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«Doxam® Retardkapseln»

Wie wirkt der Inhaltsstoff?

Das Medikament ist eine Kombination aus den Wirkstoffen Doxycyclin und Ambroxol. Es wird bei bakteriellen Infektionen der Atemwege verwendet.Auf das Eindringen von Krankheitserregern wie Viren oder Bakterien reagiert die Schleimhaut in der Nase und den Bronchien mit der Absonderung großer Flüssigkeitsmengen. Ziel ist es, die Eindringlinge einfach fortzuspülen. Oftmals kann dieser Schleim nicht schnell genug abtransportiert werden, er sammelt sich in den betroffenen Gebieten. Der daraus resultierende Sekretstau und fehlende Belüftung sind ideale Bedingungen für Bakterien, die sich nun leicht festsetzen und ungestört vermehren können. Doxycyclin ist ein Antibiotikum aus der Gruppe der Tetracycline: Es tötet Bakterien ab, die eine Infektion verursachen. Der Wirkstoff hemmt die Bildung lebenswichtiger Eiweiße in den Bakterien und verhindert so ihr Wachstum. Ambroxol ist ein Sekretlöser: Er verflüssigt den Schleim und erleichtert den Abtransport. Ambroxol regt körpereigene Eiweißstoffe dazu an, große Schleimmoleküle zu zerteilen. Die Schleimhautzellen produzieren daraufhin vermehrt dünnflüssiges Sekret - die Reinigungsfunktion der Schleimhaut wird unterstützt. Ambroxol beugt so Entzündungen vor und lindert Hustenattacken bei festsitzendem Husten. Die Kombination beider Wirkstoffe bei bakteriellen Atemwegsinfekten ist sinnvoll, da das Antibiotikum durch den Sekretlöser besser seinen Wirkort erreicht. Sie wird bei Infektionen der oberen (z.B. Nasennebenhöhlenentzündung) und der unteren (z.B. Bronchitis) eingsetzt.Weiterlesen:Anwendungsgebiete

Anwendungsgebiete

  • Bakterielle Infekte der Atemwege mit dickflüssiger Schleimbildung

Packungsgrößen

  • 10 Retardkps. (N1)
  • 20 Retardkps. (N2)

Warnhinweise!

  • Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch die Sehleistung und somit das Reaktionsvermögen im Straßenverkehr oder bei der Bedienung von Maschinen beeinflussen.
  • Bei der Anwendung von schleimlösenden Medikamenten ist immer darauf zu achten, dass eine ausreichende Menge Flüssigkeit getrunken wird (mindestens 1,5-2 Liter am Tag). Erst dann kann das Sekret genügend verflüssigt werden. Auch durch Inhalation von Wasserdampf ist es möglich, den Schleim zu verdünnen.
  • Antibiotika müssen über den gesamten, vom Arzt verordneten Zeitraum angewendet werden, auch wenn Sie sich bereits wieder gesund und leistungsfähig fühlen. Werden die Medikamente zu früh abgesetzt, können Restkeime überleben, die zu einem erneuten Ausbruch der Krankheit führen. Diese Keime sind dann aber möglicherweise gegen das Antibiotikum unempfindlich (resistent) geworden und damit schwerer zu behandeln.
  • Die Wirkung der Pille als empfängnisverhütendes Mittel kann beeinträchtigt werden. Es wird daher empfohlen, zusätzlich andere Verhütungsmethoden heranzuziehen.

Wann ist das Medikament nicht für Sie geeignet (Gegenanzeigen)?

  • Bekannte Überempfindlichkeit gegen einen Inhaltsstoff
  • Kinder unter acht Jahren
  • Schwere Leber- und Nierenfunktionsstörungen

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Während der Schwangerschaft und der Stillzeit darf das Medikament nicht angewendet werden.

Nebenwirkungen

Aufgelistet sind die wichtigsten, bekannten Nebenwirkungen. Sie können auftreten, müssen aber nicht, da jeder Mensch unterschiedlich auf Medikamente anspricht.

Manchmal reagieren Menschen allergisch auf Medikamente. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion verspüren, informieren Sie sofort Ihren Arzt oder Apotheker.

  • Magen-Darm-Beschwerden. Unter anderem können auftreten: Übelkeit, Erbrechen, Sodbrennen, Magenschmerzen, Völlegefühl, Blähungen, Verstopfung, Durchfall. (Gelegentlich)
  • Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen, z.B. starke Schwellungen, Rötungen und Juckreiz der Haut, Atemnot bis hin zu Herz-Kreislauf-Versagen und Schock. In diesen Fällen sollte umgehend ein Arzt hinzugezogen werden. (Selten)
  • Überempfindlichkeit der Haut gegen Sonnenlicht (Photosensibilität) (Selten)

Wechselwirkungen

Milch und Milchprodukte, Eisensalze, Kohletabletten und Magensäurebinder vermindern die Aufnahme des Wirkstoffs. Bei gleichzeitiger Anwendung dieser Medikamente muss daher ein Abstand von zwei Stunden eingehalten werden.Herzmedikamente mit dem Wirkstoff Digoxin werden verstärkt (Vorsicht, Vergiftungserscheinungen!). Blutzuckersenkende Medikamente und Blutgerinnungshemmer werden in ihrer Wirkung ebenfalls verstärkt.Antiepileptika vermindern die Wirkung von Doxycyclin. Das Präparat sollte nicht zusammen mit Medikamenten eingenommen werden, die den Hustenreiz hemmen, da sonst der gebildete Schleim nicht abgehustet werden kann.


Bewertungen «Doxam® Retardkapseln»