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«Ebrantil 50 mg - Ampullen»

Ebrantil 50 mg - Ampullen


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Urapidil, der Wirkstoff von Ebrantil, hemmt den Einfluss des vegetativen Nervensystems auf die Gefäßmuskulatur.
ebrantil senkt den Blutdruck durch Erweiterung der Blutgefäße ohne wesentliche Beeinflussung der Herztätigkeit. ebrantil beeinflusst auch günstig die Herzarbeit.
Belastungsbedingte Blutdruckspitzen beim Blutdruckkranken werden gedämpft.
Nach intravenöser Anwendung erfolgt die Erniedrigung erhöhter Blutdruckwerte schnell (innerhalb 5 Minuten), aber nicht drastisch. Nach Absetzen der intravenösen Behandlung steigt der Blutdruck langsam innerhalb von 2-3 Stunden wieder an.

Bei Patienten mit begleitender chronischer Atemwegserkrankung werden unter Behandlung mit Urapidil die Lungenfunktion sowie der Gasaustausch günstig beeinflusst oder bleiben zumindest unverändert.
In klinischen Studien wurde eine günstige Beeinflussung des Fett- und Zuckerstoffwechsels beobachtet.
In Fällen von gutartiger Prostatavergrößerung werden die Restharnbildung sowie Zeichen von Harnflussverzögerung vermindert.

Anwendungsgebiete: Wann werden Ebrantil -Ampullen verwendet?

  • Hochdruckkrise
  • schwere, schwerste und therapieresistente Formen des Bluthochdruckes
  • Kontrollierte intra- und/oder postoperative Blutdrucksenkung bei Bluthochdruckkrankheiten oder Blutdruckkrisen.

Art der Anwendung: Wie verwenden Sie Ebrantil- Ampullen? Zur intravenösen Injektion oder Infusion durch den Arzt am liegenden Patienten.
Zur Infusionsbereitung können physiologische Natriumchlorid-Lösung und 5- oder 10%ige Gluko-selösung verwendet werden.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Ebrantil darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile von Ebrantil 50 mg – Ampullen sind.
  • Bei Überempfindlichkeit gegen einen der Bestandteile des Präparates; Verengung der Haupt-schlagader (Aortenisthmusstenose); Kurzschluss zwischen arteriellem und venösem Gefäßsystem (arteriovenöser Shunt).

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Medikamente (auch selbstgekaufte inkl. homöopathische!) anwenden!

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Ebrantil ist erforderlich,

  • wenn Sie unter einer Beeinträchtigung der Herzfunktion leiden
  • wenn Sie an Leberfunktionsstörungen leiden
  • wenn Sie an mäßigen bis schweren Nierenfunktionsstörungen leiden
  • wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel gegen Magenbeschwerden einnehmen, die Cimetidin enthalten
  • bei älteren Patienten
  • bei Kindern, da keine Untersuchungen hierzu vorliegen

Erste Anzeichen von Nebenwirkungen und der Eintritt einer Schwangerschaft sind sofort dem behandelnden Arzt mitzuteilen.
Bei Volumenmangel (z.B. Erbrechen, Durchfall) ist eine verstärkte Wirkung von Ebrantil zu erwarten.

Wird Ebrantil 50 mg – Ampullen nicht als erstes blutdrucksenkendes Medikament gegeben, ist ausreichend lange auf den Wirkungseintritt des/der zuvor gegebenen blutdrucksenkenden Mittel(s) zu warten. Die Dosierung von Ebrantil 50 mg – Ampullen ist entsprechend niedriger zu wählen. Zu rascher Blutdruckabfall kann zu Bradykardie oder Herzstillstand führen.

Bei Anwendung von Ebrantil mit anderen Arzneimitteln
Bei Kombination mit anderen blutdrucksenkenden Mitteln kann die blutdrucksenkende Wirkung von Ebrantil verstärkt werden.
Bei gleichzeitiger Gabe von Cimetidin ist mit einer Erhöhung der Urapidil-Serumspiegelmaxima zu rechnen.

Schwangerschaft und Stillzeit
Ebrantil sollte während der Schwangerschaft und Stillperiode nur in zwingenden Fällen und unter Kontrolle durch den Arzt angewendet werden.

Verk ehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen kann die Fähigkeit zur Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt werden. Dies gilt in verstärktem Maß zu Behandlungsbeginn, bei Präparatewechsel oder im Zusammenwirken mit Alkohol.

Die Behandlung mit diesen Arzneimitteln bedarf der ärztlichen Kontrolle.

Wie wird es angewendet?

Die Dosierung wird ausschließlich vom Arzt festgelegt.

Hochdruckkrise, schwere, schwerste und therapieresistente Formen des Bluthochdruckes:

Als Bolusinjektion werden 10-50 mg Ebrantil intravenös verabreicht. Abhängig vom Blut-druckverhalten kann die Injektion von Ebrantil wiederholt werden.
Für eine intravenöse Dauertropfinfusion werden 200-250 mg Ebrantil (entsprechen 4-5 Ampullen) in 500 ml der obengenannten kompatiblen Infusionslösung verdünnt. Die kompatible Höchstmenge beträgt 4 mg Ebrantil pro ml Infusionslösung.
Für die Anfangsdosierung kommt eine Infusionsgeschwindigkeit von maximal 2 mg pro Minute in Frage. Die Erhaltungsdosis (im Mittel 9 mg pro Stunde) und die Dauer der Infusion sind dem Blutdruck anzupassen. Das Ausmaß der Blutdrucksenkung wird von der in den ersten 15 Minuten infundierten Dosis bestimmt. Nachfolgend kann der eingestellte Blutdruck mit wesentlich geringeren Dosen aufrechterhalten werden.

Zur kontrollierten intra- und/oder postoperativen Blutdrucksenkung kann folgendes Dosierungsschema angewendet werden:

intravenöse Bolusinjektion

Bei der Verwendung eines Perfusors zur Gabe der Erhaltungsdosis werden 100 mg Ebrantil (2 Ampullen) in eine Perfusionsspritze aufgezogen und bis zu einem Volumen von 50 ml mit der obengenannten kompatiblen Infusionslösung verdünnt (siehe Art der Anwendung). Ebrantil sollte als Infusion nicht länger als 7 Tage angewendet werden.
Eine vorsichtige Dosierung ist angezeigt bei älteren Patienten und bei eingeschränkter Nierenfunktion. Ausreichende Erfahrungen über die Anwendung bei Kindern liegen noch nicht vor.

Wenn Sie eine größere Menge Ebrantil erhalten haben, als Sie sollten

Zeichen einer Überdosierung sind:
seitens des Kreislaufs Schwindel, Blutdruckabfall beim Wechsel von liegender od. sitzender zu aufrechter Körperhaltung, Kollaps

seitens des Zentralnervensystems Müdigkeit und verminderte Reaktionsfähigkeit

Bei übermäßiger Blutdrucksenkung kann neben Allgemeinmaßnahmen (Flachlagerung, Volumensubstitution) die ärztliche Anwendung von 1-2 mg Dihydroergotamin oder 100- 250 µg Adrenalin langsam intravenös in wiederholten Dosen unter ständiger RR-Kontrolle erforderlich werden.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel können Ebrantil 50 mg – Ampullen Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Als Folge der Blutdrucksenkung kann es besonders zu Behandlungsbeginn - meist vorübergehend - zu folgenden Nebenwirkungen kommen:

  • Häufig zu Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit und Müdigkeit.
  • Gelegentlich zu Blutdruckabfall bei Lagewechsel (Orthostasereaktion) und Kollaps (besonders bei älteren Patienten), Schmerzen hinter dem Brustbein, Herzklopfen, verlangsamtem oder beschleunigtem Herzschlag, Atemnot, Schweißausbruch, Unruhe und Angstgefühl.
  • Weiters können Mundtrockenheit und Schlafstörungen (besonders bei älteren Patienten) sowie in Einzelfällen allergische Hautreaktionen, verstopfte Nase, Verminderung der Anzahl der Blutplättchen, Wasseransammlungen im Gewebe und Hitzewallungen auftreten.
  • In Einzelfällen wurden bei dafür anfälligen Patienten verstärkter Harndrang oder Inkontinenz sowie Dauererektion (Priapismus) beobachtet.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Behältnis im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Nicht über 30°C lagern.
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden.


Bewertungen «Ebrantil 50 mg - Ampullen»