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«Elozell "spezial" - Infusionsflasche»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Elozell "spezial" ist eine Lösung mit Wirkung auf den Elektrolythaushalt.

Die Infusionslösung Elozell "spezial" enthält als wirksame Bestandteile Kalium (als Kaliumchlorid und Kaliumaspartat) und Magnesium (als Magnesiumaspartat).

Sowohl Kalium als auch Magnesium spielen bei der Aufrechterhaltung der Zellstrukturen eine wichtige Rolle.

Magnesium ist an vielen Reaktionen beteiligt und hat positive Wirkungen auf das Herz.

Für eine Behandlung mit Magnesium in der Frühphase eines Herzinfarkts, bei Arteriosklerose der Herzkranzgefäße, Herzrhythmusstörungen und Herzmuskelschwäche sind positive Wirkungen beschrieben worden.

Kalium ist an einer Reihe von Stoffwechselprozessen beteiligt und ist wichtig zur Stabilisierung der Zellmembranen.

Aspartat sorgt für einen geregelten Elektrolyttransport und ungestörten Zellstoffwechsel.

Ein Gemisch von Kalium- und Magnesiumaspartat erhöht die Energie in der erschöpften Muskelzelle.

Chlorid ist das bedeutendste Anion im Serum. Bei ausgeglichenem Elektrolytstatus ist ein täglicher Chloridbedarf von 1 – 3 mmol pro kg Körpergewicht gegeben.

Sowohl in Tierexperimenten als auch am Menschen schützt eine hohe Kalium-Aufnahme mit der Nahrung vor Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems.

Die meisten harntreibenden Medikamente verursachen einen erhöhten Bedarf an Kalium und/oder Magnesium, daher sollten diese Elektrolyte unter Behandlung mit diesen Medikamenten ersetzt werden.

Elozell "spezial" wird bei Kalium- und Magnesium-Mangel, Vergiftung mit Digitalisglykosiden, Überempfindlichkeit gegen Digitalisglykoside (bestimmte Herz-Medikamente), besonders beim Altersherz angewandt. Elozell "spezial" hilft außerdem als Zusatzbehandlung bei Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkt und unzureichender Durchblutung der Herzkranzgefäße, sofern eine Behandlung unter Umgehung des Magen-Darm-Trakts erforderlich ist.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Elozell "spezial" Infusionsflasche darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Kaliumchlorid, Kaliumaspartat, Magnesiumaspartat oder einen der sonstigen Bestandteile von Elozell "spezial" Infusionsflasche sind,
  • wenn Sie an erhöhten Konzentrationen von Kalium, Magnesium oder Chlorid im Blut, erhöhtem Basengehalt im Blut, schwerer Blutübersäuerung, einer bestimmten Form des Wasserentzugs (hypotone Dehydratation), Nierenversagen, Erregungsleitungsunterbrechung zwischen Vorhöfen und Kammern des Herzens, Austrocknung des Körpers, Blutstauung der Lungen, rascher Ermüdung der Muskulatur durch Störung der neuromuskulären Reizübertragung (Myasthenia gravis), Nebennierenrindenversagen, Schock, Störungen des Aminosäurenstoffwechsels leiden sowie
  • bei den allgemeinen Gegenanzeigen der Infusionstherapie wie Überwässerungszuständen, nicht beherrschbarer Herzschwäche, Flüssigkeitsansammlung in der Lunge und Hirnschwellung.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Elozell "spezial" Infusionsflasche ist erforderlich,

  • wenn Sie an verminderter Konzentration von Natrium im Blut, stark erniedrigtem Blutdruck, Erregungsleitungsstörungen zwischen Vorhöfen und Kammern des Herzens, Atemdepression nach Vergiftungen, periodischer familiärer Lähmung, fortgeschrittenem Leberversagen, Veranlagung zur Ausbildung von Calcium-Magnesium-Ammonium-Phosphat-Steinen leiden oder
  • falls Sie mit bestimmten Herz-Medikamenten (Herzglykosiden) oder kaliumsparenden harntreibenden Medikamenten behandelt werden.

Bei Anwendung von Elozell "spezial" Infusionsflasche mit anderen Arzneimitteln Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungs-pflichtige Arzneimittel handelt.

Wechselwirkungen sind möglich mit kaliumsparenden und auch den meisten anderen harntreibenden Medikamenten, Heparin (blutgerinnungshemmendes Medikament), bestimmten Schmerzmitteln (nichtsteroidale Antirheumatika, Morphinpräparate), Kalium-hältigen Arzneimitteln, bestimmten Medikamenten gegen erhöhten Blutdruck (ACE-Hemmer, Calciumantagonisten), bestimmten Hormonen (Glucokortikoide, Mineralokortikoide, ACTH), bestimmten Herz-Medikamenten (Herzglykoside), einem Medikament zur Behandlung des grünen Stars (Carboanhydrasehemmer), Narkosemitteln, Schlafmitteln, Muskelrelaxantien (Succinylcholin, Tubocurarin, Decamethonium), in eine Vene verabreichten Calciumsalzen, Lithium (Medikament zur Behandlung bestimmter Formen der Depression), Clomethiazol (Medikament zur stationären Behandlung von Krankheitszeichen des Alkoholdelirs), bestimmten Antibiotika (Tetracycline).

Bei Anwendung von Elozell "spezial" Infusionsflasche zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
sind keine Wechselwirkungen bekannt.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Elozell "spezial" Infusionsflasche hat bei bestimmungsgemäßer Anwendung keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen.

Wie wird es angewendet?

Wenden Sie Elozell "spezial" Infusionsflasche immer genau nach Anweisung des Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind. Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis 250 bis 500 ml täglich.

Zur Behandlung von Mangelzuständen können bis zu 750 ml Elozell "forte" täglich gegeben werden.

Die tägliche Kaliumzufuhr soll 100 bis 120 mmol nicht überschreiten.

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion muss die Dosis in Abhängigkeit vom Serum-Magnesium- bzw. -Kaliumspiegel bzw. eventuellen Überdosierungserscheinungen reduziert werden.

Elozell "spezial" ist zur Infusion in eine Vene bestimmt, es kann in eine periphere Vene infundiert werden.

Die Infusionsgeschwindigkeit beträgt beim Herzinfarkt ca. 1 ml pro Minute (entsprechend ca. 4 Stunden für 250 ml),
bei anderen Anwendungsgebieten bis zu 2,5 ml pro Minute (entsprechend 100 Minuten für 250 ml).

Bei der Gabe von Kalium in eine Vene ist auf eine angemessene Infusionsgeschwindigkeit (max. 20 mmol Kalium/Stunde) zu achten, da eine zu hohe Blutkonzentration die Herzleistung beeinträchtigt.

Auch die Magnesium-Zufuhr in eine Vene soll nicht zu schnell erfolgen. Eine genaue Beobachtung des Patienten, insbesondere seiner Sehnenreflexe, ist unbedingt erforderlich. Werden diese schwächer, so ist die Infusion sofort abzubrechen.

Über die Anwendung und Dosierung bei Kindern liegen keine Erfahrungen vor.

Die Dauer der Behandlung mit Elozell "spezial" ist abhängig vom Bedarf des Patienten bzw. seinen Serum-Magnesium- und –Kaliumspiegeln.

Nur zur einmaligen Entnahme.
Nach Infusion im Behältnis verbliebene Restmengen sind zu verwerfen.

Halten Sie die von Ihrem Arzt angeordneten Kontrolluntersuchungen unbedingt ein!

Kontrollen des Serumionogramms, des Säuren-Basen-Haushaltes, der Wasserbilanz, der Kalium- und Magesiumausscheidung im Urin, ev. des Serum pH-Wertes sowie EKG-Kontrollen sind erforderlich. Bei höherer Dosierung ist laufende EKG - Überwachung erforderlich.

Die gleichzeitige Verabreichung von kaliumsparenden harntreibenden Medikamenten (z.B. Spironolakton, Triamteren, Amilorid) ist bei der Dosierung zu berücksichtigen.

Phosphatmangel führt zu gesteigerten Magnesiumverlusten.

Am Herzen verstärkt ein Magnesiummangel die Wirkung eines Kaliummangels und erhöht damit die Häufigkeit von Herzrhythmusstörungen, die durch bestimmte Herz-Medikamente (Digitalisglykoside) verursacht werden können.

Eine verminderte Magnesium-Konzentration im Blut ist meist mit einer verminderten Kalium-Konzentration im Blut verbunden, eine erhöhte Magnesium-Konzentration im Blut mit einer erhöhten Kalium-Konzentration im Blut.

Beim Mischen mit anderen Arzneimitteln und sonstigen Manipulationen ist auf die Gefahr einer mikrobiellen Verunreinigung zu achten.

Wenn Sie eine größere Menge von Elozell "spezial" Infusionsflasche angewendet haben, als Sie sollten
Bei Überdosierung können erhöhte Konzentrationen von Kalium und/oder Magnesium im Blut auftreten:

Erhöhte Konzentrationen von Magnesium im Blut äußern sich in Übelkeit, Erbrechen, Blasensperre, Verstopfung, allgemeiner Muskelschwäche, Müdigkeit, Lähmungserscheinungen, Schläfrigkeit bis zum Koma, Reflexverminderung, Atemdepression, Abfall der Herzfrequenz, Erregungsleitungsstörungen zwischen Vorhöfen und Kammern des Herzens, Beeinträchtigung der Erregungsausbreitung in den Kammern des Herzens bis zum Herzstillstand, Gefäßerweiterungen mit Blutdruckabfall und Hautrötung.

Erhöhte Konzentrationen von Kalium im Blut äußern sich in Müdigkeit, allgemeiner Schwäche, Schweregefühl in den unteren Extremitäten bis zu Sensibilitätsstörungen, Lustlosigkeit, Verwirrtheit, schließlich aufsteigende schlaffe Lähmungen mit Befall der Atemmuskulatur;
Veränderungen des Herz-Kreislauf-Systems sind Abfall der Herzfrequenz, Herzrhythmusstörungen, Blutdruckabfall, Kreislaufkollaps, Bewusstlosigkeit, Herzflimmern, Herzstillstand.

Behandlung: Bei erhöhter Konzentration von Magnesium im Blut:
Calciumgluconat in eine Vene, Blutwäsche, Flüssigkeitskorrektur, gegebenenfalls Beatmung. Bei erhöhter Konzentration von Kalium im Blut zusätzlich:
Insulin in Kombination mit Glucoseinfusionen oder natriumhältige Lösungen, Kationenaustauscher; bei gleichzeitiger Blutübersäuerung Natriumbicarbonat-Lösung.

Bei Patienten, die mit Digitalisglykosiden behandelt werden, ist im Rahmen der
Vergiftungsbehandlung mit einer gesteigerten Digitalisempfindlichkeit zu rechnen.

Wenn Sie die Anwendung von Elozell "spezial" Infusionsflasche abbrechen
Es sind keine Entzugserscheinungen bekannt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Elozell "spezial" Infusionsflasche Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Abfall der Herzfrequenz, Erregungsleitungsstörungen zwischen Vorhöfen und Kammern des Herzens, Gefäßerweiterungen und bei hoher Dosierung breiige Stühle und Durchfall sind möglich.

Bei zu hoher Dosierung kann es unter Umständen zu erhöhten Konzentrationen von Magnesium und/oder Kalium im Blut kommen.

Bei erhöhter Infusionsgeschwindigkeit können Hitzegefühl im Kopf, Venenwandreizung, Zeichen einer erhöhten Konzentration von Kalium im Blut wie Muskelschwäche, Veränderungen des Herz-Kreislauf-Systems auftreten.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen des Behältnisses: Elozell "spezial" muss nach dem Öffnen des Behältnisses sofort verwendet werden.

Haltbarkeit nach Zusatz und Mischen mit anderen Arzneimitteln nach Angaben: Normalerweise sollte die Mischung innerhalb von 24 Stunden infundiert werden.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Behältnis angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Sie dürfen Elozell "spezial" Infusionsflasche nicht verwenden, wenn die Lösung nicht klar und farblos und das Behältnis nicht unversehrt ist.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


Bewertungen «Elozell "spezial" - Infusionsflasche»