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«EMEND 125 mg Hartkapseln»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

EMEND wird zusammen mit anderen Arzneimitteln zur Vorbeugung von Übelkeit und Erbrechen als Folge einer Chemotherapie (Krebsbehandlung) angewendet.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Nehmen Sie EMEND nicht ein,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegenüber Aprepitant oder einem der sonstigen Bestandteile von EMEND sind.
  • zusammen mit Arzneimitteln, die Pimozid (Arzneimittel zur Behandlung bestimmter psychischer Erkrankungen), Terfenadin und Astemizol (Arzneimittel zur Behandlung von Heuschnupfen und anderen Allergien) oder Cisaprid (Arzneimittel zur Behandlung von Verdauungsstörungen) enthalten. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie diese Arzneimittel einnehmen, da Ihre Behandlung vor Beginn der Einnahme von EMEND geändert werden muss.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von EMEND ist erforderlich,

  • wenn Sie eine Lebererkrankung haben.

EMEND ist nicht zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren bestimmt.

Bei Einnahme von EMEND mit anderen Arzneimitteln
EMEND kann Auswirkungen auf andere Arzneimittel sowohl während als auch nach der Behandlung haben. Einige Arzneimittel dürfen nicht zusammen mit EMEND (wie Pimozid, Terfenadin, Astemizol und Cisaprid) eingenommen werden; bei einigen anderen Arzneimitteln ist eine Dosisanpassung des entsprechenden Arzneimittels notwendig (siehe auch unter “Nehmen Sie EMEND nicht ein”).

EMEND muss bei Kombination mit anderen Arzneimitteln mit Vorsicht angewendet werden.

Die Wirkungen von EMEND oder anderen Arzneimitteln können beeinflusst werden, wenn Sie EMEND zusammen mit den folgenden unten aufgeführten Arzneimitteln anwenden.

  • Cyclosporin, Tacrolimus, Sirolimus und Everolimus (Immunsuppressiva),
  • Alfentanil und Fentanyl (Arzneimittel zur Behandlung von Schmerzen),
  • Chinidin (Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen),
  • Irinotecan (ein Arzneimittel zur Behandlung von Krebserkrankungen),
  • Arzneimittel, die Mutterkornalkaloid-Abkömmlinge wie Ergotamin und Dihydroergotamin enthalten (zur Behandlung von Migräne),
  • Warfarin (ein Blutverdünner; Bluttests können erforderlich sein),
  • Arzneimittel zur Empfängnisverhütung (die möglicherweise nicht so gut wirken; andere oder zusätzliche Verhütungsmethoden sollten bis zu 2 Monate im Anschluss an die Behandlung mit EMEND angewendet werden),
  • Rifampicin, Clarithromycin, Telithromycin (Antibiotika zur Behandlung von Infektionen),
  • Phenytoin (Arzneimittel zur Behandlung von Krampfanfällen),
  • Carbamazepin (Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen und Epilepsie),
  • Midazolam, Triazolam und Phenobarbital (Arzneimittel zur Beruhigung oder zum Schlafen),
  • Johanniskraut (pflanzliches Präparat zur Behandlung von Depressionen),
  • Proteaseinhibitoren (Arzneimittel zur Behandlung von HIV-Infektionen),
  • Ketoconazol, Itraconazol, Voriconazol und Posaconazol (Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen),
  • Nefazodon (Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen),
  • Kortison-Präparate (wie Dexamethason und Methylprednisolon),
  • Arzneimittel zur Behandlung von Angstzuständen (wie Alprazolam) und
  • Tolbutamid (ein Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes).

Bittte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht
verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Bei Einnahme von EMEND zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
EMEND kann unabhängig von der Nahrungsaufnahme eingenommen werden.

Schwangerschaft und Stillzeit
Sie dürfen EMEND während der Schwangerschaft nicht einnehmen, außer es ist eindeutig erforderlich. Wenden Sie sich unbedingt an Ihren Arzt, bevor Sie EMEND einnehmen, wenn Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen.

Mittel zur Empfängnisverhütung (einschließlich der "Pille", Hautpflastern, Implantaten und bestimmte hormonabgebende "Spiralen") wirken möglicherweise nicht richtig; verwenden Sie während der Behandlung mit EMEND und noch 2 Monate im Anschluss an die Behandlung mit EMEND eine andere oder zusätzliche Verhütungsmethode.

Es ist nicht bekannt, ob EMEND in die Muttermilch abgegeben wird; Stillen wird deshalb während der Behandlung mit EMEND nicht empfohlen.
Wenden Sie sich unbedingt an Ihren Arzt, bevor Sie EMEND einnehmen, wenn Sie stillen oder stillen möchten.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Es ist zu berücksichtigen, dass manche Personen sich nach der Einnahme von EMEND schwindelig oder schläfrig fühlen. Wenn Ihnen schwindelig wird oder Sie sich schläfrig fühlen, sollten Sie es nach der Einnahme von EMEND vermeiden, Auto zu fahren oder Maschinen zu bedienen (siehe Welche Nebenwirkungen sind möglich?).

Wichtige Informationen über bestimmte Bestandteile von EMEND
EMEND enthält Sucrose. Wenn Sie von Ihrem Arzt erfahren haben, dass Sie manche Zuckerarten nicht vertragen, wenden Sie sich vor der Einnahme dieses Arzneimittels deswegen an Ihren Arzt.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie EMEND immer genau nach Anweisung des Arztes.

Die empfohlene Dosis von EMEND beträgt oral
eine 125-mg-Kapsel 1 Stunde vor der Durchführung der Chemotherapie an Tag 1
sowie
jeweils eine 80-mg-Kapsel jeden Morgen an den 2 aufeinanderfolgenden Tagen nach der Chemotherapie.

Ihr Arzt kann EMEND zum Einnehmen (125 mg) durch Fosaprepitant 115 mg (das in Ihrem Körper zu Aprepitant umgewandelt wird) ersetzen, aber nur an Tag 1. Fosaprepitant wird 30 Minuten vor Beginn der Chemotherapie als intravenöse Infusion (Tropfinfusion) gegeben. An den 2 auf die Chemotherapie folgenden Tagen müssen Sie weiterhin jeden Morgen eine EMEND 80 mg Kapsel oral einnehmen.

EMEND muss unzerkaut mit etwas Flüssigkeit geschluckt werden.

Wenn Sie eine größere Menge von EMEND eingenommen haben, als Sie sollten: Sie sollten nie mehr Kapseln einnehmen als vom Arzt verordnet. Bitte wenden Sie sich umgehend an einen Arzt, wenn Sie mehr als die verordnete Dosis eingenommen haben.

Wenn Sie die Einnahme von EMEND vergessen haben:
Sollten Sie eine Einnahme vergessen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt, der Ihnen weitere Anweisungen geben wird.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann EMEND Nebenwirkungen verursachen, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Die Häufigkeit der unten aufgelisteten möglichen Nebenwirkungen wird gemäß folgendem Grundsatz bestimmt:
Sehr häufig (bei mehr als 1 von 10 behandelten Patienten)
Häufig (bei 1 bis 10 von 100 behandelten Patienten)
Gelegentlich (bei 1 bis 10 von 1.000 behandelten Patienten)Selten (bei 1 bis 10 von 10.000 behandelten Patienten)Sehr selten (bei weniger als 1 von 10.000 behandelten Patienten)
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Häufig traten folgende Nebenwirkungen auf:

  • Aufstoßen, Verstopfung, Durchfall, Verdauungsbeschwerden
  • Schwindel, Kopfschmerzen,
  • Schwäche, Müdigkeit,
  • Appetitverlust
  • Schluckauf,
  • erhöhte Leberwerte in Bluttests.

Gelegentlich traten folgende Nebenwirkungen auf:

  • verändertes Träumen, Wahrnehmungsstörung, Energielosigkeit, Schläfrigkeit
  • Akne, ölige Haut, Ausschlag, Juckreiz, Lichtempfindlichkeit, wunde Haut, übermäßiges Schwitzen
  • Angstgefühl, Euphorie (Hochgefühl), Desorientiertheit,
  • bakterielle Infektion, Pilzinfektion,
  • Zwölffingerdarmgeschwür, Übelkeit, Erbrechen, saures Aufstoßen, Geschmacksstörungen, Bauchschmerzen, Oberbauchbeschwerden, schwere Verstopfung, trockener Mund, Entzündung des Dünn- und Dickdarms, Blähungen, wunder Mund
  • rote Blutkörperchen im Urin, vermehrt Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen, übermäßiges Wasserlassen
  • Beschwerden im Brustkorb, Schwellungen, allgemeines Unwohlsein, Schüttelfrost, Gehstörungen
  • Gesichtsrötung, Hitzewallungen,
  • Husten, Schleim aus der Nase im Hals, Halsreizung, Niesen, Halsschmerzen,
  • Bindehautentzündung (Augenausfluss und Juckreiz),
  • Ohrgeräusche,
  • Muskelkrampf oder -schmerz, Muskelschwäche, • übermäßiger Durst, Gewichtszu- oder -abnahme, erhöhter Blutzuckerspiegel,
  • verlangsamter Herzschlag, schneller oder unregelmäßiger Herzschlag
  • Fieber mit erhöhtem Infektionsrisiko, verminderte Anzahl roter Blutkörperchen, verminderte Anzahl weißer Blutzellen, niedrige Blut-Natrium-Werte

Über folgende Einzelfälle wurde berichtet

  • Stevens-Johnson-Syndrom (seltene schwere Hautreaktion),
  • Angioödem (Schwellung von Gesicht, Lippen, Mund, Zunge oder Rachen, die Schluck- oder Atembeschwerden verursachen kann),
  • schwerwiegende Verstopfung, Störung der Darmpassage (Subileus)
  • Urtikaria (Nesselsucht).

Nach Markteinführung des Produkts wurden folgende Nebenwirkungen berichtet (Häufigkeit nicht bekannt):

  • allergische Reaktionen, die schwerwiegend sein können und Nesselsucht, Hautausschlag, Juckreiz umfassen sowie Atemnot oder Schluckbeschwerden verursachen können. Wenn bei Ihnen eine allergische Reaktion auftritt, nehmen Sie EMEND nicht mehr ein und wenden sich unverzüglich an Ihren Arzt.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

Die Kapseln sollten nur unmittelbar vor Einnahme aus dem Blister entnommen werden.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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