem Abfall des Blutdrucks führen.


CoAprovel darf während der Schwangerschaft nicht eingenommen werden.

Informieren Sie vor Beginn einer Behandlung mit CoAprovel Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie schwanger sind, wenn Sie die Vermutung haben, schwanger zu sein, oder wenn Sie eine Schwangerschaft planen. In diesem Fall wird Ihnen Ihr Arzt oder Ihre Ärztin üblicherweise ein anderes Arzneimittel verschreiben, da die Einnahme von CoAprovel während der Schwangerschaft (insbesondere nach den ersten 3 Monaten) zu ernsthaften fötalen Schädigungen führen kann.

Falls Sie während der Behandlung mit CoAprovel schwanger werden, müssen Sie umgehend Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin davon in Kenntnis setzen, damit Ihre Therapie entsprechend angepasst werden kann.

Sie dürfen Ihr Kind nicht stillen, wenn Sie CoAprovel einnehmen.

Wie wird es angewendet?

Die CoAprovel Filmtabletten sollen regelmässig und immer zur gleichen Tageszeit, gemäss den Angaben Ihres Arztes oder Ihrer Ärztin, eingenommen werden. Die Filmtabletten können unzerkaut vor, während oder nach dem Essen mit etwas Wasser geschluckt werden.

Die übliche Dosis beträgt 1 Filmtablette CoAprovel 150/12,5, CoAprovel 300/12,5 oder CoAprovel 300/25 täglich.

Wenn Ihr Blutdruck mit CoAprovel nicht ausreichend gesenkt wird, ist es möglich, dass Ihr Arzt oder Ihre Ärztin eine Anpassung der verschriebenen Dosierung oder die zusätzliche Einnahme eines weiteren Arzneimittels zur Behandlung des Bluthochdrucks verordnet.

Der maximale blutdrucksenkende Effekt wird im allgemeinen 6–8 Wochen nach Behandlungsbeginn erreicht.

Falls Sie die Einnahme des Arzneimittels an einem Tag vergessen haben, sollten Sie am darauffolgenden Tag zur gewohnten Tageszeit die normale Tagesdosis von CoAprovel 150/12,5, CoAprovel 300/12,5 oder CoAprovel 300/25 einnehmen und auf keinen Fall die verpasste Dosis nachholen.

Wenn Sie unbeabsichtigt zuviele CoAprovel 150/12,5, CoAprovel 300/12,5 oder CoAprovel 300/25 Filmtabletten geschluckt haben, nehmen Sie sofort mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin oder dem Tox-Zentrum Kontakt auf.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Die häufigsten Nebenwirkungen, die während der Behandlung mit CoAprovel beobachtet wurden, sind: Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit, Übelkeit, Erbrechen oder Störungen beim Wasserlassen.

Seit der Markteinführung dieses Arzneimittels wurde selten über folgende unerwünschte Wirkungen berichtet: Angioödeme (siehe Kapitel «Wann darf CoAprovel nicht angewendet werden?»), Atemnot, Ohnmacht, Blutdruckabfall, übermässiger Blutdruckanstieg, Muskelschmerzen, Haarausfall.

Seltene Fälle von Brustschmerz, Husten, Durchfall, Verdauungsstörungen, Sodbrennen, Benommenheit bei Lagewechsel und im Stehen, erhöhter Lichtempfindlichkeit der Haut, sexuellen Dysfunktionen, zu schnellem Herzschlag, Schwächegefühl oder Gelbsucht/Hepatitis wurden beobachtet. Sehr selten können erhöhte Leberwerte oder eingeschränkte Nierenfunktion auftreten.

Hydrochlorothiazid, ein in CoAprovel enthaltener Wirkstoff, wurde in seltenen Fällen mit anderen, schwerwiegenden unerwünschten Wirkungen in Zusammenhang gebracht, die hauptsächlich das Blut, die Haut oder die Nieren betreffen. Obwohl diese unter CoAprovel nicht beobachtet wurden, können solche unerwünschten Wirkungen nicht ausgeschlossen werden.

Die folgenden zusätzlichen unerwünschten Wirkungen wurden unter Hydrochlorothiazid beobachtet: Unruhe, Fieber, Muskelkrämpfe, Xanthopsie («Gelbsehen»).

Falls Sie die erwähnten oder andere Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Wie soll es aufbewahrt werden?

CoAprovel Filmtabletten in der Originalpackung bei Raumtemperatur (15–25 °C), vor Feuchtigkeit geschützt und ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Zusätzliche Informationen

Sie erhalten CoAprovel in Apotheken nur gegen ärztliches Rezept.

CoAprovel 150/12,5 Filmtabletten (150 mg Irbesartan und 12,5 mg Hydrochlorothiazid): Packungen zu 28* und 98*.

CoAprovel 300/12,5 Filmtabletten (300 mg Irbesartan und 12,5 mg Hydrochlorothiazid): Packungen zu 28* und 98*.

CoAprovel 300/25 Filmtabletten (300 mg Irbesartan und 25 mg Hydrochlorothiazid): Packungen zu 28* und 98*.


Bewertungen «CoAprovel® 150/12,5; 300/12,5; 300/25»