Medikamente Online-Informationen
Medikamente und Krankheiten Referenzindex

Drugs and diseases reference index
Suche
DE


Medikamente A-Z

Krankheiten & Heilung List

Medizin-Lexikon

Vollständiger Artikel

Beliebte Medikamente

Popular Krankheiten & Heilung

«Fentanyl Actavis 100 Mikrogramm/h transdermales Pflaster»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Fentanyl ist ein starkes Schmerzmittel aus der Gruppe der sogenannten Opioide.
Das Schmerzmittel, Fentanyl, wird langsam aus dem Pflaster freigesetzt und gelangt durch die Haut in den Körper.

Fentanyl Actavis wird angewendet zur Behandlung von schweren, lang andauernden Schmerzen, die nur auf stark wirksame Schmerzmittel ausreichend ansprechen.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Fentanyl Actavis darf nicht angewendet werden,
wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Fentanyl oder einen der sonstigen Bestandteile des Pflasters sind.
wenn Sie nur kurzzeitige Schmerzen haben, z. B. nach einem operativen Eingriff. wenn Ihr zentrales Nervensystem schwer beeinträchtigt ist, z. B. bei Gehirnverletzung.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Fentanyl Actavis ist erforderlich

WARNHINWEIS:
Fentanyl Actavis ist ein Arzneimittel, das für Kinder lebensbedrohlich sein kann.
Das trifft auch auf benutzte Transdermalpflaster zu.
Aufgrund der Wirkungsstärke dieses Produktes wird die Anwendung bei Kindern nicht empfohlen. Bedenken Sie bitte, dass das Arzneimittel durch sein Aussehen für Kinder verlockend wirken kann. Fentanyl Actavis kann bei Personen, die nicht regelmäßig verschreibungspflichtige opioidhaltige Arzneimittel anwenden, lebensbedrohliche Nebenwirkungen haben.

Sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, falls Sie während der Behandlung einmal Fieber bekommen, denn die erhöhte Körpertemperatur kann dazu führen, dass zu viel Wirkstoff durch die Haut aufgenommen wird. Aus dem gleichen Grund müssen Sie darauf achten, dass das Pflaster auf der Haut niemals direkter Hitze (z. B. durch elektrische Heizdecken, Wärmflaschen, Sauna, Solarium oder heiße Bäder) ausgesetzt wird. Sie dürfen sich in der Sonne aufhalten, müssen das Pflaster jedoch an heißen Sommertagen mit Kleidung vor der Sonne schützen.

Bei Anwendung von Fentanyl Actavis über längere Zeit können Gewöhnung, physische oder psychische Abhängigkeit eintreten. Dies wird jedoch bei einer Behandlung von Schmerzen aufgrund von Krebserkrankungen nur selten beobachtet.

Wenn Sie schon älter oder in einer sehr schlechten körperlichen Verfassung (Kachexie) sind, wird Ihr Arzt Sie besonders sorgfältig überwachen, weil es notwendig sein kann, Ihnen eine niedrigere Dosis zu verschreiben.

Die Pflaster sollen nicht in kleinere Stücke zerschnitten werden, weil Qualität, Wirksamkeit und Sicherheit solcher zerteilter Pflaster nicht nachgewiesen sind.

KinderFentanyl Actavis sollte bei Kindern unter 12 Jahren nicht angewendet werden, da nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung bei Kindern vorliegen. Eine Ausnahme ist möglich, falls der Arzt ausdrücklich Fentanyl Actavis verordnet hat.

Wichtiger Hinweis für Sportler und Sportlerinnen:
Die Anwendung von Fentanyl Actavis kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Bei Anwendung von Fentanyl Actavis mit anderen Arzneimitteln
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, falls Sie Barbiturate (zur Behandlung von Schlafstörungen), Buprenorphin, Nalbuphin oder Pentazocin (andere starke Schmerzmittel) verwenden. Es wird empfohlen diese nicht gleichzeitig mit Fentanyl Actavis anzuwenden.

Sie dürfen die im Folgenden aufgelisteten Arzneimittel nur unter engmaschiger ärztlicher Überwachung zusammen mit Fentanyl Actavis anwenden.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie sog. MAO-Hemmer (z. B. Moclobemid gegen Depressionen oder Selegilin gegen Parkinson-Krankheit) einnehmen oder in den letzten 14 Tagen eingenommen haben. Wenn Sie diese Arzneimittel zusammen mit Fentanyl Actavis anwenden, können ihre schädlichen Wirkungen (Toxizität) verstärkt werden.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Bei Anwendung von Fentanyl Actavis zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken Die Anwendung von Fentanyl Actavis bei gleichzeitigem Konsum alkoholischer Getränke verstärkt das Risiko schwerwiegender Nebenwirkungen und kann zu Atemproblemen, Blutdruckabfall, starker Sedierung (tiefe Müdigkeit) und Koma führen.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Fentanyl Actavis sollte während der Wehen oder der Geburt (einschließlich Kaiserschnittentbindung) nicht angewendet werden, da Fentanyl durch die Plazenta auf das Kind übergeht und beim Neugeborenen den Atemantrieb vermindern kann (Atemdepression). Wenn Sie während einer Behandlung mit Fentanyl Actavis schwanger werden, halten Sie bitte Rücksprache mit Ihrem Arzt. Während Schwangerschaft und Stillzeit sollte Fentanyl Actavis nicht angewendet werden, es sei denn, die Anwendung ist unbedingt erforderlich. Die Unbedenklichkeit der Anwendung während der Schwangerschaft ist nicht belegt. Fentanyl tritt in die Muttermilch über und kann beim gestillten Säugling Nebenwirkungen wie Müdigkeit und Atemdepression hervorrufen. Während der Behandlung bzw. bis 72 Stunden nach dem Entfernen des letzten Pflasters sollte die Muttermilch verworfen werden.

Wie wird es angewendet?

Wenden Sie Fentanyl Actavis immer genau nach Anweisung des Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Ihr Arzt entscheidet welche Stärke von Fentanyl Actavis am besten für Sie geeignet ist. Ihr Arzt trifft diese Entscheidung aufgrund der Stärke Ihrer Schmerzen, Ihres Allgemeinzustandes und der Schmerzbehandlung, die Sie bislang erhalten haben.

Es kann sein, dass die Stärke des Pflasters oder die Anzahl der Pflaster entsprechend der Wirkung angepasst werden muss. Eine wirksame Behandlung wird innerhalb von 24 Stunden nach dem Aufkleben des ersten Pflasters erreicht und die Wirkungen lassen schrittweise nach dem Entfernen des Pflasters nach. Beenden Sie die Behandlung nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt.

Die Wirkung des ersten Pflasters setzt langsam ein; es kann einen ganzen Tag dauern, bis die volle Wirkung erreicht ist. Ihr Arzt wird Ihnen deshalb möglicherweise ein zusätzliches Schmerzmittel geben, um die Zeit bis zum vollen Wirkungseintritt Ihres Fentanyl-Pflasters zu überbrücken. Danach sollte Fentanyl Actavis die Schmerzen dauernd lindern und Sie sollten diese zusätzlichen Schmerzmittel nicht mehr benötigen. Es kann jedoch sein, dass Sie manchmal doch noch zusätzliche Schmerzmittel brauchen.

Wie Fentanyl Actavis anzuwenden ist

Wie das Transdermalpflaster zu wechseln ist

Wenn Sie eine größere Menge von Fentanyl Actavis angewendet haben, als Sie sollten Wenn Sie mehr Pflaster aufgeklebt haben als verordnet, entfernen Sie bitte die Pflaster und halten Sie bezüglich des Risikos Rücksprache mit Ihrem Arzt oder im Krankenhaus.

Das häufigste Anzeichen einer Überdosierung ist eine verminderte Fähigkeit zu atmen. Dies äußert sich so, dass die betroffene Person ungewöhnlich langsam oder schwach atmet. Entfernen Sie in einem solchen Fall die Transdermalpflaster und rufen Sie sofort einen Arzt. Halten Sie die betroffene Person bis zum Eintreffen des Arztes durch Ansprechen oder gelegentliches Rütteln wach.

Weitere Symptome einer Überdosierung sind Benommenheit, niedrige Körpertemperatur, langsamer Herzschlag, herabgesetzter Muskeltonus, niedriger Blutdruck, starke Sedierung (tiefe Müdigkeit), gestörte Bewegungskoordination, enge Pupillen und Krampfanfälle.

Wenn Sie die Anwendung von Fentanyl Actavis vergessen haben
Sie dürfen unter keinen Umständen die doppelte Dosis verwenden.
Falls von Ihrem Arzt nicht anders angeordnet, sollten Sie das Pflaster alle drei Tage (alle 72 Stunden) zur gleichen Tageszeit wechseln. Wenn Sie einmal vergessen haben, Ihr Pflaster zu wechseln, holen Sie dies nach, sobald es Ihnen einfällt. Wenn es schon viel zu spät ist, Ihr Pflaster zu wechseln, informieren Sie Ihren Arzt, da Sie möglicherweise zusätzliche Schmerzmittel benötigen.

Wenn Sie die Anwendung von Fentanyl Actavis abbrechen
Wenn Sie die Behandlung unterbrechen oder beenden möchten, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt über die Gründe für Ihre Entscheidung und lassen Sie sich beraten, wie die weitere Behandlung ablaufen sollte.
Bei langfristiger Anwendung von Fentanyl Actavis kann sich eine körperliche Gewöhnung an das Arzneimittel entwickeln. Es ist daher möglich, dass Sie sich unwohl fühlen, wenn Sie aufhören, die Pflaster anzuwenden.
Da das Risiko von Absetzsymptomen besonders bei einem plötzlichen Abbruch der Behandlung besteht, sollten Sie die Anwendung von Fentanyl Actavis niemals eigenständig beenden, sondern zuerst Ihren Arzt konsultieren.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Fentanyl Actavis Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Bei Auftreten der folgenden sehr seltenen, aber schwerwiegenden Nebenwirkungen müssen Sie die Behandlung sofort abbrechen und sich an Ihren Arzt oder ein Krankenhaus wenden: Schwere Atemdepression (starke Kurzatmigkeit, rasselnde Atmung) oder vollständige Unterbrechung der Magen-Darm-Passage (krampfartige Bauchschmerzen, Erbrechen, Blähungen).

Weitere Nebenwirkungen:

Sehr häufig:

Schläfrigkeit, Kopfschmerz, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Schwitzen, Juckreiz. Der Juckreiz verschwindet normalerweise innerhalb von einem Tag nach Entfernen des Pflasters.

Häufig:Gefühl von ungewöhnlicher Schläfrigkeit oder Müdigkeit (dämpfende Wirkung auf die Gehirnfunktion), Nervosität, Appetitlosigkeit, Mundtrockenheit, Bauchschmerzen, Hautreaktionen an der Anwendungsstelle.

Gelegentlich:Ungewöhnliche Hochstimmung (Euphorie), Gedächtnisverlust, Schlafstörungen, Halluzinationen, Aufgeregtheit, Zittern, Empfindungsstörungen, Sprachstörungen, Abfall oder Anstieg des Blutdruckes und des Herzschlags, Atembeschwerden, Durchfall (Diarrhoe), Schwierigkeiten beim Wasserlassen (Harnretention), Hautausschlag, Hautrötung (Erythem).
Hautausschlag und Hautrötung verschwinden normalerweise innerhalb von einem Tag nach Entfernen des Pflasters.

Selten:unregelmäßiger Herzschlag, Erweiterung der Venen, Schluckauf, Wasseransammlung in Geweben, Kältegefühl.

Sehr selten:Generalisierte akute allergische Reaktionen mit Blutdruckabfall und/oder Atembeschwerden (anaphylaktische Reaktionen), Wahnideen, Erregungszustände, Schwächegefühl, Depression, Angstzustände, Verwirrtheit, Störung der Sexualfunktion, Entzugserscheinungen,
Koordinationsstörungen, Krampfanfälle (einschließlich klonischer und Grand mal Anfälle), eingeschränkte Sehschärfe, eingeschränkte Atmung (Atemdepression), Atemstillstand (Apnoe), schmerzhafte Blähungen, Darmverschluss, Schmerzen der Harnblase, verringerte Harnmenge (reduzierte Urinexkretion).

Wenn Sie bereits seit einiger Zeit Fentanyl Actavis angewendet haben, kann sich die Wirkung von Fentanyl Actavis für Sie verringern, so dass eine Dosisanpassung nötig wird (Toleranzentwicklung).

Ebenfalls kann sich eine physische Abhängigkeit entwickeln und Sie verspüren möglicherweise Entzugserscheinungen, wenn Sie die Anwendung der Pflaster plötzlich beenden. Entzugssymptome können Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Angstzustände und Zittern sein.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser
Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren, auch gebrauchte Pflaster! Auch nach dem Gebrauch enthält das Transdermalpflaster noch große Mengen des Wirkstoffs.

Sie dürfen Fentanyl Actavis nach dem auf der Verpackung angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Lagerbedingungen:Nicht über 30°C lagern.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung:

Aus Umweltschutz- und Sicherheitsgründen müssen benutzte und unbenutzte Pflaster, deren Haltbarkeit abgelaufen ist, verworfen und zur Entsorgung in die Apotheke zurückgebracht werden.

Falten Sie gebrauchte Pflaster so in der Mitte zusammen, dass die Klebeflächen aufeinander haften, und legen Sie die benutzten Pflaster bis zur Entsorgung oder Rückgabe in die Apotheke in die Packung zurück.


Bewertungen «Fentanyl Actavis 100 Mikrogramm/h transdermales Pflaster»