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«Fentanyl - 1 A Pharma 100 µg/h Matrixpflaster»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Was ist Fentanyl - 1 A Pharma 100 µg/h Matrixpflaster und wofür wird es angewendet?
Fentanyl - 1 A Pharma 100 µg/h Matrixpflaster gehört zur Gruppe der stark wirksamen Schmerzmittel, deren schmerzstillende Wirkungen über zentrale Angriffspunkte zustande kommen.
Anwendungsgebiet
Fentanyl - 1 A Pharma 100 µg/h Matrixpflaster wird angewendet bei chronischen Schmerzen, die nur mit starken Schmerzmitteln (Opioid-Analgetika) ausreichend behandelt werden können.
Hinweis
Studien haben gezeigt, dass bei fast allen Patienten trotz der Behandlung mit einem Fentanyl-haltigen transdermalen Pflaster bei plötzlichen starken Schmerzen eine zusätzliche Behandlung mit schnellfreisetzenden Morphin-haltigen Arzneimitteln erforderlich war.
Fentanyl - 1 A Pharma 100 µg/h Matrixpflaster darf nicht angewendet werden bei
- bekannter Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Fentanyl, Soja, Erdnuss oder einem der sonstigen Bestandteile des transdermalen Pflasters
- kurzfristigen Schmerzzuständen, z. B. nach operativen Eingriffen
- krankhaft verlangsamtem Herzschlag
- schwerer Beeinträchtigung der Funktion des zentralen Nervensystems
- der Geburt (inklusive Kaiserschnitt).

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Fentanyl - 1 A Pharma 100 µg/h Matrixpflaster ist erforderlich
Im Folgenden werden Zustände beschrieben oder Maßnahmen aufgeführt, die bei Anwendung von Fentanyl - 1 A Pharma 100 µg/h Matrixpflaster beachtet werden müssen.
Da stark wirksame Schmerzmittel eine Beeinträchtigung der Atmung hervorrufen können, sollte Fentanyl - 1 A Pharma 100 µg/h Matrixpflaster nur vorsichtig und geringer dosiert eingesetzt werden bei Patienten mit
- bestehender Atemdepression (Beeinträchtigung der Atmung z. B. durch andere medizinische Behandlungen, Harnvergiftung oder ernste Infektionen)
- Lungenerkrankungen (z. B. chronisch obstruktive Bronchitis, Bronchialasthma, allgemein bei stark begrenzter Atemreserve)
- eingeschränkter Leber- und/oder Nierenfunktion.
Eine besonders sorgfältige ärztliche Überwachung ist erforderlich bei
- Patienten mit Kopfverletzungen, Hirntumoren, Anzeichen von erhöhtem Hirndruck, Bewusstseinsstörungen oder Bewusstlosigkeit (bei Patienten, die besonders anfällig für CO2-Retention sind). Hier können Opioide den klinischen Verlauf von Kopfverletzungen verschleiern.
- Patienten mit Arzneimittel- oder Alkoholsucht.
Kommt es unter der Behandlung mit Fentanyl - 1 A Pharma 100 µg/h Matrixpflaster zu einer eingeschränkten Atemtätigkeit, so muss das transdermale Pflaster sofort entfernt und der Patient wachgehalten und zum Atmen angeregt werden, bis ärztliche Hilfe eingetroffen ist. Auch nach Entfernung des transdermalen Pflasters muss mit dem Bestehenbleiben oder Wiederauftreten einer eingeschränkten Atemtätigkeit gerechnet werden, da der Fentanyl-Spiegel im Blut langsam abfällt (ca. 50 % nach 17 Stunden). Patienten, bei denen schwerwiegende unerwünschte Wirkungen beobachtet werden, sollten nach Entfernen des Pflasters für mindestens weitere 24 Stunden sorgfältig überwacht werden hinsichtlich Atemzüge/Minute und Ausmaß der Schläfrigkeit. Die Wahrscheinlichkeit der Nebenwirkung der eingeschränkten Atemtätigkeit steigt mit zunehmender Dosis (siehe auch "Wenn Sie eine größere Menge von Fentanyl - 1 A Pharma 100 µg/h Matrixpflaster angewendet haben, als Sie sollten"), zentraldämpfende Arzneimittel können sie verstärken (siehe auch "Bei der Anwendung von Fentanyl -
1 A Pharma 100 µg/h Matrixpflaster mit anderen Arzneimitteln").
Fentanyl - 1 A Pharma 100 µg/h Matrixpflaster soll vor und nach Gebrauch für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden.
Fentanyl - 1 A Pharma 100 µg/h Matrixpflaster darf ausschließlich auf der Haut der Person zur Anwendung kommen, für die es ärztlicherseits bestimmt ist. In einer kleinen Zahl von ällen haftete das Pflaster nach engerem Körperkontakt auf der Haut einer anderen Person. In einem solchen Fall sollte das Pflaster sofort entfernt und ein Arzt verständigt werden.
Da Fentanyl in der Leber verstoffwechselt wird, können Lebererkrankungen seine Ausscheidung verzögern. Patienten mit Störungen der Leber- oder Nierenfunktion, geschwächte Patienten und solche mit geringem Körpergewicht sollten sorgfältig auf Anzeichen einer Überdosierung beobachtet und die Dosis gegebenenfalls vermindert werden.
Fieber/äußere Wärmeanwendung
Es gibt Hinweise darauf, dass sich die Fentanylkonzentration im Blut möglicherweise um ein Drittel erhöht, wenn die Temperatur der Haut auf 40 °C ansteigt. Daher sollte bei Fieber unverzüglich mit einem Arzt Kontakt aufgenommen werden. Es ist darauf zu achten, dass die Stelle, an der das Pflaster angebracht wurde, keinen Wärmequellen ausgesetzt werden darf. Dazu gehören u. a. Heizkissen und -decken, beheizte Wasserbetten, Wärmestrahler, intensive Sonnenbäder, Sauna und heiße
(Whirlpool-)Bäder.
Warnhinweis
Dieses Arzneimittel soll nur unter Aufsicht von in der Schmerztherapie erfahrenen Ärzten angewendet werden.
Kinder
Fentanyl - 1 A Pharma 100 µg/h Matrixpflaster sollte wegen fehlender Erfahrungen bei Kindern unter 12 Jahren nicht angewendet werden, es sei denn, dass der Arzt es ausdrücklich verordnet hat.
Ältere Menschen
Ältere Patienten sollten sorgfältig auf Anzeichen einer Überdosierung beobachtet und die Dosis gegebenenfalls vermindert werden.
Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken
Die Anwendung von Fentanyl - 1 A Pharma 100 µg/h Matrixpflaster kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.
Die gesundheitlichen Folgen der Anwendung von Fentanyl - 1 A Pharma 100 µg/h Matrixpflaster als Dopingmittel können nicht abgesehen werden, schwerwiegende Gesundheitsgefährdungen sind nicht auszuschließen.
Bei der Anwendung von Fentanyl - 1 A Pharma 100 µg/h Matrixpflaster mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden/einnehmen bzw. vor kurzem angewendet /eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Die Wirkung nachfolgend genannter Arzneimittel bzw. Präparategruppen kann bei gleichzeitiger Behandlung mit Fentanyl - 1 A Pharma 100 µg/h Matrixpflaster beeinflusst werden:
- Bei gleichzeitiger Anwendung von anderen zentraldämpfenden Arzneimitteln, wie stark wirksamen Schmerzmitteln, Beruhigungs- oder Schlafmitteln, Mitteln zur Vollnarkose und Muskelerschlaffung, Phenothiazinen, Mitteln gegen Angstzustände, müde machenden Antihistaminika und Alkohol kann die beruhigende Wirkung verstärkt werden. Das Auftreten von beeinträchtigter Atmung, Blutdruckveränderungen und starker Schläfrigkeit/Bewusstlosigkeit ist möglich. Wenn eine Kombination von Fentanyl - 1 A Pharma 100 µg/h Matrixpflaster mit einem der aufgeführten Arzneimittel in Erwägung gezogen wird, sollte die Dosis von einem oder beiden Arzneimitteln vermindert werden.
- Fentanyl wird hauptsächlich über die Leber (Cytochrom--3A4) verstoffwechselt. Bei der gleichzeitigen Anwendung von anderen Arzneistoffen, die diesen Stoffwechselweg hemmen, wie
z. B. Erythromycin, Itraconazol, Ketoconazol, Diltiazem und Cimetidin, sind Auswirkungen auf die Wirkdauer und klinisch relevante Nebenwirkungen nicht gänzlich auszuschließen.
Bei gleichzeitiger Anwendung von starken Hemmstoffen des Enzyms Cytochrom--3A4, wie Ritonavir, einem Protease-Inhibitor (Wirkstoff gegen AIDS), oder anderen starken Hemmstoffen dieses Enzyms, können die therapeutische Wirkung und Nebenwirkungen verstärkt oder verlängert sein, und eine starke Atemdepression kann hervorgerufen werden. Daher sollte die gleichzeitige Anwendung von Ritonavir nur unter sorgfältiger ärztlicher Überwachung erfolgen.
- Da Pethidin und Monoaminoxidase-Hemmstoffe (z. B. Tranylcypromin) wechselseitig ihre toxischen Wirkungen verstärken, kann mit einer ähnlichen Interaktion bei Fentanyl gerechnet werden.
- Obgleich Pentazocin bzw. Buprenorphin schmerzlindernde Stoffe sind, können sie teilweise einigen Wirkungen des Fentanyls (z. B. der Schmerzstillung) entgegenwirken und bei Opioid-Abhängigen Entzugserscheinungen auslösen.
Schwangerschaft
Fragen Sie vor der Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Zur Anwendung von Fentanyl, dem Wirkstoff von Fentanyl - 1 A Pharma 100 µg/h Matrixpflaster, liegen keine ausreichenden Daten vor. Deshalb sollten Sie Fentanyl - 1 A Pharma 100 µg/h Matrixpflaster während dieser Zeit nicht anwenden, es sei denn, Ihr Arzt hält die Behandlung für unbedingt erforderlich.
Bei längerfristiger Anwendung während der Schwangerschaft besteht das Risiko von Entzugserscheinungen beim Neugeborenen.
Von der Anwendung während der Geburt wird abgeraten, weil Fentanyl die Plazenta passiert und eine Atemdepression beim Neugeborenen verursachen kann (siehe unter 2. "Was müssen Sie vor der Anwendung von Fentanyl - 1 A Pharma 100 µg/h Matrixpflaster beachten?").
Stillzeit
Fentanyl geht in die Muttermilch über. Daher sollten Sie frühestens 72 Stunden nach der letzten Anwendung von Fentanyl - 1 A Pharma 100 µg/h Matrixpflaster das Stillen wieder aufnehmen.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Bei stabil auf Fentanyl - 1 A Pharma 100 µg/h Matrixpflaster eingestellten Patienten ist - ohne weitere Beeinflussung durch andere Wirkstoffe - im Allgemeinen eine wesentliche Beeinträchtigung der Verkehrstauglichkeit nicht zu erwarten. Insbesondere bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Kombination mit anderen Medikamenten kann jedoch im Einzelfall das Reaktionsvermögen soweit beeinträchtigt sein, dass die ähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen eingeschränkt ist. Daher ist Vorsicht geboten.

Wie wird es angewendet?

Wie ist Fentanyl - 1 A Pharma 100 µg/h Matrixpflaster anzuwenden?
Wenden Sie Fentanyl - 1 A Pharma 100 µg/h Matrixpflaster immer genau nach Anweisung des Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis
Fentanyl - 1 A Pharma 100 µg/h Matrixpflaster setzt Fentanyl über 72 Stunden frei (entsprechend einer Freisetzungsrate von 100 Mikrogramm/Std., bei einer Absorptionsfläche von 42 cm2). Bei der Dosisfindung zur Behandlung chronischer Schmerzzustände muss berücksichtigt werden, welches Schmerzmittel bisher verabreicht wurde. Dessen Dosierung, Wirksamkeit und eventuelle Toleranzentwicklung werden zur Berechnung des Fentanyl-Bedarfs herangezogen.
Ersteinstellung von Patienten, die bisher keine stark wirksamen Schmerzmittel erhalten haben
Bei diesen Patienten wird die Therapie in jedem Fall zunächst mit der kleinsten Wirkstärke, Fentanyl -
1 A Pharma 25 µg/h Matrixpflaster, begonnen.
Umstellung von anderen stark wirksamen Schmerzmitteln
Bei einer Arzneimittelumstellung von oral (Tabletten usw.) oder parenteral (Injektionslösung) verabreichten stark wirksamen Schmerzmitteln auf Fentanyl - 1 A Pharma 100 µg/h Matrixpflaster sollte zuerst der 24-Stundenbedarf des bisher verabreichten stark wirksamen Schmerzmittels errechnet werden.
Durch Kombination mehrerer transdermaler Pflaster kann eine Fentanylfreisetzungsrate von mehr als 100 Mikrogramm pro Stunde erreicht werden.
Dosiseinstellung und Dauertherapie
Bei Ersteinstellung und Umstellung von anderen Schmerzmitteln kann der maximale schmerzstillende Effekt erst nach ca. 24 Stunden beurteilt werden, da die Fentanyl-Spiegel im Blut nach der Erstanwendung langsam ansteigen.
In den ersten 12 Stunden nach dem Wechsel zu Fentanyl - 1 A Pharma 100 µg/h Matrixpflaster erhält der Patient sein bis dahin verabreichtes Schmerzmittel in der gewohnten Dosis, in den nächsten 12 Stunden bedarfsorientiert.
Danach ist nur bei Bedarf (z. B. beim Auftreten starker Schmerzen) zusätzlich zu Fentanyl - 1 A Pharma 100 µg/h Matrixpflaster z. B. Morphinlösung oder ein anderes kurz wirkendes starkes Schmerzmittel zu verabreichen.
Da die Umrechnung anhand der Tabelle bewusst mit relativ geringen Fentanylkonzentrationen erfolgt, kann eine zusätzliche Schmerzmitteleinnahme während der ersten Anwendung erforderlich werden. Eine spätere Dosiserhöhung (höher dosiertes oder zusätzliches transdermales Pflaster) ist ohne weiteres möglich, sollte jedoch nur jeweils 72 Stunden nach der Anwendung von Fentanyl - 1 A Pharma 100 µg/h Matrixpflaster vorgenommen werden, um einer unbemerkten Anreicherung des Wirkstoffes vorzubeugen. Die Berechnung der notwendigen Pflasterstärke erfolgt über die zusätzlich zum bisher verwendeten transdermalen Pflaster regelmäßig erforderliche Schmerzmittelmenge nach der unten angegebenen Tabelle.
Die erforderliche Dosis sollte auf den Patienten abgestimmt und in regelmäßigen Abständen überprüft werden.
Umstellung bzw. Beendigung der Therapie
Bei einer Anwendung über einen längeren Zeitraum muss damit gerechnet werden, dass infolge abrupter Beendigung der Behandlung oder plötzlicher Dosisreduktion Entzugssymptome auftreten können.
Soll von der Behandlung mit Fentanyl - 1 A Pharma 100 µg/h Matrixpflaster auf ein anderes stark wirksames Schmerzmittel umgestellt werden, wird dieses nach Abnahme des transdermalen Pflasters in der halben Dosierung der in der Tabelle angegebenen Menge eingesetzt; anhand der Schmerzbeurteilung durch den Patienten wird die Dosis dann entsprechend angepasst. Soll die Behandlung beendet werden, muss eine schrittweise Dosisverminderung erfolgen, um das Auftreten von Entzugssymptomen zu verhindern. Die Behandlung soll nie eigenmächtig, sondern immer in enger Abstimmung mit dem Arzt beendet werden.
Hinweise
Da die Blutspiegel von Fentanyl langsam ansteigen, sollte die Ersteinstellung bzw. Höherdosierung zu einem Zeitpunkt erfolgen, der eine möglichst lange Beobachtung des Patienten gewährleistet. Ist dies nicht gesichert, ist die Ersteinstellung unter Krankenhausbedingungen vorzunehmen.
Die empfohlenen Dosierungen sind Richtwerte. Bei extremen Schmerzzuständen kann Ihr Arzt hiervon abweichen. Grundsätzlich sollte die kleinste ausreichend schmerzlindernde Dosis gewählt werden.
Bei alten, geschwächten Patienten sowie Patienten mit geringem Körpergewicht sollte, ebenso wie bei den schon unter dem Punkt 2. "Was müssen Sie vor der Anwendung von Fentanyl - 1 A Pharma -
100 µg/h Matrixpflaster beachten?" aufgeführten ällen, eine Dosisreduzierung durchgeführt werden.
Mit Toleranzentwicklung (Gewöhnung) muss gerechnet werden.
Art der Anwendung
Zum Aufkleben auf die Haut
Direkt nach der Entnahme aus der Verpackung und dem Entfernen der Schutzfolie wird Fentanyl -
1 A Pharma 100 µg/h Matrixpflaster auf ein unbehaartes oder von Haaren befreites (mit Schere, nicht rasieren) Hautareal im Bereich des Oberkörpers (Brust, Rücken, Oberarm) aufgeklebt.
Vor dem Aufkleben sollte die Haut vorsichtig mit sauberem Wasser (keine Reinigungsmittel verwenden!) gereinigt und gut abgetrocknet werden. Es sollte darauf geachtet werden, dass die zu beklebende Stelle keine kleinen Verletzungen (z. B. durch Bestrahlung oder Rasur) und keine Hautreizungen aufweist.
Da das transdermale Pflaster nach außen hin durch eine wasserdichte Abdeckfolie geschützt wird, kann es auch beim Duschen getragen werden.
Auf die für das Aufkleben des Pflasters ausgewählte Hautstelle dürfen keine Cremes, Öle, Lotionen oder Puder aufgetragen werden, um das Kleben des Pflasters nicht zu beeinträchtigen.
Öffnen Sie den Beutel erst unmittelbar vor Benutzung des Pflasters.
Entnehmen Sie das Pflaster.
Ziehen Sie zunächst das kleinere Stück der geschlitzten Schutzfolie von der Rückseite des Pflasters ab. Platzieren Sie dann das Pflaster auf der ausgesuchten Hautstelle und drücken Sie es gut an. Entfernen Sie nun den Rest der Schutzfolie. Vermeiden Sie eine Berührung der Klebefläche.
Das Pflaster mit leichtem Druck der flachen Hand ca. Sekunden lang auf die Haut kleben. Achten Sie auf gute Haftung auch der Pflasterränder.
Bitte waschen Sie danach Ihre Hände mit sauberem Wasser (ohne Seife).
Befolgen Sie die Anweisungen Ihres Arztes immer sorgfältig und befragen Sie ihn, bevor Sie die Behandlung ändern oder abbrechen.
Dauer der Anwendung
Ein Wechsel des transdermalen Pflasters sollte nach 72 Stunden erfolgen. Falls im Einzelfall erforderlich, darf nicht eher als nach 48 Stunden gewechselt werden, da sonst mit einem Anstieg der mittleren Fentanylkonzentration gerechnet werden muss. Es muss jeweils eine neue Hautstelle gewählt werden. Jeder Hautbereich kann 7 Tage nach Entfernen des Pflasters erneut benutzt werden. Der schmerzstillende Effekt kann nach Entfernung des transdermalen Pflasters für einige Zeit bestehen bleiben. Wenn sich nach Abziehen des transdermalen Pflasters Rückstände auf der Haut befinden, können diese mit reichlich Wasser und Seife entfernt werden. Die Reinigung sollte keinesfalls mit Alkohol oder anderen Lösungsmitteln durchgeführt werden, da diese - bedingt durch die Pflasterwirkung - die Haut durchdringen könnten.
Hinweise
Das Pflaster sollte nicht zerschnitten werden.
Die benötigte Klebefläche kann bei fortschreitender Dosiserhöhung bis zu einem Punkt führen, an dem eine weitere Steigerung der Dosis nicht mehr möglich ist.
Hinweis zur Entsorgung
Zur Entsorgung sollte das benutzte Pflaster mit den Klebeflächen aneinandergeklebt und mit dem Hausmüll entsorgt werden. Nicht benutzte Pflaster sollten in Absprache mit dem Apotheker entsorgt werden.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Fentanyl - 1 A Pharma 100 µg/h Matrixpflaster zu stark oder schwach ist.
Wenn Sie eine größere Menge von Fentanyl - 1 A Pharma 100 µg/h Matrixpflaster angewendet haben, als Sie sollten
Das wichtigste Zeichen einer Überdosierung ist eine eingeschränkte Atmung. Atmet der Patient zu langsam oder zu schwach, ist das transdermale Pflaster sofort zu entfernen und ein Arzt zu verständigen (siehe "Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Fentanyl - 1 A Pharma 100 µg/h Matrixpflaster ist erforderlich" für weitere wichtige Hinweise).
Informationen für den behandelnden Arzt im Falle einer Überdosierung
Symptome einer Überdosierung
Eine Überdosierung von Fentanyl äußert sich als Verstärkung aller pharmakologischen Effekte. Die größte Bedeutung hat dabei eine Atemdepression.
Maßnahmen
Fentanyl - 1 A Pharma 100 µg/h Matrixpflaster wird unverzüglich entfernt und der Patient durch Ansprache oder körperliche Stimulierung zum Atmen angehalten. Danach kann ein spezifischer Antagonist wie Naloxon verabreicht werden, wobei die Atemdepression länger anhalten kann als die Wirkung des Antagonisten. Dessen wiederholte intravenöse Gabe oder eine kontinuierliche Naloxon-Infusion kann erforderlich werden. Nach Antagonisierung kann es zu plötzlich einsetzenden Schmerzen und Katecholaminfreisetzung kommen.
Je nach Ausmaß der Atemdepression genügt entweder die manuelle Sicherung/Freihaltung der Atemwege, wird zusätzlich eine Sauerstoffgabe erforderlich, oder es muss nach Intubation assistiert/kontrolliert beatmet werden. Auf normale Körpertemperatur und angemessene Flüssigkeitsaufnahme ist zu achten.
Ursache einer schweren oder andauernden Hypotension kann eine Hypovolämie sein. Sie wird mit bedarfsorientierter parenteraler Volumengabe behandelt.
Wenn Sie die Anwendung von Fentanyl - 1 A Pharma - 100 µg/h Matrixpflaster vergessen haben
Wenden Sie nicht die doppelte Dosis an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben.
Wenn Sie die Anwendung von Fentanyl - 1 A Pharma - 100 µg/h Matrixpflaster abbrechen
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Anwendung von Fentanyl - 1 A Pharma 100 µg/h Matrixpflaster zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Patienten, die mit Fentanyl - 1 A Pharma 100 µg/h Matrixpflaster behandelt werden, sollten keinen Alkohol zu sich nehmen.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann Fentanyl - 1 A Pharma 100 µg/h Matrixpflaster Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem Behandelten auftreten müssen.
Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zu Grunde gelegt:
Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000
Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000
Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Die nachfolgenden Nebenwirkungsangaben basieren auf umfangreichen klinischen Studien und Beobachtungen in klinischer Anwendung beim Erwachsenen.
Störungen des zentralen und peripheren Nervensystems
Sehr häufig: Kopfschmerzen, Schwindel
Gelegentlich: Zittern, Taubheitsgefühl, Sprachstörungen
Sehr selten: Koordinationsstörungen, Krampfanfälle (einschließlich klonischer und Grand-mal-Anfälle)
Störungen anderer Sinnesorgane
Selten: Sehstörungen
Psychiatrische Störungen
Sehr häufig: Schläfrigkeit
Häufig: dämpfende Wirkung auf Gehirnleistung, Verwirrtheit, Depressionen, Angstzustände, Halluzinationen, Nervosität, Appetitlosigkeit
Gelegentlich: Euphorie, Erinnerungslücken, Schlaflosigkeit, Unruhezustände
Sehr selten: Wahnideen, Erregungszustände, schnelle Ermüdbarkeit, Störung der Sexualfunktion, Entzugserscheinungen, Konfusionszustände
Störungen des Herz-Kreislauf-Systems
Gelegentlich: Bluthochdruck, erniedrigter Blutdruck, zu schneller Herzschlag, verlangsamter Herzschlag
Selten: Herzrhythmusstörungen, Gefäßerweiterung
Störungen des Atmungstraktes
Gelegentlich: Atemnot, verminderte Atemfrequenz
Sehr selten: Atemdepression (einschließlich Atemnot, Atemstillstand und verlangsamte Atemfrequenz, siehe Abschnitt "Wenn Sie eine größere Menge von Fentanyl - 1 A Pharma 100 µg/h Matrixpflaster angewendet haben, als Sie sollten"), Atemstillstand
Störungen des Magen-Darm-Traktes
Sehr häufig: Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung
Häufig: Mundtrockenheit, Oberbauchbeschwerden, Appetitlosigkeit
Gelegentlich: Durchfall
Selten: Schluckauf
Sehr selten: schmerzhafte Blähungen, Darmverschluss
Störungen der Haut und Hautanhangsgebilde
Sehr häufig: Juckreiz, Schwitzen
Häufig: Hautreaktionen an der Applikationsstelle
Gelegentlich: Hautausschlag, Hautrötung
Überempfindlichkeitsreaktionen
Sehr selten: anaphylaktischer Schock, anaphylaktische Reaktion, anaphylaktoide Reaktion
Störungen des Harntraktes
Gelegentlich: Harnverhalt
Sehr selten: Harnblasenschmerzen, verminderte Harnausscheidung
Gesamter Körper
Selten: Wasseransammlungen im Gewebe, Kältegefühl
Sojaöl kann sehr selten allergische Reaktionen hervorrufen.
Einzelne dieser unerwünschten Ereignisse können auch auf die Grunderkrankung oder andere Behandlungsmaßnahmen zurückzuführen sein.
Gewöhnung, d. h. körperliche und seelische Abhängigkeit, kann sich bei wiederholter Anwendung von Fentanyl - 1 A Pharma 100 µg/h Matrixpflaster entwickeln.
Bei Umstellung von anderen stark wirksamen Opioiden auf Fentanyl - 1 A Pharma 100 µg/h Matrixpflaster oder bei abruptem Abbruch der Therapie kann es bei einigen Patienten zu Entzugserscheinungen,
wie z. B. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Angstzuständen und Kältezittern, kommen.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel, für Kinder unzugänglich aufbewahren!
Aufbewahrungsbedingungen
In der Originalverpackung aufbewahren!
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Packung angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Zusätzliche Informationen

Gebrauchsinformation: Information für den Anwender
Fentanyl - 1 A Pharma® 100 µg/h Matrixpflaster
Wirkstoff: Fentanyl
Transdermales Pflaster
Liebe Patientin, lieber Patient!
Bitte lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels beginnen.
- Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
- Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
- Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Beschwerden haben wie Sie.
- Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.
Diese Packungsbeilage beinhaltet:


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