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«Escitalopram Actavis 10 mg Filmtabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Escitalopram Actavis ist ein Antidepressivum und gehört zur Wirkstoffgruppe der ‚SSRI’ (Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer). Diese Arzneimittel wirken im Serotoninsystem des Gehirns, indem sie den Serotoninspiegel erhöhen. Störungen des Serotoninsystems werden als ein entscheidender Faktor für die Entwicklung von Depressionen und verwandte Erkrankungen gesehen.

Escitalopram Actavis wird angewendet bei:
depressiven Erkrankungen (Episoden einer Major Depression)
Panikstörungen mit oder ohne Agarophobie (z. B. Angst das Haus zu verlassen, Geschäfte zu betreten, Angst sich unter Menschenmengen und an öffentlichen Plätzen aufzuhalten)

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Escitalopram Actavis darf nicht eingenommen werden,
wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Escitalopram oder einen der sonstigen Bestandteile von Escitalopram Actavis sind.
bei gleichzeitiger Behandlung mit anderen Medikamenten, die zur Gruppe der sogenannten MAO-Hemmer gehören, einschließlich Selegilin (zur Behandlung der Parkinsonschen Erkrankung), Moclobemid (gegen depressive Erkrankungen) und Linezolid (ein Antibiotikum) (siehe „Bei der Anwendung mit anderen Arzneimitteln“).

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Escitalopram Actavis ist erforderlich, Bevor Sie mit der Behandlung beginnen, sollten Sie unbedingt Ihren Arzt informieren, wenn Sie eine Nierenerkrankung haben.
eine Herzerkrankung haben (koronare Herzkrankheit).
an einer Leberfunktionsstörung leiden. Möglicherweise wird der Arzt Ihre Dosierung ändern.

Gedanken sich das Leben zu nehmen und eine Verschlechterung Ihrer Depression oder Angststörung
Wenn Sie an Depressionen und/oder an Angststörungen leiden, kann es vorkommen, dass Sie daran denken, sich selbst das Leben zu nehmen oder sich selbst zu verletzen. Solche Gedanken können bei Beginn einer Behandlung mit Antidepressiva verstärkt sein, da alle diese Medikamente Zeit brauchen bis sie wirken - meistens 2 Wochen, manchmal aber auch länger.
Es ist eher wahrscheinlich, dass Sie solche Gedanken haben, wenn Sie
früher schon einmal daran gedacht haben, sich selbst das Leben zu nehmen oder sich selbst zu verletzen.
ein junger Erwachsener sind. Daten aus klinischen Studien deuten darauf hin, dass junge Erwachsene unter 25 Jahren unter der Behandlung mit einem Antidepressivum ein erhöhtes Risiko für suizidales Verhalten haben.
Wenn Sie zu irgendeinem Zeitpunkt daran denken, sich selbst das Leben zu nehmen oder sich selbst zu verletzen, müssen Sie sofort Ihren Arzt aufsuchen oder direkt in ein Krankenhaus gehen. Möglicherweise hilft es Ihnen, wenn Sie einer verwandten oder nahe stehenden Perso n von Ihrer Depression oder Angststörung erzählen und diese Packungsbeilage zum Lesen geben. Sie könnten beispielsweise die Person bitten, Ihnen zu sagen, ob sie den Eindruck hat, dass sich Ihre Depressionen oder Angstvorstellungen verschlechtert haben, oder ob sie Veränderungen in Ihrem Verhalten beunruhigend findet.

Symptome, wie Rastlosigkeit oder die Schwierigkeit still zu stehen oder zu sitzen, können während der ersten Behandlungswochen auftreten. Informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn Sie solche Symptome an sich bemerken.

Vorsicht ist geboten bei der Einnahme von Escitalopram Actavis zusammen mit Arzneimitteln, die einen serotonergen Effekt haben wie z. B. Sumatriptan, andere Triptane, Tramadol oder Tryptophan. In seltenen Fällen kann ein Serotonin-Syndrom auftreten; dies wird nicht nur in Kombination mit serotonergen Medikamenten beobachtet, sondern auch sehr selten bei Patienten, die SSRI anwenden. Für den Fall, dass Sie unter dieser Arzneimittelkombination Symptome wie hohes Fieber, Muskelzucken, Verwirrtheit, Rastlosigkeit, Zittern oder Schüttelfrost an sich bemerken, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt. Setzen Sie beim Auftreten dieser Symptome die

Behandlung mit Escitalopram Actavis und den serotonergen Medikamenten sofort ab und rufen Sie einen Arzt, der mit einer symptomatischen Behandlung beginnen sollte.

Die Verabreichung von Escitalopram Actavis gleichzeitig mit Johanniskrautpräparaten (Hypericum perforatum) sollte vermieden werden, da eine Gefahr der Zunahme von Nebenwirkungen besteht (siehe unter „Bei der Anwendung mit anderen Arzneimitteln“).

Eine Beendigung der Behandlung mit Escitalopram Actavis sollte allmählich über zwei bis drei Wochen schrittweise geschehen, um das mögliche Auftreten von Absetzsymptomen zu vermeiden (siehe unter „Wie ist Escitalopram Actavis anzuwenden?“).

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren
Citalopram Actavis sollte nicht zur Behandlung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren angewendet werden. Suizidale Verhaltensweisen (Suizidversuch und Suizidgedanken) sowie Feindseligkeit (vorwiegend Aggressivität, oppositionelles Verhalten und Wut) wurden in klinischen Studien häufiger bei mit Antidepressiva behandelten Kindern und Jugendlichen beobachtet, als bei Kindern und Jugendlichen, die mit Placebo behandelt wurden. Sollte aufgrund klinischer Notwendigkeit dennoch die Entscheidung für eine Behandlung getroffen werden, ist der Patient im Hinblick auf das Auftreten suizidaler Symptome sorgfältig zu überwachen. Darüber hinaus fehlen Langzeitdaten zur Sicherheit bei Kindern und Jugendlichen in Bezug auf Wachstum, Reifung sowie kognitive Entwicklung und Verhaltensentwicklung.

Bei Einnahme von Escitalopram Actavis mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Die folgenden Arzneimittel können die Wirkung von Escitalopram Actavis beeinflussen oder umgekehrt. Teilen Sie bitte Ihrem Arzt mit, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen: Irreversible nicht-selektive Monoamin-Oxidase-Hemmer (MAO-Hemmer), z. B. zur Behandlung von Depression, dürfen nicht mit Escitalopram Actavis eingenommen werden, da diese Kombination zu schwerwiegenden Nebenwirkungen wie dem Serotonin-Syndrom führen kann (siehe Abschnitte „Escitalopram Actavis darf nicht eingenommen werden“ und „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“). Wenn Sie mit einem dieser Arzneimittel behandelt wurden, ist es notwendig, nach Beendigung jener Behandlung mindestens 14 Tage zu warten, bevor Sie mit der Einnahme von Escitalopram Actavis beginnen. Nach Beendigung einer Behandlung mit Escitalopram Actavis müssen Sie mindestens 7 Tage warten, bevor Sie mit der Einnahme eines dieser Arzneimittel beginnen.
Reversible, selektive MAO-A-Hemmer, die Moclobemid enthalten (zur Behandlung der Depression), dürfen nicht zusammen mit Escitalopram Actavis eingenommen werden (siehe Abschnitt „Escitalopram Actavis darf nicht eingenommen werden“).
Das Antibiotikum Linezolid darf nicht zusammen mit Escitalopram Actavis eingenommen werden (siehe Abschnitt „Escitalopram Actavis darf nicht eingenommen werden“). Irreversible MAO-B-Hemmer, die Selegilin enthalten (zur Behandlung der Parkinsonschen Erkrankung), dürfen nicht zusammen mit Escitalopram Actavis eingenommen werden. Diese Arzneimittel erhöhen das Risiko von Nebenwirkungen wie dem Serotonin-Syndrom (siehe Abschnitt „Escitalopram Actavis darf nicht eingenommen werden“).
Sumatriptan (ein Migränemittel), andere Triptane oder Tramadol (Schmerzmittel) können das Risiko von Nebenwirkungen wie dem Serotonin-Syndrom erhöhen.
Antidepressiva (trizyklische, SSRI), Neuroleptika (Antipsychotika wie Phenothiazine, Thioxanthene und Butyrophenone), Mefloquin (Mittel gegen Malaria), Bupropion (ein Raucherentwöhnungsmedikament) und Tramadol (Schmerzmittel), weil sie die Schwelle für Krampfanfälle herabsetzen können.
Lithium (Mittel zur Behandlung der bipolaren Störung oder manischen Depression) und Tryptophan (ein Nahrungsergänzungsmittel, das zu Serotonin verstoffwechselt wird).

Bei Einnahme von Escitalopram Actavis zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken Escitalopram Actavis kann mit oder unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden (siehe Abschnitt 3 „Was müssen Sie vor der Einnahme von Escitalopram Actavis beachten“).

Wie bei allen Arzneimitteln, die ähnlich wirken, ist eine gleichzeitige Einnahme von Alkohol nicht zu empfehlen, obwohl keine Wechselwirkungen von Escitalopram mit Alkohol zu erwarten sind.

Schwangerschaft und Stillzeit

SchwangerschaftTeilen Sie Ihrem Arzt bitte mit, wenn Sie schwanger sind oder beabsichtigen schwanger zu werden. Sie dürfen Escitalopram Actavis während der Schwangerschaft nicht einnehmen, es sei denn, der Arzt hat mit Ihnen den Nutzen gegen die möglichen Risiken abgewogen.

Teilen Sie Ihrer Hebamme und/oder Ihrem Arzt unbedingt mit, dass Sie Escitalopram Actavis einnehmen. Arzneimittel wie Escitalopram Actavis können, wenn sie während der Schwangerschaft, insbesondere im letzten Schwangerschaftsdrittel, eingenommen werden, das Risiko für eine schwerwiegende Erkrankung des Neugeborenen erhöhen. Dieser Zustand wird persistente pulmonale Hypertonie (PPHN) genannt und führt dazu, dass das Neugeborene schnell atmet und eine bläuliche Hautverfärbung aufweist. Diese Symptome treten in der Regel innerhalb der ersten 24 Stunden nach der Geburt auf. Wenn solche Symptome bei Ihrem Kind auftreten, informieren Sie unverzüglich Ihre Hebamme und/oder Ihren Arzt.

Sie dürfen die Behandlung mit Escitalopram Actavis nicht plötzlich abbrechen. Wenn Sie Escitalopram Actavis während der letzten 3 Monate der Schwangerschaft eingenommen haben, sollten Sie dies dem Arzt mitteilen, da bei dem Neugeborenen nach der Geburt bestimmte Symptome auftreten können. Diese Symptome werden meist innerhalb von 24 Stunden nach der Geburt beobachtet. Sie äußern sich möglicherweise als Unfähigkeit richtig zu schlafen oder zu trinken, Schwierigkeiten beim Atmen, bläuliche Verfärbung der Haut, sich zu heiß oder zu kalt anfühlen, Übelkeit, anhaltendes Weinen, Erbrechen, niedrige Blutzuckerwerte, steife oder schlappe Muskeln, Reizbarkeit, Lethargie, Zittern, Nervosität oder Anfälle. Sollte Ihr Neugeborenes eines dieser Symptome aufweisen, sprechen Sie sofort mit dem Arzt darüber; er wird Sie beraten können.

Stillzeit

Escitalopram geht möglicherweise in die Muttermilch über. Es besteht das Risiko einer Wirkung auf das Neugeborene. Daher wird empfohlen während der Behandlung mit Escitalopram Actavis nicht zu stillen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über den Nutzen und die Risiken.

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Escitalopram Actavis immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

Behandlung der Depression
Die empfohlene übliche Tagesdosis beträgt 10 mg als tägliche Einmaldosis. Je nach individuellem Ansprechen kann der Arzt die Dosis auf maximal 20 mg täglich erhöhen.

Panikstörung mit oder ohne AgoraphobieDie empfohlene übliche Tagesdosis in der ersten Behandlungswoche beträgt 5 mg, die im weiteren Verlauf auf 10 mg pro Tag erhöht werden kann. Je nach individuellem Ansprechen kann der Arzt die Dosis auf maximal 20 mg täglich erhöhen.

Ältere PatientenÄltere Patienten sollten anfangs mit der Hälfte der üblichen Tagesdosis und mit einer reduzierten Höchstdosis (unter 20 mg pro Tag) behandelt werden.

Kinder und Jugendliche unter 18 JahreEscitalopram sollte nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren angewendet werden (siehe Abschnitt 2 dieser Packungsbeilage - Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren).

Patienten mit besonderen RisikofaktorenDie Anfangsdosis bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen sollte in den ersten 14 Tagen der Behandlung 5 mg täglich nicht überschreiten. Danach kann der behandelnde Arzt die tägliche Dosis je nach individuellem Ansprechen des Patienten auf 10 mg täglich erhöhen. Vorsicht ist geboten und eine genaue Dosisanpassung ist erforderlich bei Patienten mit schweren Leberfunktionsstörungen.

Bei leichter bis mittlerer Nierenfunktionsstörung ist keine Dosisanpassung erforderlich. Vorsicht ist bei Patienten mit schweren Nierenfunktionsstörungen geboten (Kreatinin-Clearance < 30ml/min).

Bei Patienten von denen bekannt ist, dass sie eine verminderte metabolische CYP2C19-Aktivität besitzen (spezifisches Leberenzym), sollte die Behandlung in den ersten zwei Wochen mit einer Anfangsdosis von 5 mg täglich beginnen. Je nach individuellem Ansprechen des Patienten kann danach die tägliche Dosis auf 10 mg erhöht werden.

Wie ist Escitalopram Actavis einzunehmen?

Nehmen Sie die Filmtabletten, ohne sie zu zerkauen, einmal täglich mit ausreichend Flüssigkeit ein (vorzugsweise ein Glas Wasser). Escitalopram Actavis kann mit oder unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.
Falls notwendig, werden die Tabletten, um sie zu zerteilen, auf einer ebenen Fläche und mit der Bruchrille nach oben gelegt. Die Tablette kann nun zerteilt werden, indem man mit beiden Zeigefingern auf jeder Seite der Tablette, wie in der Abbildung zu sehen, drückt.

Dauer der Anwendung von Escitalopram Actavis:

Wie bei allen Arzneimitteln zur Behandlung von Depression und Panikstörungen kann es einige Wochen (2 - 4 Wochen) dauern, bis Sie eine Verbesserung bemerken. Daher sollten Sie nicht mit der Einnahme von Escitalopram Actavis aufhören, auch wenn es einige Zeit dauert, bis Sie eine Besserung Ihres Krankheitszustandes bemerken.
Verändern Sie niemals die Ihnen verordnete Dosis ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt.

Die Maximalwirkung bei der Behandlung der Panikstörung mit oder ohne Agarophobie wird nach etwa 3 Monaten erreicht.

Die gesamte Behandlungsdauer variiert individuell sehr stark und wird von Ihrem Arzt festgelegt. Halten Sie bitte die Einnahme während der gesamten Behandlungszeit ein - auch wenn Sie sich schon besser fühlen und symptomfrei sind - um eine Verschlimmerung oder Wiederkehr Ihrer Erkrankung zu verhindern. Aus diesem Grund wird empfohlen, die Behandlung der Depression für mindestens 6 Monate nach Rückgang der Symptome weiterzuführen.
Die Behandlung der Panikstörung dauert mehrere Monate.

Sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie glauben, dass die Wirkung von Escitalopram Actavis zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge von Escitalopram Actavis eingenommen haben, als Sie sollten Wenn Sie eine größere Menge von Escitalopram Actavis eingenommen haben, als Sie sollten, oder wenn eine andere Person Ihr Arzneimittel aus Versehen eingenommen hat, informieren Sie sofort Ihren Arzt oder begeben Sie sich sofort in ein Krankenhaus. Befolgen Sie diesen Hinweis, auch wenn Sie sich noch wohl fühlen. Nehmen Sie falls vorhanden die restlichen Tabletten und die Schachtel/das Behältnis mit, auch wenn diese/r leer sein sollte.

Symptome einer Überdosierung können sein: Benommenheit, Zittern, Schläfrigkeit, Bewusstseinsverlust, veränderte Herzschlagfolge, Anfälle, verminderte Atemtätigkeit, Muskelschwäche, -empfindlichkeit oder -schmerzen, Krankheitsgefühl oder hohes Fieber (Rhabdomyolyse), Veränderung des Flüssigkeits- / Elektrolythaushalts, Erbrechen und Unwohlsein.

Wenn Sie die Einnahme von Escitalopram Actavis vergessen haben
Wenn Sie die Einnahme von Escitalopram Actavis vergessen haben, nehmen Sie einfach die nächste Dosis zur üblichen Zeit ein. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Escitalopram Actavis abbrechen
Falls Sie die Behandlung unterbrechen möchten, sprechen Sie vorher bitte mit Ihrem Arzt darüber. Möglicherweise ist es notwendig, dass vorher bestimmte Maßnahmen getroffen werden müssen. Hören Sie nicht mit der Einnahme des Arzneimittels auf eigene Faust auf, ohne mit Ihrem Arzt darüber zu sprechen. Ihr Arzt wird die Behandlung mit Escitalopram Actavis beenden, indem Ihre

Dosis schrittweise über mehrere Wochen oder Monate reduziert wird. Dies wird dazu beitragen, dass die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Absetzsymptomen verringert wird.

Wenn Sie plötzlich mit der Einnahme von Escitalopram Actavis aufhören, können Absetzsymptome auftreten. Dies kommt häufig vor, wenn die Behandlung mit Escitalopram Actavis beendet wird. Das Risiko ist höher, wenn Escitalopram Actavis über eine längere Zeit oder in hohen Dosen angewendet wurde, oder wenn die Dosis zu schnell reduziert worden ist. Die meisten Patienten beurteilen die Symptome als leicht und berichten, dass die Beschwerden innerhalb von zwei Wochen von alleine abklingen. Bei einigen Patienten können sie jedoch sehr ausgeprägt sein oder lange andauern (2-3 Monate oder länger). Für den Fall, dass bei Ihnen die Absetzsymptome bei der Beendigung der Einnahme von Escitalopram Actavis schwer ausfallen, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt. Der Arzt wird Ihnen möglicherweise raten, die Tabletten zunächst wieder einzunehmen oder die Dosisreduzierung in noch kleineren Schritten vorzunehmen.

Absetzsymptome bei Beendigung der Behandlung sind: Schwindelgefühl (Unsicherheit oder Gleichgewichtsverlust), Kribbeln, Brennen und (weniger häufig) stromschlagähnliche Empfindungen, auch im Kopf, Schlafstörungen (lebhafte Träume, Alpträume, Unfähigkeit zu schlafen), Ängstlichkeit, Kopfschmerzen, Unwohlsein (Übelkeit und/oder Erbrechen), Schwitzen (einschließlich Nachtschweiß), Rastlosigkeit oder Aufgeregtheit, Tremor (Zittern), Verwirrtheit oder Desorientierung, Emotionalität oder Reizbarkeit, Diarrhö (Durchfall), Sehstörungen, Herzflattern oder Herzpochen (Palpitationen).

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Escitalopram Actavis Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Die Nebenwirkungen treten meistens in der ersten und zweiten Woche der Behandlung auf. Im weiteren Verlauf der Behandlung sind sie in der Regel weniger schwer und ihr Auftreten wird seltener.

Wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen bemerken, suchen Sie bitte Ihren Arzt auf:

Gelegentlich:Ungewöhnliche Blutungen, einschließlich Magen- und Darmblutungen.

Selten:Wenn Sie eine Schwellung der Haut, Lippen oder im Gesicht bekommen oder Schwierigkeiten beim Atmen oder Schlucken haben (allergische Reaktionen).
Wenn Sie hohes Fieber, Unruhe, Verwirrtheit, Zittern und abrupte Muskelzuckungen bekommen, können dies Anzeichen einer seltenen Erkrankung, des so genannten Serotonin-Syndroms, sein.

Wenn Sie die folgenden schweren Nebenwirkungen an sich bemerken, sollten Sie sich umgehend an Ihren Arzt wenden oder direkt ein Krankenhaus aufsuchen:
Schwierigkeiten beim Wasserlassen
Krämpfe (Anfälle)
Gelbfärbung der Haut und der Bindehaut der Augen sind Anzeichen einer
Leberfunktionsstörung/Hepatitis

Zusätzlich wurden die folgenden Nebenwirkungen berichtet:

Sehr häufig:Unwohlsein (Übelkeit)

Häufig:Angstzustände, Rastlosigkeit, abnorme Träume, Schlafschwierigkeiten, Schläfrigkeit, Benommenheit, Hautempfindungen wie Brennen, Kribbeln, Juckreiz oder Prickeln ohne erkennbaren physischen Grund, Zittern, Gähnen
Herabgesetzte Libido, bei Frauen Verlust der Orgasmusfähigkeit, bei Männern Abnahme des Geschlechtstriebes, verzögerte Ejakulation und Erektionsprobleme
Durchfall, Verstopfung, Erbrechen, Mundtrockenheit
Verstopfte oder laufende Nase (Sinusitis),
Vermehrtes Schwitzen.
Erschöpfung, Fieber
Gelenk- und Muskelschmerzen.
Gewichtszunahme, gesteigerter oder verminderter Appetit.

Gelegentlich:Unwillkürliches Pressen oder Knirschen der Zähne, Unruhe, Nervosität, Panikattacken, Verwirrtheit Geschmacksstörungen, Schlafstörungen, Ohnmacht
Nasenbluten
Gebärmutterblutungen, die nicht mit der Menstruation zusammenhängen, ungewöhnlich starke oder verlängerte Menstruationsblutung
Nesselsucht (Urtikaria), Ausschlag, Juckreiz (Pruritus)
Haarausfall
Schwellung der Arme und Beine
Pupillenerweiterung (Mydriasis), verschwommenes Sehen, Ohrgeräusche (Tinnitus) Schneller Herzschlag
Gewichtsabnahme

Selten:Aggression, Verlust bzw. Veränderung des ursprünglichen, natürlichen Persönlichkeitsgefühls, Halluzinationen.
Langsamer Herzschlag

Nicht bekannt:Manie
Gedanken sich selbst das Leben zu nehmen oder sich selbst zu verletzen (siehe auch Abschnitt „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Escitalopram Actavis ist erforderlich“) Bewegungsstörungen (unwillkürliche Muskelbewegungen)
Die Unfähigkeit, still zu sitzen oder bewegungslos zu verharren, das Gefühl der Rastlosigkeit in Verbindung mit verstärkter Bewegungsaktivität*
Milchfluss bei Frauen, die nicht stillen
Schmerzhafte Erektion
Blutungsstörungen, einschließlich der Haut und der Schleimhäute (Ekchymose), und eine niedrige Blutplättchenzahl (Thrombozytopenie)
Plötzlicher Blutdruckabfall bei Wechsel vom Liegen zum Stehen

Niedriger Natriumspiegel im Blut (die Symptome sind Unwohlsein und Übelkeit, die einhergehen mit Muskelschwäche oder Verwirrtheit)
Appetitlosigkeit
Veränderung der Urinmenge (ungenügende ADH Sekretion)
Abnorme Leberwerte (erhöhte Leberenzymspiegel im Blut)
Plötzliche Schwellung der Haut oder Schleimhäute (Angioödeme)
Bei Patienten, die diese Arzneimittel einnahmen, wurde ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche beobachtet.

*Diese Nebenwirkungen wurden für die therapeutische Klasse der SSRI beschrieben.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser
Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung, Tablettenbehältnis und Umkarton nach Verwendbar bis: angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Blisterpackung: Nicht über 25 °C lagern.
Tablettenbehältnis: Nicht über 30 °C lagern.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.


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