Felicium 20 mg Tabletten - Patienteninformationen, Beschreibung, Dosierung und Richtungen.

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«Felicium 20 mg Tabletten»

Felicium 20 mg Tabletten


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Felicium gehört zur Gruppe der Antidepressiva genannt selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI).

Felicium wird angewendet
– bei Erwachsenen zur Behandlung von

  • depressiven Erkrankungen (Episoden einer Major Depression)
  • Zwangsstörung (wiederholt auftretende zwanghafte Gedanken und unkon-trollierbare Handlungen)
  • Bulimia nervosa (eine Essstörung). Felicium wird nur als Ergänzung zu ei-ner Psychotherapie zur Reduktion von Essattacken und selbst herbeige-führtem Erbrechen angewendet. – bei Jugendlichen und Kindern ab 8 Jahren zur Behandlung von
  • mittelgradigen bis schweren Episoden einer Major Depression, wenn die Depression nach 4 bis 6 Sitzungen nicht auf eine Psychotherapie an-spricht. Der behandelnde Arzt wird einem Kind oder jungen Menschen mit einer mittelgradigen bis schweren Episode einer Major Depression eine Arzneimitteltherapie mit einem Antidepressivum jedoch nur in Verbindung mit einer gleichzeitigen Psychotherapie verordnen.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Felicium darf NICHT eingenommen werden

Sie dürfen Felicium nicht einnehmen
– wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Fluoxetin oder einen der sonsti-gen Bestandteile von Felicium sind (siehe Punkt 6 am Ende dieser Gebrauchs-information: Weitere Informationen)
– wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die als Monoaminoxidase (MAO)-Hemmer bezeichnet werden (z.B. zur Behandlung von depressiven Erkrankungen) ein-schließlich Moclobemid oder innerhalb der letzten 2 Wochen eingenommen haben. Ihr Arzt wird Ihnen erklären, wie Sie nach dem Absetzen der MAO-Hemmer mit der Einnahme von Felicium beginnen sollen. Umgekehrt müssen Sie auch mindestens fünf Wochen lang warten, wenn Sie nach Beendigung der Behandlung mit Felicium eine Behandlung mit einem MAO-Hemmer auf-nehmen möchten. Bitte sprechen Sie darüber mit Ihrem Arzt.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Felicium ist erforderlich Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie unter einer der folgen-den Krankheiten oder Beschwerden leiden oder früher einmal gelitten haben : – Hautausschlag oder andere allergische Reaktionen(Überempfindlichkeits-reaktionen): Wenn eine allergische Reaktion während der Behandlung auftritt wie beispielsweise Juckreiz oder eine Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge und/oder Rachen (manchmal mit Atem- oder Schluckbeschwerden verbun-den), muss die Behandlung mit Felicium eventuell beendet werden. Wenden Sie sich umgehend an Ihren Arzt oder an die nächstgelegene Notaufnahme eines Krankenhauses.
– Wenn Sie unter einer Epilepsie leiden oder in der Vergangenheit Krampfanfäl-le hatten: Wenn ein Krampfanfall auftritt oder die Häufigkeit von Krampfanfäl-len zunimmt, müssen Sie sich unverzüglich an Ihren Arzt wenden. Eventuell muss die Behandlung abgebrochen werden.
– Wenn Sie in der Vergangenheit eine Manie hatten: Wenn Sie in eine manische Phase kommen, wenden Sie sich bitte unverzüglich an Ihren Arzt. Felicium muss dann eventuell abgesetzt werden.
Leberfunktionsstörung oder Nierenfunktionsstörung: Wenn Ihre Leber-funktion eingeschränkt ist, wird Ihr Arzt Ihnen eventuell eine niedrigere Dosis von Felicium verordnen.
Herzerkrankung: Wenn Sie unter einer Herzerkrankung leiden, dürfen Sie Fe-licium nur mit besonderer Vorsicht einnehmen und werden eventuell eine re-duzierte Dosis erhalten.
Gewichtsverlust: Während der Behandlung mit Felicium nehmen Sie unter Umständen an Gewicht ab.
Diabetes: Die Behandlung mit Felicium kann dazu führen, dass der Blutzu-ckerspiegel zu stark abfällt. Nach Beendigung der Behandlung kann ein erhöh-ter Blutzuckerspiegel auftreten. Es kann sein, dass Ihr Arzt die Dosis des Me-dikaments, das Sie zur Blutzuckereinstellung erhalten anpasst. – Suizidgedanken und Verschlechterung Ihrer Depression oder Angststö-rung:
Wenn Sie depressiv sind und/oder unter Angststörungen leiden, können Sie manchmal Gedanken daran haben, sich selbst zu verletzen oder Selbstmord zu begehen. Solche Gedanken können bei der erstmaligen Anwendung von Antidepressiva verstärkt sein, denn alle diese Arzneimittel brauchen einige Zeit bis sie wirken, gewöhnlich etwa zwei Wochen, manchmal auch länger.

Das Auftreten derartiger Gedanken ist wahrscheinlicher,

  • wenn Sie bereits früher einmal Gedanken daran hatten, sich das Leben zu nehmen oder daran gedacht haben, sich selbst zu verletzen
  • wenn Sie ein junger Erwachsener sind. Ergebnisse aus klinischen Studien haben ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Suizidverhalten bei jungen Erwachsenen im Alter bis 25 Jahre gezeigt, die unter einer psychiatrischen Erkrankung litten und mit einem Antidepressivum behandelt wurden.

Gehen Sie zu Ihrem Arzt oder suchen Sie unverzüglich ein Krankenhaus auf, wenn Sie zu irgendeinem Zeitpunkt Gedanken daran entwickeln, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen.

Es kann hilfreich sein, wenn Sie einem engen Freund oder Verwandten er-zählen, dass Sie depressiv sind oder unter Angststörungen leiden. Bitten Sie diese Personen, diese Packungsbeilage zu lesen. Fordern Sie sie auf Ihnen mitzuteilen, wenn sie den Eindruck haben, dass sich Ihre Depression oder Angststörung verschlimmert oder wenn sie sich Sorgen über Verhaltensände-rungen bei Ihnen machen.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahren
Felicium darf nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren mit Ausnahme von Patienten im Alter von 8 bis 18 Jahren mit mittelgradigen bis schweren Episo-den einer Major Depression angewendet werden.

Zudem sollten Sie wissen, dass Patienten unter 18 Jahren bei Einnahme dieser Klasse von Arzneimitteln ein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen wie Suizidver-such, suizidale Gedanken und Feindseligkeit (vorwiegend Aggressivität, oppositi-onelles Verhalten und Wut) aufweisen. Dennoch kann Ihr Arzt einem Patienten un-ter 18 Jahren Felicium verschreiben, wenn er entscheidet, dass dieses Arzneimit-tel im bestmöglichen Interesse des Patienten ist um mittelgradige bis schwere E-pisoden einer Major Depression bei Kindern und Jugendlichen von 8 bis 18 Jahren zu behandeln. Wenn Ihr Arzt einem Patienten unter 18 Jahren Felicium verschrie-ben hat und Sie darüber sprechen möchten, wenden Sie sich bitte erneut an Ihren Arzt. Sie sollten Ihren Arzt benachrichtigen, wenn bei einem Patienten unter 18 Jahren, der Felicium einnimmt, eines der oben aufgeführten Symptome auftritt o-der sich verschlimmert. Darüber hinaus sind die langfristigen sicherheitsrelevanten Auswirkungen von Felicium in Bezug auf Wachstum, Reifung und kognitive Ent-wicklung sowie Verhaltensentwicklung in dieser Altersgruppe noch nicht nachge-wiesen worden.

Bei Einnahme von Felicium mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel an-wenden bzw. vor kurzem angewendet haben, auch wenn es sich um nicht ver-schreibungspflichtige Arzneimittel handelt. Sie sollten Ihren Arzt auch informieren, wenn Sie pflanzliche Arzneimittel anwenden bzw. vor kurzem angewendet haben.

Beachten Sie bitte, dass Fluoxetin auch nach Beendigung der Tabletteneinnahme noch lange Zeit im Körper verbleibt. Deshalb können bis zu 5 Wochen nach Been-den einer Fluoxetin-Behandlung noch Wechselwirkungen mit anderen Arzneimit-teln auftreten.

Folgende Arzneimittel können die Wirkung von Fluoxetin beeinflussen oder selbst durch Fluoxetin beeinflusst werden:
Monoaminoxidase-Hemmer (siehe auch Punkt 2: Felicium darf NICHT ein-genommen werden)
Selegilin (zur Behandlung der Parkinson’schen Erkrankung)
Phenytoin und Carbamazepin (zur Behandlung von Epilepsie) – so genannte serotonerge Arzneimittel (diese Arzneimittel können die Menge des Botenstoffs Serotonin im Gehirn erhöhen), wie z.B.

  • Tramadol (ein Schmerzmittel)
  • Triptane, wie z.B. Almotriptan oder Naratriptan (zur Behandlung der Mig-räne) – Lithium (zur Behandlung einer als „bipolare Störung“ bezeichneten psychiatri-schen Erkrankung) – Tryptophan (z.B. in schlaffördernden Arzneimitteln) – Flecainid oder Encainid (Arzneimittel bei Herzrhythmusstörungen) – tricyclische Antidepressiva (zur Behandlung von depressiven Erkrankun-gen) – Johanniskraut (Hypericum perforatum), ein pflanzliches Arzneimittel, das in verschiedenen pflanzlichen Zubereitungen und einigen Arzneimitteln enthalten ist – orale Antikoagulanzien (zur Hemmung der Blutgerinnung, wie z.B. Warfarin) – Arzneimittel, die die Funktion der Blutplättchen (Thrombozyten) beeinflussen und ein erhöhtes Blutungsrisiko verursachen können, wie z.B.
  • Phenothiazine und atypische Neuroleptika (z.B. Clozapin) zur Behand-lung psychiatrischer Erkrankungen
  • Acetylsalicylsäure (bei Schmerzen)
  • so genannte nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) zur Behandlung von Schmerzen und Entzündungen.

Bei Einnahme von Felicium zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken Sie sollten während der Behandlung mit Felicium keinen Alkohol trinken.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Fluoxetin kann auf ärztliche Anweisung hin während der Schwangerschaft einge-nommen werden, allerdings mit Vorsicht. Vorsicht ist insbesondere während der Spätschwangerschaft und kurz vor der Entbindung geboten, da die folgenden Wir-kungen bei Neugeborenen berichtet wurden: Reizbarkeit, Zittern, Hypotonie (nied-riger Blutdruck), anhaltendes Schreien, Schwierigkeiten beim Saugen und Schla-fen.

Fluoxetin geht in die Muttermilch über und kann beim gestillten Säugling Neben-wirkungen hervorrufen. Ihr Arzt wird Ihnen möglicherweise empfehlen, während der Behandlung mit Felicium abzustillen. Wenn Sie jedoch weiter stillen, muss Ih-nen die niedrigste wirksame Dosis von Felicium verordnet werden, um die Gefahr von Nebenwirkungen zu vermindern.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

!

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüch-

tigkeit beeinträchtigen!
Sie dürfen so lange nicht Autofahren oder gefährliche Maschinen bedienen, bis Sie ausreichend sicher sind, dass Ihre Leistungsfähigkeit nicht beeinträchtigt ist. Felicium kann, wie jedes Arzneimittel mit Wirkung auf die Psyche, das Urteilsver-mögen und die Fertigkeiten beeinflussen, die für derartige Tätigkeiten erforderlich sind.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Felicium Dieses Arzneimittel enthält Milchzucker (Lactose). Bitte nehmen Sie Felicium da-her erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Felicium immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fra-gen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis für Erwachsene und ältere Patienten:
Behandlung von Episoden einer Major Depression– Die empfohlene Dosis beträgt 20 mg Fluoxetin täglich
Ihr Arzt wird die Dosis möglicherweise innerhalb von etwa 3 bis 4 Wochen nach Behandlungsbeginn erhöhen, wenn Sie nicht auf die Behandlung ansprechen. Wenn es erforderlich ist, kann die Dosis schrittweise bis auf maximal 60 mg pro Tag erhöht werden. Die Dosis sollte vorsichtig erhöht werden, damit Sie die nied-rigste wirksame Dosis erhalten.

Es kann sein, dass es Ihnen nicht gleich besser geht, wenn Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels gegen die Depression beginnen. Das ist normal, da es sein kann, dass es erst nach einigen Wochen zu einer Besserung der depressiven Be-schwerden kommt.

Patienten mit einer Depression sollten mindestens 6 Monate lang behandelt wer-den.

Behandlung von Zwangsstörung– Die empfohlene Dosis beträgt 20 mg Fluoxetin täglich
Ihr Arzt wird die Dosis möglicherweise nach etwa 2 Wochen erhöhen, wenn Sie nicht auf die Behandlung ansprechen. Wenn es erforderlich ist, kann die Dosis schrittweise bis auf maximal 60 mg Fluoxetin pro Tag erhöht werden.

Wenn es innerhalb von 10 Wochen zu keiner Besserung kommt, wird Ihr Arzt die Behandlung mit Fluoxetin überdenken.

Wenn Sie gut auf die Behandlung angesprochen haben, kann Ihr Arzt die Behand-lung über die Dauer von 10 Wochen hinaus fortsetzen. Dabei wird er die Dosis in-dividuell anpassen, damit Sie die niedrigste wirksame Dosis erhalten. Ihr Arzt wird die Notwendigkeit einer weiteren Behandlung in regelmäßigen Abständen regel-mäßig überprüfen.

Behandlung der Bulimia nervosa – Für Erwachsene und ältere Patienten wird eine Dosis von 60 mg Fluoxetin täg-lich empfohlen.

Für alle Anwendungsgebiete Die empfohlene Dosis kann vom Arzt erhöht oder reduziert werden. Sicherheit und Wirksamkeit der Behandlung mit einer Dosis von mehr als 80 mg Fluoxetin täglich wurden bisher nicht ausreichend untersucht. Hohe Dosierungen werden daher vom Arzt nur verordnet, wenn der Nutzen gegenüber den möglichen Risiken ü-berwiegt.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis für Jugendliche und Kinder ab 8 Jahren:
Behandlung von mittelgradigen bis schweren Episoden einer Major Depres-sion Die Behandlung muss unter der Aufsicht eines Facharztes begonnen und von die-sem überwacht werden.

Die Anfangsdosis beträgt 10 mg Fluoxetin pro Tag (der Arzt wird hierfür eine an-dere Arzneizubereitung verordnen, da Felicium für die Anfangsdosierung wegen der hohen Wirkstärke nicht geeignet ist). Für Kinder mit einem geringen Körper-gewicht verordnet der Arzt möglicherweise eine niedrigere Dosis.

Der behandelnde Arzt wird die Dosis sorgfältig und individuell anpassen, damit das Kind bzw. der Jugendliche jeweils die niedrigste wirksame Dosis erhält. Nach 1 bis 2 Wochen kann Ihr Arzt die Dosis auf 20 mg Fluoxetin täglich erhöhen.

Der Arzt überprüft nach 6 Monaten die Notwendigkeit einer weiteren Behandlung mit Felicium. Er wird die Behandlung mit Fluoxetin überdenken, wenn es dem Kind bzw. Jugendlichen auch 9 Wochen nach Behandlungsbeginn noch nicht besser geht.

Ältere Menschen
Jede Dosiserhöhung ist mit Vorsicht vorzunehmen und die tägliche Dosis sollte 40 mg nicht überschreiten. Die maximal empfohlene Dosis liegt bei 60 mg Fluoxetin pro Tag.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion oder Patienten, die zusätzliche ande-

re Arzneimittel einnehmen, bei denen es zu Wechselwirkungen mit Felicium kom-men kann (darüber kann Ihnen Ihr Arzt Auskunft geben)
Ihr Arzt verordnet Ihnen möglicherweise die Einnahme einer niedrigeren Dosis o-der die Einnahme in größeren Abständen.

Art der Anwendung
Felicium kann zum Essen oder zwischen den Mahlzeiten eingenommen werden.

Sie können die Tabletten entweder als Ganzes mit Wasser (z.B. 1 Glas Wasser) schlucken oder in Wasser zerfallen lassen. Die so entstandene Suspension sollte sofort und vollständig getrunken werden.

Wenn Sie mehr als 1 Tablette pro Tag nehmen müssen, können Sie Ihre Dosis entweder 1-mal täglich einnehmen oder auf mehrere Einzelgaben aufteilen.

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tablette für ein erleichtertes Schlucken und nicht zum Aufteilen in gleiche Dosen.

Wenn Sie eine größere Menge Felicium eingenommen haben, als Sie sollten Zu den möglichen Beschwerden einer Überdosierung gehören Übelkeit, Erbre-chen, Krampfanfälle, Herzbeschwerden (von unregelmäßigem Herzschlag, der keinerlei Beschwerden verursacht, bis hin zum Herzstillstand), Störungen der Lungenfunktion mit Atembeschwerden und Veränderungen des Bewusstseins (z.B. Erregungszustände oder Bewusstseinstrübung/Koma).

Verständigen Sie bei Verdacht auf eine Überdosierung sofort einen Arzt oder die Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses. Nehmen Sie die Felicium-Packung möglichst mit.

Wenn Sie die Einnahme von Felicium vergessen haben
Machen Sie sich keine Sorgen, wenn Sie die Einnahme einmal vergessen haben. Nehmen Sie einfach die übliche Dosis am folgenden Tag zur gewohnten Zeit ein.

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme ver-gessen haben.

Wenn Sie Ihr Arzneimittel jeden Tag zur gleichen Zeit einnehmen, fällt es Ihnen wahrscheinlich leichter, die regelmäßige Einnahme nicht zu vergessen.

Wenn Sie die Einnahme von Felicium abbrechen
Beenden Sie die Einnahme von Felicium nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt. Bei Beendigung einer Behandlung mit Felicium sollte die Dosis schrittweise über einen Zeitraum von mehreren Wochen oder sogar Monaten reduziert werden, um das Risiko von Absetzreaktionen zu verringern (siehe Punkt 4: Welche Nebenwir-kungen sind möglich?).

Absetzreaktionen
Wenn Sie die Einnahme von Felicium abbrechen, kann es zu bestimmten Be-schwerden (Absetzreaktionen) kommen. Diese Absetzreaktionen treten bei einer Beendigung der Behandlung häufig auf, besonders wenn die Behandlung plötzlich abgebrochen wird.

Absetzsymptome schließen ein: Schwindel, Empfindungsstörungen (einschließlich Parästhesien)‚ Schlafstörungen (einschließlich Schlaflosigkeit und intensive Träu-me), Schwäche, Erregtheit oder Angst, Übelkeit und/oder Erbrechen, Zittern und Kopfschmerzen.

Im Allgemeinen sind diese Symptome leicht bis mäßig schwer, bei einigen Patien-ten können sie jedoch schwerwiegend sein. Sie treten normalerweise innerhalb der ersten Tage nach Absetzen der Behandlung auf. Im Allgemeinen bilden sich diese Symptome von selbst zurück und bessern sich innerhalb von 2 Wochen. Bei einigen Personen können sie länger anhalten (2 bis 3 Monate oder länger). Spre-chen Sie daher mit Ihrem Arzt, wenn diese Beschwerden schwerwiegend sind o-der Sie stark beeinträchtigen. Der Arzt empfiehlt Ihnen dann eventuell, die zuletzt eingenommene Dosis erneut einzunehmen, um diese dann nach Anweisung des Arztes in kleineren Schritten zu reduzieren.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ih-ren Arzt und Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Felicium Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei je-dem auftreten müssen.

Häufigkeit und Schweregrad der Nebenwirkungen können manchmal im Verlauf der Behandlung abnehmen. Das Auftreten von Nebenwirkungen bedeutet also nicht unbedingt, dass Sie die Behandlung abbrechen müssen.

Wie bei anderen Arzneimitteln dieser Arzneimittelgruppe wurden auch unter der Behandlung mit Felicium die folgenden Nebenwirkungen beobachtet:

Häufige Nebenwirkungen, die bei weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten auftreten:
Absetzreaktionen: Diese treten insbesondere bei plötzlichem Absetzen von Fluo-xetin auf und beinhalten Beschwerden wie
– Empfindungsstörungen (einschließlich Parästhesien), Zittern und Kopfschmer-zen
– Schlafstörungen (einschließlich Schlaflosigkeit und intensive Träume), Schwä-che, Erregtheit oder Angst
– Schwindelgefühl, Übelkeit und/oder Erbrechen
(siehe auch Punkt 3: Wenn Sie die Einnahme von Felicium abbrechen).

Seltene Nebenwirkungen, die bei weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten auftreten:
– Veränderungen der Leberwerte
– Psychomotorische Unruhe (quälende Ruhelosigkeit mit ständigem Bewe-gungsdrang) oder Akathisie (Unfähigkeit zum ruhigen Sitzen bleiben); siehe Punkt 2: Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Felicium ist erforderlich – Blutungen (zu den Beschwerden siehe Punkt 2: Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Felicium ist erforderlich)
– Erniedrigte Natriummengen im Blut (Hyponatriämie) einschließlich Natrium-mengen unter 110 mmol/l. Dies war bei einigen der beobachteten Fälle mögli-cherweise auf das so genannte Syndrom der inadäquaten ADH-Sekretion (SI-ADH) zurückzuführen und kann insbesondere bei älteren Patienten und bei gleichzeitiger Einnahme von harntreibenden Arzneimitteln (Diuretika) auftre-ten. In der Regel normalisiert sich die Natriumkonzentration, wenn die Behand-lung mit Fluoxetin beendet wird.
– Lungenkrankheiten, einschließlich Lungenentzündungen und Lungenfibrose (vermehrte Bildung von Bindegewebe zwischen den Lungenbläschen). Sie bemerken dies eventuell durch auftretende Atemnot.

Sehr seltene Nebenwirkungen, die bei weniger als 1 von 10 000 Behandelten auftreten:
– Schwere und lebensbedrohliche Hautreaktionen (Erythema multiforme, das sich zu einem Stevens-Johnson-Syndrom oder einer toxischen epidermalen Nekrolyse weiterentwickeln kann; so genanntes Lyell-Syndrom) – Leberentzündung
– Serotoninsyndrom durch einen Überschuss des Botenstoffs Serotonin im Kör-per (Beschwerden sind in Punkt 2 beschrieben: Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Felicium ist erforderlich).

Die Häufigkeit der folgenden Nebenwirkungen ist aufgrund der verfügbaren Daten nicht abschätzbar:
– Überempfindlichkeitsreaktionen, wie z.B. Juckreiz, Hautausschlag, Nessel-sucht, allergische (anaphylaktoide) Reaktion, Blutgefäßentzündung (Vaskuli-tis), serumkrankheitähnliche Reaktion (z.B. Gelenkschmerzen, Fieber, Un-wohlsein, geschwollene Drüsen), Schwellung der Haut im Gesicht, der Zunge und des Rachens (Angioödem; siehe Punkt 2: Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Felicium ist erforderlich). Lichtüberempfindlichkeit, Haarausfall, Schwitzen, Einblutungen in die Haut (Ekchymosen)
– Schüttelfrost, Halsschmerzen (Pharyngitis), Gähnen, Atemnot

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren
In klinischen Studien mit Kindern und Jugendlichen wurden zusätzlich die folgen-den Nebenwirkungen beobachtet:
– Suizidale Gedanken, suizidales Verhalten sowie feindseliges Verhalten – Manische Reaktionen, einschließlich Manien (extrem gehobene Stimmung, gesteigerte Energie, ungewöhnliche Gedankenmuster) als auch so genannte Hypomanie (anhaltend gehobene Grundstimmung oder Reizbarkeit) – Wachstumsstörungen (verminderte Zunahme der Körpergröße oder des Kör-pergewichts)
– Verzögerte Geschlechtsreifung oder Störungen der Sexualfunktion – Verminderter Blutspiegel der alkalischen Phosphatase.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Ne-benwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und der Durchdrück-packung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr anwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Nicht über +25°C lagern.

Arzneimittel sollten nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fra-gen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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