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«Daktarin® Mundgel»

Daktarin® Mundgel


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Daktarin Mundgel wirkt gegen Pilze einschliesslich Hefepilze (Candida). Bei Säuglingen ab 6 Monaten und Kleinkindern wird Daktarin Mundgel zur Behandlung von Pilzerkrankungen im Mund-Rachenraum und im Magen-Darmtrakt angewendet.

Bei Erwachsenen und Kindern im Schulalter wird Daktarin Mundgel zur Therapie von Pilzerkrankungen im Mund-Rachenraum eingesetzt.

Daktarin Mundgel wird mit dem in der Packung enthaltenen Messlöffel eingenommen. Das Mundgel ist mit Orangengeschmack aromatisiert und wird deshalb von Säuglingen und Kindern gut akzeptiert.

Daktarin Mundgel wird nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin abgegeben.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Daktarin Mundgel ist nicht gegen alle Mikroorganismen, welche Infektionskrankheiten verursachen, wirksam. Die Anwendung eines falsch gewählten oder nicht richtig dosierten Arzneimittels kann Komplikationen verursachen. Auch bei späteren neuen Infektionen dürfen Sie Daktarin Mundgel nicht ohne erneute ärztliche Konsultation anwenden.

Daktarin Mundgel darf an Säuglinge unter 6 Monaten nicht verabreicht werden, da wegen mangelndem Schluckreflex Erstickungsgefahr drohen kann.

Bei bekannter Überempfindlichkeit (Allergie) auf einen der Inhaltsstoffe und bei Leberfunktionsstörungen soll Daktarin Mundgel nicht angewendet werden.

Folgende Symptome können Anzeichen von Überempfindlichkeitsreaktionen sein: Hautausschlag, Juckreiz, Kurzatmigkeit und/oder geschwollenes Gesicht.

Teilen Sie Ihrem Arzt resp. Ihrer Ärztin auch frühere Überempfindlichkeitsreaktionen gegenüber Pilzmedikamenten oder anderen Arzneimitteln mit.

Die Wirkung und/oder Nebenwirkung von manchen Arzneimitteln kann bei gleichzeitiger Einnahme mit Daktarin Mundgel verstärkt werden.

Wenn Sie Daktarin Mundgel einnehmen, dürfen Sie die folgenden Arzneimittel nicht einnehmen:

– Gewisse Arzneimittel gegen Allergien: Terfenadin (Teldane®, Triludan®), Astemizol (Hismanal®) und Mizolastin (Mistamine®, Mizollen®);

– Cisaprid (Prepulsid®), ein Arzneimittel gegen gewisse Verdauungsstörungen;

– gewisse Arzneimittel, welche den Cholesterinspiegel senken wie Simvastatin (Zocor®), Atorvastatin (Sortis®) und Lovastatin;

– Triazolam (Halcion®) und orales Midazolam (Dormicum®) Arzneimittel, welche bei Angstzuständen oder Schlafstörungen angewendet werden;

– Pimozid (z.B. Orap®) und Sertindol (Serdolect®), die bei gewissen psychiatrischen Störungen eingesetzt werden;

– Halofantrin, ein Arzneimittel gegen Malaria;

– Ergot-Alkaloide (wie Cafergot®), welche bei Migräne eingesetzt werden;

– gewisse Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen z.B. Bepridil, Dofetilid und Chinidin (z.B. Kinidin-Duriles®).


Teilen Sie Ihrem Arzt oder Apotheker resp. Ihrer Ärztin oder Apothekerin mit, welche Arzneimittel Sie momentan einnehmen. Beginnen Sie ebenfalls nicht mit der Behandlung eines neuen Arzneimittel während Sie Daktarin Mundgel einnehmen ohne dass Sie vorher mit Ihrem Arzt oder Apotheker resp. Ihrer Ärztin oder Apothekerin Rücksprache genommen haben.

Verabreichung an Kleinkinder und Kinder: Daktarin Mundgel ist klebrig. Dies stellt sicher, dass das Arzneimittel solange als möglich im Mund bleibt.

Wichtig: Achten Sie darauf, dass der Mundgel nicht den Rachen des Kindes verschliesst, so dass das Kind daran ersticken könnte. Beachten Sie deshalb bei der Verabreichung von Daktarin Mundgel folgendes: teilen Sie die zu verabreichende Menge in mehrere kleine Teilmengen auf; verabreichen Sie nie die ganze Menge in einer Gabe. Geben Sie den Mundgel immer in den vorderen Teil des Mundes, nie in den hinteren Teil des Rachens.

Gewisse Arzneimittel dürfen nicht gleichzeitig mit Daktarin Mundgel eingenommen werden, da sich dadurch die Wirkung der einzelnen Arzneimittel verstärken kann und es dadurch in einigen Fällen zu schwerwiegenden Nebenwirkungen kommen kann. (siehe dazu «Wann darf Daktarin Mundgel nicht angewendet werden?»).

Die Kombination mit anderen Arzneimitteln kann zusätzliche Kontrollen oder eine Dosisanpassung von Daktarin Mundgel oder vom Begleitmedikament erforderlich machen, worüber jedoch Ihr Arzt resp. Ihre Ärztin entscheidet.

Informieren Sie deshalb Ihren Arzt/Ihre Ärztin, falls Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen:

– Arzneimittel zur «Blutverdünnung» (Antikoagulantien);

– gewisse orale Arzneimittel zur Behandlung von zu hohem Blutzucker (Diabetes);

– bestimmte Arzneimittel gegen AIDS wie HIV-Proteinase-Hemmer;

– bestimmte Arzneimittel gegen Krebs;

– einige Arzneimittel, welche auf Herz und Blutgefässe wirken (gewisse Calciumantagonisten);

– Cyclosporin A (Sandimmun®), Tacrolimus (Prograf®), Sirolimus (Rapamune®): Arzneimittel, welche oft nach Organtransplantationen verabreicht werden;

– Phenytoin, eine Substanz, die zur Behandlung von Epilepsie eingesetzt wird;

– Alfentanil (Rapifen®), ein Schmerzmittel, welches im Spital gebraucht wird;

– Sildenafil (Viagra®), ein Arzneimittel zur Behandlung von Potenzstörungen;

– bestimmte Beruhigungs- oder Schlafmittel (Tranquilizer);

– bestimmte Arzneimittel gegen Tuberkulose;

– Methylprednisolon z.B. (Medrol®) und (Depo-Medrol®), ein Arzneimittel, welches zum Einnehmen und als Injektion bei entzündlichen Erkrankungen verabreicht wird;

– Arzneimittel gegen Angstzustände wie Buspiron (z.B. Buspar®), Alprazolam (z.B. Xanax®);

– Trimetrexat eine Substanz zur Behandlung von gewissen Lungenerkrankungen;

– Ebastin, ein Arzneimittel gegen Allergien;

– Reboxetin (Edronax®), ein Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen.

Während der Therapie mit Pilzmedikamenten sollten die Patienten keinen Alkohol einnehmen, da Hautrötungen, Übelkeit und starke Kopfschmerzen auftreten können.

Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.


Daktarin Mundgel soll während der Schwangerschaft oder Stillzeit nur nach Rücksprache mit dem Arzt resp. der Ärztin eingenommen werden.

Wie wird es angewendet?

Beim erstmaligen Gebrauch von Daktarin Mundgel die Tube öffnen und die Abdeckung der Öffnung mit dem Dorn in der Verschlussrückseite durchstossen.

Das Mundgel soll auf der Mundschleimhaut verteilt und vor dem Schlucken möglichst lange im Mund behalten werden. Tragen Sie das Mundgel bei Säuglingen und Kleinkindern mit einem Finger auf die befallenen Stellen im Mund auf.

Wichtig: Achten Sie darauf, dass der Mundgel nicht den Rachen des Kindes verschliesst, so dass das Kind daran ersticken könnte. Beachten Sie deshalb bei der Verabreichung von Daktarin Mundgel folgendes: teilen Sie die zu verabreichende Menge in mehrere kleine Teilmengen auf; verabreichen Sie nie die ganze Menge einer Gabe. Geben Sie den Mundgel immer in den vorderen Teil des Mundes, nie in den hinteren Teil des Rachens.

Wenn Sie eine Zahnprothese tragen, soll diese nachts entfernt, gereinigt und mit Daktarin Mundgel eingestrichen werden.

Wenn vom Arzt bzw. der Ärztin nicht anders verordnet, gelten folgende Dosierungen:

Zur Therapie bei Pilzerkrankungen des Magen-Darmtraktes mit oder ohne Erkrankung des Mund-Rachenraumes

Daktarin Mundgel kann bei Säuglingen ab 6 Monaten und Kleinkindern wie folgt eingesetzt werden:

Die Dosierung basiert die auf dem Körpergewicht:

Körpergewicht

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Gelegentlich können Übelkeit, Erbrechen, Aufstossen, Geschmacksstörungen, Mundtrockenheit oder unangenehmes Mundgefühl auftreten. Zusätzlich können sehr selten Durchfall, eine Entzündung des Mundes und eine Verfärbung der Zunge auftreten. In sehr seltenen Fällen kann es zu Erstickungsanfällen kommen.

In sehr seltenen Fällen sind Überempfindlichkeitsreaktionen (allergische Reaktionen) beobachtet worden. Diese äussern sich durch Juckreiz, Hautausschlag, Nesselausschlag, Kurzatmigkeit und/oder ein geschwollenes Gesicht. Sehr selten trat eine schwerwiegende Hautreaktion mit einem weitverbreiteten Hautausschlag, sich schälender Haut und Bläschen im Mund, den Augen und Genitalien auf (toxisch epidermale Nekrolyse oder Stevens-Johnson Syndrom). Wenn Sie Schwierigkeiten beim Atmen bekommen, suchen Sie unverzüglich medizinische Hilfe auf. Beenden Sie in allen Fällen von vermuteter Überempfindlichkeit die Einnahme von Daktarin Mundgel und konsultieren Sie unverzüglich Ihren Arzt resp. Ihre Ärztin.

Sehr selten wurde über eine Leberentzündung berichtet, was zu folgenden Anzeichen führen kann: Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit, Bauchschmerzen, Gelbfärbung der Haut, sehr dunkler Urin und heller Stuhl. Beenden Sie in diesem Fall die Einnahme von Daktarin Mundgel und suchen Sie unverzüglich Ihren Arzt oder Ihre Ärztin auf.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Ihre Apothekerin informieren.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Daktarin Mundgel ist wie alle Arzneimittel vor Kindern geschützt aufzubewahren.

Daktarin Mundgel sollte in der Originalpackung bei Raumtemperatur (15–25 °C) gelagert werden.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «Exp.» bezeichneten Datum verwendet werden.

Nach Beendigung der Behandlung das Arzneimittel mit dem restlichen Inhalt Ihrem Arzt oder Apotheker resp. Ihrer Ärztin oder Apothekerin zum fachgerechten Entsorgen bringen.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Ihrer Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Zusätzliche Informationen

In Apotheken gegen ärztliche Verschreibung.

Tube zu 40 g Mundgel.


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