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«Doneurin® 10/-25/-50/-75/-100 Filmtabletten»

Wie wirkt der Inhaltsstoff?

Doxepin wird zur Behandlung depressiver Zustände mit den Leitsymptomen Schlafstörungen, Angst und innere Unruhe, sowie zur Behandlung chronischer Schmerzzustände eingesetzt.Im Gegensatz zu alltäglichen Stimmungsschwankungen handelt es sich bei der Depression um eine häufige und schwere Erkrankung. Bis heute ist die Ursache nicht bekannt. Vieles deutet darauf hin, dass das Zusammenspiel der verschiedenen Neurotransmitter - chemische Stoffe, die Nervensignale übertragen - im Gehirn gestört ist. Denn die Beschwerden lassen sich durch Medikamente bessern, die die Wirkung mancher Neurotransmitter verstärken - hier sind vor allem die Botenstoffe Serotonin und Noradrenalin zu nennen.Doxepin zählt zur Arzneistoffgruppe der trizyklischen Antidepressiva: antidepressiv wirkende Arzneistoffe mit ähnlicher chemischer Struktur. Es besetzt im Gehirn verschiede Bindungsstellen für Botenstoffe und verändert damit den Einfluss dieser Botenstoffe auf den Gehirnstoffwechsel. Insbesondere blockiert es Transportstoffe, die Serotonin und Noradrenalin nach erfolgter Signalübertragung wieder in ihre Speicherplätze zurückbefördern. Serotonin und Noradrenalin verbleiben länger am Wirkort, und ihre Wirksamkeit steigt. Doxepin löst Angst- und Spannungszustände und hebt depressive Verstimmungen auf. Der beruhigende Effekt tritt in der Regel sehr schnell ein, während die stimmungsaufhellende Wirkung erst nach etwa zwei Wochen einsetzt.Bei chronischen Schmerzen ist oft die Verarbeitung der Schmerzsignale im Gehirn gestört. Der Botenstoff Serotonin spielt wohl eine große Rolle beim Aufbau eines Filters für eingehende Schmerzsignale. Die Behandlung mit Doxepin kann möglicherweise die ständige Einnahme von Schmerzmitteln ersetzen. Das Arzneimittel muss dann regelmäßig über einen langen Zeitraum genommen werden.Weiterlesen:Anwendungsgebiete

Anwendungsgebiete

  • Alkohol-, Medikamenten- und Drogenentzug
  • Angststörungen
  • Chronische Schmerzen
  • Depressionen
  • Unruhezustände

Packungsgrößen

  • 100 Filmtbl. (N3) 100 mg
  • 20 Filmtbl. (N1) 10 mg
  • 50 Filmtbl. (N2) 10 mg
  • 100 Filmtbl. (N3) 10 mg
  • 20 Filmtbl. (N1) 25 mg
  • 50 Filmtbl. (N2) 25 mg
  • 100 Filmtbl. (N3) 25 mg
  • 20 Filmtbl. (N1) 50 mg
  • 50 Filmtbl. (N2) 50 mg
  • 100 Filmtbl. (N3) 50 mg
  • 20 Filmtbl. (N1) 75 mg
  • 50 Filmtbl. (N2) 75 mg
  • 100 Filmtbl. (N3) 75 mg
  • 20 Filmtbl. (N1) 100 mg
  • 50 Filmtbl. (N1) 100 mg

Warnhinweise!

  • Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.
  • Diese Nebenwirkungen treten meistens nur zu Beginn auf, verbessern sich aber im Lauf der Behandlung wieder. Halten Sie Rücksprache mit Ihrem Arzt, wenn Sie solche Nebenwirkungen bei sich bemerken und die Medikamenteneinnahme selbstständig abbrechen wollen. Ein plötzliches Absetzen des Medikaments kann eine Verschlechterung des Gesundheitszustands zur Folge haben.

Wann ist das Medikament nicht für Sie geeignet (Gegenanzeigen)?

  • Akute Alkohol- oder Schlafmittelvergiftung
  • Akute Erregungs- und Verwirrungszustände
  • Erhöhter Augeninnendruck
  • Kinder unter zwölf Jahren
  • Störung des Speisebreitransports im Magen-Darm-Bereich
  • Störungen beim Wasserlassen (Blasenentleerungsstörungen)

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Während der Schwangerschaft und der Stillzeit sollte das Medikament möglichst nicht angewendet werden, es sei denn, Ihr Arzt hält dies für unbedingt erforderlich.

Nebenwirkungen

Aufgelistet sind die wichtigsten, bekannten Nebenwirkungen. Sie können auftreten, müssen aber nicht, da jeder Mensch unterschiedlich auf Medikamente anspricht.

Manchmal reagieren Menschen allergisch auf Medikamente. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion verspüren, informieren Sie sofort Ihren Arzt oder Apotheker.

  • Mundtrockenheit
  • Verstopfung (Obstipation)
  • Müdigkeit
  • Vermehrtes Schwitzen
  • Blutdruckabfall beim Aufstehen aus sitzender oder liegender Körperposition, Sturzgefahr durch niedrigen Blutdruck im Stehen
  • Zittern

Wechselwirkungen

Blutdrucksenkende sowie dämpfende, beruhigende Medikamente und Alkohol können in ihrer Wirkung verstärkt werden.Dieses Medikament sollte nicht mit stimmungsaufhellenden Substanzen vom Typ der irreversiblen MAO-Hemmer, z.B. Tranylcypromin(Parnate), kombiniert werden.


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