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«Elotrace - Infusionszusatz»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Elotrace – Infusionszusatz ist eine Zusatzlösung zur parenteralen Ernährung.

100 ml Elotrace – Infusionszusatz enthalten den Tagesbedarf eines Erwachsenen an Spurenele-menten und den Basisbedarf eines Erwachsenen an Elektrolyten.

Elektrolyte sind für die Aufrechterhaltung des inneren Gleichgewichts verantwortlich. Sie regulieren biologische Vorgänge wie Blutgerinnung, Muskel- und Nervenerregung. Bei künstlicher Ernährung müssen sie in ausreichenden Mengen ersetzt werden.
Die lebensnotwendigen Spurenelemente sind als Bausteine und Aktivatoren für die Wirkung biologisch wichtiger Substanzen entscheidend (Hormone, Vitamine, Enzyme und andere funktionelle Eiweißkörper).
Ihre Zufuhr ist bei längerfristiger künstlicher Ernährung (über 14 Tage) sowie bei Kindern und Erwachsenen mit erhöhtem Bedarf (verminderter Nährstoffaufnahme, Abbaustoffwechsel) bereits ab dem ersten Tag auch bei kurzfristiger künstlicher Ernährung notwendig.

Elotrace – Infusionszusatz wird als Zusatz zu Nährlösungen bei künstlicher (parenteraler) Ernährung (insbesondere bei Intensivpatienten) angewendet.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Elotrace – Infusionszusatz darf nicht angewendet werden

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen einen der Bestandteile von Elotrace – Infusionszusatz sind.
  • wenn Sie an Störungen des Elektrolytstoffwechsels leiden, insbesondere bei zu hohem Kalium- oder Phosphatgehalt im Blut
  • bei allgemeinen Gegenanzeigen der Infusionstherapie, wie nicht beherrschbarer Herzschwäche, Flüssigkeitsansammlung in der Lunge oder Hirnschwellung, schweren Nierenfunktionsstörungen (verminderte Harnausscheidung) und Überwässerungszuständen

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Elotrace – Infusionszusatz ist erforderlich

  • Ihr Arzt wird die Behandlung mit Elotrace – Infusionszusatz besonders sorgfältig überwachen wenn Sie an Nierenversagen oder Leberversagen leiden oder wenn der Natriumgehalt in Ihrem Blut zu niedrig ist.
  • Während der Behandlung mit Elotrace – Infusionszusatz wird Ihr Arzt den Elektrolytgehalt in Ihrem Blut, den Säuren-Basen-Haushalt und die Wasserbilanz kontrollieren und eventuelle Störungen korrigieren.
  • Während der Behandlung mit Elotrace – Infusionszusatz wird Ihr Arzt bei Bedarf die Dosis anpassen bzw. die Zufuhr zusätzlicher Elektrolyte verordnen.
  • Bei Gabe von Kalium in eine Vene ist auf die Infusionsgeschwindigkeit zu achten. Es dürfen maximal 20 mmol Kalium pro Stunde gegeben werden. Eine zu hohe Blutkonzentration beeinträchtigt die Herzleistung. Auch im EKG zeigt ein erhöhter Kaliumspiegel im Blut charakteristische Zeichen. Eine zu hoher Kaliumspiegel im Blut kann durch Insulin in Kombination mit Glucoseinfusionen oder natriumhältigen Lösungen gesenkt werden.
  • Der Natrium- bzw. Kaliumgehalt anderer Arzneimittel muss berücksichtigt werden.
  • Elotrace – Infusionszusatz darf nicht unverdünnt infundiert werden!
  • Elotrace – Infusionszusatz darf nicht oral eingenommen werden!
  • Beim Mischen mit anderen Arzneimitteln und sonstigen Manipulationen ist auf die Gefahr einer mikrobiellen Verunreinigung zu achten sowie der Gehalt an Elektrolyten und Spurenelementen zu berücksichtigen.
  • Bei Kindern unter vier Jahren ist Elotrace – Infusionszusatz nicht empfehlenswert, da Daten zur Unbedenklichkeit und Wirksamkeit fehlen.

Bei Anwendung von Elotrace – Infusionszusatz mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungs-pflichtige Arzneimittel handelt.

Wechselwirkungen von Elotrace – Infusionszusatz mit anderen Mitteln sind bisher nicht bekannt.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Es liegen keine Daten über die Anwendung bei Schwangeren vor.

Über die Anwendung von Elotrace – Infusionszusatz während der Schwangerschaft und in der Stillzeit entscheidet der Arzt.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Elotrace – Infusionszusatz hat keinen oder vernachlässigbaren Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

Wie wird es angewendet?

Die Dosierung und Dauer der Behandlung wird von Ihrem Arzt sorgfältig auf Sie abgestimmt.

Die Dosierung richtet sich nach dem Elektrolyt- bzw. Spurenelementbedarf.

Richtwert: 100 ml/Tag.

Bei Erhöhung der Plasmaelektrolytkonzentrationen wird Ihr Arzt die Dosis reduzieren.

Sollte Ihre Nieren- bzw. Leberfunktion eingeschränkt sein, wird Ihr Arzt die Dosis entsprechend reduzieren.

Sofern bei älteren Patienten keine Leber- bzw. Nierenfunktionsstörungen vorliegen, wird die für Erwachsene vorgesehene Dosierung empfohlen.

Elotrace – Infusionszusatz wird den zur künstlichen Ernährung verwendeten Infusionslösungen zugesetzt und mit ihnen gemeinsam in eine Vene infundiert.

Elotrace – Infusionszusatz darf nicht unverdünnt infundiert und auch nicht getrunken werden!

Elotrace – Infusionszusatz ist nur zur einmaligen Entnahme bestimmt.
Restmengen sind zu verwerfen.

Es dürfen nur klare, gelbgrüne Lösungen aus unversehrten Behältnissen verwendet werden.

Elotrace kann angewendet werden, solange eine künstliche Ernährung erforderlich ist.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen
Bei Kindern wird der Arzt je nach Alter des Kindes die Dosis entsprechend anpassen. Bei Kindern unter vier Jahren ist Elotrace nicht empfehlenswert, da keine Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit vorliegen.

Wenn Sie eine größere Menge Elotrace – Infusionszusatz erhalten haben, als Sie sollten Informieren Sie sofort Ihren Arzt oder eine Krankenschwester, wenn Sie befürchten, eine zu große Menge Elotrace – Infusionszusatz erhalten zu haben.

Bei Fehldosierungen (zu hohe Zufuhr bei normaler Verwertung oder übliche Zufuhr bei eingeschränkter Verwertung z.B. im Nierenversagen) können im Verlauf mehrerer Tage Störungen des Elektrolyt- bzw. Spurenelement-Gleichgewichts auftreten.

Wenn die Anwendung von Elotrace – Infusionszusatz vergessen wurde
Informieren Sie sofort Ihren Arzt oder eine Krankenschwester, wenn Sie befürchten, eine Dosis wurde vergessen.

Wenn die Anwendung von Elotrace – Infusionszusatz abgebrochen wird
Es sind keine Entzugserscheinungen bekannt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Elotrace – Infusionszusatz Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Bei unsachgemäßer Anwendung (unverdünnte Infusion) oder Nichtbeachten der Gegenanzeigen (vorbestehende Elektrolytentgleisungen) kann es zu einer – eventuell auch lebensbedrohlichen – Erhöhung des Kaliumspiegels im Blut kommen.
Dabei treten folgende Krankheitszeichen auf: Gefühllosigkeit an Armen und Beinen, Lustlosigkeit, Verwirrtheit, erniedrigter Blutdruck, Lähmungserscheinungen, Herzrhythmusstörungen bis zum Herzstillstand.
Auch im EKG zeigt ein erhöhter Kaliumspiegel im Blut charakteristische Zeichen.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht über 25ºC lagern.
Die Flaschen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Behältnis angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Sie dürfen Elotrace – Infusionszusatz nicht verwenden, wenn die Lösung nicht klar und gelbgrün und/oder das Behältnis beschädigt ist.

Elotrace – Infusionszusatz muss nach dem Öffnen des Behältnisses sofort verwendet werden.

Bei Zusatz zu Nährlösungen muss die Sterilität gesichert sein und es ist auf gute Durchmischung zu achten.
Um mögliche Inkompatibilitäten zu vermeiden, muss Elotrace – Infusionszusatz als letzte Komponente einer Gesamtnährlösung zugesetzt werden.
Die Kompatibilität ist zumindest visuell zu überprüfen (nicht sichtbare chemische bzw. therapeutische Inkompatibilitäten sind dennoch möglich).

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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