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«Dantamacrin 50»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Dantamacrin ist ein Arzneimittel, das die erhöhte Muskelspannung herabsetzt.
Dantamacrin wird angewendet bei spastischen Syndromen mit krankhaft gesteigerter Muskelspannung unterschiedlicher Ursache.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Dantamacrin darf nicht eingenommen werden
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Dantrolen-Natrium 3.5 H2O oder einen der sonstigen Bestandteile von Dantamacrin sind,
- wenn Sie an einer Leberkrankheit leiden,
- in ällen, bei denen ein abnorm erhöhter Spannungszustand der Muskeln erforderlich ist, um eine bessere Funktion, eine aufrechte Haltung oder die Bewegungsbalance zu ermöglichen,
- wenn Sie eine eingeschränkte Lungenfunktion haben,
- wenn Sie an einer schweren Herzmuskelschädigung leiden,
- wenn Sie schwanger sind oder stillen.
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Dantamacrin ist erforderlich
- wenn Sie an amyotrophischer Lateralsklerose (einer Erkrankung des Nervensystems) oder bulbärparalytischen Symptomen (Symptome, die durch Schädigung bestimmter Hirnnerven entstehen) leiden, da Lähmungserscheinungen durch Dantamacrin verstärkt werden können,
- wenn Sie an Herzerkrankungen leiden, insbesondere an Herzschäden und/oder Herzrhythmusstörungen. Ihr Arzt wird Sie im Hinblick auf Herzerkrankungen sorgfältig überwachen.
Vor Beginn sowie während der Behandlung mit Dantamacrin wird Ihr behandelnder Arzt in regelmäßigen Abständen Bluttests zur Überprüfung der Leberfunktion durchführen. Bei Werten außerhalb der Norm muss Dantamacrin abgesetzt werden.
Wenn Sie erste Anzeichen bemerken, die auf eine Leberschädigung hindeuten könnten, wie z.B. ungewöhnliche Müdigkeit, heller Stuhl, Juckreiz am ganzen Körper, Gelbfärbung der Haut oder der Augen, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen.
Das Risiko für eine Leberschädigung scheint besonders erhöht bei Tagesdosen über 300 mg, längerer Therapiedauer, Frauen, Patienten über 30 Jahren, Leberschäden in der Vorgeschichte und gleichzeitiger Einnahme anderer Arzneimittel, die die Leber schädigen können. Die Leberschäden können lebensbedrohlich sein, insbesondere bei älteren Patienten.
Wenn Sie unter multipler Sklerose leiden, scheint das Risiko einer schwerwiegenden Leberschädigung zusätzlich erhöht zu sein.
Dantamacrin kann eine Lichtempfindlichkeit der Haut (Photosensibilisierung) hervorrufen; deshalb sollten Sie sich während der Behandlung vor starker Sonnenbestrahlung schützen.
Dantamacrin ist abzusetzen, wenn Patienten Reaktionen am Herzen und Brustfell mit Flüssigkeitsansammlung (Pleura- oder Pericarderguss oder eine Pleuropericarditis) entwickelt haben.
Kinder
Bei Kindern unter 5 Jahren sollte Dantamacrin nicht gegeben werden, da bei dieser Patientengruppe die Erfahrungen in der Anwendung von Dantamacrin für eine Beurteilung der Verträglichkeit nicht ausreichen.
Schwangerschaft und Stillzeit
Da die Sicherheit der Anwendung von Dantamacrin in der Schwangerschaft nicht belegt ist, dürfen Sie Dantamacrin in der Schwangerschaft nicht einnehmen.
Der Wirkstoff aus Dantamacrin geht in die Muttermilch über. Da unerwünschte Wirkungen auf das gestillte Kind insbesondere unter einer Dauertherapie mit Dantamacrin nicht auszuschließen sind, dürfen Sie Dantamacrin in der Stillzeit nicht einnehmen. Ist eine Behandlung während der Stillzeit erforderlich, müssen Sie abstillen.
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Sie dürfen sich nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt an das Steuer eines Fahrzeugs setzen oder Maschinen bedienen.
Bei Einnahme von Dantamacrin oder gleichzeitiger Einnahme anderer, ebenfalls am Zentralnervensystem angreifender Arzneimittel, können zentralnervöse Wirkungen, wie z.B. Schläfrigkeit oder Verwirrtheit, das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die ähigkeit zur aktiven Teilnahme am Strassenverkehr oder zum Bedienen von Werkzeugen und Maschinen vermindert wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Dantamacrin
Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Bitte nehmen Sie Dantamacrin daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

Wie wird es angewendet?

Wie ist Dantamacrin einzunehmen?
Nehmen Sie Dantamacrin immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Ihr Arzt wird Sie langsam auf die für Ihre Behandlung erforderliche optimale Dosis einstellen.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis für Erwachsene zu Beginn der Behandlung 2 x 25 mg täglich. Diese Dosis sollte wöchentlich bis zum Erreichen der optimalen Dosis gesteigert werden. Es wird empfohlen, die Therapie mit Dantamacrin 25 mg Hartkapseln zu beginnen.
Die Dosissteigerung sollte nicht rascher als nach folgendem Schema erfolgen:
Woche 2 x täglich 25 mg
(z.B. 2 x 1 Kapsel Dantamacrin 25 mg)
Woche 4 x täglich 25 mg
(z.B. 4 x 1 Kapsel Dantamacrin 25 mg)
Woche 3 x täglich 50 mg
(z.B. 3 x 1 Kapsel Dantamacrin 50 mg)
Woche 4 x täglich 50 mg
(z.B. 4 x 1 Kapsel Dantamacrin 50 mg)
Sobald die optimale Dosis erreicht ist, sollte der Patient seine Gesamttagesdosis auf 2 – 4 Einzeldosen verteilt einnehmen.
Höhere Dosen als 200 mg sollten bei einer Langzeittherapie mit Dantamacrin nicht verabreicht werden, da bei Dosen über 200 mg Dantrolen pro Tag verstärkt mit Nebenwirkungen gerechnet werden muß. Ist abzusehen, daß auf den Patienten Belastungs oder Stresssituationen zukommen, kann die Dosis vorübergehend stufenweise bis auf 400 mg pro Tag gesteigert werden. Dosen über 200 mg pro Tag sollten aber nicht länger als 2 Monate gegeben werden.
Soweit vom Arzt nicht anders verordnet, gilt für Kinder über 5 Jahre (ab 25 kg Körpergewicht) folgende Dosierung:
Beginn mit 1 mg/kg Körpergewicht täglich:
Woche 1 x täglich 25 mg (z.B. 1 Kapsel Dantamacrin 25 mg)
Woche 2 x täglich 25 mg (z.B. 2 x 1 Kapsel Dantamacrin 25 mg)
Woche 3 x täglich 25 mg (z.B. 3 x 1 Kapsel Dantamacrin 25 mg)
Kinder ab 50 kg:
Siehe Dosierung für Erwachsene.
Die Dosis kann stufenweise bis auf 200 mg täglich erhöht werden.
Nehmen Sie die Kapseln bitte unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit ein (vorzugsweise ein Glas Trinkwasser).
Falls sich nach 6 – 8 Wochen kein Behandlungserfolg einstellt, sollte der behandelnde Arzt die Therapie abbrechen.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Dantamacrin zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine größere Menge Dantamacrin eingenommen haben, als Sie sollten
Verständigen Sie bitte umgehend einen Arzt. Er wird die notwendigen Maßnahmen ergreifen. Anzeichen für eine Überdosierung können Bewusstseinsstörungen (z.B. Lethargie, Koma), Muskelschwäche, Müdigkeit, Schwindel, Schwächegefühl, Sehstörungen, schnelle Herzschlagfolge, Juckreiz, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, heller Stuhl, Gelbfärbung der Haut oder der Augen sein.
Wenn Sie die Einnahme von Dantamacrin vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Nehmen Sie beim nächsten Mal die gleiche Anzahl an Kapseln wie verordnet. Sollten Sie sich unsicher sein, was zu tun ist, sprechen Sie bitte auf jeden Fall mit Ihrem Arzt.
Wenn Sie die Einnahme von Dantamacrin abbrechen
Sollten Sie die Behandlung unterbrechen oder vorzeitig beenden wollen, z. B. weil Ihnen die auftretenden Nebenwirkungen zu stark erscheinen, so sprechen Sie bitte vorher mit Ihrem Arzt.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme von Dantamacrin mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Bei gleichzeitiger Einnahme
- von Östrogenen (bestimmten Hormonen) oder anderen potenziell leberschädigenden Substanzen besteht ein erhöhtes Risiko einer Leberschädigung.
- von Dantamacrin und Vecuronium (muskelrelaxierendes Arzneimittel) kann dessen Wirkung verstärkt werden.
- von Metoclopramid (Arzneimittel gegen bestimmte Magen-Darm-Störungen) kann die Aufnahme des Wirkstoffs von Dantamacrin in den Körper erhöht sein und somit zu einer Verstärkung der Wirkung und Nebenwirkungen von Dantrolen führen.
Die gleichzeitige Einnahme von zentral dämpfenden Arzneimitteln (Beruhigungsmittel, z.B. vom Typ der Benzodiazepine, Antihistaminika) und Alkohol sind zu meiden, da die Nebenwirkungen von Dantamacrin verstärkt werden können (insbesondere die dämpfende Wirkung auf das zentrale Nervensystem sowie Muskelschwäche).
Bei Patienten mit Veranlagung zur malignen Hyperthermie (bestimmte Komplikation im Rahmen einer Narkose), die intravenös Dantrolen erhielten, wurde beobachtet, dass gleichzeitige Gabe von Calciumantagonisten und/oder Betablockern (Arzneimittel gegen Bluthochdruck/Herzerkrankungen) zu erhöhten Kaliumspiegeln und Herzschwäche führte.
Bei Einnahme von Dantamacrin zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Während der Einnahme von Dantamacrin sollten Sie möglichst keinen Alkohol trinken.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann Dantamacrin Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem Behandelten auftreten müssen.
Die für die nachfolgende Auflistung von Nebenwirkungen angegebenen Häufigkeiten basieren auf Schätzungen nach Nebenwirkungsmeldungen zu dem zugelassenen Präparat.
Am häufigsten traten Müdigkeit, Schwächegefühl, allgemeines Unwohlsein, Schwindel, Benommenheit und Durchfall auf. Bei anhaltendem Durchfall ist das Arzneimittel abzusetzen.
Häufig (weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100) traten bei mit Dantamacrin behandelten Patienten auf:
Kopfschmerz, Sprachstörungen, Krampfanfälle, Appetitlosigkeit, Bauchkrämpfe, Übelkeit, Erbrechen, Hautausschläge, akneähnliche Hautreaktionen, Muskelschwäche, die eine funktionelle Beeinträchtigung und Koordinationsstörungen bedingen kann, Schüttelfrost, Fieber.
Pathologische Leberfunktionswerte, Leberschäden: Bereits bei Tagesdosen bis zu 200 mg können leberschädigende Nebenwirkungen auftreten, meist in Form von Leberentzündung mit Gelbsucht.
Gelegentlich (weniger 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000) traten bei mit Dantamacrin behandelten Patienten auf:
Verminderung der roten Blutkörperchen durch gestörte oder fehlende Produktion (aplastische Anämie), Verminderung der weißen Blutkörperchen (Leukopenie), Lymphknotengeschwulst (lymphozytisches Lymphom), Thrombozytopenie, akute allergische Allgemeinreaktion (Anaphylaxie), Depression, Verwirrtheitszustände, Nervosität, Schlaflosigkeit, Sinnestäuschungen, Auslösung von zerebralen Anfällen, besonders bei Kindern mit zerebralen Lähmungen; Verstärkung von Lähmungserscheinungen bei amyotrophischer Lateralsklerose (einer Erkrankung des Nervensystems) oder bei Vorhandensein bulbärparalytischer Symptome (Symptome, die durch Schädigung bestimmter Hirnnerven entstehen).
Sehstörungen, Doppelbilder, vermehrter Tränenfluss, Steigerung der Herzfrequenz, ungenügende Herzleistung (Herzinsuffizienz); Venenentzündung, Blutdruckschwankungen, Verstopfung, in seltenen ällen bis hin zum Darmverschluss; Schluckbeschwerden, Geschmacksstörungen, Blutungen, Magenreizung, vermehrter Speichelfluss.
Erhöhte Schweißsekretion, abnormer Haarwuchs, Juckreiz, Lichtempfindlichkeit (Photosensibilisierung), Muskel- und Rückenschmerzen, Ausscheidung von Kristallen oder roten Blutkörperchen im Urin (Kristallurie, Hämaturie), unfreiwilliger Harnabgang (Harninkontinenz), Harnverhalten oder erhöhte Frequenz des Harnlassens, nächtliches Wasserlassen (Nykturie).
Über das Auftreten einer Reaktion am Herzen mit Flüssigkeitsansammlung (Pleuropericarditis, Pleura-oder Pericarderguss), begleitet von Eosinophilie (Vermehrung bestimmter Zellen im Blut) wurde berichtet, ebenso über Störungen der Atmung, vermutlich bedingt durch Schwächung der Atemmuskulatur.
Bei Dosen über 200 mg Dantrolen pro Tag muß verstärkt mit Nebenwirkungen gerechnet werden.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung nach „verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Aufbewahrungsbedingungen:
Nicht über 25 °C lagern.
Blister im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

Zusätzliche Informationen

Gebrauchsinformation: Information für den Anwender
Dantamacrin 50 mg Hartkapseln
Wirkstoff: DantrolenNatrium 3.5 H2O
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen.
Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Symptome haben wie Sie.
Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.
Diese Packungsbeilage beinhaltet:


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