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«Fastum Gel»

Fastum Gel
Fastum Gel
Fastum Gel


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Fastum Gel enthält als Wirkstoff Ketoprofen. Ketoprofen ist ein nichtsteroidales Präparat, das schmerz- und entzündungshemmend wirkt und sich über die Prostaglandinsynthesehemmung in Tierstudien als wirksam erwies.

Fastum Gel kann zur Behandlung von Lumbalgie (Kreuzschmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule), Schmerzen der Skelettmuskulatur, Schmerzen der Weichteile, des Bewegungs- und Stützapparates nach Prellungen, bei Zerrungen und Verstauchungen, z.B. nach Sport- und Unfallverletzungen, eingesetzt werden.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Fastum Gel darf nicht angewendet werden

  • bei Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff Ketoprofen, Aspirin oder anderen nichtsteroidalen entzündungshemmenden Schmerzmitteln und Fenofibrat (Mittel zur Senkung erhöhter Blutfette) sowie einem der sonstigen Bestandteile von Fastum Gel;
  • bei Patienten, die auf Aspirin oder andere nichtsteroidale entzündungshemmende Schmerzmittel bei einer früheren Anwendung mit Asthmaanfällen, Hautreaktionen oder akutem Schnupfen reagiert haben.
  • auf offenen Wunden oder Verletzungen der Haut oder in Augennähe.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Fastum Gel ist erforderlich

Patienten mit Asthma, chronischen obstruktiven Atemwegserkrankungen, Heuschnupfen oder Nasenschleimhautschwellungen reagieren häufiger als andere Kranke auf nichtsteroidale Antirheumatika mit Asthmaanfällen, Quincke-Ödem oder Urtikaria.
Die Anwendung ist beim Auftreten eines Hautausschlages abzubrechen. Die Hände sollen unmittelbar nach der Anwendung gewaschen werden. Nicht mit einem dicht abschließenden Verband anwenden. Das Auftragen großer Mengen auf die Haut kann zu systemischen Wirkungen, einschließlich Überempfindlichkeit und Asthma, führen. Vorsicht ist geboten bei der Anwendung von Fastum Gel bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz.
Die Bestrahlung der betroffenen Hautstellen mit Sonnenlicht einschließlich Solarien sollte während der Behandlung sowie für die darauf folgenden 2 Wochen vermieden werden, da es zu Photosensibilitätsreaktionen kommen kann.

Fastum Gel sollte bei Kindern unter 6 Jahren nur unter strenger Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses angewendet werden.

Bei Anwendung von Fastum Gel mit anderen Arzneimitteln
Bei gleichzeitiger Einnahme eines anderen Arzneimittels bitte den Arzt/die Ärztin verständigen.

Bei der topischen (auf eine bestimmte Stelle des Körpers beschränkte) Anwendung sind Wechselwirkungen bisher nicht bekannt. Bei großflächiger Anwendung sind Wechselwirkungen nicht völlig auszuschließen.

Für den Wirkstoff (orale Anwendung) sind folgende Wechselwirkungen beschrieben: Die gleichzeitige Anwendung von Ketoprofen mit kaliumsparenden Diuretika (Entwässerungsmittel) erfordert eine besondere Kontrolle der Serum - Kaliumwerte (Gefahr der Hyperkaliämie).

Eine Abschwächung der Wirkung von Diuretika (Entwässerungsmittel) und Antihypertonika (Blutdrucksenkenden Mitteln) ist möglich.

Die gleichzeitige Anwendung von Schleifendiuretika (Entwässerungsmittel) und Ketoprofen kann wie bei anderen nichtsteroidalen Antirheumatika, insbesondere bei älteren Patienten, verstärkt zum Auftreten von Nierenfunktionsstörungen führen. Die gleichzeitige Anwendung von Glukokortikoiden oder anderen nichtsteroidalen entzündungshemmenden Mitteln erhöht das Risiko von Magen-Darmblutungen ebenso wie gleichzeitiger Alkoholgenuss.

Eine Begleitmedikation mit Acetylsalicylsäure führt zu einer beschleunigten Ausscheidung von Ketoprofen, während gleichzeitig appliziertes Probenecid (zur Steigerung der Harnsäureausscheidung) die Ausscheidung von Ketoprofen verzögern kann.

Die gleichzeitige Anwendung von Ketoprofen mit Lithiumpräparaten kann den Lithiumspiegel im Serum erhöhen.

Über die gleichzeitige Anwendung von Ketoprofen und Methotrexat wird wegen der möglichen Erhöhung der Methotrexattoxizität und der Ausbildung von schweren Nierenfunktionsstörungen vom Arzt/von der Ärztin entschieden.

Unter einer laufenden Ketoprofen - Therapie können vom Arzt/von der Ärztin zur Überwachung bestimmter Stoffwechselfunktionen Labortests (LDH und AST) angeordnet werden.

Schwangerschaft und Stillzeit
Eine bestehende Schwangerschaft ist dem Arzt/der Ärztin zu melden. Während der Schwangerschaft darf Fastum Gel nicht angewendet werden. Während der Stillzeit darf Fastum Gel nur auf ausdrückliche Anordnung des Arztes/der Ärztin nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden.

Wie wird es angewendet?

Wenden Sie Fastum Gelimmer genau nach Anweisung des Arztes/der Ärztin ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin oder Apotheker/Apothekerin nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind. Falls vom Arzt/von der Ärztin nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
Erwachsene tragen 2 bis 3mal täglich ca. 5 g Gel (das entspricht einem Salbenstrang von etwa 11 bis 12 cm) auf die betroffenen Hautpartien auf und massieren das Gel ein. Das entspricht einer Dosierung von etwa 125 mg Ketoprofen pro Einzelgabe und von etwa 250 bis 275 mg Ketoprofen pro Tagesgabe.

Ohne ärztliche Anordnung sollte Fastum Gel nicht länger als 7 Tage angewendet werden.

Wenn Sie eine größere Menge von Fastum Gel angewendet haben, als Sie sollten:
Wenn Sie zu viel Gel aufgetragen haben, entfernen Sie dieses mit einem Tuch und/oder waschen Sie die betroffenen Hautstellen ab. Vergiftungserscheinungen sind beim Auftragen auf die Haut kaum zu erwarten.

Wenn Sie die Anwendung von Fastum Gel vergessen haben:
Wenn Sie die Anwendung von Fastum Gel vergessen haben, wenden Sie nicht die doppelte Menge an Gel an, sondern fahren Sie wie gewohnt mit der nächsten vorgesehenen Anwendung fort.

Wenn Sie die Anwendung von Fastum Gel abbrechen:
Für den Erfolg der Behandlung ist eine regelmäßige und ausreichend lange Anwendung von Fastum Gel erforderlich.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Fastum Gel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt/Ihre Ärztin oder Apotheker/Apothekerin, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Es gab Berichte über lokalisierte Hautreaktionen, die sich in der Folge über die betroffene Hautstelle hinaus verbreiten können und in einzelnen Fällen schwer und generalisiert sein können: allergische Hautreaktionen, Entzündung der Haut, Kontaktekzem, Nesselausschlag, Erythem (Hautrötung), Juckreiz, Brennen, Blasenausschlag, Lichtempfindlichkeitsreaktionen.
Andere systemische Wirkungen von nichtsteroidalen entzündungshemmenden Schmerzmitteln: diese hängen ab von der Aufnahme des Wirkstoffes durch die Haut und damit von der angewendeten Menge an Gel, der behandelten Oberfläche, dem Ausmaß der Unversehrtheit der Haut, der Behandlungsdauer und der Verwendung eines dicht abschließenden Verbandes (solche Nebenwirkungen beziehen sich auf den Magen-Darm-Trakt und auf die Niere).

Längere Anwendung von Fastum Gel kann eine Überempfindlichkeit der Haut hervorrufen, in solchen Fällen sollte die Behandlung unterbrochen werden.

Empfindlichkeit gegenüber UV-Strahlung, insbesondere bei gleichzeitiger oraler Anwendung von Ketoprofen, ist möglich.
Bei längerer großflächiger Anwendung können Nebenwirkungen im Magen-Darm-Bereich nicht ausgeschlossen werden.

Über die Häufigkeit der Nebenwirkungen liegen keine Angaben vor.

Das Auftreten von Nebenwirkungen, auch jener, die nicht aufgeführt wurden, ist dem Arzt/der Ärztin und Apotheker/Apothekerin zu melden.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Nicht über Raumtemperatur (25° C) lagern.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Behältnis und dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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