Medikamente Online-Informationen
Medikamente und Krankheiten Referenzindex

Drugs and diseases reference index
Suche
DE


Medikamente A-Z

Krankheiten & Heilung List

Medizin-Lexikon

Vollständiger Artikel

Beliebte Medikamente

Popular Krankheiten & Heilung

«Enalapril HCT Sandoz 20 mg/12,5 mg - Tabletten»

Enalapril HCT Sandoz 20 mg/12,5 mg - Tabletten
Enalapril HCT Sandoz 20 mg/12,5 mg - Tabletten


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Enalapril gehört zur Arzneimittelgruppe der sog. Angiotensin-Converting-Enzym-Hemmer (ACE-Hemmer) und senkt den Blutdruck, indem es die Blutgefäße erweitert.

Hydrochlorothiazid gehört zur Arzneimittelgruppe der sog. Diuretika („Wassertabletten”) und senkt den Blutdruck, indem es die Urinausscheidung steigert.

Enalapril HCT Sandoz Tabletten enthalten eine Kombination aus Enalapril und Hydrochlorothiazid und werden zur Behandlung von Bluthochdruck verwendet, wenn die Behandlung mit dem Wirkstoff Enalapril allein nicht ausreicht.

Anstelle einzelner Arzneimittel mit entsprechender Dosis Enalapril und Hydrochlorothiazid kann Ihr Arzt Ihnen auch Enalapril HCT Sandoz Tabletten verordnen.
Für die Einleitung der Therapie ist diese Fixkombination nicht geeignet.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Enalapril HCT Sandoz darf nicht eingenommen werden

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Enalapril, Hydrochlorothiazid oder einen der sonstigen Bestandteile von Enalapril HCT Sandoz sind.
  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen andere ACE-Hemmer, z.B. Ramipril, oder gegen Arzneimittel auf Sulfonamidbasis (hauptsächlich Antibiotika, wie z. B. Sulfamethoxazol) sind.
  • wenn bei Ihnen während einer früheren Behandlung mit einem so genannten ACE-Hemmer, z. B. Ramipril, Schwellungen an den Gliedmaßen, im Gesicht, an den Lippen, im Hals, im Mund oder an der Zunge (angioneurotische Ödeme) aufgetreten sind.
  • wenn bei Ihnen sonst schon einmal Schwellungen an den Gliedmaßen, im Gesicht, an den Lippen, im Hals, im Mund oder an der Zunge (angioneurotische Ödeme) aufgetreten sind.
  • wenn in Ihrer Familie schon einmal Schwellungen an den Gliedmaßen, im Gesicht, an den Lippen, im Hals, im Mund oder an der Zunge (angioneurotische Ödeme) aufgetreten sind.
  • wenn Sie an einer schweren Nierenfunktionsstörung leiden.
  • wenn Sie an einer schweren Leberfunktionsstörung oder an einer neurologischen Erkrankung als Folge einer schweren Leberfunktionsstörung (hepatische Enzephalopathie) leiden.
  • wenn Sie mehr als 3 Monate schwanger sind (die Einnahme von Enalapril HCT Sandoz sollte auch in der frühen Schwangerschaft vermieden werden – siehe Abschnitt "Schwangerschaft und Stillzeit).
  • wenn Sie stillen.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Enalapril HCT Sandoz ist erforderlich Wenn während der Einnahme von Enalapril HCT Sandoz eines der folgenden Anzeichen bei

Ihnen auftritt, sollten Sie unverzüglich Ihren Arzt informieren:

  • Schwindelgefühl nach der ersten Dosis. Einige Patienten reagieren auf die erste Dosis oder wenn ihre Dosis erhöht wird mit Schwindelgefühl, Schwächegefühl, Ohnmacht und Krankheitsgefühl.
  • Plötzliches Anschwellen von Lippen, Gesicht und Hals, möglicherweise auch Händen und Füßen, pfeifendes Atemgeräusch oder Heiserkeit. Diesen Zustand nennt man Angioödem, es kann jederzeit während der Behandlung auftreten. Bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe führt die Anwendung von ACE-Hemmern häufiger zur Bildung von Angioödemen als bei Patienten mit nicht-schwarzer Hautfarbe.
  • Erhöhte Temperatur, Halsschmerzen oder Geschwüre im Mund (dies können Anzeichen einer Infektion sein, die durch die Verminderung der Zahl der weißer Blutkörperchen verursacht wird).
  • Gelbfärbung der Haut und des Weißen im Auge (Gelbsucht), die Anzeichen einer Lebererkrankung sein kann.
  • Trockener, über einen längeren Zeitraum anhaltender Husten. In Zusammenhang mit der Verwendung von ACE-Hemmern wurde über Husten berichtet, der allerdings auch das Anzeichen einer Erkrankung der oberen Atemwege sein kann.

Halten Sie Rücksprache mit Ihrem Arzt, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, wenn Sie

  • an einer Arterienverengung (Arteriosklerose), zerebralen Durchblutungsstörung wie Schlaganfall oder transitorischen ischämischen Attacken (TIA, eine abgeschwächte Form eines Schlaganfalls) leiden.
  • an einer Herzinsuffizienz leiden.
  • niedrigen Blutdruck haben, eine salzarme Diät einhalten müssen oder Diuretika ("Wassertabletten") einnehmen.
  • von der Norm abweichende Werte für Wasser und Mineralstoffe im Körper haben (Störungen des Wasser-Elektrolyt-Haushalts).
  • an einer Herzmuskelerkrankung (hyperthrophe Kardiomyopathie), einer Verengung der Hauptarterie (Aorta) die Blut vom Herzen wegtransportiert (Aortenstenose), oder einer anderen Form von Herzproblemen, einer sogenannten Ausflussbehinderungen, leiden.
  • sich einer LDL-Apherese-Behandlung (zur maschinellen Entfernung von Cholesterin aus dem Blut) unterziehen.
  • sich einer Desensibilisierung gegen bestimmte Insektengifte, wie von Bienen- oder Wespen, unterziehen.
  • Diabetes haben.
  • unter Gicht leiden, eine erhöhte Harnsäurekonzentration im Blut haben, oder mit Allopurinol behandelt werden.
  • mit Narkosemitteln behandelt werden müssen.
  • vor kurzem unter anhaltendem, heftigem Erbrechen und/oder starkem Durchfall gelitten haben.
  • einer Untersuchung der Nebenschilddrüsenfunktion unterzogen werden.
  • eine Leber- oder Nierenfunktionsstörungen hatten oder haben, oder die zu den Nieren führenden Arterien verengt sind (Nierenarterienstenose) oder nur eine funktionierende Niere besitzen, oder Sie einer Dialyse-Behandlung unterzogen werden.
  • an einer Erkrankung des Bindegewebes mit Gefäßbeteiligung (vaskulären Kollagenose) leiden, z.B. systemischem Lupus erythematodes (SLE) oder Sklerodermie, welche mit Hautausschlag, Gelenkschmerzen und Fieber einhergehen können.
  • an Allergien oder Asthma leiden.
  • zur Behandlung einer psychischen Erkrankung Lithium einnehmen. Wenn Sie glauben, dass Sie schwanger sind (oder schwanger werden könnten), müssen Sie Ihren Arzt informieren. Enalapril HCT Sandoz wird in der frühen Schwangerschaft nicht empfohlen und darf nach dem dritten Schwangerschaftsmonat nicht eingenommen werden, da es bei Einnahme in dieser Phase der Schwangerschaft schwerwiegende Schädigungen bei dem Ungeborenen hervorrufen kann (siehe Abschnitt „Schwangerschaft“). Die Verwendung von Enalapril HCT Sandoz wird während der Stillzeit nicht empfohlen.

Eine Behandlung mit Enalapril HCT Sandoz wird grundsätzlich nicht empfohlen, wenn einer der folgenden Punkte auf Sie zutrifft. Halten Sie in den folgenden Fällen Rücksprache mit Ihrem Arzt, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen:

  • wenn Sie sich erst vor kurzem einer Nierentransplantation unterzogen haben
  • wenn Sie erhöhte Kaliumwerte im Blut haben.

Bitte beachten Sie auch die untenstehenden Anweisungen unter “Bei Einnahme von Enalapril HCT Sandoz mit anderen Arzneimitteln”.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt wenn Sie Leistungssportler sind und bei Ihnen ein Dopingtest durchgeführt werden soll. Einer der wirksamen Bestandteile von Enalapril HCT Sandoz kann zu einem positiven Dopingtest führen.

Ältere oder unterernährte Patienten sollten bei der Anwendung von Enalapril HCT Sandoz besonders vorsichtig sein.

Die Wirkung von Enalapril HCT Sandoz kann bei Menschen mit schwarzer Hautfarbe vermindert sein.
Dieses Arzneimittel wird für die Anwendung bei Kindern nicht empfohlen.

Bei Einnahme von Enalapril HCT Sandoz mit anderen Arzneimitteln

Sie sollten Enalapril HCT Sandoz nicht gemeinsam mit den folgenden Arzneimitteln einnehmen:

  • Kaliumpräparate oder kaliumhaltige Salzersatzpräparate
  • Diuretika („Wassertabletten“) zur Behandlung von Bluthochdruck, einschließlich kaliumsparende Diuretika wie z.B. Spironolacton, Triamteren oder Amilorid
  • sonstige Arzneimittel zur Behandlung des Bluthochdrucks
  • Narkosemittel und Arzneimittel zur Behandlung von psychischen Störungen oder Depressionen, Arzneimittel zur Behandlung von Psychosen, trizyklische Antidepressiva oder Beruhigungsmittel
  • Lithium (Arzneimittel zur Behandlung von psychischen Störungen)
  • Schmerzmittel und Arzneimittel gegen Entzündungen, z.B. Acetylsalicylsäure (>300 mg/Tag) oder Indomethacin
  • Goldinjektionen (Natriumaurothiomalat), ein Arzneimittel zur Injektion gegen rheumatische Arthritis
  • Arzneimittel wie Ephedrin, verwendet zur Behandlung von Husten und Erkältungserscheinungen, oder Noradrenalin und Adrenalin, verwendet für die Behandlung von niedrigem Blutdruck, Schock, Herzschwäche, Asthma oder Allergien
  • Arzneimittel zur Senkung des Blutzuckerspiegels wie z.B. Insulin oder blutzuckersenkende Arzneimittel zum Einnehmen.
  • Cholestyramin- und Colestipol-Ionenaustauscher, Wirkstoffe zur Senkung der Blutfette
  • Kortikosteroide, entzündungshemmende, hormonartige Substanzen
  • Kortikotropin (ACTH), wird hauptsächlich dafür verwendet, um festzustellen, ob die Nebennieren richtig funktionieren
  • Muskelrelaxantien (z.B. Tubocurarin-Chlorid, Arzneimittel, die während einer Operation die Muskeln entspannen)
  • Allopurinol, Probenecid, Sulfinpyrazon und Arzneimittel, um Gicht zu behandeln
  • Arzneimittel wie Atropin oder Biperiden, die zur Behandlung einer Vielzahl von Erkrankungen wie Magenkrämpfen, Harnblasenkrämpfe, Asthma, Reisekrankheit, Muskelzuckungen oder als Unterstützung zur Anästhesie angewendet werden
  • Arzneimittel um Krebs zu behandeln, wie Cyclophosphamid oder Methotrexat
  • Arzneimittel zur Unterdrückung des körpereigenen Immunsystems, Arzneimittel zur Verhinderung von Abstoßungsreaktionen nach einer Organ- oder Knochenmarkstransplantation, wie Ciclosporin
  • Herzglykoside (z.B. Digoxin, Arzneimittel zur Stärkung des Herzens)
  • Arzneimittel, die als Nebenwirkung zu Störungen der Reizleitung am Herzen führen: z.B. Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen, manche Arzneimittel zur Behandlung von Psychosen und weitere Arzneimittel wie z.B. Arzneimittel zur Behandlung bakterieller Infektionen
  • Kalziumsalze und Vitamin D; erhöhte Kalziumspiegel im Blut (können zu Magen-Darmstörungen, übermäßigem Durst, vermehrtes Wasserlassen, Müdigkeit, Schwäche und Gewichtsabnahme führen)
  • Carbamazepin, ein Arzneimittel, das hauptsächlich zur Behandlung von Epilepsie und bipolaren Störungen eingesetzt wird
  • Amphotericin B, Arzneimittel gegen Pilzinfektionen
  • Abführmittel, Arzneimittel, die die Stuhlentleerung fördern
  • iodhaltige Kontrastmittel, die bei Röntgenuntersuchungen die Gefäße und Organe besser sichtbar machen

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/ anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt. Dies gilt auch für pflanzliche und andere natürliche Präparate.

Bei Einnahme von Enalapril HCT Sandoz zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken Enalapril HCT Sandoz kann unabhängig von Mahlzeiten eingenommen werden.Der Genuss von Alkohol zusammen mit diesem Arzneimittel kann die blutdrucksenkende Wirkung verstärken (und kann dadurch unter anderem zu Schwindel beim Aufstehen führen).

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft Sie müssen Ihren Arzt informieren, wenn Sie glauben, dass Sie schwanger sind (oder es werden könnten). Normalerweise wird Ihr Arzt Ihnen raten, die Einnahme von Enalapril HCT Sandoz zu beenden bevor oder sobald eine Schwangerschaft eintritt und wird Ihnen raten anstatt Enalapril HCT Sandoz ein anderes Arzneimittel einzunehmen. Enalapril HCT Sandoz wird in der Frühschwangerschaft nicht empfohlen und darf nicht eingenommen werden wenn Sie das dritte

Stillzeit Enalapril HCT Sandoz darf während der Stillzeit nicht eingenommen werden.
Während einer Behandlung mit Enalapril HCT Sandoz dürfen Sie nicht stillen.
Sowohl Enalapril als auch Hydrochlorothiazid gehen in die Muttermilch über. Hydrochlorothiazid kann außerdem die Milchmenge reduzieren und zu anderen Nebenwirkungen führen.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

Bei der Einnahme von Enalapril HCT Sandoz wurde über Schwindel und Müdigkeit berichtet. Wenn Sie eine dieser Beschwerden bei sich bemerken, lenken Sie kein Fahrzeug und bedienen Sie keine Maschinen (siehe auch Abschnitt 4. „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“)

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Enalapril HCT Sandoz: Patienten die unter einer Laktoseintoleranz leiden sollten beachten, dass Enalapril HCT Sandoz Tabletten eine geringe Menge an Laktose enthalten. Wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden, dann nehmen Sie dieses Arzneimittel erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Enalapril HCT Sandoz immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Erwachsene: Die übliche Dosis ist 1 Tablette 1-mal täglich.

Ältere Patienten Möglicherweise nimmt Ihr Arzt eine vorsichtige Dosisanpassung von Enalapril und Hydrochlorothiazid vor.

Bei Nierenproblemen Ihr Arzt wird die Dosis von Enalapril und Hydrochlorothiazid sorgfältig anpassen.

Art und Dauer der Anwendung Die Tabletten sollten mit einem Glas Wasser eingenommen werden.
Enalapril HCT Sandoz kann zu den Mahlzeiten oder auf leeren Magen eingenommen werden.

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tablette für ein erleichtertes Schlucken und nicht zum Aufteilen in gleiche Dosen.

Wenn Sie eine größere Menge Enalapril HCT Sandoz eingenommen haben, als Sie sollten:
Wenn Sie (oder eine andere Person) mehrere Tabletten auf einmal geschluckt haben, oder wenn Sie vermuten, dass ein Kind Tabletten geschluckt hat, nehmen Sie sofort ärztliche Hilfe in Anspruch. Eine Überdosis kann zu niedrigem Blutdruck, extrem schnellem oder langsamem Herzschlag, Herzklopfen (Gefühl eines ungewöhnlich schnellen oder unregelmäßigen Herzschlags), Schock, Kurzatmigkeit, Husten, Übelkeit und Erbrechen, Krämpfen, Schwindel, Schläfrigkeit, Verwirrtheit oder Angst, übermäßigem Wasserlassen oder zu Harnverhaltung führen. Bitte nehmen Sie diese Gebrauchsinformation, die restlichen Tabletten und die

Verpackung mit ins Krankenhaus oder zum Arzt, damit man dort weiß welche Tabletten eingenommen wurden.

Wenn Sie die Einnahme von Enalapril HCT Sandoz vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein um die vergessene Dosis auszugleichen. Nehmen Sie Ihre nächste Dosis zum gewohnten Einnahmezeitpunkt ein.

Wenn Sie die Einnahme von Enalapril HCT Sandoz abbrechen
Die Behandlung des Bluthochdrucks ist eine Langzeitbehandlung. Eine Unterbrechung der Behandlung muss mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden. Eine Unterbrechung oder vorzeitige Beendigung der Behandlung kann zu einem Blutdruckanstieg führen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Enalapril HCT Sandoz Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Die Nebenwirkungen können mit folgenden Häufigkeiten auftreten:

Beenden Sie die Einnahme von Enalapril HCT Sandoz und informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt oder gehen Sie in die Notfallambulanz des nächstgelegenen Krankenhauses, wenn Sie folgendes bemerken:

  • Wenn es bei Ihnen zu einer schweren allergischen Reaktion kommt, einem sogenanntem Angioödem (Hautausschlag, Juckreiz, Schwellungen an den Gliedmaßen, im Gesicht, an den Lippen, im Mund oder Hals, die zu Problemen beim Schlucken oder Atmen führen können).Hierbei handelt es sich um eine schwerwiegende, häufig auftretende Nebenwirkung. Eventuell ist eine medizinische Notfallversorgung oder ein stationärer Krankenhausaufenthalt erforderlich.
  • Gelbsucht (Gelbfärbung der Haut und des Augenweiß). Hierbei handelt es sich um eine potentiell schwerwiegende, aber seltene Nebenwirkung, die eine Leberentzündung anzeigt. Eventuell ist eine medizinische Notfallversorgung oder ein stationärer Krankenhausaufenthalt erforderlich.

Enalapril HCT Sandoz verursacht häufig einen niedrigen Blutdruck, eventuell verbunden mit einem Gefühl von Benommenheit und Schwäche. Bei manchen Patienten kann dies nach der Erstdosis oder nach Erhöhung der Dosis auftreten. Wenn diese Nebenwirkungen bei Ihnen auftreten, sollten Sie sich umgehend an Ihren Arzt wenden.

Enalapril HCT Sandoz kann zu einer Verringerung der weißen Blutkörperchen führen, was mit einer erhöhten Anfälligkeit für Infektionen einhergeht. Falls es bei Ihnen zu einer Infektion mit Beschwerden wie Fieber und einer erheblichen Verschlechterung Ihres Allgemeinzustandes, oder zu Fieber mit Anzeichen einer örtlichen Infektion, wie Schmerzen im Hals/ Rachen/ Mundraum oder zu Problemen beim Wasserlassen kommt, sollten Sie sich umgehend mit Ihrem Arzt in Verbindung setzten. Eine Blutuntersuchung wird darüber Aufschluss geben ob eine Verringerung der weißen Blutkörperchen (Agranulozytose) vorliegt. Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt über die von Ihnen verwendeten Arzneimittel informieren.

Bei der Verwendung von Enalapril HCT Sandoz und anderen ACE-Hemmern ist sehr häufig über einen trockenen, möglicherweise dauerhaften Husten berichtet worden. Dieser kann jedoch auch das Anzeichen einer Erkrankung der oberen Atemwege sein. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn diese Beschwerde bei Ihnen auftritt.

Auch die folgenden Nebenwirkungen wurden berichtet:

Sehr häufig

  • Verschwommensehen
  • Schwindel • Übelkeit
  • Teilnahmslosigkeit

Häufig

  • Kopfschmerzen, Depressionen
  • Ohnmacht, Schmerzen im Brustbereich, Herzrhythmusstörungen, extrem beschleunigter Herzschlag (Tachykardie)
  • Kurzatmigkeit
  • Durchfall, Bauchschmerzen, Geschmacksveränderungen
  • Hautausschlag
  • Müdigkeit
  • hohe Kaliumspiegel im Blut, die einen abnormen Herzrhythmus verursachen können; Anstieg der Kreatininmenge im Blut

Gelegentlich

  • Herzinfarkt oder "Mini-Schlaganfall" (zerebrale Durchblutungsstörungen) (überwiegend bei Patienten mit niedrigem Blutdruck)
  • Verringerung der Anzahl von roten Blutkörperchen (Anämie), was zu Blässe und Schwäche oder Kurzatmigkeit führen kann.
  • Hypoglykämie (niedriger Blutzuckerspiegel) (siehe Abschnitt 2: „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Enalapril HCT Sandoz“)
  • Verwirrtheit, Schläfrigkeit, Schlaflosigkeit, Nervosität, Kribbeln oder Taubheitsgefühl, Schwindel, herabgesetzter Geschlechtstrieb
  • niedriger Blutdruck beim Wechseln der Position (wie zum Beispiel Benommenheit oder Schwächegefühl beim Übergang vom Liegen zum Stehen); Herzklopfen (Gefühl eines schnellen, besonders starken oder unregelmäßigen Herzschlags)
  • laufende Nase, Halsschmerzen, Heiserkeit, Atembeschwerden, pfeifendes Atemgeräusch
  • Darmverschluss, Entzündung der Bauchspeicheldrüse, verbunden mit starken Schmerzen in Bauchraum und Rücken (Pankreatitis), Erbrechen, Verdauungsstörung, Verstopfung, Appetitlosigkeit, Magenreizung, Mundtrockenheit, Magengeschwür
  • Schwitzen, Juckreiz, Nesselsucht, Haarausfall
  • Nierenprobleme, Proteine im Urin
  • Gelenksschmerzen
  • Impotenz
  • Muskelkrämpfe, Hitzewallungen, Ohrgeräusche, Unwohlsein, Fieber
  • niedrige Natriumkonzentration im Blut, was zu Müdigkeit, Verwirrtheit, Muskelzuckungen, Krampfanfällen oder Koma führen kann, ebenso zu Austrocknung und niedrigem Blutdruck, einhergehend mit Schwindelgefühl beim Aufstehen; Anstieg des Harnstoffspiegels im Blut

Selten

  • Verringerung der Anzahl weißer Blutkörperchen, einhergehend mit einem erhöhten Infektionsrisiko, Verringerung der Anzahl anderer Blutzellen; Veränderungen des Blutbilds, geringe Bildung von Knochenmark, Lymphdrüsenerkrankung, Autoimmunerkrankungen bei dem der Körper körpereigenes Gewebe angreift.
  • erhöhter Blutzucker
  • seltsame Träume, Schlafstörungen
  • Raynaud-Syndrom, eine Erkrankung der Blutgefäße, bei der die Finger und Zehen zuerst prickeln, dann blass werden und sich dann bläulich und schließlich rötlich verfärben
  • Lungenerkrankungen einschließlich Lungenentzündung, Nasenschleimhautentzündung, welche eine laufende Nase (Rhinitis) verursacht.
  • Geschwüre im Mund, Entzündung der Zunge
  • Leberfunktionsstörungen
  • Hautausschlag, schwere Bläschenbildung, Hautrötung, Stevens-Johnson-Syndrom (Blasenbildung auf der Haut, an Mund, Augen und Genitalien), Lyell-Syndrom (die Haut sieht verbrannt aus und schält sich), Pemphigus (eine Krankheit mit Blasenbildung und anderen Hautveränderungen, die meist im Mund beginnen, Nesselsucht, Haarausfall und Juckreiz). Manchmal sind die Hautprobleme von Fieber, schwerwiegenden Entzündungen, Gefäßentzündungen, Muskel- und/oder Gelenkschmerzen, Veränderungen des Blutbilds und einer erhöhten Blutsenkungsgeschwindigkeit (ein Bluttest zur Feststellung von Entzündungen), violett-gefärbten Punkten begleitet.
  • verminderte Harnausscheidung
  • Brustvergrößerung, auch bei Männern
  • Anstieg der in der Leber gebildeten Enzyme und Abbauprodukte

Sehr selten

  • Schwellungen im Darm

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Nicht über 30°C lagern.In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Außenkarton nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Etikett nach „Verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden.
Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


Bewertungen «Enalapril HCT Sandoz 20 mg/12,5 mg - Tabletten»