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«Enbrel® MyClic»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Enbrel ist ein biotechnologisch hergestelltes Präparat. Enbrel entfaltet seine Wirkung, indem es sich an ein bestimmtes Eiweiss anlagert und so dessen Aktivität blockiert. Diese Blockade vermindert die durch die rheumatoide Arthritis bedingten Schmerzen und Entzündungen.

Enbrel ist ein Arzneimittel gegen Rheuma, das wirkt, indem es die Schmerzen und Schwellungen Ihrer Gelenke vermindert. Enbrel wird zur Behandlung der aktiven rheumatoiden Arthritis bei Erwachsenen eingesetzt, wenn die Behandlung mit Basistherapeutika (einschliesslich Methotrexat) nicht ausreichend wirksam ist.

Enbrel kann auch angewendet werden bei Erwachsenen mit einem schweren, aktiven und progressiven Verlauf ihrer rheumatoiden Arthritis, die zuvor nicht mit Methotrexat behandelt worden sind. Bei diesen Patienten wurde durch Gabe von Enbrel das Fortschreiten der durch die Erkrankung hervorgerufenen Gelenkschäden gebremst.

Enbrel wird auch zur Behandlung des aktiven Morbus Bechterew (Spondylitis ankylosans) bei Erwachsenen eingesetzt.

Enbrel wird auch zur Behandlung der aktiven und progressiven Psoriasis-Arthritis bei Erwachsenen eingesetzt, wenn das Ansprechen auf eine vorhergehende Basistherapie unzureichend ist.

Bei Patienten mit multiplen symmetrischen schmerzhaften oder geschwollenen Gelenken (z.B. Hände, Handgelenke und Füsse) kann Enbrel die durch die Krankheit verursachten strukturellen Schädigungen dieser Gelenke verlangsamen.

Enbrel wird auch zur Behandlung der mittelschweren bis schweren Plaque-Psoriasis bei Erwachsenen angewendet.

Enbrel darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin hin angewendet werden.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Enbrel darf nicht angewendet werden

wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen den Wirkstoff Etanercept oder einen anderen Bestandteil von En­brel sind. Sollten bei Ihnen allergische Reaktionen auftreten, wie z.B. ein Engegefühl in der Brust, pfeifendes Atmen, Benommenheit oder Hautausschlag, sollten Sie die Injektionsbehandlung abbrechen und unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin aufsuchen;

wenn Sie an einer Sepsis (Blutvergiftung) erkrankt sind oder bei Ihnen das Risiko einer Sepsis besteht. Wenn Sie sich dessen nicht sicher sind, fragen Sie bitte Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin;

wenn Sie an einer Infektion leiden, einschliesslich einer seit längerer Zeit verlaufenden oder einer lokalisierten Infektion (z.B. Unterschenkelgeschwür), beginnen Sie nicht mit der Enbrel-Behandlung. Wenn Sie sich unsicher sind, fragen Sie bitte Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin.


Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin

– wenn Sie vor einem grösseren chirurgischen Eingriff stehen oder es zu einer neuen Infektion kommt. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin möchte Ihre Behandlung eventuell überwachen;

– über frühere Reisen ausserhalb Europas. Wenn Sie Symptome wie Fieber, Schüttelfrost oder Husten ent­wickeln, informieren Sie umgehend Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin;

– wenn Sie in der Vergangenheit unter wiederkehrenden Infektionen litten bzw. wenn Sie an Diabetes oder anderen Krankheiten erkrankt sind, die das Risiko einer Infektion erhöhen. Ihr Arzt wird eventuell entscheiden, Sie weiterhin bezüglich vorhandener Infektionen zu überwachen, nachdem Sie die Anwendung von Enbrel beendet haben;

– wenn Sie jemals Tuberkulose hatten oder in engem Kontakt zu jemandem gestanden haben, der Tuberkulose hatte. Sollten Symptome einer Tuberkulose (wie anhaltender Husten, Gewichtsverlust, Teilnahmslosigkeit, leichtes Fieber) oder einer anderen Infektion während oder nach der Behandlung auftreten, benachrichtigen Sie unverzüglich Ihren Arzt. Da Tuberkulosefälle bei mit Enbrel behandelten Patienten bekannt geworden sind, wird Ihr Arzt Sie auf Anzeichen und Symptome einer Tuberkulose untersuchen, bevor Sie mit der Anwendung von Enbrel beginnen. Dies kann die Aufnahme einer umfassenden medizini­schen Vorgeschichte, eine Röntgenaufnahme des Brustraums und einen Tuberkulintest einschliessen;

– wenn Sie an Hepatitis B erkrankt sind: Ihr Arzt wird eventuell einen Hepatitis-B-Test durchführen, bevor Sie mit einer Enbrel-Therapie beginnen;

– wenn Sie an Hepatitis C erkrankt sind. Ihr Arzt möchte eventuell die Enbrel-Therapie überwachen, wenn sich die Infektion verschlechtert;

– wenn Sie an Zuckerkrankheit (Diabetes) leiden oder Medikamente zur Behandlung von Diabetes einnehmen. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin kann entscheiden, ob Sie weniger Medikamente gegen Diabetes benötigen während der Behandlung mit Enbrel;

– unverzüglich beim Auftreten eines der folgenden Symptome: anhaltendes Fieber, Halsentzündung, Blutergüsse, Blutungen oder Blässe. Diese Symptome können auf eine möglicherweise lebensbedrohliche Funktionsstörung der Blutzellen hinweisen, bei der ein Absetzen von Enbrel erforderlich sein kann. Es gab Einzelfallberichte über einen deutlichen Abfall der Anzahl der roten und weissen Blutkörperchen sowie der Blutplättchen (möglicherweise aufgrund einer Funktionsstörung des Knochenmarks) bei mit Enbrel behandelten Patienten;

– wenn Sie an Multipler Sklerose oder optischer Neuritis (einer Entzündung der Nerven des Auges) oder Querschnittsmyelitis (Entzündung des Rückenmarks) leiden. Ihr Arzt wird dann entscheiden, ob eine Behandlung mit Enbrel für Sie geeignet ist;

– wenn in Ihrer Krankengeschichte eine entgleiste Herzschwäche (dekompensierte Herzinsuffizienz) bekannt ist, da unter diesen Umständen Enbrel mit besonderer Vorsicht angewendet werden muss;

– wenn Sie ein Lymphom (eine Art von Blutkrebs) haben oder hatten oder irgendeine andere Krebserkrankung bevor Ihnen Enbrel verschrieben wurde.

Patienten mit schwerer rheumatoider Arthritis haben wahrscheinlich ein höheres als durchschnittliches Risiko ein Lymphom zu entwickeln.

Patienten, welche Enbrel anwenden, haben wahrscheinlich ein erhöhtes Risiko ein Lymphom oder eine andere Krebserkrankung zu entwickeln;

– wenn sich bei Ihnen Veränderungen der Haut oder Hautwucherungen entwickeln;

– wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte) einnehmen, oder äusserlich anwenden.

Es gibt keine gesicherten Erkenntnisse über die Langzeitsicherheit von Enbrel bei gleichzeitiger Gabe von anderen Arzneimitteln.

Einige Impfstoffe, wie z.B. ein oraler Polio-Impfstoff (Impfstoff gegen Kinderlähmung) sollten während der Behandlung mit Enbrel nicht verwendet werden. Bitte besprechen Sie jede Impfung zuvor mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin.

Wichtige Information zu Latex: Die Kanülenkappe des Fertigpens besteht aus Latex (Naturkautschuk). Wenn jemand mit der Kanülenkappe in Berührung kommt oder jemandem Enbrel verabreicht wird, der eine bekannte oder mögliche Überempfindlichkeit (Allergie) gegenüber Latex aufweist, sollten Sie vor Gebrauch von Enbrel Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin aufsuchen.


Der Einfluss von Enbrel auf schwangere Frauen ist nicht bekannt. Deshalb soll Enbrel in der Schwangerschaft nicht angewendet werden. Während der Behandlung mit Enbrel sollten Sie nicht schwanger werden. Suchen Sie im Falle einer eintretenden Schwangerschaft Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin auf.

Es ist nicht bekannt, ob Enbrel in die Muttermilch übergeht. Sie sollten daher während der Enbrel-Behandlung nicht stillen.

Wie wird es angewendet?

Dosierung für erwachsene Patienten

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird Ihnen sagen, wie Enbrel zu injizieren ist.

Rheumatoide Arthritis, Psoriasis Arthritis und Morbus Bechterew

Die empfohlene Dosis für Erwachsene beträgt 25 mg zweimal wöchentlich (im Abstand von 3 bis 4 Tagen) oder einmal wöchentlich 50 mg und wird als Injektion unter die Haut gegeben. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin kann jedoch einen anderen Zeitabstand für die einzelnen Enbrel-Injektionen bestimmen.

Plaque-Psoriasis

Die empfohlene Dosis für Erwachsene beträgt 25 mg zweimal wöchentlich (im Abstand von 3 bis 4 Tagen) oder 50 mg einmal wöchentlich und wird als Injektion unter die Haut gegeben. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin kann jedoch einen anderen Zeitabstand für die einzelnen Enbrel-Injektionen bestimmen.

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin kann zweimal wöchentlich 50 mg für einen Zeitraum von bis zu 12 Wochen verschreiben. Die Dosis kann dann auf 25 mg zweimal wöchentlich oder 50 mg einmal wöchentlich gesenkt werden. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin entscheidet aufgrund Ihres Behandlungserfolgs (auf das Arzneimittel), wie lange Sie Enbrel anwenden sollen und ob eine erneute Behandlung erforderlich ist. Sollte Enbrel nach 12 Wochen keine Wirkung auf Ihre Erkrankung haben, kann es sein, dass Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin Sie bittet, dieses Arzneimittel abzusetzen.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Hinweise zur Anwendung

Enbrel wird unter die Haut injiziert (subkutane Injektion). Sie können sich die Injektion selber verabreichen oder aber von einem Angehörigen, Freund, Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin oder seiner/ihrer Assistentin geben lassen. Die detaillierten, am Ende dieses Kapitels aufgeführten Hinweise zur Durchführung der Injektion sollten befolgt werden. Sie sollten Enbrel so lange injizieren wie von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin verordnet.

Um sich zu erinnern kann es hilfreich sein, in einem Kalender zu notieren, an welchen Wochentagen Sie eine Injektion Enbrel bekommen sollten.

Wenn Sie eine grössere Menge von Enbrel injiziert haben, als Sie sollten

Sollten Sie versehentlich mehr Enbrel injiziert haben, als der Arzt bzw. die Ärztin Ihnen verordnet hat, suchen Sie bitte Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin auf.

Wenn Sie die Injektion von Enbrel vergessen haben

Wenn Sie einmal eine Injektion vergessen haben, sollten Sie die nächste Enbrel-Dosis injizieren, sobald Sie sich daran erinnern. Fahren Sie dann mit der Injektion Ihres Arzneimittels wie vom Arzt bzw. von der Ärztin verschrieben fort. Verwenden Sie keine doppelte Dosis, um vergessene Einzeldosen nachzuholen.

Hinweise zur Verabreichung einer InjektionEinleitung

Die nachstehenden Hinweise erläutern, wie der Fertigpen zur Injektion von Enbrel zu verwenden ist. Bitte lesen Sie die Hinweise sorgfältig durch und folgen Sie ihnen Schritt für Schritt. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin oder seine/ihre Assistentin werden Ihnen die Technik der Selbstinjektion erklären. Versuchen Sie nicht, sich selber eine Injektion zu verabreichen, bis Sie sicher sind, dass Sie verstanden haben, wie der Fertigpen richtig verwendet wird. Sollten Sie Fragen zur Selbstinjektion haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin oder seine/ihre Assistentin um Rat.

Diese Injektion darf nicht mit einem anderen Arzneimittel gemischt werden.

Schritt 1: Vorbereitung für eine Enbrel-Injektion

1. Wählen Sie eine saubere, gut beleuchtete und flache Arbeitsfläche.

2. Legen Sie folgende für die Injektion benötigten Dinge auf eine saubere Arbeitsfläche:

a. Einen Fertigpen und einen Alkoholtupfer (nehmen Sie diese aus der Packung, die Sie in Ihrem Kühlschrank aufbewahren). Den Fertigpen nicht schütteln!

b. Einen Wattebausch oder Gaze.

Prüfen Sie die Lösung im Fertigpen, indem Sie durch das durchsichtige Sichtfenster schauen. Verabreichen Sie sich die Injektion nur dann, wenn die Lösung klar, farblos bis leicht gelblich und von blossem Auge frei von Partikeln ist. Ist das nicht der Fall, verwenden Sie einen anderen Fertigpen und kontaktieren Sie dann Ihren Arzt oder Ihre Ärztin bzw. Ihren Apotheker oder Ihre Apothekerin.

3. Lassen Sie die weisse Kanülenkappe aufgesteckt und warten Sie mindestens 15 Minuten, bis die Enbrel-Lösung im Fertigpen Raumtemperatur erreicht hat. Erwärmen Sie den Fertigpen nicht auf andere Weise! Bitte bewahren Sie den Fertigpen nicht länger als 12 Stunden bei Raumtemperatur und stets für Kinder unzugänglich auf!

Während Sie warten, dass die Lösung im Fertigpen Raumtemperatur erreicht, lesen Sie bitte Schritt 2 (unten) und wählen Sie die Injektionsstelle aus.

Schritt 2: Auswahl der InjektionsstelleAuswahl und Vorbereitung der Injektionsstelle

1. Als Injektionsstelle wird die Mitte der vorderen Oberschenkel empfohlen. Falls es Ihnen lieber ist, können Sie dafür auch den Bauchbereich nutzen. Allerdings muss dann die Injektionsstelle in jedem Falle mindestens 5 cm vom Bauchnabel entfernt liegen. Wenn Ihnen jemand die Injektion verabreicht, kann auch der äussere Bereich der Oberarme genutzt werden.

2. Für jede neue Injektion sollte eine andere Injektionsstelle mindestens 3 cm von einer vorhergehenden Injektionsstelle entfernt gewählt werden. Injizieren Sie nicht in Stellen, an denen die Haut empfindlich bzw. hart ist oder an denen sich ein Bluterguss befindet. Vermeiden Sie Stellen mit Vernarbung oder Dehnungsstriemen. (Es kann hilfreich sein, die zuvor verwendeten Injektionsstellen in einem Notizbuch festzuhalten.)

3. Wenn Sie unter Psoriasis leiden, sollten Sie nicht direkt in eine erhöhte dicke, rote oder schuppenartige Hautplaque injizieren.

Schritt 3: Injektion der Enbrel-Lösung

1. Nachdem Sie mindestens 15 Minuten gewartet haben, damit die Lösung im Fertigpen Raumtemperatur erreicht, waschen Sie sich gründlich Ihre Hände mit Seife und Wasser.

2. Reinigen Sie die Injektionsstelle in einer kreisförmigen Bewegung mit dem Alkoholtupfer und lassen Sie diese trocknen. Berühren Sie danach diesen Bereich vor der Injektion nicht mehr.

3. Ist die Haut trocken, nehmen Sie den Fertigpen in die Hand und ziehen Sie die weisse Kanülenkappe nach vorn ab. Damit die im Fertigpen befindliche Kanüle nicht beschädigt wird, dürfen Sie die weisse Kanülenschutzkappe beim Abziehen nicht verbiegen und danach auch nicht wieder aufstecken. Nach dem Entfernen der Kanülenschutzkappe sehen Sie eine violette Kanülenschutzvorrichtung, die etwas aus dem Ende des Fertigpens herausragt.

4. Halten Sie den Fertigpen ohne dabei den grünen Knopf am oberen Ende des Fertigpens zu drücken in einem rechten Winkel (90°) zur Injektionsstelle und drücken Sie das offene Ende des Fertigpens bis über die Kanülenschutzvorrichtung fest nach unten, bis die Kanülenschutzvorrichtung nicht mehr zu sehen ist. So entsteht eine leichte Vertiefung in der Haut.

5. Halten Sie den Fertigpen weiter fest auf die Injektionsstelle, drücken Sie dann mit Ihrem Daumen den grünen Knopf oben auf dem Fertigpen und lassen Sie diesen sofort wieder los, damit die Injektion ausgelöst wird. Beim Drücken des Knopfes hören Sie ein Klickgeräusch. Drücken Sie den Fertigpen weiterhin fest auf Ihre Haut, bis Sie ein zweites Klicken hören bzw. bis 10 Sekunden nach dem ersten Klickgeräusch vergangen sind (je nachdem, was zuerst eintritt).

Hinweis: Denken Sie daran Ihren Daumen vom Knopf zu nehmen, sobald Sie das erste Klickgeräusch hören, da sonst nach beendeter Injektion kein zweites Klicken ertönt. Sie müssen den Daumen nicht auf dem Knopf lassen, damit Enbrel injiziert wird.

6. Mit dem Ertönen des zweiten Klickens (bzw., falls Sie kein zweites Klicken hören, nach 10 Sekunden), ist Ihre Injektion abgeschlossen. Sie können jetzt den Fertigpen von der Haut abheben. Beim Abheben des Fertigpens fährt die violette Kanülenschutzvorrichtung automatisch aus und verdeckt die Kanüle.

7. Das Sichtfenster am Fertigpen sollte sich jetzt vollständig violett verfärbt haben und bestätigt damit, dass die Dosis korrekt injiziert wurde. Falls sich das Sichtfenster nicht vollständig violett gefärbt hat, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin bzw. Ihren Krankenpfleger oder Ihre Krankenschwester bzw. Ihren Apotheker oder Ihre Apothekerin, da in diesem Fall der Fertigpen möglicherweise die Enbrel-Lösung nicht vollständig injiziert hat. Versuchen Sie auf keinen Fall, den Fertigpen nochmals zu benutzen und versuchen Sie auch nicht, einen anderen Fertigpen zu verwenden, ohne vorher die Zustimmung Ihres Arztes oder Ihrer Ärztin bzw. Ihres Krankenpflegers oder Ihrer Krankenschwester bzw. Ihres Apothekers oder Ihrer Apothekerin einzuholen!

8. Falls Sie ein leichtes Bluten an der Injektionsstelle bemerken, sollten Sie den Wattebausch oder die Gaze 10

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Falls Sie sich durch irgendwelche unerwünschten Wirkungen beunruhigt fühlen oder ungewöhnliche Wirkungen bei sich beobachten, konsultieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin.

Sollten Sie während der Anwendung von Enbrel einen schwerwiegenden Ausschlag, ein geschwollenes Gesicht oder Schwierigkeiten beim Atmen bekommen, kontaktieren Sie unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin.

Nebenwirkungen bei erwachsenen Patienten

Die häufigsten Nebenwirkungen bei Erwachsenen sind geringfügige Reaktionen im Injektionsbereich, einschliesslich Jucken, Wundsein, Rötung, Blutung, Bluterguss, Schwellung oder Schmerzen an der Einstichstelle. Im Allgemeinen treten diese Beschwerden nach dem ersten Behandlungsmonat nicht mehr so häufig auf. Wenn Sie über die Reaktionen an der Einstichstelle besorgt sind, konsultieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Einige Patienten haben nach einer Injektion von Enbrel eine Reaktion an einer zuvor verwendeten Einstichstelle entwickelt.

Andere Nebenwirkungen, die während der Anwendung von Enbrel auftreten können, umfassen: Infektionen (einschliesslich Tuberkulose), Kopfschmerzen, eine laufende Nase, Hautausschlag, Urtikaria (Nesselsucht), Psoriasis (neu oder Verschlimmerung), Juckreiz, Magenschmerzen, Durchfall, verstärktes Husten, Schwächegefühl, Schmerzen, Benommenheit, Halsschmerzen, Fieber, hohen Blutdruck, entzündete oder gereizte Nasennebenhöhlen, Übelkeit, Blutergüsse unter der Haut, Mundgeschwüre und Haarausfall, Schwellungen im Gesicht, der Zunge oder im Hals, gestörte Wundheilung, Entzündung und Blutgerinnung in den Venen, Blutgerinnung in den Blutgefässen der Lunge, Nierenstörung, Nierenversagen, Nierensteine, Muskelentzündung. In seltenen Fällen beobachtet wurden: Hautausschläge und Hautläsionen, die mit gegen normales Gewebe gerichteten Antikörpern einhergehen (Autoantikörper), vereinbar mit einem subakuten kutanen Lupus oder einem diskoiden Lupus, Hautkrebs.

Gelegentlich traten während der Anwendung von Enbrel schwere Infektionen auf (einschliesslich Nieren- oder Harnwegsinfektion, Bronchitis, Gelenkentzündung oder -infektion, im Bauch oder in den Beinen lokalisierte Infektionen, Gewebs- und Wundinfektion, Abszess, Knochenmarkinfektion, Lungenentzündung, Gürtelrose, Mundinfektion, Hautinfektion, Darmentzündung, Schleimbeutelentzündung, Herzinnenhautentzündung (Endokarditis; vermutet), Magendarmkatarrh, Gallenblasen-Infektion, Bauchfellentzündung (Peritonitis), Hautgeschwür, Entzündung der kleinen Blutgefässe (Vaskulitis), durch Viren verursachte Leberentzündung, Ohrentzündung, Infektion der Nasennebenhöhlen und Blutvergiftung.

Bei Patienten mit anderen medizinischen Problemen, die das Risiko für die Entwicklung einer Infektion erhöhen, können in seltenen Fällen unter der Anwendung von En­brel schwere Infektionen auftreten, einschliesslich einer tödlichen Blutvergiftung.

Suchen Sie unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin oder das Spital auf, wenn Sie Anzeichen für solch schwere Infektionen (z.B. Schwellung, streifenförmige Rötung) bemerken.

Als weitere schwerwiegende Nebenwirkungen können maligne Erkrankungen (bösartige Tumore), Herzanfall, entgleiste Herzschwäche, mangelnde Blutzufuhr zum Herzen (Herzischämie), Schmerzen im Brustkorb, Ohnmachtsanfall, Schlaganfall, hoher Blutdruck, niedriger Blutdruck, Gallenblasen- sowie Bauchspeicheldrüsenentzündung, Blutungen im Magen-Darm-Trakt, Darmverschluss, Schleimhautschäden des Dickdarms (Colitis ulcerosa), Lymphknotenerkrankung (Lymphadenopathie), Knochenbrüche und Schleimbeutelentzündung, Kurzatmigkeit, Entzündung der Lungenbläschen, Asthma, Verwirrtheit, Leberschäden, Muskelentzündung, Entzündung des Auges, plötzliche Schwellung, Schwindelgefühl, Hautmissempfindung, Lähmung oder Depression auftreten. Diese Nebenwirkungen traten ebenso häufig auch bei Patienten mit rheumatoider Arthritis auf, die nicht mit Enbrel behandelt wurden.

Als weitere schwerwiegende Nebenwirkungen können auftreten: eine verminderte Anzahl von Blutplättchen, von roten Blutkörperchen und von weissen Blutkörperchen sowie eine zeitgleiche Abnahme der Blutplättchen, roten und weissen Blutkörperchen (möglicherweise aufgrund einer Funktionsstörung des Knochenmarks) (siehe auch «Wann ist bei der Anwendung von Enbrel Vorsicht geboten?»), Hautausschlag, der zu schwerer Blasenbildung und Hautabschälung führen kann.

Es gab Berichte über Störungen des Nervensystems (Demyelinisierungsstörungen) mit Zeichen und Symptomen ähnlich denen der Multiplen Sklerose, des Guillain-Barré-Syndroms oder der optischen Neuritis (einer Entzündung der Nerven des Auges); die Rolle von Enbrel bei der Entstehung dieser Erkrankungen ist unbekannt.

Ebenfalls berichtet wurde über: übermässige Aktivierung von weissen Blutkörperchen verbunden mit Entzündungen (Makrophagen-Aktivierungs-Syndrom).

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Da über die Langzeitanwendung von Enbrel nur begrenzt Informationen vorliegen, ist es sehr wichtig für Sie, weiterhin alle vorgesehenen Arzttermine wahrzunehmen.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter und auf dem Fertigpen mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Im Kühlschrank (2–8 °C) lagern. Nicht einfrieren. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Ausserhalb der Reichweite von Kindern auf bewahren.

Nehmen Sie den Fertigpen mindestens 15 Minuten vor der Anwendung aus dem Kühlschrank, damit die Enbrel-Lösung im Fertigpen Raumtemperatur erreichen kann. Erwärmen Sie den Fertigpen keinesfalls auf eine andere Weise. Der Fertigpen sollte nicht länger als 12 Stunden bei Raumtemperatur aufbewahrt werden. Die Kanülenkappe bleibt während dieser Zeit aufgesetzt.

Prüfen Sie die Lösung im Fertigpen durch das durchsichtige Sichtfenster; sie sollte klar, farblos bis leicht gelblich und von blossem Auge frei von Partikeln sein. Ansonsten darf sie nicht verwendet werden und Sie müssen einen anderen Fertigpen benutzen.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Zusätzliche Informationen

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Enbrel MyClic, Injektionslösung im Fertigpen 50 mg: Pa­ckungen zu 2 Fertigpens und 2 Alkoholtupfer.


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