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«Efudix»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Prämalignen Hautveränderungen wie aktinische Keratosen oder Morbus Bowen.
Als Behandlungsversuch kann Efudix statt der vorzuziehenden chirurgischen Therapie auch zur Behandlung oberflächlicher Basaliome angewendet werden, wenn chirurgische oder radiologische Maßnahmen erfolglos waren oder nicht anwendbar sind, z. B. bei multiplen (zahlreichen) Läsionen oder an Stellen, die schwierig zu behandeln sind. Die Diagnose sollte vor der Behandlung histologisch abgesichert werden, da Efudix sich bei anderen Arten von Basaliomen nicht als ausreichend wirksam erwiesen hat. Weiterhin ist zu beachten, dass unter dem oberflächlich geheilten Hautareal der Tumor persistieren (fortbestehen) kann.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Efudix® darf nicht angewendet werden
• Wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegenüber Fluorouracil, Methyl-4-hydroxybenzoat, Propyl-4-hydroxybenzoat, oder einem der sonstigen Bestandteile von Efudix® sind.
• Auf Schleimhäuten und Haut-/Schleimhaut-Grenzen wie Anogenitalbereich, Nasenöffnung und Lippen bzw. Händen ohne Verband.
• In der Schwangerschaft und Stillzeit.
• Wenn Sie zurzeit oder in den letzten vier Wochen eine Therapie mit Brivudin, Sorivudin oder ähnlichen Substanzgruppen (antivirale Nukleoside) erhalten haben.
Diese Medikamente werden gewöhnlich bei einer Herpes-Zoster-Therapie eingesetzt. Fluorouracil zusammen mit Brivudin, Sorivudin und deren Abkömmlingen verstärkt die Nebenwirkungen von Efudix® möglicherweise erheblich.
Bei bestehender Latexallergie (Überempfindlichkeit gegenüber Kautschuk) dürfen Sie Efudix® nicht mit den mitgelieferten Fingerlingen auftragen.
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Efudix® ist erforderlich
• Wenn ein Partner mit Efudix® behandelt wird, dann sind geeignete empfängnisverhütende Maßnahmen zu ergreifen.
• Wenn Männer mit Efudix® behandelt werden, wird empfohlen, während der Behandlung und bis zu 6 Monaten danach kein Kind zu zeugen, denn Efudix® kann Ihr Erbgut schädigen. Daher wird auch bei Kinderwunsch nach einer Therapie mit Efudix® eine genetische Beratung empfohlen.
• Bei großflächiger Anwendung (bei Hautarealen über 500 cm2 , ca. 23 x 23 cm). Es besteht die Möglichkeit einer systemisch toxischen Wirkung und damit ein verstärktes Auftreten der unerwünschten Reaktionen. Efudix® darf deshalb nur unter ärztlicher Kontrolle angewendet werden.
• Bei offenen Wunden. Wenden Sie Efudix® nicht auf offenen Wunden an, da dies zu einer Aufnahme der Creme in den Blutkreislauf führen kann und dadurch in sehr seltenen ällen schwerwiegende Nebenwirkungen verursachen kann.
• Falls bei Ihnen eine eingeschränkte Aktivität des Enzyms Dihydropyrimidin-dehydrogenase (DPD) vorliegt.
In diesem Fall besteht ein erhöhtes Risiko für schwere Nebenwirkungen wie Durchfall, Schleimhautentzündungen, Knochenmarkschädigung und Nervenschädigung. Treten unter der Behandlung mit Efudix schwere unerwünschte Wirkungen auf, kann somit eine Kontrolle der Aktivität des Enzyms DPD angezeigt sein.
Bitte teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie innerhalb der letzten 4 Wochen Arzneimittel zur Behandlung von Herpes-Infektionen erhalten haben, da diese Arzneimittel bei gleichzeitiger Anwendung mit Efudix® die Nebenwirkungen möglicherweise erheblich verstärken können.
Kinder
Die Anwendung von Efudix® bei Kindern wird nicht empfohlen.
Bei Anwendung von Efudix® mit anderen Arzneimitteln:
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Bei gleichzeitiger Behandlung mit Methotrexat und örtlich angewendetem 5-Fluorouracil sind vereinzelt schwere Hautreaktionen beobachtet worden. Wenn Sie mit Methotrexat therapiert werden, sollte Efudix® nicht angewendet werden.
Efudix® darf nicht zusammen mit Brivudin, Sorivudin oder ähnlichen Substanzgruppen angewendet werden. Diese Medikamente hemmen das Enzym Dihydropyrimidin-dehydrogenase (DPD) irreversibel. Durch die gleichzeitige Anwendung kommt es zu einer Anhäufung und verstärkten Toxizität von Fluorouracil. Zwischen einer Behandlung mit Brivudin und dem Beginn einer Therapie mit Efudix® muss ein zeitlicher Abstand von mindestens 4 Wochen eingehalten werden. Bei Patienten, die vor kurzem Brivudin, Sorivudin oder ähnliche Substanzgruppen erhalten haben, sollte als zusätzliche Vorsichtsmaßnahme die DPD-Enzymaktivität vor Beginn der Behandlung mit Efudix® bestimmt werden.
Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Efudix® kann erbgutschädigend wirken und die Entwicklung Ihres ungeborenen Kindes beeinträchtigen. Sie dürfen Efudix® daher nicht während der Schwangerschaft anwenden. Sollten Sie während der Behandlung mit Efudix® schwanger werden, so informieren Sie umgehend Ihren Arzt und nutzen Sie die Möglichkeit einer genetischen Beratung.
In der Stillzeit dürfen Sie Efudix® nicht anwenden. Hält Ihr Arzt die Anwendung während der Stillzeit für notwendig, so müssen Sie abstillen.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Efudix®
• Propylenglykol kann Hautreizungen hervorrufen.
• Stearylalkohol kann örtlich begrenzte Hautreizungen (z. B. Kontaktdermatitis) hervorrufen.

Wie wird es angewendet?

Wie ist Efudix® anzuwenden?
Wenden Sie Efudix® immer genau nach Anweisung des Arztes an. Bitte fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
Efudix® zweimal täglich in so ausreichendem Maße auftragen, dass die betroffenen Läsionen abgedeckt sind. Die Behandlung soll so lange fortgesetzt werden, bis die entzündliche Reaktion das Erosionsstadium (oberflächlich, narbenlos verheilende Gewebeschädigung) erreicht hat. Dann soll die Anwendung von Efudix® abgesetzt werden. Gewöhnlich dauert die Therapie bei aktinischen Keratosen 2 bis 4 Wochen. Eine vollständige Abheilung der Läsionen kann unter Umständen erst nach 1 bis 2 Monaten sichtbar werden.
Nicht operable oder nicht bestrahlbare oberflächliche Basaliome sollen mindestens 3 bis 6 Wochen bis zum Auftreten einer Ulzeration behandelt werden. Unter Umständen ist eine Behandlung von 10 bis 12 Wochen erforderlich, bis die Läsionen vollständig beseitigt sind. Wie bei allen neoplastischen Erkrankungen, soll der Patient ausreichend lange nachbeobachtet werden, um sicherzustellen, dass eine Abheilung erreicht ist.
Ihr Arzt muss anhand des Behandlungserfolges beurteilen, wann Sie mit der Anwendung von Efudix® aufhören können und wird Sie entsprechend anweisen.
Art der Anwendung
Die folgenden Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt Efudix® nicht anders verordnet. Bitte halten Sie sich an die Anwendungsvorschriften, da Efudix® sonst nicht richtig wirken kann!
Efudix® sollte vorzugsweise mit den in der Packung enthaltenen Fingerlingen, einem nichtmetallischen Applikator oder einem geeigneten Handschuh aufgetragen werden. Wenn Efudix® direkt mit den Fingern aufgetragen wird, sollen die Hände unmittelbar danach gewaschen werden. Efudix® darf weder mit Schleimhäuten noch mit den Augen in Kontakt kommen. Die mit Efudix® behandelte Hautfläche darf insgesamt nicht mehr als 500 cm2 (ca. 23x23 cm) betragen. Hat das zu behandelnde Areal eine größere Ausdehnung, dann muss ein Bezirk nach dem anderen behandelt werden.
Die Behandlung von aktinischen Keratosen erfolgt in der Regel ohne Verband. Bei den übrigen Erkrankungen empfiehlt sich ein dicht anliegender Verband (Okklusivverband), der täglich gewechselt wird. Dieses Vorgehen ist auch bei Keratosen der Hände angezeigt.
Wird Efudix® auf die kranke Hautstelle aufgetragen, verändert sich diese als Folge der Einwirkung des Wirkstoffes (siehe auch Abschnitt 4 Nebenwirkungen). Häufig tritt eine Rötung ein, gefolgt von Bläschenbildung, oberflächlicher Hautschädigung, Ulzeration und Absterben des behandelten Gewebes. Diese Veränderungen heilen jedoch nach Therapieende ab.
Falls Sie Efudix® mit den beiliegenden Fingerlingen auftragen wollen:
Zeichnungen
Entnehmen Sie einen der Fingerlinge aus dem Beutel und stülpen Sie ihn über die Spitze des Zeigefingers.
Rollen Sie den Fingerling bis zur Fingerbasis ab.
Drücken Sie eine zur Behandlung der Hautfläche ausreichende Menge an Efudix® Creme auf die Fingerspitze.
Streichen Sie die Creme dünn auf die zu behandelnde Hautfläche.
Rollen Sie den Fingerling von der Fingerbasis zur Spitze hin wieder ab.
Verwenden Sie jeden Fingerling nur ein Mal.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Efudix® zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine größere Menge Efudix® angewendet haben, als Sie sollten
Bei einer großflächigen Anwendung (Hautareale über 500 cm2 , ca. 23 x 23 cm) besteht die Möglichkeit einer systemisch toxischen Wirkung und damit ein verstärktes Auftreten der unerwünschten Reaktionen (siehe auch „Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Efudix® ist erforderlich“).
Wenn Sie die Anwendung von Efudix® vergessen haben oder wenn Sie die Behandlung abgebrochen haben
Unterlassene Anwendung, Unterbrechung oder vorzeitige Beendigung der Behandlung kann zu einer Verschlechterung der Arzneimittelwirkung führen und den Erfolg der Therapie in Frage stellen. Wenden Sie Efudix® deshalb so an, wie es Ihnen Ihr Arzt verordnet hat. Falls Sie Zweifel haben, informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann Efudix® Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem Behandelten auftreten müssen.
Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000
Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000
Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10 000
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Mögliche Nebenwirkungen:
Viele Nebenwirkungen von Efudix® sind auf die örtliche Wirkung auf Ihrer Haut zurückzuführen. Die Hautreaktionen können ein Zeichen sein, dass Efudix® wie beabsichtigt wirkt.
Folgende Reaktionen können als Folgen der Einwirkung von Fluorouracil an den behandelten Läsionen auftreten:
Bläschenbildung, Schuppung, Erosion, Reepithelisierung, Brennen, Schorfbildung, Hyperpigmentierung (vermehrte Pigmentierung der Haut), Schmerzen, Juckreiz, Narbenbildung, Ausschlag, Entzündungen und Ulzerationen.
Die gesunde Haut im unmittelbaren Bereich des mit Efudix® behandelten Gebietes wird gelegentlich gerötet. Diese Rötung bildet sich nach Beendigung der Behandlung rasch zurück.
Folgende Nebenwirkungen können bei einer zu großflächigen Anwendung oder bei einer Anwendung auf offenen Wunden auftreten:
• Bauchschmerzen, Krämpfe, Durchfall und Erbrechen
• Schwellungen und schmerzhafte Beschwerden der Zunge und im Mund
• Fieber und allgemeine Abgeschlagenheit
Bitte wenden Sie sich bei Auftreten dieser Nebenwirkungen umgehend an Ihren Arzt.
Ferner können unter der Häufigkeitskategorie „Nicht bekannt“ folgende Nebenwirkungen auftreten
Erkrankungen des Nervensystems: Psychische Störungen, Schlaflosigkeit, Reizbarkeit, Nervenschädigungen (siehe auch Abschnitt „Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Efudix® ist erforderlich“).
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts: Geschmack nach Arzneimittel, Mundschleimhautentzündung.
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems: Hämatologische Störungen (in Verbindung mit einer systemisch toxischen Wirkung von Efudix® , siehe auch Abschnitt „Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Efudix® ist erforderlich“), Eosinophilie, Thrombozytopenie, toxische Granulation.
Erkrankungen des Immunsystems: Überempfindlichkeit (Hypersensitivität).
Hautreaktionen: Allergische Kontaktdermatitis, Haarausfall, Blasenbildung, bullöses Pemphigoid, leichte Schmerzen, Ichthyose (Fischschuppenkrankheit), Abschuppungen, Schwellungen, Teleangiektasie (sichtbare Erweiterung kleinster Blutgefäße), Druckempfindlichkeit, Urtikaria (Nesselsucht), Hautausschlag.
Sonstige Nebenwirkungen: Konjunktivale Reaktion (Reaktion der Bindehaut), Hornhautreflex, Lakrimation (Tränenfluss), Reizung der Nasenschleimhaut, Herpes simplex.
Ultraviolett- oder Sonnenbestrahlung kann zu verstärkter Hautreizung führen. Sie sollten sich während der Behandlung mit Efudix® keiner zusätzlichen UV-Bestrahlung aussetzen und Sonnenbaden vermeiden.
Methyl-4- hydroxybenzoat und Propyl-4-hydroxybenzoat können Überempfindlichkeitsreaktionen, auch Spätreaktionen, hervorrufen. Kautschuk kann Überempfindlichkeitsreaktionen oder schwere Allergien auslösen (zu beachten bei der Anwendung von Efudix® mit Latexfingerlingen).
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation aufgeführt sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Wie ist Efudix® aufzubewahren?
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Tube und auf der Faltschachtel nach „Verwendbar bis:“ (bzw. <Verw. bis>) angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Aufbewahrungsbedingungen
Nicht über +25° C lagern. Die Tube fest verschlossen halten.
Hinweis auf Haltbarkeit nach Anbruch
Efudix® ist nach Anbruch der Tube 4 Wochen haltbar.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Entsorgungsvorschriften für Zytostatika sind zu beachten. Fragen Sie bitte Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

Zusätzliche Informationen

Gebrauchsinformation: Information für den Anwender
Efudix® 5 % Creme
Wirkstoff: Fluorouracil
Zur Anwendung bei Erwachsenen
Diese Packungsbeilage beinhaltet:
Efudix® ist ein topisches (örtlich anzuwendendes) Zytostatikum.
Der Wirkstoff von Efudix, Fluorouracil, hemmt das Zellwachstum und dient ausschließlich zur örtlichen Behandlung bestimmter Hautveränderungen.
Bei einem Zytostatikum handelt es sich um eine chemische Substanz, welche den Zellzyklus hemmt oder verzögert. Da sich Tumorzellen im Gegensatz zu gesunden Zellen schneller teilen, wirkt ein Zytostatikum insbesondere auf Tumorzellen.


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