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«Fluconazol Actavis 100 mg Kapseln»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Fluconazol Actavis gehört zur Arzneimittelgruppe der sog. Antimykotika und ist zur Behandlung verschiedener Pilz- und Hefeinfektionen bestimmt. Es verhindert, dass die Pilze eine normale Zellwand aufbauen können, sodass das Wachstum der Pilze gehemmt wird und die Infektion zurückgeht. Fluconazol Actavis wirkt nur auf krankheitserregende Pilze und nicht auf die normale Bakterienflora.

Fluconazol Actavis wird angewendet

  • bei akuten und wiederkehrenden Pilzinfektionen der Scheide.
  • bei Pilzinfektionen der Haut (z. B. in der Leistengegend, an den Füßen oder anderen Körperteilen) oder der Schleimhäute, im Mund, im Verdauungstrakt und in der Lunge.
  • bei Pilzinfektionen der Harnwege bei Personen mit geschwächter Immunabwehr.
  • bei systemischen Pilzinfektionen (die sich über das Blut ausbreiten).
  • zur Vorbeugung gegen Pilzinfektionen bei Neutropenie (Mangel an einer bestimmten Art von weißen Blutkörperchen), z. B. bei HIV-Patienten oder nach einer Knochenmarktransplantation.
  • zur Behandlung und Dauerbehandlung einer bestimmten Art von Hirnhautentzündung (durch Cryptococcus-Hefen verursacht) bei Patienten, die eine geschwächte Immunabwehr haben.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Fluconazol Actavis darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Fluconazol (den Wirkstoff), andere Stoffe aus der gleichen Arzneimittelgruppe (Azolabkömmlinge) oder einen der sonstigen Bestandteile von Fluconazol Actavis sind.
  • zusammen mit Arzneimitteln, die folgende Wirkstoffe enthalten:
  • Cisaprid (zur Anregung des Darms)
  • Astemizol (gegen Allergien)
  • Pimozid (bei psychiatrischen Erkrankungen)
  • Chinidin (zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen)
  • Terfenadin (gegen Allergien)

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Fluconazol Actavis ist erforderlich,

  • wenn Ihre Leber nicht einwandfrei arbeitet: Fluconazol kann in seltenen Fällen das Lebergewebe schädigen; diese Störungen klingen gewöhnlich nach dem Ende der Behandlung wieder ab.
  • wenn Sie eine schwerwiegende Hautreaktion mit Ausschlag, starkem Abschälen der Haut oder Blasenbildung bekommen. Ihr Arzt muss eine Beendigung der Behandlung erwägen.
  • wenn Sie an Herzbeschwerden wie z. B. unregelmäßigem Herzschlag, eingeschränkter Herzleistung, langsamem Puls, Herzmuskelvergrößerung oder Herzschwäche leiden.
  • wenn Sie wenig Mineralsalze im Blut haben (Kalium, Kalzium und Magnesium).
  • wenn Ihre Nieren nicht einwandfrei arbeiten.
  • wenn Sie eine Frau im gebärfähigen Alter sind. Sie sollten während einer Langzeitbehandlung mit Fluconazol Actavis zuverlässige Verhütungsmethoden anwenden.
  • wenn Sie mit Fluconazol in einer Dosierung von weniger als 400 mg täglich behandelt werden und gleichzeitig Terfenadin (gegen Allergien) erhalten. Ihr Arzt muss dann engmaschige Kontrolluntersuchungen durchführen.
  • wenn Sie gleichzeitig mit dem gerinnungshemmenden („blutverdünnenden“) Arzneimittel Warfarin oder mit Phenytoin (einem Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie) behandelt werden (siehe Abschnitt „Bei Einnahme von Fluconazol Actavis mit anderen Arzneimitteln“).

Nehmen Sie Fluconazol Actavis nicht weiter ein und suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eines der folgenden Symptome bemerken:

  • Schwellung von Gesicht, Zunge und/oder Rachen
  • Schwierigkeiten beim Schlucken
  • Nesselausschlag und Atemnot Es kann sich hierbei um Symptome einer schweren allergischen Reaktion (Anaphylaxie) handeln.

Bei Einnahme von Fluconazol Actavis mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Fluconazol darf nicht zusammen mit folgenden Arzneimitteln eingenommen werden:

  • Cisaprid (zur Anregung des Darms)
  • Terfenadin (gegen Allergien), wenn Sie Fluconazol in Dosen von 400 mg täglich oder mehr erhalten
  • Astemizol (gegen Allergien)
  • Chinidin (zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen)
  • Pimozid (bei psychiatrischen Erkrankungen)

Andere Arzneimittel, die die Wirkung von Fluconazol beeinflussen können:

  • Didanosin (bei HIV)
  • Hydrochlorothiazid (entwässerndes Arzneimittel, z. B. zur Senkung des Blutdrucks)
  • Rifampicin(Antibiotikum)
  • Erythromycin (Antibiotikum)

Andere Arzneimittel, die durch Fluconazol beeinflusst werden können:

  • Alfentanil, Fentanyl, Methadon (starke, morphiumähnliche Schmerzmittel)
  • Amphotericin B (zur Behandlung von Pilzinfektionen)
  • Amitriptylin, Nortriptylin (zur Behandlung von Depressionen)
  • bestimmte Benzodiazepine, wie Midazolam und Triazolam (Beruhigungsmittel)
  • Atorvastatin, Simvastatin und Fluvastatin (zur Senkung des Cholesterinspiegels im Blut)
  • Kalziumkanalblocker wie Nifedipin, Isradipin, Nicardipin, Amlodipin und Felodipin (zur Behandlung von Angina pectoris, Bluthochdruck, bestimmten Herzrhythmusstörungen u. a.)
  • Carbamazepin, Phenytoin (zur Behandlung von Epilepsien)
  • Celecoxib(Schmerzmittel)
  • Ciclosporin (zur Hemmung der Immunantwort)
  • Ergotalkaloide(zur Behandlung von z. B. Migräne)
  • Halofantrin (zur Behandlung von Malaria)
  • nichtsteroidale Antirheumatika wie Ibuprofen, Flurbiprofen, Naproxen, Lornoxicam, Meloxicam und Diclofenac (gegen Schmerzen, Fieber und Entzündung)
  • Cyclophosphamid (zur Behandlung bestimmter Arten von Krebs)
  • Losartan (gegen Bluthochdruck) • „Antibabypille“ (Kombinationspräparate, d. h. empfängnisverhütende Mittel, die mehr als ein Hormon enthalten)
  • Prednison(Kortisonpräparat)
  • Rifabutin (zur Bekämpfung bestimmter Bakterien, die z. B. Tuberkulose hervorrufen)
  • Saquinavir, Zidovudin (zur Behandlung von HIV)
  • Sulfonylharnstoffe wie Glibenclamid, Gliclazid, Glimepirid, Glipizid, Chlorpropamid und Tolbutamid (zur Behandlung von Diabetes mellitus Typ 2)
  • Tacrolimus, Sirolimus(zur Verhütung der Abstoßung nach einer Organtransplantation)
  • Theophyllin(gegen asthmatische Bronchitis)
  • Trimetrexat (beeinflusst das Immunsystem)
  • Vitamin A
  • Vincristin und Vinblastin (Arzneimittel gegen Krebs)
  • Warfarin(gerinnungshemmendes Arzneimittel)

Bei Einnahme von Fluconazol Actavis zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken Sie können Fluconazol Actavis zu den Mahlzeiten oder unabhängig von den Mahlzeiten einnehmen.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft:Fluconazol darf in der Schwangerschaft nur nach sorgfältiger ärztlicher Abwägung oder bei akuter Lebensgefahr angewendet werden.

Frauen im gebärfähigen Alter sollten während einer Langzeitbehandlung mit Fluconazol eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden.

Stillzeit:Fluconazol geht in die Muttermilch über. Nach einer Einzeldosis von 200 mg Fluconazol oder weniger kann das Stillen fortgeführt werden, bei höheren Dosen oder wiederholter Gabe von Fluconazol sollte das Stillen unterbrochen werden.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Es ist nicht zu erwarten, dass Ihre Fähigkeit Auto zu fahren oder Maschinen zu bedienen durch Fluconazol Actavis vermindert wird. Allerdings können bei Anwendung von Fluconazol Nebenwirkungen (wie Benommenheit oder Krampfanfälle) auftreten, die die sichere Teilnahme am Straßenverkehr oder die Sicherheit am Arbeitsplatz beeinträchtigen können.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Fluconazol Actavis Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Bitte nehmen Sie dieses Arzneimittel erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Fluconazol Actvis immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Die tägliche Dosis richtet sich nach der Art und der Schwere der Pilzinfektion. Die übliche Dosis liegt zwischen 50 und 400 mg täglich. Bei einigen Infektionen ist die übliche Dosis am ersten Tag 800 mg.

Die Kapseln sind im Ganzen mit einem halben Glas Flüssigkeit zu schlucken; sie müssen nicht zu einer Mahlzeit eingenommen werden.

Erwachsene:

Pilzinfektion der Scheide :
Eine Einzeldosis von 150 mg Fluconazol

Pilzinfektion der Haut : 4 bis 6 Wochen lang je einmal wöchentlich eine Dosis von 150 mg Fluconazol

Pilzinfektion der Schleimhäute (z. B. Mund, Verdauungstrakt oder Lunge) :

2 bis 4 Wochen lang täglich 50 bis 100 mg Fluconazol

Pilzinfektion im Harntrakt bei Patienten mit geschwächter Immunabwehr :
2 bis 4 Wochen lang täglich 50 mg Fluconazol. In schweren Fällen kann die Dosis auf 100 mg täglich gesteigert werden.

Systemische Pilzinfektion (Ausbreitung über das Blut) :
Üblicherweise wird am ersten Tag eine Anfangsdosis von 400 bis 800 mg Fluconazol und danach 200 bis 400 mg Fluconazol täglich eingenommen. Die Dauer der Behandlung richtet sich nach der Wirkung.

Vorbeugung gegen Pilzinfektionen bei Neutropenie (Mangel an einer bestimmten Art von weißen

Blutkörperchen):Einmal täglich 400 mg Fluconazol. Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem Blutbild und der Zahl der Blutkörperchen. Anhand dieser Werte legt der Arzt die Behandlungsdauer fest.

Behandlung und Dauerbehandlung von Kryptokokken-Hirnhautentzündung bei Patienten mit

geschwächter Immunabwehr :
Am ersten Tag wird eine Anfangsdosis von 400 mg Fluconazol und danach 200 bis 400 mg Fluconazol täglich über mindestens 6 bis 8 Wochen eingenommen. Zur Vorbeugung eines erneuten Auftretens der Kryptokokkeninfektion beträgt die übliche Tagesdosis 100 bis 200 mg Fluconazol.

Kinder:
Für Kinder unter 5 - 6 Jahren muss auf Fluconazol in anderen Darreichungsformen, z. B. in flüssiger Form, zurückgegriffen werden.
Die übliche Dosis für Kinder liegt zwischen 3 und 12 mg/kg Körpergewicht pro Tag. Die tägliche Höchstdosis für Kinder ist 400 mg Fluconazol. Die Behandlungsdauer richtet sich nach der Art und Schwere der Infektion.

Ältere Patienten:
Patienten mit normaler Nierenfunktion erhalten in der Regel die normale Dosierung.

Kinder und Erwachsene mit eingeschränkter Nierenfunktion:
Bei einer Behandlung mit einer Einzeldosis ist keine Veränderung der Dosis erforderlich. Bei einer Behandlung mit mehrfacher Einnahme ändert der Arzt die Dosis entsprechend der Nierenfunktion.

Wenn Sie eine größere Menge von Fluconazol Actavis eingenommen haben, als Sie sollten Wenden Sie sich an Ihren Arzt, eine Notaufnahme oder einen Apotheker, wenn Sie mehr Fluconazol Actavis eingenommen haben als in dieser Packungsbeilage beschrieben oder von Ihrem Arzt verordnet. Mögliche Symptome einer Überdosierung sind Verwirrtheit oder ungewöhnliche Gedanken und Verhaltensweisen.

Wenn Sie die Anwendung von Fluconazol Actavis vergessen haben
Nehmen Sie die versäumte Dosis ein, sobald es Ihnen einfällt. Wenn es schon fast Zeit für die nächste Dosis ist, lassen Sie die versäumte Dosis einfach aus und fahren Sie mit dem normalen Dosierungsschema fort. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Fluconazol Actavis abbrechen
Es ist wichtig, dass Sie die Behandlung so lange fortsetzen, bis die Symptome abgeklungen sind und bis die Labortests zeigen, dass keine aktive Pilzinfektion mehr besteht. Bei einer zu kurzen Behandlungsdauer kann es zu einem Rückfall kommen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Fluconazol Actavis Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Häufig:

  • Kopfschmerzen
  • Bauchschmerzen, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen
  • Anstieg der Leberenzyme (Leberwerte)
  • Hautausschlag

Gelegentlich:

  • Anämie (Mangel an roten Blutkörperchen)
  • Appetitlosigkeit
  • niedrige Kaliumspiegel im Blut
  • Benommenheit, Krampfanfälle, Störungen des Tastsinns, Zittern, das Gefühl, dass sich alles dreht oder schwankt (Schwindel), Schläfrigkeit, Störung des Geschmackssinns
  • Schlaflosigkeit
  • Mundtrockenheit, Verstopfung, Verdauungsstörungen, Blähungen
  • Gelbsucht, Ansammlung von Gallenflüssigkeit in der Leber, Schädigung der Leber, erhöhte Konzentration von Gallefarbstoffen im Blut
  • Juckreiz, Nesselausschlag, verstärktes Schwitzen
  • Muskelschmerzen
  • Müdigkeit, Unwohlsein, Schwächegefühl, Fieber

Selten:

  • Mangel an weißen Blutkörperchen (aller Arten) und Blutplättchen
  • erhöhter Fettgehalt im Blut • (möglicherweise schwerwiegende) Überempfindlichkeitsreaktion mit Schwellung von Gesicht, Zunge und/oder Rachen und mit erschwerter Atmung
  • Herzrhythmusstörung
  • arzneimittelbedingte Leberschädigung (Hepatotoxizität), Leberversagen, Leberentzündung, Abbau von Leberzellen
  • schwere allergische Reaktion (Angioödem) mit Schwellung von Gesicht (z. B. Lippen und Augenlider), Zunge, Händen und Füßen und mit Atemnot; Haarausfall; schwerwiegende Hautreaktion mit Ausschlag, starkem Abschälen und/oder Blasenbildung und Fieber.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser
Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „Verwendbar bis“ und der Blisterpackung nach „EXP“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Nicht über 25ºC lagern.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.


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