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«Famotidin "Genericon" 20 mg - Filmtabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Famotidin Genericon-Filmtabletten enthalten den Wirkstoff Famotidin, der die Wirkung von körpereigenem Histamin an der Magenschleimhaut verhindert (Histamin-H-Rezeptoren-Antagonist).
Famotidin Genericon hemmt dadurch die Freisetzung von Magensäure und befreit bei säurebedingten Erkrankungen der Verdauungsorgane rasch von bestehenden Schmerzen und führt in den meisten Fällen innerhalb von 4 Wochen zur Abheilung von Geschwüren. Die gleichzeitige Nahrungsaufnahme beeinträchtigt die Wirkung von Famotidin Genericon-Filmtabletten nicht.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Famotidin Genericon darf nicht eingenommen werden,

  • Bei bekannter Überempfindlichkeit gegen einen Bestandteil des Präparates
  • Bei H2-Rezeptorantagonisten wurde Kreuzsensibilität beobachtet. Daher sollte Famotidin bei Patienten mit Überempfindlichkeit gegen andere Arzneimittel dieser Klasse in der Vorgeschichte nicht angewendet werden.

Kinder und Jugendliche:Die Sicherheit und Wirksamkeit bei Kindern und Jugendlichen ist nicht erwiesen.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Famotidin Genericon ist erforderlich,

  • wenn Sie an anderen Krankheiten oder einer Allergie leiden
  • noch andere Arzneimittel einnehmen, auch solche, die Sie selbst gekauft haben
  • schwanger sind oder stillen

Bei einer bereits länger bestehenden Geschwürerkrankung soll nach eingetretener Beschwerdefreiheit die Behandlung mit Famotidin Genericon nicht abrupt beendet, sondern die vom Arzt verordnete Therapie weitergeführt werden.
Eine eventuelle Bösartigkeit von Magengeschwüren sollte vor deren Behandlung mit Famotidin Genericon ausgeschlossen werden. Eine Besserung der Beschwerden bei einem Magengeschwür nach Behandlung mit Famotidin Genericon schließt die Anwesenheit bösartiger Vorgänge im Magen nicht aus.
Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion sollte Famotidin Genericon mit Vorsicht angewendet werden (siehe „Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion“). Bei geringfügigen Magen-Darm-Erkrankungen sind andere Magen-Darm-Therapeutika meist ausreichend.
Bei einer Langzeittherapie mit hohen Dosen ist eine Kontrolle des Blutbildes und der Leberfunktion empfehlenswert.

Über den Eintritt einer Schwangerschaft ist der Arzt zu informieren.

Famotidin Genericon wurde Ihnen persönlich verordnet, und Sie dürfen es keinesfalls an andere Personen weitergeben.

Bei Einnahme von Famotidin Genericon mit anderen Arzneimitteln
Die Wirkungen und Nebenwirkungen mancher Arzneimittel können durch gleichzeitige Anwendung anderer Arzneimittel im Sinne einer Verstärkung oder Abschwächung beeinflusst werden.
Teilen Sie daher Ihrem Arzt mit, wenn Sie andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte) ständig einnehmen, bis vor kurzem eingenommen haben oder beabsichtigen, einzunehmen.

Bei gleichzeitiger Einnahme von Famotidin Genericon sowie Wirkstoffen, wie z.B. Ketoconazol, Itraconazol (Mittel gegen Pilzbefall) oder Atazanavir (Protease-Hemmer), kann durch veränderte Aufnahmefähigkeit dieser Substanzen deren Wirksamkeit abgeschwächt werden.
Gleichzeitige Einnahme von Famotidin Genericon und magensäuresenkenden Mitteln kann die Aufnahme von Famotidin vermindern. Famotidin Genericon sollte daher 1 – 2 Stunden vor solchen Mitteln eingenommen werden.
Die gleichzeitige Einnahme von Sucralfat vermindert die Aufnahme von Famotidin. Deshalb sollte Sucralfat grundsätzlich im Abstand von 2 Stunden zur Gabe von Famotidin Genericon eingenommen werden.
Die Einnahme von Probenecid (harnsäuresenkendes Mittel) kann die Ausscheidung von Famotidin verzögern. Auf eine gleichzeitige Behandlung von Famotidin Genericon 20 mg und Probenecid sollte daher verzichtet werden.

Famotidin interagiert nicht mit dem Cytochrom-P450-abhängigen Enzymsystem, über

welches einige Arzneistoffe verstoffwechselt werden.
Famotidin hat keinen Einfluss auf die Wirkung von Phenprocoumon (gerinnungshemmender Wirkstoff).

Schwangerschaft und Stillzeit
Eine Anwendung während der Schwangerschaft und Stillzeit wird mangels ausreichender Erfahrungen nicht empfohlen. Stillende Mütter sollen entweder das Medikament absetzen oder abstillen.

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

Einige Patienten reagierten auf Famotidin mit Nebenwirkungen wie Schwindel und Kopfschmerzen. Aus diesem Grund dürfen Sie nicht Auto fahren, Maschinen bedienen oder Tätigkeiten ausüben, die Ihre volle Aufmerksamkeit erfordern, wenn diese Beschwerden auftreten.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Famotidin Genericon Famotidin Genericon enthält Lactose (Milchzucker). Bitte nehmen Sie die Filmtabletten erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Famotidin Genericon immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Art der AnwendungFamotidin Genericon-Filmtabletten sind unzerkaut mit Flüssigkeit einzunehmen.

DosierungDie Dosierung wird vom Arzt entsprechend dem Krankheitsbild festgelegt. Die verordnete Dosierung ist genau einzuhalten.

Eine Änderung der Dosierung (z.B. aufgrund von Nebenwirkungen) sollte nur durch Ihren Arzt erfolgen. Er wird auch die erforderliche Behandlungsdauer festlegen.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis wie folgt:

Zwölffingerdarmgeschwüre, gutartige Magengeschwüre: Zur Akutbehandlung sind täglich 2 Filmtabletten zu 20 mg abends einzunehmen. Die Behandlung soll über 4 – 8 Wochen durchgeführt werden.
Zur Vorbeugung des Wiederauftretens von Zwölffingerdarmgeschwüren wird eine Weiterführung der Therapie mit täglich 1 Filmtablette zu 20 mg am Abend empfohlen.

Zollinger-Ellison-Syndrom (Drüsenerkrankung des Magen-Darm-Traktes): Die Anfangsdosierung ist vom Schweregrad der Erkrankung und der Dosierung des vorher eingenommenen H-Antagonisten abhängig. Patienten ohne vorherige magensäurehemmende Therapie sollen die Behandlung mit einer Dosis von 1 Filmtablette zu 20 mg Famotidin Genericon alle 6 Stunden beginnen. Der Arzt wird die Dosis den individuellen Bedürfnissen der Patienten anpassen. Patienten, die schon vorher einen anderen H-Antagonisten eingenommen haben, können unmittelbar auf eine höhere als die für Neueinstellungen empfohlene Anfangsdosierung von Famotidin umgestellt werden.

Refluxösophagitis/stressbedingte Geschwüre/Schleimhautverletzungen: Es sind 2 Mal täglich 1 Filmtablette zu 20 mg oder 1 Mal täglich 2 Filmtabletten zu 20 mg einzunehmen.

Behandlung von Sodbrennen:
Zur symptomatischen Behandlung von Sodbrennen beträgt die empfohlene Dosis 2 Mal täglich 1 Filmtablette Famotidin Genericon 20 mg.

Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion: Bei Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion soll die Tagesdosis auf die Hälfte reduziert bzw. die Dosierungsintervalle verlängert werden.

Kinder und Jugendliche:Aufgrund nicht ausreichender Daten wird die Anwendung von Famotidin Genericon bei Kindern und Jugendlichen (unter 18 Jahren) nicht empfohlen.

Wenn Sie eine größere Menge von Famotidin Genericon eingenommen haben als Sie sollten
Bei Überdosierung können ähnliche Beschwerden auftreten, wie sie unter Abschnitt 4 „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“ beschrieben sind. Falls Sie eine größere Menge Famotidin Genericon eingenommen haben, als Ihnen ihr Arzt verordnet hat, und Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Wenn Sie die Einnahme von Famotidin Genericon vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Wenn Sie die Einnahme einer Dosis vergessen haben, nehmen Sie diese ein, sobald Sie das bemerken. Wenn der nächste Einnahmezeitpunkt schon beinahe erreicht ist, lassen Sie die vergessen Dosis aus und nehmen Sie die nächste Dosis zur gewohnten Zeit ein.

Wenn Sie die Einnahme von Famotidin Genericon abbrechen
Brechen Sie die Behandlung nicht eigenmächtig ab, da sich dadurch Ihre Erkrankung wieder verschlechtern kann. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie die Behandlung mit Famotidin abbrechen wollen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Famotidin Genericon Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Die Häufigkeit, mit der Nebenwirkungen auftreten können, wird entsprechend folgender Einteilung angegeben:

  • sehr häufig (mehr als 1 Behandelter von 10)
  • häufig(1 bis 10 Behandelte von 100)
  • gelegentlich (1 bis 10 Behandelte von 1.000)
  • selten (1 bis 10 Behandelte von 10.000)
  • sehr selten (weniger als 1 von 10.000 Behandelten)
  • Häufigkeit nicht bekannt (auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Herzerkrankungen
sehr selten: AV Block (Herzrhythmusstörung) bei intravenöser Gabe von H2-Rezeptor-Antagonisten

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
sehr selten: Leukopenie (Verminderung der weißen Blutkörperchen), Thrombocytopenie (Verminderung der Blutplättchen), Neutropenie (Verminderung neutrophiler Granulozyten), Agranulozytose (starke Verminderung der Granulozyten, einer Untergruppe der weißen Blutkörperchen); Panzytopenie (starke Verminderung von Blutzellen aller Zellinien)

Erkrankungen des Nervensystems
häufig: Kopfschmerz, Schwindel
gelegentlich: Geschmacksstörungen
sehr selten: Krämpfe, Grand mal Anfälle (epileptiforme Krampfanfälle, besonders bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion), Parästhesie (Missempfindungen wie z.B. Kribbeln, Prickeln), Schläfrigkeit

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
sehr selten: interstitielle Pneumonie (schwerwiegende Entzündung des Lungengewebes)

Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes
häufig: Obstipation (Verstopfung), Diarrhoe (Durchfall)
gelegentlich: Mundtrockenheit, Übelkeit und/oder Erbrechen, gastrointestinale Beschwerden, Blähungen, Appetitlosigkeit

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
gelegentlich: Rash (Hautrötungen), Pruritus (Jucken), Urticaria (Nesselsucht) sehr selten: Alopecia (Haarausfall), Stevens Johnson syndrome/toxische epidermale Nekrolyse (schwerwiegende Hautreaktion)

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

sehr selten: Arthralgie (Gelenksschmerzen), Muskelkrämpfe

Stoffwechsel und Ernährungsstörungen

gelegentlich: Appetitlosigkeit

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

gelegentlich: Müdigkeit
sehr selten: Brustenge

Erkrankungen des Immunsystems
sehr selten: Überempfindlichkeitsreaktionen (Anaphylaxie, angioneurotisches Ödem/ überempfindlichkeitsbedingte Schwellungen von Gesicht, Lidern oder Lippen, Bronchospasmen)

Leber- und Gallenerkrankungen
sehr selten: Anomalie der Leberenzyme, Hepatitis (Entzündung der Leber); cholestatischer Ikterus (Gelbsucht)

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

sehr selten: Impotenz

Psychiatrische Erkrankungen
sehr selten: reversible, psychische Störungen inklusive Depression, Angststörungen, Agitation, Desorientierung, Konfusion und Halluzination; Schlaflosigkeit, verminderte Libido

Nebenwirkungen - kausaler Zusammenhang unbekannt
Es wurden seltene Fälle von Gynäkomastie (Brustvergrößerung) berichtet, jedoch war die Häufigkeit in kontrollierten klinischen Studien nicht höher als unter Placebo. Palpitation (Herzklopfen), Fieber, Asthma

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht über 25°C lagern.
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Blister und dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr einnehmen. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


Bewertungen «Famotidin "Genericon" 20 mg - Filmtabletten»