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«Etaoester 20 mg Filmtabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Etaoester gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als Statine bekannt sind und die Blutfette (Lipide) regulieren.

Etaoester wird angewendet, um die Blutfette zu verringern, die als Cholesterin oder Triglyceride bezeichnet werden, falls eine fettarme Ernährung und eine Umstellung des Lebensstils alleine nicht ausreichen. Wenn Sie ein erhöhtes Risiko für eine Herzkrankheit haben, kann Etaoester auch zur Verringerung des Risikos von Herzkrankheiten bei normalen Cholesterinwerten angewendet werden. Während der Behandlung muss die übliche cholesterinbewusste Ernährung fortgeführt werden.

Cholesterin ist eine natürlicherweise im Körper vorhandene Substanz, die für das normale Wachstum notwendig ist. Wenn jedoch zu viel Cholesterin in Ihrem Blut vorhanden ist, kann es sich an den Wänden der Blutgefäße ablagern, die dadurch möglicherweise verstopfen. Dies ist eine der häufigsten Ursachen für Herzkrankheiten. Man weiß, dass erhöhte Cholesterinwerte das Risiko für Herzkrankheiten erhöhen. Andere Faktoren, die das Risiko für Herzkrankheiten erhöhen können, sind beispielsweise hoher Blutdruck, Diabetes mellitus, Übergewicht, Bewegungsmangel, Rauchen oder Herzkrankheiten bei Familienmitgliedern.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Etaoester darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Atorvastatin oder andere Arzneimittel sind, die die Blutfettwerte verringern oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind (genauere Angaben siehe Abschnitt 6).
  • wenn Sie eine Lebererkrankung haben oder hatten.
  • wenn bei Ihnen im Leberfunktionstest unerklärbare Veränderungen der Leberwerte aufgetreten sind.
  • wenn Sie eine Frau im gebärfähigen Alter sind und keine ausreichende Schwangerschaftsverhütung betreiben.
  • wenn Sie schwanger sind, schwanger werden möchten oder stillen.
  • wenn Sie an einer Muskelerkrankung leiden, die man als Myopathie bezeichnet (wiederholte oder unerklärbare Muskelbeschwerden oder -schmerzen).

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von ETAOESTER ist erforderlich
Im Folgenden werden Gründe genannt, aus denen Etaoester für Sie nicht geeignet sein könnte:

  • wenn Sie Probleme mit den Nieren haben.
  • wenn Sie an einer Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose) leiden.
  • wenn sie wiederholte oder unklare Muskelbeschwerden oder –schmerzen hatten, oder bei Ihnen oder in Ihrer Familie Muskelerkrankungen aufgetreten sind.
  • wenn bei Ihnen Muskelerkrankungen im Zusammenhang mit der Anwendung von anderen lipidsenkenden Arzneimitteln (z. B. anderen Statinen oder Arzneimitteln, die man als Fibrate bezeichnet) aufgetreten sind.
  • wenn Sie regelmäßig größere Mengen Alkohol trinken.
  • wenn Sie Lebererkrankungen in der eigenen Vorgeschichte haben.
  • wenn Sie älter als 70 Jahre sind.

Wenn Sie unter schweren Atembeschwerden (schwere respiratorische Insuffizienz) leiden, fragen Sie vor der Einnahme von Atorvastatin bitte bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach.

Wenn einer dieser Gründe auf Sie zutrifft, wird Ihr Arzt vor und möglicherweise auch während Ihrer Etaoester-Behandlung Blutuntersuchungen durchführen, um Ihr Risiko für Nebenwirkungen an der Muskulatur abschätzen zu können. Es ist bekannt, dass das Risiko für Nebenwirkungen, welche die Muskeln betreffen, ansteigt, wenn bestimmte Arzneimittel gleichzeitig mit Atorvastatin angewendet werden (siehe unten „Bei Einnahme mit anderen Arzneimitteln“).

Bei Einnahme mit anderen Arzneimitteln
Es gibt einige Arzneimittel, die die Wirkung von Etaoester verändern können oder deren Wirkung durch Etaoester verändert werden kann. Durch solche Wechselwirkungen kann die Wirksamkeit von einem oder beiden Arzneimitteln abnehmen. Andererseits kann dadurch das Risiko oder der Schweregrad von Nebenwirkungen möglicherweise ansteigen. Dies betrifft auch die seltene, aber wichtige Nebenwirkung des Abbaus von Muskelgewebe (sog. Rhabdomyolyse - siehe Abschnitt 4 unten):

  • Arzneimittel, die Ihr Immunsystem beeinflussen (z. B. Ciclosporin), einige Antibiotika oder Arzneimittel gegen Pilzinfektionen, z. B. Erythromycin, Clarithromycin, Telithromycin Ketoconazol, Itraconazol, Rifampicin, Fusidinsäure (Natriumfusidat).
  • andere Arzneimittel zur Regulierung der Blutfettwerte, z. B. Gemfibrozil, andere Fibrate, Nikotinsäurederivate, Colestipol, Ezetimib.
  • einige Calciumblocker gegen Angina pectoris oder hohen Blutdruck, z. B. Nifedipin oder Arzneimittel, die Ihren Herzschlag regulieren, wie Digoxin, Amiodaron.
  • Protease-Inhibitoren zur Behandlung einer HIV-Infektion, z.B. Nelfinavir.
  • Zu den weiteren Arzneimitteln mit bekannten Wechselwirkungen mit Etaoester zählen u. a. Warfarin (zur Verhinderung von Blutgerinnseln), orale Kontrazeptiva, Phenytoin (zur Krampfhemmung bei Epilepsie) und Antazida (aluminium- oder magnesiumhaltige Arzneimittel bei Magenverstimmung).

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht
verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Bei Einnahme von Etaoester zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Siehe Abschnitt 3 mit Anweisungen, wie Etaoester einzunehmen ist.
Bitte beachten Sie folgende Hinweise:

Grapefruitsaft Trinken Sie nie mehr als ein oder zwei kleine Gläser Grapefruitsaft am Tag, da große Mengen an Grapefruitsaft die Wirkungen von Atorvastatin verändern können.

Alkohol Vermeiden Sie übermäßigen Alkoholkonsum während Sie dieses Arzneimittel einnehmen. Genauere Angaben siehe Abschnitt 2: „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Etaoester ist erforderlich“.

Schwangerschaft und Stillzeit
Nehmen Sie Etaoester nicht ein, wenn Sie schwanger sind oder wenn Sie schwanger werden wollen. Frauen im gebährfähigen Alter müssen eine ausreichende Schwangerschaftsverhütung betreiben.

Wenn Sie stillen, dürfen Sie Etaoester nicht einnehmen.

Die Sicherheit von Atorvastatin während der Schwangerschaft und Stillzeit ist bisher nicht belegt.

Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit ! beeinträchtigen.

Sie dürfen sich nicht an das Steuer eines Fahrzeugs setzen, falls dieses Arzneimittel Ihre Verkehrstüchtigkeit beeinflusst. Sie dürfen keine Werkzeuge oder Maschinen bedienen, falls Ihre Fähigkeit diese zu bedienen durch dieses Arzneimittel beeinträchtigt ist.

Wie wird es angewendet?

Die übliche Anfangsdosierung von Etaoester beträgt für Erwachsene und Kinder ab dem 10. Lebensjahr 10 mg einmal täglich. Diese kann bei Bedarf von Ihrem Arzt erhöht werden, bis Sie die Dosis erhalten, die Sie benötigen. Ihr Arzt wird die Dosierung in Zeitabständen von 4 Wochen oder mehr anpassen. Die Höchstdosis von Etaoester beträgt 80 mg einmal täglich für Erwachsene und 20 mg einmal täglich für Kinder.

Die Etaoester-Tabletten müssen unzerkaut mit einem Schluck Wasser eingenommen werden. Die Einnahme kann zu jeder Tageszeit unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen. Sie sollten aber versuchen, Ihre Tablette jeden Tag zur gleichen Zeit einzunehmen.

Nehmen Sie Etaoester immer genau nach Anweisung Ihres Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Ihr Arzt wird Sie vor Behandlungsbeginn auf eine cholesterinarme Ernährung umstellen, die Sie auch während der Therapie mit Etaoester beibehalten sollen.

Die Dauer der Behandlung mit Etaoester wird von Ihrem Arzt bestimmt.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Etaoester zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge von Etaoester eingenommen haben, als Sie sollten Wenn Sie versehentlich zu viele Etaoester-Tabletten (mehr als Ihre übliche Tagesdosis) eingenommen haben, fragen Sie bei Ihrem Arzt oder dem nächstgelegenen Krankenhaus um Rat.

Wenn Sie die Einnahme von Etaoester vergessen haben
Wenn Sie die Einnahme einer Dosis vergessen haben, nehmen Sie einfach zum üblichen Zeitpunkt die nächste Dosis ein.

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, um eine vergessene Einnahme auszugleichen.

Wenn Sie die Einnahme von Etaoester abbrechen
Brechen Sie die Einnahme nicht ohne vorherige Rücksprache mit Ihrem Arzt ab.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Etaoester Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Die folgenden Nebenwirkungen sind bedeutsam und erfordern beim Auftreten eine sofortige Behandlungsmaßnahme:

  • Angioneurotische Ödeme (Schwellungen im Bereich des Gesichtes, der Zunge und Luftröhre, die zu schweren Atemproblemen führen können). Dies ist eine sehr seltene Reaktion, die schwerwiegend sein kann, falls sie auftritt. Sie müssen die Einnahme von Etaoester abbrechen und sofort Ihren Arzt benachrichtigen, wenn Sie dies feststellen.
  • Gelegentlich kam es bei Patienten zu einem Muskelschwund oder einer Muskelentzündung und sehr selten entwickelte sich hieraus eine schwerwiegende, möglicherweise lebensbedrohliche Erkrankung, die Rhabdomyolyse genannt wird. Wenn Sie eine Muskelschwäche, Empfindlichkeit oder Schmerzen in der Muskulatur verspüren und besonders, wenn Sie sich gleichzeitig unwohl fühlen oder erhöhte Temperatur haben, nehmen Sie Etaoester nicht mehr weiter ein und benachrichtigen sie sofort Ihren Arzt.

Sehr seltene Nebenwirkungen betreffen weniger als 1 von 10.000 Behandelten, die Etaoester einnehmen.

  • Wenn Sie Probleme mit unerwarteten oder ungewöhnlichen Blutungen oder Blutergüssen haben, kann dies auf eine Lebererkrankung hinweisen. Dann müssen Sie so schnell wie möglich Ihren Arzt aufsuchen.

Andere mögliche Nebenwirkungen von Etaoester:

Wie alle Arzneimittel kann Etaoesterbei einigen Personen zu Nebenwirkungen führen.

Häufige Nebenwirkungen (betreffen mehr als 1 von 100, aber weniger als 1 von 10 Behandelten) umfassen:
• Übelkeit, Bauchschmerzen, Verstopfung, Blähungen, Verdauungsstörungen, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Durchfall, allergische Reaktionen, Gelenk- und Rückenschmerzen, Entzündungen der Nasenwege, Halsschmerzen, Nasenbluten, Bluttests, die zeigen, dass Ihre Leberfunktion von der Norm abweichen kann, Erhöhung der Blutzuckerspiegel (wenn Sie Diabetiker sind, müssen Sie Ihren Blutzuckerspiegel weiterhin genau überwachen). Erhöhung der Creatinphosphokinase im Blut.

Weitere, weniger häufige Nebenwirkungen wurden bei einigen Patienten beobachtet, die Etaoester oder andere Arzneimittel der gleichen Art einnehmen. Nicht alle derartigen Reaktionen waren notwendigerweise mit der Anwendung dieser Arzneimittel verbunden.

Gelegentliche Nebenwirkungen (betreffen mehr als 1 von 1.000 Behandelten, aber weniger als 1 von 100 Behandelten) umfassen:

  • Anorexie (Appetitlosigkeit), Erbrechen, Nesselsucht (Urtikaria), Hautausschlag und Juckreiz,

Muskelermüdung, Taubheit oder Kribbeln in den Fingern und Zehen, herabgesetzte Empfindung der Haut auf leichte Berührungsreize oder Schmerzen, Schwächegefühl, Schmerzen im Brustkorb, Schwellungen vor allem der Fußgelenke (Ödeme), Ohrgeräusche und/oder Geräusche im Kopf, Gewichtszunahme, Gedächtnisverlust, Unwohlsein, Müdigkeit, sexuelle Probleme, Haarausfall, Hepatitis (Leberentzündung), Pankreatitis (Entzündung der Bauchspeicheldrüse, was zu Magenschmerzen führt), Schwindel, Magenbeschwerden, Aufstoßen, veränderte Geschmacksempfindung, Alpträume, Schlaflosigkeit, verschwommenes Sehen, Schmerzen im Nacken, erhöhte Temperatur, positiver Nachweis von weißen Blutkörperchen (Leukozyten) in der Harnuntersuchung, erniedrigte Blutzuckerspiegel (wenn Sie Diabetiker sind, müssen Sie Ihren Blutzuckerspiegel weiterhin genau überwachen).

Seltene Nebenwirkungen (betreffen mehr als 1 von 10.000 Behandelten, aber weniger als 1 von 1.000 Behandelten) umfassen:

  • Empfindlichkeit der Muskeln, Sehstörungen, unerwartete Blutungen oder Blutergüsse, Gallestau (Gelbfärbung der Haut oder des Weißen im Auge), Rhabdomyolyse (starke Muskelschmerzen und Schwächegefühl, oft in Verbindung mit Fieber), angioneurotische Ödeme (Schwellungen im Bereich des Gesichtes, der Zunge und Luftröhre, die zu schweren Atemproblemen führen können).

Sehr seltene Nebenwirkungen (betreffen weniger als 1 von 10.000 Behandelten) umfassen:

  • Stevens-Johnson-Syndrom (schwerwiegende Blasenbildung auf der Haut, im Mund, den Augen und im Genitalbereich), Erythema multiforme (fleckiger, roter Hautausschlag), Veränderungen der Leberfunktion, Hörverlust, Gynäkomastie (Schwellung der Brust bei Männern und Frauen), Sehnenverletzungen.

Mögliche Nebenwirkungen, die im Zusammenhang mit einigen Statinen (Arzneimittel derselben Art) angegeben wurden, sind:

  • Depressionen
  • Atemprobleme einschließlich anhaltender Husten und/oder Kurzatmigkeit oder Fieber

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie Nebenwirkungen haben. Dieser wird dann über die weitere Vorgehensweise entscheiden.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen Etaoester nach dem auf der Blisterpackung und dem Umkarton nach “Verwendbar bis” angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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