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«Elobact 125mg Dosier-Brief»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Infektionen, die durch Cefuroxim-empfindliche Erreger verursacht sind und bei denen eine Behandlung mit Antibiotika angezeigt ist, wie z. B.
- Infektionen der Atemwege einschließlich Hals- und Ohreninfektionen,
- Infektionen der Nieren und/oder der ableitenden Harnwege,
- Infektionen der Haut und des Weichteilgewebes,
- Lyme Borreliose im Frühstadium (wie Erythema Migrans),
- akute, unkomplizierte Gonorrhoe.
Mikrobiologisches Wirkungsspektrum siehe Weitere Informationen".

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Gegenanzeigen
Überempfindlichkeit gegen Cephalosporine (Arzneimittel, zu denen auch Elobact 125 mg Dosier-Brief gehört).
Bei Patienten, die auf Penicilline oder andere Betalactame eine allergische Reaktion gezeigt haben, ist besondere Vorsicht geboten.
ür Kinder unter 3 Monaten liegen bisher keine ausreichenden Erfahrungen vor.
ür Kinder bis 12 Jahre liegen bisher keine ausreichenden Erfahrungen in der Behandlung des Frühstadiums der Lyme Borreliose vor.
Schwangerschaft und Stillzeit
Im Tierversuch ergaben sich keine Hinweise auf Missbildungen oder eine fruchtschädigende Wirkung. Cefuroxim geht in die Muttermilch über. Deshalb sollte Elobact 125 mg Dosier-Brief während der Schwangerschaft, insbesondere in den ersten drei Monaten, und in der Stillzeit nur unter sorgfältiger Abwägung von Nutzen und möglichem Risiko eingenommen werden.
Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Bei Patienten, die zuvor eine anaphylaktische Reaktion (besondere Form der Allergie) entwickelt haben, ist besondere Vorsicht geboten.

Wie wird es angewendet?

Dosierungsanleitung und Art und Dauer der Anwendung
Soweit nicht anders verordnet, wird folgende Dosierung empfohlen:
Kinder ab 3 Monaten:
2-mal täglich 1 Elobact 125 mg DosierBrief.
Kinder von 5 bis 12 Jahren:
2-mal täglich 1 bis 2 Elobact 125 mg DosierBriefe.
Bei Mittelohrentzündung sollten Kindern ab 2 Jahren 2-mal täglich 2 Elobact 125 mg DosierBriefe gegeben werden.
ür Erwachsene oder ältere Kinder beträgt die empfohlene Tagesdosis:
Erwachsene und Kinder über 12 Jahre:
Unkomplizierte Harnwegsinfektionen der Frau:
2-mal täglich 1 Elobact 125 mg DosierBrief.
Infektionen der Nieren und/oder der ableitenden Harnwege:
2-mal täglich 2 Elobact 125 mg DosierBriefe.
Infektionen der tiefen Atemwege:
Bronchitis:
2-mal täglich 2 bis 4 Elobact 125 mg DosierBriefe in Abhängigkeit von der Schwere des Krankheitsbildes und der Grunderkrankung.
Lungenentzündung:
2-mal täglich 4 Elobact 125 mg DosierBriefe.
Unkomplizierte Gonorrhoe:
Einmalige Einnahme von 8 Elobact 125 mg DosierBriefen.
Andere Infektionen (z. B. Infektionen im Hals, Nasen, Ohrenbereich bzw. Infektionen der Haut und des Weichteilgewebes):
2-mal täglich 2 bis 4 Elobact 125 mg DosierBriefe.
Lyme Borreliose im Frühstadium (Erythema Migrans):
ür Erwachsene und Kinder älter als 12 Jahre 2-mal täglich 4 Elobact 125 mg Dosier-Briefe.
Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion:
Sofern die jeweilige Tageshöchstdosis (z. B. bei Erwachsenen 1202,88 mg Cefuroximaxetil, entsprechend 1000 mg Cefuroxim) nicht überschritten wird, braucht die Dosis nicht herabgesetzt
zu werden.
Art und Dauer der Anwendung
Elobact 125 mg DosierBriefe sollen erst unmittelbar vor jeder Einnahme zubereitet werden.
Zubereitung:
DosierBrief am oberen Rand aufreißen. Granulat in ein Glas füllen und Wasser zugeben.
Durch sorgfältiges Umrühren verteilt sich das Granulat gleichmäßig im Wasser.
ür Kleinkinder kann zur Zubereitung eine kleinere Wassermenge (mind. 10 ml) verwendet werden.
Elobact 125 mg DosierBriefe sollen im Abstand von 12 Stunden eingenommen werden.
Die Einnahme sollte kurz nach einer Mahlzeit erfolgen, da der Wirkstoff dann am besten vom Körper aufgenommen wird.
Die Behandlungsdauer (normalerweise 5 bis 10 Tage) richtet sich nach der Schwere und dem Verlauf der Erkrankung. Die Behandlung sollte mindestens 2 Tage über das Abklingen der Symptome hinaus durchgeführt werden.
Bei Infektionen, die durch beta-hämolysierende Streptokokken (bestimmte Erregerart) verursacht sind, ist sicherheitshalber eine Therapiedauer von mindestens 10 Tagen angezeigt, um Spät-komplikationen in Form von rheumatischem Fieber, Glomerulonephritis (Erkrankung der Nieren-körperchen) vorzubeugen.
Die Behandlungsdauer des Frühstadiums der Lyme Borreliose mit Elobact 125 mg Dosier-Brief beträgt 20 Tage.
Bei Patienten mit schweren Magen und Darmstörungen mit Erbrechen und Durchfällen sollte von der Behandlung mit Elobact 125 mg DosierBriefen abgesehen werden, da in diesen ällen eine aus-reichende Wirkstoffaufnahme nicht gewährleistet ist. Es sollte dann die parenterale Anwendung (Spritze) eines Antibiotikums in Erwägung gezogen werden.
Verhalten bei Überdosierung
Akute Vergiftungen mit Elobact 125 mg Dosier-Brief sind bisher nicht bekannt geworden.
Eine Überdosierung von Cephalosporinen kann zentralnervöse Störungen verursachen und zu (Schüttel-) Krämpfen führen.
Cefuroxim-Serumspiegel können durch Dialyse herabgesetzt werden.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wechselwirkungen mit anderen Mitteln
Hochdosierte Behandlungen mit Cephalosporinen (Arzneimittel, zu denen auch Elobact 125 mg DosierBrief gehört) sollten mit Vorsicht durchgeführt werden bei Patienten, die gleichzeitig starkwirkende entwässernde Arzneimittel (z. B. Furosemid) oder möglicherweise nierenschädi-gende Präparate (z. B. AminoglykosidAntibiotika) erhalten, weil eine Beeinträchtigung der Nierenfunktion durch solche Kombinationen nicht ausgeschlossen werden kann. Klinische Erfahrungen zeigen allerdings, dass dieses mit Elobact 125 mg DosierBrief in der empfohlenen Dosierung unwahrscheinlich ist.
Nebenwirkungen
Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt:
Über Übelkeit, Erbrechen, Bauchbeschwerden und Durchfall wurde berichtet. Diese Neben-wirkungen treten bei der Einnahme höherer Tagesdosen etwas häufiger auf.
Wie auch bei anderen Antibiotika ist über pseudomembranöse Colitis (bestimmte Form von Dünn- und Dickdarmentzündung) berichtet worden. Bei Auftreten von schweren und anhaltenden Durchfällen während oder nach der Therapie ist an eine antibiotikabedingte pseudomembranöse Colitis zu denken, die lebensbedrohlich sein kann. Deshalb ist in diesen ällen das Antibiotikum sofort abzusetzen und der behandelnde Arzt zu informieren.
Überempfindlichkeitserscheinungen:
Allergische Hautreaktionen (z. B. Nesselausschlag und masernähnliche Hautausschläge), Juckreiz, Arzneimittelfieber, Serumkrankheit.
Wie auch bei anderen Cephalosporinen sind vereinzelt älle von Erythema multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom und toxisch epidermaler Nekrolyse berichtet worden.
Wenn derartiges auftritt, ist das Medikament abzusetzen und der Arzt zu befragen. Überempfind-lichkeitsreaktionen aller Schweregrade - bis zum anaphylaktischen Schock - sind beobachtet worden. Anaphylaxie kann lebensbedrohlich sein. Schwere akute Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktoide Reaktionen) - die nach der Behandlung mit Arzneimitteln zum Einnehmen wesentlich seltener auftreten als nach einer Injektion (Spritze) in die Blutbahn oder in den Muskel - erfordern unter Umständen entsprechende Notfallmaßnahmen.
Wirkungen auf Blutbestandteile:
Veränderung der Zahl der weißen Blutkörperchen (z. B. Eosinophilie, Leukopenie, Neutropenie) sowie der Blutplättchen (Thrombozytopenie) und sehr selten der roten Blutkörperchen (immunhämolytische Anämie).
Nervensystem:
Kopfschmerzen, Schwindel.
In Einzelfällen wurden vor allem bei älteren Patienten oder bei Patienten mit hohem Fieber oder schweren Infekten ZNS-Störungen wie Unruhe, Nervosität, Verwirrtheit oder Halluzinationen beobachtet.
Wirkungen auf die Leber:
Vorübergehender Anstieg von Leberwerten (SGOT, SGPT, LDH).
In Einzelfällen wurde über Gelbsucht berichtet.
Sonstige:
Entzündung der Mund und Scheidenschleimhaut, teilweise verursacht durch überlagernde Infektionen mit Candida (Hefepilz).
Bei der Behandlung der Lyme Borreliose kommt es sehr häufig zu einer Jarisch-Herxheimer-Reaktion. Hierbei handelt es sich um eine natürliche Abwehrreaktion auf die Freisetzung von Bestandteilen zerfallender Krankheitserreger, welche sich u. a. in Fieber oder einer Verstärkung bereits vorhandener Krankheitssymptome äußert.
Wenn Sie Nebenwirkungen bei sich beobachten, insbesondere solche, die nicht in dieser Packungsbeilage aufgeführt sind, teilen Sie diese bitte Ihrem Arzt oder Apotheker mit.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Hinweise und Angaben zur Haltbarkeit
Elobact 125 mg DosierBriefe sollen nach Ablauf des angegebenen Verfallsdatums nicht mehr angewendet werden.
Nicht über + 30 °C aufbewahren.
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren!
Stand der Information: April 2002

Zusätzliche Informationen

08.04.2002
Liebe Patientin, lieber Patient!
Bitte lesen Sie folgende Gebrauchsinformation aufmerksam, weil sie wichtige Informationen darüber enthält, was Sie bei der Anwendung dieses Arzneimittels beachten sollten. Wenden Sie sich bei Fragen bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
Gebrauchsinformation
ELOBACT 125 mg Dosier-Brief
Wirkstoff: Cefuroximaxetil


Bewertungen «Elobact 125mg Dosier-Brief»