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«Endofalk Pulver zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen»

Endofalk Pulver zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Dieses Arzneimittel ist ein Gemisch verschiedener Salze mit Macrogol zur Herstellung einer isotonen Darmreinigungslösung.

Endofalk wird angewendet zur Darmentleerung als Vorbereitung für eine Darmspiegelung (Koloskopie).

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Endofalk darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Kaliumchlorid, Natriumchlorid, Natriumhydrogencarbonat und Macrogol 3350 oder gegen, andere Macrogole oder einen der sonstigen Bestandteile von Endofalk Pulver zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen sind.
  • wenn Sie an Darmverschluss leiden oder Verdacht auf Darmverschluss besteht, bei Verengungen oder Durchbrüchen im Magen-Darm-Bereich oder Gefahr von Durchbrüchen im Magen-Darm-Bereich, Entleerungsstörungen des Magens, sehr starker Entzündung des Dickdarms (hochfloride Kolitis) und krankhaft erweitertem Dickdarm (toxisches Megakolon).
  • wenn Sie an gestörtem Schluckreflex, allgemeiner Schwäche leiden.

Bewusstlosen oder bewusstseinsgestörten Patienten und Patienten mit Neigung zum Einatmen von Mageninhalt oder Zurückströmen von Speisen in die Mundhöhle darf Endofalk nicht verabreicht werden.

Zur Anwendung bei Kindern liegen keine ausreichenden Erfahrungen vor. Endofalk Pulver zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen darf deshalb bei Kindern nicht angewendet werden.

Besondere Vorsicht bei Einnahme von Endofalk ist erforderlich,

  • falls Sie an einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung leiden. Sie sollten vor Einnahme von Endofalk ebenfalls Rücksprache mit Ihrem Arzt halten.
  • falls bei Ihnen eine Refluxkrankheit (Refluxösophagitis) oder bestimmte Herzrhythmusstörungen (SA-Block oder Sick-Sinus-Syndrom) vorliegen oder falls Sie ein älterer Patient sind. Sie sollten Endofalk dann erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt einnehmen.
  • bei Patienten mit beeinträchtigter Nierenfunktion, beeinträchtigter Herzfunktion (Grad III und IV) oder Lebererkrankungen und Patienten mit schwerer Dehydratation (Wasserverlust): Diese dürfen Endofalk nicht einnehmen, da bei diesen Patientengruppen die Sicherheit der Anwendung nicht ausreichend belegt ist.

Eine sorgfältige Überwachung des Elektrolyt- und Flüssigkeitshaushaltes für bestimmte Risikopatienten, wie z.B. ältere oder geschwächten Patienten, ist notwendig.

Bei Einnahme von Endofalk mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Falls Sie kurz vor oder während der Einnahme von Endofalk andere Arzneimittel einnehmen, können diese bei der Darmspülung möglicherweise mit ausgeschwemmt werden bzw. nicht zur Wirkung gelangen. Wenn Sie diese anderen Arzneimittel aber unbedingt einnehmen müssen, fragen Sie Ihren Arzt vorher nach einer Ausweichmöglichkeit.

Bei Einnahme von Endofalk zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Sie dürfen der Endofalk-Trinklösung keine anderen Lösungen oder Zusätze (insbesondere keinen Zucker oder mit Endofalk-Lösung nicht verträgliche Aromastoffe) zusetzen, da dies eine Veränderung der Eigenschaften und Zusammensetzung von Endofalk zur Folge haben kann oder es zur Entwicklung explosiver Gasgemische im Darm beim Abbau der zugefügten Stoffe durch Darmbakterien kommen kann.
Sie dürfen 2 bis 3 Stunden vor dem Trinken von Endofalk sowie bis nach der Untersuchung keine feste Nahrung zu sich nehmen.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Es liegen keine Erfahrungen mit der Anwendung von Endofalk in der Schwangerschaft vor. Endofalk kann Schwangeren verabreicht werden, wenn eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgt ist.
Endofalk kann von stillenden Frauen eingenommen werden, wenn dies nötig erscheint.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Endofalk immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
Zur vollständigen Darmreinigung müssen 3 oder maximal 4 Liter Endofalk Lösung eingenommen werden. 1 Beutel entspricht ½ l Lösung.

Die Lösung wird in Portionen von 200-300 ml alle 10 Minuten getrunken, bis der rektale Ausfluss klar ist. Die Lösung sollte über einen Zeitraum von ca. 4 Stunden eingenommen werden, im Allgemeinen am Tag der Untersuchung. Die gesamte Menge kann alternativ dazu auch am Vorabend, oder ein Teil am Vorabend und die restliche Menge am Morgen des Untersuchungstages eingenommen werden.
Sie dürfen 2 bis 3 Stunden vor dem Trinken von Endofalk sowie bis nach der Untersuchung keine feste Nahrung zu sich nehmen.

Dauer der Anwendung
Endofalk Pulver zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen ist zur Einmalanwendung vor einer geplanten Darmuntersuchung bestimmt.

Zubereitung der Lösung
Die Lösung bitte unmittelbar vor Gebrauch frisch zubereiten. Der Inhalt von jeweils 2 Beuteln wird in 500 ml lauwarmem Leitungswasser oder abgekühltem, abgekochten Wasser gelöst. Anschließend wird mit Wasser auf 1 Liter aufgefüllt. Es sollte darf geachtet werden, dass die Beutel vor der Zubereitung der Lösung vollkommen leer sind. Die gebrauchsfertige Lösung kann nach der Zubereitung zum Abkühlen in den Kühlschrank gestellt werden, da sie gekühlt angenehmer zu trinken ist.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Endofalk zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge Endofalk eingenommen haben, als Sie sollten
Bei starker Überdosierung treten schwere Durchfallsymptome auf.
Sie sollten in diesem Fall reichlich Flüssigkeit zu sich nehmen und auf alle Fälle Ihren Arzt konsultieren.

Im Falle des Einatmens von Mageninhalt kann sich ein toxisches Lungenödem entwickeln, das unmittelbar intensivmedizinische Maßnahmen einschließlich einer Beatmung mit Überdruck erfordert.

Wenn Sie die Einnahme von Endofalk vergessen haben oder zu wenig Endofalk angewendet haben Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die Einnahme von Endofalk vergessen haben oder zu

wenig eingenommen haben. Wenn Sie die empfohlene Trinkmenge deutlich unterschreiten, wird Ihr Darm möglicherweise nicht gründlich entleert und die Untersuchung nicht wie geplant durchgeführt werden können. Halten Sie sich daher bitte an die Dosierungsempfehlung Ihres Arztes bzw. an die Empfehlung dieser Gebrauchsinformation.

Wenn Sie die Einnahme von Endofalk abbrechen
Wenn Sie die Einnahme von Endofalk unterbrechen oder vorzeitig beenden, wird Ihr Darm möglicherweise nicht gründlich entleert und die Untersuchung kann nicht wie geplant durchgeführt werden.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Endofalk Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Bedeutsame Nebenwirkungen oder Zeichen, auf die Sie achten sollten, und Maßnahmen, wenn Sie betroffen sind

Alle Arzneimittel können allergische Reaktionen hervorrufen. Schwere allergische Reaktionen sind jedoch sehr selten. Wenn Sie von einer der nachfolgend genannten Nebenwirkungen betroffen sind, nehmen Sie Endofalk nicht weiter ein und suchen Sie Ihren Arzt möglichst umgehend auf:

  • Allergischer Hautausschlag
  • Kreislaufbeschwerden
  • Atemnot
  • Schweißausbrüche mit Übelkeit

Folgende Nebenwirkungen wurden außerdem beobachtet:

Sehr häufig auftretende Nebenwirkungen (betreffen mehr als 1 von 10 Behandelten)- Übelkeit, Völlegefühl und Blähungen

Häufig auftretende Nebenwirkungen (betreffen weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten)

  • Erbrechen, Magenkrämpfe und eine Reizung des Darmausgangs

Diese Beschwerden sind zum größten Teil auf das Trinken der relativ großen Flüssigkeitsmenge innerhalb kurzer Zeit zurückzuführen. Beim Auftreten von Magen - Darm - Beschwerden soll die Anwendung von Endofalk vorübergehend verlangsamt oder eingestellt werden, bis die Beschwerden abklingen.

Gelegentlich auftretende Nebenwirkungen (betreffen weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1.000 Behandelten)

  • Allgemeines Unwohlsein und Schlaflosigkeit

Sehr selten auftretende Nebenwirkungen (betreffen weniger als 1 von 10.000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle)

  • Unregelmäßiger oder zu schneller Herzschlag (Herzrhythmusstörungen, Tachykardien) und Wasseransammlung in der Lunge (Lungenödem)
  • Abfall der Blutwerte von Kalzium, Kalium und Natrium mit folgenden Beschwerden wie Appetitlosigkeit, Neigung zur Wasseransammlung im Gewebe, Müdigkeit, Muskelschwäche oder Störungen der Herzfunktion
  • Nesselsucht, Schnupfen oder akute Hautentzündungen, die vermutlich allergischer Natur sind

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

  • Neurologische Erscheinungen, die als Folge des gestörten Kalzium-, Kalium- und Natriumhaushaltes im Blut von leichten Orientierungsstörungen bis hin zu Krampfanfällen reichen können.
  • anaphylaktischer Schock
  • Mallory-Weiss-Syndrom (Schleimhauteinrisse in der unteren Speiseröhre nach sehr starkem Erbrechen)

Welche Gegenmaßnahmen sind bei Nebenwirkungen zu ergreifen?

Beim Auftreten von Bauchschmerzen oder anderen Magen-Darm-Beschwerden sollten Sie Endofalk vorübergehend langsamer trinken oder die Einnahme beenden, bis diese Beschwerden abklingen. Halten Sie in diesem Fall Rücksprache mit Ihrem Arzt.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Beutel und dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Lagerungsbedingungen:
Pulver: Keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Zubereitete Lösung: Die trinkfertige Lösung kann maximal 3 Stunden bei Raumtemperatur (unter 25°C) oder maximal 48 Stunden im Kühlschrank (2°C -8°C) aufbewahrt werden.


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