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«Estradot 37,5 Mikrogramm/24 Stunden - transdermale Pflaster»

Estradot 37,5 Mikrogramm/24 Stunden - transdermale Pflaster
Estradot 37,5 Mikrogramm/24 Stunden - transdermale Pflaster
Estradot 37,5 Mikrogramm/24 Stunden - transdermale Pflaster


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Estradot enthält das Hormon Estrogen und gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die zur so genannten Hormonersatztherapie (HRT) eingesetzt werden.
Estradot ist ein Pflaster, das auf die Haut aufgeklebt wird. Es setzt nach Aufkleben auf die Haut geringe Mengen an Estradiol frei, welche die Haut durchdringen und direkt in den Blutstrom gelangen. Estradiol ist mit dem natürlichen Hormon Estrogen identisch, das vor der Menopause (dem Zeitpunkt des Aussetzens der Regelblutung) von den Eierstöcken gebildet wird.

Estradot 37,5 Mikrogramm/24 Stunden wird angewendet zur
Linderung von Beschwerden nach der Menopause
Während der Menopause geht die Menge des im weiblichen Körper gebildeten Hormons Estrogen zurück. Bei einigen Frauen führt dies zu unangenehmen Beschwerden, wie Hitzegefühl im Gesicht, am Hals oder im Bereich der Brust („Hitzewallungen“), Schlafstörungen, Reizbarkeit und Depression. Manche Frauen haben Probleme auf Grund einer trockenen Scheide , was zu Beschwerden während oder nach dem Geschlechtsverkehr führen kann. Estradot kann derartige Beschwerden nach der Menopause lindern oder verhindern.

Vorbeugung von Osteoporose (Knochenschwund) (nur Estradot 50, 75 und 100 Mikrogramm/24

Stunden)

Das Osteoporoserisiko wird durch einen Mangel an Estrogen erhöht. Bei Osteoporose werden die Knochen dünner, wodurch sie an Festigkeit verlieren und das Risiko für Brüche zunimmt. Die Zufuhr von Estrogen nach der Menopause verlangsamt den Knochenschwund und kann zur Vorbeugung von Osteoporose beitragen. Estradot kann zur Vorbeugung vonOsteoporose nach der Menopause bei Frauen eingesetzt werden, bei denen ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche besteht, die Anwendung anderer für die Osteoporosevorbeugung zugelassener Arzneimittel jedoch nicht möglich ist. Ihr Arzt sollte alle verfügbaren Behandlungsmöglichkeiten mit Ihnen besprechen.

Es liegen nur begrenzte Erfahrungen bei der Behandlung von Frauen über 65 Jahren vor.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Estradot darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie an Brustkrebs leiden oder jemals gelitten haben oder wenn bei Ihnen Verdacht auf Brustkrebs besteht;
  • wenn Sie an einem estrogenabhängigen Tumor wie Krebs der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) leiden oder jemals gelitten haben oder wenn bei Ihnen Verdacht auf eine derartige Krebserkrankung besteht;
  • wenn bei Ihnen Blutungen aus der Scheide auftreten, deren Ursache unbekannt ist;
  • wenn Sie an übermäßiger Verdickung der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumhyperplasie) leiden und noch nicht entsprechend behandelt wurden;
  • wenn es bei Ihnen jemals zur Bildung eines Blutgerinnsels in einem Blutgefäß gekommen ist. Dies kann zum Verschluss eines Blutgefäßes in den Beinen (tiefe Venenthrombose) und zu Thromboembolien führen, zum Beispiel in der Lunge (Lungenembolie) oder anderen Organen;
  • wenn Sie jemals einen Herzinfarkt, einen Schlaganfall oder heftige Brustschmerzen wegen Brustenge (Angina pectoris) erlitten haben;
  • wenn Sie an einer Lebererkrankung leiden oder gelitten haben und sich die Leberfunktion noch nicht wieder normalisiert hat;
  • wenn Sie an Porphyrie leiden (rote Blutfarbstoffe in Ihrem Urin);
  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Estradiol oder einen der sonstigen Bestandteile von Estradot sind. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn eine dieser Beschwerden auf Sie zutrifft. Sie dürfen in diesem Fall Estradot nicht anwenden.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Estradot ist erforderlich
Estradot ist weder ein transdermales Verhütungsmittel noch ein Arzneimittel zur Behandlung der Kinderlosigkeit. Wenn Sie noch schwanger werden können, dürfen Sie keinerlei Hormonersatztherapie anwenden.

Estradot ist ein Arzneimittel zur Hormonersatztherapie. Ihnen muss klar sein, dass eine Hormonersatztherapie mit bestimmten Risiken verbunden ist.

Wenn Sie an einer der nachfolgend genannten Erkrankungen leiden oder früher einmal gelitten haben, müssen Sie dies Ihrem Arzt mitteilen. Unter einer Behandlung mit Estradot können diese Krankheitsbilder erneut auftreten oder sich verschlimmern: Gutartige Geschwulste der Gebärmutter (z. B. Myome), endometriale Hyperplasie (anomale Wucherung der Gebärmutterschleimhaut) oder Endometriose (Wachstum von Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter): Wenn Hormonersatzprodukte, die ausschließlich Estrogene enthalten (wie beispielsweise Estradot), über einen langen Zeitraum angewendet werden, besteht ein erhöhtes Risiko für anomale Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) und für das Auftreten eines Krebsleidens der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumkarzinom). Die zusätzliche Gabe eines Gestagens für mindestens 12 Tage pro Monat verringert dieses Risiko erheblich. Während des ersten Behandlungsmonats können unregelmäßige Blutungen auftreten.
Sie müssen unverzüglich Ihren Arzt aufsuchen,

  • wenn nach längerer Anwendung von Estradot ungewöhnliche Blutungen oderSchmierblutungen (Durchbruchblutungen) auftreten oder nach Behandlungsende andauern,
  • wenn Sie an schmerzhaften Monatsblutungen leiden.Ihr Arzt sollte in diesen Fällen die Ursache der auftretenden Beschwerden abklären.

Verwenden Sie keine Estradot-Pflaster mehr und suchen Sie sofort Ihren Arzt auf, wenn bei Ihnen folgende Symptome auftreten:

  • schmerzhafte Schwellungen und Rötungen der Beine,
  • plötzlich auftretende Brustschmerzen,
  • Atemnot. Diese Beschwerden können Anzeichen eines Blutgerinnsels sein. Sie müssen Ihren Arzt informieren, wenn folgendes für Sie zutrifft:
  • wenn Sie starkes Übergewicht haben (Body Mass Index > 30),
  • wenn bei Ihnen oder bei einem nahen Verwandten schon einmal ein Blutgerinnsel aufgetreten ist,
  • wenn Sie an einer Störung der Blutgerinnung leiden und deshalb Arzneimittel (Antikoagulanzien) einnehmen müssen,
  • wenn Sie mehr als eine Fehlgeburt hatten,
  • wenn Sie wegen einer Operation, einer Verletzung oder einer Krankheit längere Zeit nicht gehfähig sind,
  • wenn Sie sich in Kürze einer Operation unterziehen; die Estradot-Behandlung sollte am besten 4 bis 6 Wochen vor dem geplanten chirurgischen Eingriff abgesetzt werden. In diesen Fällen erhöht sich das Risiko einer Blutgerinnsel-Bildung.

Ihrem Arzt mitteilen.

Wenden Sie sich bitte vor der Anwendung von Estradot an Ihren Arzt, wenn Sie an einer der oben genannten Beschwerden leiden oder jemals gelitten haben.

Ärztliche Kontrolluntersuchungen
Bevor Sie mit der Anwendung von Estradot beginnen, sollte Ihr Arzt Sie zur Ihrer eigenen Krankengeschichte und derjenigen Ihrer Familie befragen, Ihre Brust und Ihren Unterleib untersuchen und eventuell eine innere Untersuchung vornehmen. Er sollte Ihnen sagen, welche Art von Veränderungen an Ihrer Brust Sie ihm mitteilen müssen. Möglicherweise rät er Ihnen auch, sich einer Röntgenuntersuchung der Brust (Mammographie) zu unterziehen. Nachdem Sie mit der Anwendung von Estradot begonnen haben, sollten Sie Ihren Arzt regelmäßig (mindestens einmal im Jahr) zu einer Kontrolluntersuchung aufsuchen. Im Rahmen dieser Untersuchungen kann Ihr Arzt die Vorteile und Risiken einer weiteren Anwendung von Estradot mit Ihnen besprechen.

Beeinflussung von Laboruntersuchungen
Estrogenhaltige Arzneimittel können die Ergebnisse von Laboruntersuchungen beeinflussen. Vor einer Blutuntersuchung müssen Sie Ihrem Arzt mitteilen, dass Sie Estradot verwenden.

Bei Anwendung von Estradot mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker
, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/ anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/ angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt. Einige Arzneimittel können die Wirkungen von Estradot verstärken oder vermindern. Dies gilt z. B. für Arzneimittel mit folgenden Inhaltsstoffen:

  • Phenobarbital, Phenytoin oder Carbamazepin (zur Behandlung von Epilepsie);
  • Rifampicin, Rifabutin (zur Behandlung von Tuberkulose);
  • Nevirapin, Efavirenz, Ritonavir, Nelfinavir (zur Behandlung von HIV-Infektionen);
  • Johanniskraut (pflanzliches Präparat zur Behandlung von Depression).

Schwangerschaft und Stillzeit
Sie dürfen Estradot nicht anwenden, wenn Sie schwanger sind, schwanger werden können oder stillen.
Wenn Sie während der Behandlung mit Estradot schwanger werden, müssen Sie die Anwendung von Estradot unverzüglich abbrechen und Ihren Arzt benachrichtigen. Fragen Sie vor der Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Von Estradot sind keine Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen bekannt.

Wie wird es angewendet?

Wenden Sie Estradot immer genau nach der Anweisung Ihres Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind. Ihr Arzt kann die Dosis während der Behandlung Ihren individuellen Bedürfnissen anpassen.

Wie lange sollte Estradot angewandt werden?
Es ist wichtig, dass die Behandlung in der niedrigstmöglichen wirksamen Dosierung und nicht länger als nötig durchgeführt wird.
Fragen Sie von Zeit zu Zeit Ihren Arzt, ob die Behandlung weiterhin notwendig ist.

Wann kann mit der Behandlung begonnen werden?
Wenn Sie gegenwärtig keine HRT in irgendeiner Form (Pflaster oder Tabletten) anwenden oder bisher eine kontinuierliche kombinierte HRT erhalten haben (bei der Estrogen und Gestagen zusammen jeden Tag ohne Unterbrechung gegeben werden), können Sie an jedem beliebigen Tag mit der Anwendung von Estradot beginnen.

Wann wird Estradot aufgeklebt?
Das Estradot-Pflaster sollte zweimal wöchentlich gewechselt werden (alle 3 bis 4 Tage), am besten jeweils an denselben Wochentagen (z. B. immer montags und donnerstags). Ihre Estradot-Packung enthält auf der Innenseite einen Kalender, der Ihnen helfen soll, sich an den Pflasterwechsel zu erinnern. Markieren Sie das 2-Tages-Schema, dem Sie folgen möchten, und wechseln Sie das Pflaster immer an den beiden markierten Wochentagen.

Eventuell auf der Haut verbliebener Klebstoff lässt sich leicht abreiben. Kleben Sie das neue Pflaster auf eine andere Hautstelle.

Frauen, die keine Gebärmutter mehr haben
Das Estradot-Pflaster wird fortlaufend, d. h. ohne Unterbrechung angewendet. Die zusätzliche Gabe von Gestagenen (einer anderen Art von Hormonen) ist nicht erforderlich, sofern Sie nicht an einer Krankheit leiden, bei der auch außerhalb der Gebärmutter Gebärmutterschleimhaut wächst (Endometriose). Bitte beachten Sie die Risiken, die generell mit einer Hormonersatztherapie verbunden sind (siehe Kapitel 2: „Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Estradot ist erforderlich“).

Frauen mit Gebärmutter
Ihr Arzt sollte Ihnen zusätzlich zu Estradot eine andere Art von Hormon, ein sogenanntes Gestagen verschreiben, um das Risiko eines Gebärmutterkrebses zu verringern. Estradot wird fortlaufend, d. h. ohne Unterbrechung angewendet, während die Gestagen-Tablette an mindestens 12–14 Tagen pro Monat eingenommen werden soll. Bitte beachten Sie die Risiken, die generell mit einer Hormonersatztherapie verbunden sind (siehe Kapitel 2: „Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Estradot ist erforderlich“).

Wo wird Estradot aufgeklebt?
Kleben Sie das Pflaster auf den Bauch unterhalb der Taille. Vermeiden Sie die Taille selbst, da das Pflaster hier durch die Kleidung abgelöst werden könnte. Das Pflaster darf nicht auf die Brüste oder in die Nähe der Brüste geklebt werden.

Kleben Sie das neue Pflaster jeweils auf eine andere Stelle, wenn Sie Ihr Pflaster entsprechend Ihrem Schema zweimal wöchentlich wechseln. Nach frühestens einer Woche kann ein neues Pflaster wieder auf eine schon einmal gewählte Haustelle aufgeklebt werden.

Stellen Sie vor dem Aufkleben eines Estradot-Pflasters sicher, dass die gewählte Hautstelle

  • sauber, trocken und kühl,
  • frei von Puder, Öl, Feuchtigkeitscreme oder Lotion sowie
  • frei von Hautschäden oder -reizungen ist.

Wie wird Estradot aufgeklebt?
Jedes Pflaster ist einzeln in einem Schutzbeutel verpackt. Reißen Sie den Beutel an der Einkerbung auf und entnehmen Sie das Pflaster (verwenden Sie bitte zum Öffnen des Beutels keine Schere, um das Pflaster nicht zu beschädigen).

Die Klebeseite des Pflasters wird von einer steifen Schutzfolie bedeckt. Vor Anwendung des Pflasters muss diese Schutzfolie entfernt werden. Kleben Sie das Pflaster unmittelbar nach Öffnen des Beutels und Entfernen der Schutzfolie auf.

Halten Sie das Pflaster so, dass die Schutzfolie zu Ihnen zeigt. Entfernen Sie die eine Hälfte der Schutzfolie und werfen Sie diese weg. Achten Sie darauf, dass Sie die Klebeschicht nicht mit den Fingern berühren.

Halten Sie das Pflaster an der Seite mit der noch vorhandenen Schutzfolie fest und kleben Sie die von der Folie befreite Seite auf eine trockene Hautstelle am Unterbauch. Drücken Sie diese Pflasterseite auf der Haut fest und streichen Sie sie glatt. Falten Sie die andere Seite des Pflasters zurück.

Ergreifen Sie den geraden Rand der Schutzfolie und ziehen Sie diese ab.

Drücken Sie die andere Pflasterseite auf der Haut fest und streichen Sie sie glatt. Drücken Sie das Pflaster für etwa 10 Sekunden fest mit der Handfläche auf die Haut.

Vergewissern Sie sich, dass das Pflaster fest auf der Haut klebt, und streichen Sie mit Ihren Fingern über die Ränder, um guten Kontakt zwischen Haut und Pflaster zu gewährleisten.

Ziehen Sie beim Pflasterwechsel das gebrauchte Pflaster ab, falten Sie es mit der Klebeschicht nach innen zusammen und entsorgen Sie es über den normalen Hausmüll.

Weitere nützliche Hinweise:
Baden, Schwimmen, Duschen oder sportliche Betätigung sollte die Haftfähigkeit eines korrekt angebrachten Pflasters nicht beeinträchtigen. Wenn sich ein Pflaster z. B. beim Baden oder Duschen löst, schütteln Sie es, um das Wasser zu entfernen. Nachdem die Haut sorgfältig getrocknet und abgekühlt ist, kleben Sie dasselbe Pflaster auf eine andere Stelle am Unterbauch (siehe „Wo wird Estradot aufgeklebt?“).

Wenn das Pflaster nicht vollständig an Ihrer Haut festklebt, verwenden Sie ein neues. Führen Sie den nächsten Pflasterwechsel unabhängig davon, an welchem Tag sich das Pflaster gelöst hat, entsprechend Ihrem ursprünglichen Schema durch.

Beim Sonnenbaden oder im Solarium sollte das Pflaster abgedeckt werden. Beim Schwimmen kann das Pflaster unter der Badebekleidung getragen werden.

Wenn Sie eine größere Menge von Estradot angewendet haben, als Sie sollten Entfernen Sie das Pflaster, wenn Sie zu viel Estradot angewendet haben. Beschwerden nach einer Überdosierung sind normalerweise Spannungsgefühl in der Brust und/oder Blutungen aus der Scheide. Eine akute Überdosierung ist aufgrund der Art der Anwendung (Pflaster) unwahrscheinlich. Falls Ihre Beschwerden andauern, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.

Wenn Sie die Anwendung von Estradot vergessen haben
Wenn Sie den Pflasterwechsel vergessen haben, holen Sie diesen nach, sobald Sie sich daran erinnern. Nehmen Sie die folgenden Pflasterwechsel unabhängig davon an den ursprünglich vorgesehenen Wochentagen vor.
Wenden Sie keine doppelte Dosis an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben.

Wenn Sie die Anwendung von Estradot abbrechen
Eine Unterbrechung der Behandlung mit Estradot kann das Risiko von Durchbruch- oder Schmierblutungen erhöhen. Falls das eintritt, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt. Holen Sie nach einer längeren Behandlungspause den Rat Ihres Arztes ein, bevor Sie wieder mit der Anwendung der Pflaster beginnen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Estradot Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Einige Nebenwirkungen können schwerwiegend sein
Falls eines oder mehrere der folgenden Symptome auftreten, benötigen Sie unverzüglich medizinische Betreuung:

  • plötzlich auftretende Brustschmerzen
  • Brustschmerzen, die in einen Arm oder in den Hals ausstrahlen
  • Atemnot
  • schmerzhafte Schwellungen und Rötungen der Beine
  • gelbliche Verfärbung der Augen und der Gesichtshaut (Gelbsucht)
  • ungewöhnliche Scheidenblutungen oder Schmierblutungen (Durchbruchblutungen) nach längerer Anwendung von Estradot-Pflastern oder nach Beendigung der Estradot-Behandlung,
  • Veränderungen an der Brust, insbesondere runzelige Haut, Veränderungen der Brustwarzen und Brustknoten, die Sie sehen oder tasten können
  • schmerzhafte Monatsblutungen
  • unklare migräneartige Kopfschmerzen.

Verwenden Sie Estradot nicht weiter und suchen Sie unverzüglich Ihren Arzt auf, falls eines oder mehrere der oben genannten Symptome auftreten. Bitte beachten Sie die Risiken, die generell mit einer Hormonersatztherapie verbundenen sind (siehe Kapitel 2: „Bei der Einnahme von Estradot ist besondere Vorsicht geboten.“).

Weitere Nebenwirkungen
Darüber hinaus wurden folgende Nebenwirkungen bei der Anwendung von Estradot berichtet. Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Sehr häufig(betrifft mehr als 1 Behandelte von 10):
Kopfschmerzen, Hautreaktionen an der Anwendungsstelle (Rötung, Ausschlag, Juckreiz), Spannungsgefühl und Schmerzen der Brust, Regelschmerzen, Menstruationsstörungen.

Häufig (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100):
Depression, Nervosität, Stimmungsschwankungen, Schlaflosigkeit, Übelkeit,
Verdauungsstörungen, Durchfall, Bauchschmerzen, Blähungsgefühl, Akne, Ausschlag, Hauttrockenheit, Juckreiz, Brustvergrößerung, starke Regelblutungen, zäher weißer bis gelblicher Scheidenausfluss, unregelmäßige Blutungen aus der Scheide, starke Kontraktionen der Gebärmutter, Scheidenentzündung, übermäßige Verdickung der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumhyperplasie), Schmerzen, Rückenschmerzen, Schwäche, Flüssigkeitseinlagerung (Ödeme) in den Gliedmaßen (Hände und Füße), Gewichtsveränderungen.

Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1000):
Migräne, Schwindel, Erhöhung des Blutdrucks, Erbrechen, Hautverfärbung, Verschlechterung der Leberfunktionswerte.

Selten (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000):
Kribbeln oder Taubheitsgefühl in Händen und Füßen, Blutgerinnsel, Gallensteine, Haarausfall, Muskelschwäche, gutartiges Wachstum der glatten Muskulatur in der Gebärmutter, Zysten nahe den Eileitern, Polypen (kleine Verwachsungen) im Gebärmutterhals, Veränderung des Geschlechtstriebs, allergische Reaktionen wie zum Beispiel Ausschlag.

Sehr selten (betrifft weniger als 1 Behandelte von 10.000):
Nesselsucht, Zeichen allergischer Reaktion wie plötzliche Atemnot, Enge im Brustkorb, allgemeiner Ausschlag, Schwellung oder Juckreiz, verminderte Verträglichkeit von Kohlenhydraten, unwillkürliche Bewegungen von Augen, Kopf und Hals, Schwierigkeiten beim Tragen von Kontaktlinsen, schwere Hautschädigungen, übermäßiger Haarwuchs.

Weitere unerwünschte Reaktionen, die im Zusammenhang mit einer Hormonersatztherapie

berichtet wurden:
Harte und schmerzhafte, wie Blutergüsse aussehende Knoten an den Beinen, Hauteruptionen (Rötung, Flecken und manchmal Blasenbildung, möglicherweise auch an der Mundschleimhaut) sowie mögliche Abnahme der Gedächtnisleistung und geistigen Leistungsfähigkeit (mögliche Demenz), Erkrankung der Gallenblase.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

  • Bewahren Sie Estradot außerhalb der Reich- und Sichtweite von Kindern auf.
  • Bewahren Sie Estradot in der Originalverpackung kühl und trocken auf. Nach dem Öffnen oder nach Entfernen des Schutzbeutels sollte das Pflaster sofort auf die Haut geklebt werden.
  • Nicht im Kühlschrank lagern oder einfrieren.
  • Sie dürfen Estradot nach dem auf der Faltschachtel und Pflaster nach „Verwendbar bis:“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
  • Sie dürfen Estradot nicht verwenden, wenn Sie bemerken, dass die Packung beschädigt ist oder Zeichen einer Manipulation aufweist.
  • Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

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