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«FLUDEX Retard 1,5 mg - Filmtabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Dieses Arzneimittel ist zur Senkung hohen Bluthochdruckes gedacht (Hypertonie).

Es handelt sich um Retard-Filmtabletten welche Indapamid als Wirkstoff enthalten. Indapamid ist ein Diuretikum. Die meisten Diuretika erhöhen die Harnmenge, die durch die Nieren produziert wurde. Indapamid unterscheidet sich insofern von anderen Diuretika, als es nur eine geringe Erhöhung der Harnmenge erzeugt.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Fludex retard 1,5 mg darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie überempfindlich gegen Indapamid oder Sulfonamidderivate oder einen der sonstigen Bestandteile von Fludex retard 1,5 mg sind,
  • wenn Sie unter schweren Nierenfunktionsstörungen leiden,
  • wenn Sie unter schwerer Leberfunktionsstörung oder unter hepatischer Enzephalopathie (degenerative Erkrankung des Gehirns) leiden,
  • wenn Sie einen niedrigen Kaliumblutspiegel haben.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Fludex retard 1,5 mg ist erforderlich,

  • wenn Sie unter Leberfunktionsstörungen leiden,
  • wenn Sie Diabetes haben,
  • wenn Sie an Gicht leiden,
  • wenn Sie Herzrhythmusstörungen oder Probleme mit Ihren Nieren haben,
  • wenn Sie eine Untersuchung benötigen um zu kontrollieren wie gut Ihre Nebenschilddrüse arbeitet. Im Fall einer Lichtempfindlichkeitsreaktion, sollten Sie Ihren Arzt informieren .

Möglicherweise wird Ihr Arzt Bluttests durchführen,um niedrige Natrium-, Kalium- oder hohe Kalziumplasmaspiegel zu kontrollieren.

Wenn Sie denken, dass eine dieser Situationen auf Sie zutreffen könnte oder Sie Fragen oder Zweifel haben bei der Einnahme des Medikaments, dann wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.

Leistungssportler müssen beachten, dass dieses Arzneimittel einen Wirkstoff enthält, der bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen kann.

Bei Einnahme von Fludex retard 1,5 mg mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Sie dürfen Fludex retard 1,5 mg nicht gleichzeitig mit Lithium (Arzneimittel zur Behandlung Depressionen) einnehmen, da dies zu erhöhten Lithiumwerten im Blut führen könnte.

Benachrichtigen Sie bitte Ihren Arzt, wenn Sie gleichzeitig die unten angeführten Arzneimittel einnehmen, da hier besondere Vorsicht geboten ist:

  • bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen (z.B. Chinidin, Hydrochinidin, Disopyramid , Amiodaron, Sotalol, Ibutilid, Dofetilid, Digitalis),
  • Arzneimittel zur Behandlung psychischer Erkrankungen wie Depression, Angst, Schizophrenie(z.B. trizyklische Antidepressiva, Antipsychotika, Neuroleptika),
  • Bepridil (zur Behandlung von Angina pectoris: eine Erkrankung, die Brustschmerzen verursacht),
  • Cisaprid, Diphemanil (zur Behandlung von gastro-intestinalen Problemen),
  • Sparfloxacin, Moxifloxacin (Antibiotika zur Behandlung von Infektionen)
  • Halofantrin (antiparasitäres Arzneimittel zur Behandlung bestimmter Arten von Malaria),
  • Pentamidin (zur Behandlung bestimmter Arten der Pneumonie),
  • Mizolastin (zur Behandlung von allergischen Rekationen, wie z.B. Heuschnupfen),
  • nichtsteroidale Antirheumatika zur Schmerzlinderung (z.B. Ibuprofen) und hochdosierte Acetylsalicylsäure,
  • ACE-Hemmer (zur Behandlung von hohem Blutdruck und Herzfunktionsstörungen),
  • Orale Kortikoide zur Behandlung verschiedener Erkrankungen wie schweres Asthma und rheumatische Arthritis,
  • Abführmittel,
  • Baclofen (zur Behandlung von Muskelspasmen, z.B. bei Multipler Sklerose),
  • kaliumsparende Diuretika (Amilorid, Spironolacton, Triamteren),
  • Metformin (zur Behandlung von Diabetes),
  • jodhaltige Kontrastmittel (bei Röntgenuntersuchungen),
  • Kalziumtabletten oder andere kalziumhaltige Nahrungsergänzungsmittel,
  • Ciclosporin, Tacrolimus oder andere Arzneimittel um den Abwehrmechanismus des Körpers nach Organtransplantationen zu senken, zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen oder schweren rheumatischen oder dermatologischen Erkrankungen,
  • Tetracosactid (zur Behandlung von Morbus Chrohn).

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Während der Schwangerschaft ist von einer Behandlung mit diesem Arzneimittel abzusehen. Wenn eine Schwangerschaft geplant oder bestätigt worden ist, dann muss so rasch als möglich zu einer Behandlungsalternative gewechselt werden. Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen.

Der Wirkstoff tritt in die Muttermilch über, daher wird vom Stillen abgeraten, wenn Sie dieses Arzneimittel einnehmen.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Dieses Arzneimittel kann durch die Blutdrucksenkung Nebenwirkungen wie Schwindel oder Müdigkeit hervorrufen (siehe Abschnitt 4). Diese Nebenwirkungen treten eher bei Behandlungsbeginn oder Dosiserhöhungen auf. Wenn dies auf Sie zutrifft, dann sollten Sie es vermeiden ein Fahrzeug zu lenken ebenso wie andere Tätigkeiten, die Aufmerksamkeit erfordern. Bei guter Einstellung ist es jedoch unwahrscheinlich, dass diese Nebenwirkungen auftreten.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Fludex retard 1,5 mg Dieses Arzneimittel enthält Lactose-Monohydrat. Wenn Ihnen Ihr Arzt gesagt hat, dass Sie eine Unverträglichkeit bestimmter Zuckerarten haben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Fludex retard 1,5 mg nehmen.

Wie wird es angewendet?

Hinweise zur sicheren Anwendung
Eine Tablette täglich, vorzugsweise in der Früh.
Die Tabletten können unabhängig von Mahlzeiten eingenommen werden. Sie sollten als Ganzes mit Wasser eingenommen werden. Bitte zerstoßen oder zerkauen Sie die Tabletten nicht. Eine Behandlung bei Bluthochdruck dauert üblicherweise lebenslang.

Wenn Sie eine größere Menge von Fludex retard 1,5 mg eingenommen haben, als Sie sollten Wenn Sie zuviele Tabletten eingenommen haben, bitte wenden Sie sich unverzüglich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Eine sehr große Menge an Fludex retard 1,5 mg – Filmtabletten kann zu Übelkeit, Erbrechen, Blutdruckabfall, Krämpfen, Schwindelgefühl, Schläfrigkeit, Verwirrtheit, sowie zu veränderter Harnausscheidung, erzeugt durch die Nieren, führen.

Wenn Sie die Einnahme von Fludex retard 1,5 mg vergessen haben
Nehmen Sie die nächste Dosis zur üblichen Zeit ein. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein um die vergessene Dosis auszugleichen.

Wenn Sie die Einnahme von Fludex retard 1,5 mg abbrechen
Da eine Behandlung von Bluthochdruck üblicherweise ein Leben lang andauert, sollten Sie sich an Ihren Arzt wenden, bevor sie die Therapie mit dem Arzneimittel abbrechen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Fludex retard 1,5 mg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Folgende Nebenwirkungen könnten auftreten:

  • Häufig (weniger als einer von 10, aber mehr als einer von 100 Behandelten):niedrigerSerumkaliumspiegel, der Muskelschwäche verursachen kann.
  • Gelegentlich (weniger als einer von 100, aber mehr als einer von 1.000 Behandelten):Erbrechen, allergische Reaktionen, hauptsächlich dermatologische wie Hautausschläge, Purpura (rote Punkte auf der Haut) bei Patienten, die eine Neigung zu allergischen und asthmatischen Reaktionen haben.
  • Selten (weniger als einer von 1.000, aber mehr als einer von 10.000 Behandelten):Müdigkeit, Schwindelgefühl, Kopfschmerzen, Ameisenlaufen (Paresthesie);
  • Magen-Darm Beschwerden (wie Übelkeit, Verstopfung), Mundtrockenheit;
  • Erhöhtes Risiko der Austrocknung bei älteren und an Herzinsuffizienz leidenden Patienten.
  • Sehr selten (weniger als einer von 10.000 Behandelten):
  • Herzryhthmusstörungen, niedriger Bluthochdruck;
  • Nierenerkrankung;
  • Pankreatitis (Entzündung der Bauchspeicheldrüse, die Schmerzen im Oberbauchbereiches verursacht), abnormale Leberfunktion. Bei Leberversagen kann es zu einer hepatischen Enzephalopathie kommen (degenerative Erkrankung des Gehirns);
  • Blutbildveränderungen wie Thrombozytopenie (Abnahme der Anzahl an Blutplättchen die die Entstehung von blauen Flecken und Nasenbluten begünstigt), Leukopenie (eine verringerte Anzahl weißer Blutkörperchen, die zu unerklärbarem Fieber, Halsschmerzen oder anderen grippeähnlichen Symptomen führen kann – wenn diese Anzeichen auftreten, kontaktieren Sie bitte Ihren Arzt) und Anämie (Abnahme der roten Blutkörperchen);
  • Angioödem und/oder Nesselausschlag, schwere Hautmanifestationen. Angioödem ist gekennzeichnet durch Anschwellen der Haut an den Extremitäten oder im Gesicht, Anschwellen der Lippen oder der Zunge, Anschwellen der Schleimhaut im Hals oder in den Atemwegen, welche zu Kurzatmigkeit oder Schwierigkeiten beim Schlucken führt. Kontaktieren Sie bitte unverzüglich Ihren Arzt, wenn diese Anzeichen auftreten. Wenn Sie unter einem systemischen „Lupus erythematodes“ (eine Kollagenose) leiden, kann es zu einer Verschlechterung kommen. Es wurden ebenso Fälle von Lichtempfindlichkeitsreaktionen (Änderungen des Hautbildes) nach Sonnenexposition oder durch künstliches UVA-Licht berichtet.

Einige Veränderungen Ihrer Laborwerte können auftreten und möglicherweise wird Ihr Arzt daher Ihr Blutbild kontrollieren.
Folgende Veränderungen der Laborwerte können auftreten:

  • Niedriger Kaliumspiegel im Blut,
  • Niedriger Natriumspiegel im Blut, welcher zur Entwässerung und zu niedrigem Bluthochdruck führen kann,
  • Ansteigen der Harnsäurewerte, eine Substanz, die Gicht verursachen bzw. verschlechtern kann (Gelenksschmerz(en), vor allem im Fuß),
  • Erhöhung der Blutglukosewerte bei Diabetikern,
  • Erhöhung des Serumkalziumspiegels.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Blister angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Unter 30° C lagern.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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