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«Fluorosachs»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Was ist Fluorosachs und wofür wird es angewendet?
Fluorosachs ist ein Antitumormittel
von:
Oncosachs Pharma GmbH
Mommsenstr. 4
04329 Leipzig
Tel.: 0341 / 25279910
Fax.: 0341 / 25279911
E-Mail: info@oncosachs.de
Fluorosachs wird zur Behandlung folgender Malignome (bösartige Geschwülste) angewendet
Fortgeschrittenes kolorektales Karzinom (Geschwulst des Dickdarms)

Fortgeschrittenes Pankreaskarzinom (Geschwulst der Bauchspeicheldrüse)
Fortgeschrittenes Magenkarzinom
Fortgeschrittenes und / oder metastasiertes Mammakarzinom (Geschwulst der Brustdrüse)

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Fluorosachs darf nicht angewendet werden,
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegenüber Fluorouracil oder einem der sonstigen Bestandteile von Fluorosachs sind,
- wenn eine Knochenmarkdepression (Einschränkung der Blutbildung)z.B. nach erfolgter Vorbehandlung mit Chemo- und/oder Strahlentherapie vorliegt,
- Bei schweren Blutbildveränderungen, schweren Leberfunktionsstörungen, akuten Infektionen,
- wenn Ihr Allgemeinzustand schlecht ist.
- Wenn Sie gleichzeitig mit DPD – Inhibitoren (Enzymhemmer) wie Brivudin behandelt werden. Zwischen einer Behandlung mit Brivudin und dem Beginn einer Therapie mit 5-Fluorouracil muss ein zeitlicher Abstand von mindestens 4 Wochen eingehalten werden.
- wenn Sie unter einer Windpocken- bzw. Gürtelrosentherapie stehen. Sie dürfen "Fluorosachs " [5-Fluorouracil (5-)] nicht im Rahmen einer Krebs-Chemotherapie einnehmen, wenn Sie jetzt oder in den letzten 4 Wochen eine Therapie mit Brivudin, Sorivudin oder ähnlichen Substanzgruppen im Rahmen einer Herpes zoster-Therapie erhalten haben.
5- zusammen mit Brivudin, Sorivudin und deren Abkömmlingen verstärkt die Nebenwirkungen von "Fluorosachs " möglicherweise erheblich.
Diese Wechselwirkung kann tödlich sein.
Daher dürfen Sie diese Arzneimittel nicht zusammen mit einer 5-Fluorouracil-Chemotherapie anwenden. Frühstens 4 Wochen nach Abschluß der Herpes zoster-Therapie mit Brivudin, Sorivudin und Analoga können Sie eine Chemotherapie mit 5- beginnen.
Wenn Sie wegen einer Herpes zoster-Infektion behandelt werden oder vor kurzem behandelt worden sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt über die eingenommenen Arzneimittel.
Im zeitlichen Zusammenhang mit einer Fluorouracil - Therapie sollten aktive Impfungen nicht durchgeführt werden. Der Kontakt zu Polioimpflingen sollte vermieden werden.
In der Stillzeit dürfen Sie Fluorosachs nicht anwenden.
Männern, die mit Fluorouracil behandelt werden, wird empfohlen, während der Behandlung und bis zu 6 Monate danach kein Kind zu zeugen.
Haut- und Schleimhautkontakte sollten vermieden werden.
Bei Patienten mit Dihydropyrimidindehydrogenase (DPD)-Mangel verursachen übliche Fluorouracil-Dosen verstärkte Nebenwirkungen. Treten schwere unerwünschte Wirkungen auf, kann die Kontrolle der DPD-Aktivität angezeigt sein. Patienten mit DPD-Mangel sollten nicht mit Fluorouracil behandelt werden.
Kinder
Zur Wirksamkeit und Unbedenklichkeit von Fluorouracil bei Kindern liegen keine ausreichenden Erfahrungen vor.
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Fluorosachs ist erforderlich
Vor Therapiebeginn und während der Therapie mit Fluorosachs werden durch Ihren Arzt Verlaufsuntersuchungen durchgeführt(Häufigkeit dieser Untersuchungen in Abhängigkeit von Allgemeinzustand, Dosis und Begleitmedikation).
Beim Auftreten folgender Nebenwirkungen sollten Sie sofort Ihren Arzt informieren:
Mundschleimhautentzündungen, Entzündungen der Speiseröhre oder des Rachens, Durchfall, Blutungen jeglicher Lokalisation, unstillbares Erbrechen sowie beim Auftreten anderer schwerer Nebenwirkungen (z.B. Störungen am Nervensystem, Herzbeschwerden).
Geeignete empfängnisverhütende Maßnahmen sind zu ergreifen, wenn ein Partner mit Fluorosachs behandelt wird. Fluorosachs kann Ihr Erbgut schädigen. Männern, die mit Fluorosachs behandelt werden, wird empfohlen, während der Behandlung und bis zu 6 Monate danach kein Kind zu zeugen. Vor Therapiebeginn sollten Sie sich wegen der Möglichkeit einer dauerhaften Unfruchtbarkeit durch die Therapie mit Fluorosachs über eine Konservierung der Samenflüssigkeit beraten lassen. Fluorosachs kann erbgutschädigend wirken, daher wird auch bei Kinderwunsch nach einer Therapie mit Fluorosachs eine genetische Beratung empfohlen.
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Flououracil (5-) ist erforderlich, wenn Sie Phenytoin gegen epileptische Anfälle einnehmen. Die gleichzeitige Einnahme von Phenytoin mit „Fluorosachs " [5-Fluorouracil (5-FU)], kann zu erhöhten Blutspiegeln von Phenytoin führen. Daher sollten Sie regelmäßig auf einen erhöhten Phenytoin-Blutspiegel untersucht werden.
Schwangerschaft
Fluorosachs kann erbgutschädigend wirken und die Entwicklung Ihres ungeborenen Kindes beeinträchtigen. Sie dürfen Fluorosachs daher nicht während der Schwangerschaft anwenden. Hält ein Arzt die Anwendung während der Schwangerschaft unbedingt für notwendig, so sollten Sie über das mit der Behandlung verbundene Risiko von schädigenden Wirkungen für Ihr Kind durch eine medizinische Beratung informiert werden.
Sollten Sie während der Behandlung mit Fluorosachs schwanger werden, so informieren Sie umgehend Ihren Art und nutzen Sie die Möglichkeit einer genetischen Beratung.
Stillzeit
In der Stillzeit dürfen Sie Fluorosachs nicht anwenden. Hält ein Arzt die Anwendung während der Stillzeit für notwendig, so müssen Sie abstillen.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:
Sie dürfen sich nicht an das Steuer eines Kraftfahrzeuges setzen, weil es bei der Behandlung mit Fluorosachs zu Übelkeit, Erbrechen und Überempfindlichkeitsreaktionen mit Blutdruckabfall kommen kann und damit indirekt zu einer Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit oder der ähigkeit zur Bedienung von Maschinen. Fahren Sie dann nicht Auto oder andere Fahrzeuge! Bedienen Sie keine elektrischen Werkzeuge oder Maschinen! Arbeiten Sie nicht ohne sicheren Halt!
Wichtige Informationen über bestimmte Bestandteile von Fluorosachs
1 ml Injektionslösung enthält 0,34 – 0,36 mmol (7,9 – 8,2 mg) Natrium. Wenn Sie eine kochsalzarme Diät einhalten müssen, sollten Sie dies berücksichtigen.

Wie wird es angewendet?

Wie ist FluoroSACHS Anzuwenden?
Die Therapie mit Fluorosachs darf nur von Ihrem Arzt durchgeführt werden.
Art und Dauer der Anwendung
Fluorosachs wird intravenös als Injektion oder
(Dauer)-Infusion angewendet.
Die Dauer der Behandlung bestimmt der behandelnde Arzt unter Berücksichtigung des Krankheitsbildes, des angewendeten Therapieprotokolls (Therapieplans) und der individuellen Therapiesituation.
Die Anwendung von Fluorosachs erfolgt in sogenannten Therapiekursen. Zwischen dem letzen Tag eines Therapiekurses und dem ersten eines neuen Therapiekurses, sollten je nach Therapieschema behandlungsfreie Intervalle eingeschoben werden, deren Dauer der behandelnde Arzt bestimmt.
Falls Sie ambulant behandelt werden, sollten Sie die von Ihrem Arzt vorgegebenen Behandlungstermine unbedingt einhalten.
Dosierung
Fortgeschrittenes Prankreaskarzinom
Als Monochemotherapie in Tageseinzeldosen von mg/m2 Körperoberfläche (KOF) als i.v.-Bolusinjektion bzw. von 1000 mg/m2 KOF als i.v.-Dauerinfusion.
Fortgeschrittenes Magenkarzinom
Als Monochemotherapie oder im Rahmen einer Polychemotherapie in Tageseinzeldosen von mg/m2 KOF als i.v. Bolusinjektion.
Fortgeschrittenes kolorektales Karzinom
Als Monochemothrapie oder im Rahmen einer Polychemotherapie in Tageseinzeldosen von mg/m2 KOF als i.v.-Bolusinjektionbzw. von mg/m2 KOF als i.v.-Dauerinfusion.
Metastasiertes Mammakarzinom
Im Rahmen einer Polychemotherapie in Tageseinzeldosen von mg/m2 KOF i.v. angewendet (z. B. CMF, FAC).
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Fluorosachs zu stark oder zu schwach ist.
Zeichen der Überdosierung sind z.B. schwere MagenDarmBeschwerden mit Durchfällen sowie schwere Schleimhautentzündungen in der Mundhöhle. Beim Auftreten von schweren Nebenwirkungen sollte die Anwendung von Fluorosachs sofort abgebrochen und der behandelnde Arzt aufgesucht werden.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker vor Beginn der Behandlung, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt. Dies ist besonders wichtig, denn bei gleichzeitiger Einnahme mehrerer Arzneimittel kann die Wirkung der einzelnen Arzneimittel verstärkt oder abgeschwächt werden.
Sie müssen besonders vorsichtig sein, wenn Sie ....bestimmte antivirale (gegen Viren gerichtete) Arzneimittel (Sorivudin und Brivudin oder deren Abkömmlinge) oder Mittel gegen epileptische Anfälle (Phentytoin) einnehmen.
Alle Behandlungsmaßnahmen, die den Allgemeinzustand des Patienten verschlechtern oder die Knochenmarksfunktionen beeinträchtigen (z.B. andere Zytostatika), können die Toxizität von Fluorouracil erhöhen. Fluorouracil kann die kutane Toxizität von Strahlentherapien verstärken.
Calciumfolinat verstärkt die Wirkung von Fluorouracil. Dadurch kann die Toxizität von Fluorouracil gesteigert werden.
Cimetidin, Metronidazol und Interferone können den Plasmaspiegel von Fluorouracil erhöhen. Dies kann die toxischen Wirkungen von Fluorouracil verstärken.
Bei Patienten, die zusätzlich zu Cyclophosphamid, Methotrexat und Fluorouracil ein Diuretikum vom Thiazidtyp erhielten, sank die Granulozytenzahl stärker als nach gleichen Zytostatika-Zyklen ohne Thiazid.
In Einzelfällen wurde bei mit Warfarin behandelten Patienten, die zusätzlich Fluorouracil allein oder in Kombination mit Levamisol erhielten, ein Abfall des Quick-Wertes beobachtet.
Unter Behandlung mit Fluorouracil und Levamisol werden häufig hepatotoxische Wirkungen, (Anstieg von alkalischer Phosphatase, Transaminasen oder Bilirubin) beobachtet.
Bei Patientinnen mit Mammakarzinom, die eine Kombinationsbehandlung mit Cyclophosphamid, Methotrexat, Fluorouracil und Tamoxifen erhielten, zeigte sich ein erhöhtes Risiko für das Auftreten thromboembolischer Ereignisse.
Bei gleichzeitiger Gabe von Vinorelbin und Fluorouracil / Folinsäure können schwere Mukositiden mit Todesfolge auftreten.
Fluorouracil darf nicht gleichzeitig mit Brivudin, einem Hemmstoff der Dihydropyrimidindehydrogenase (Enzym, das den Metabolismus von Fluorouracil reguliert), verabreicht werden. Die Hemmung dieses Enzyms führt zu einer Akkumulation und verstärkten Toxizität von Fluorouracil.
Die Nachweismethoden für Bilirubin und für 5-Hydroxyindol-essigsäure im Harn können erhöhte oder falsch positive Werte ergeben.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann Fuorosachs Nebenwirkungen haben.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrundegelegt:

Sehr häufigHäufig
Mehr als 1 von 10 Behandelten
Weniger als 1 von 10 Behandelten, aber
mehr als 1 von 100 Behandelten
GelegentlichSelten
Weniger als 1 von 100 Behandelten, aber
mehr als 1 von 1000 Behandelten
Weniger als 1 von 1000 Behandelten, aber
mehr als 1 von 10.000 Behandelten
Sehr selten
1 oder weniger von 10.000 Behandelten einschließlich Einzelfälle

Erkrankungen des Blutes und des Lvmphsvstems:
Sehr häufig: Knochenmarksschädigung (Myelosuppression),
Verminderung aller oder einer Untergruppe der weißen Blutkörperchen (Leukozytopenie oder Neutropenie), Abfall der Blutplättchen Thrombozytopenie)
Häufig: Agranulozytose (starke Verminderung oder völliges Fehlen einer Untergruppe der
weißen Blutkörperchen [Granulozyten]), Panzytopenie (gleichzeitiges Vorliegen
einer normochromen Anämie, Leukozytopenie und Thrombozytopenie),
Blutarmut (Anämie)
Die Myelosuppression ist eine der Dosis limitierenden Nebenwirkungen. Das Ausmaß der Myelosuppression ist abhängig von der Applikationsart und der Dosierung. Nach i.v.-Bolusinjektion ist die Myelosuppression stärker ausgeprägt als nach i.v.-Dauerinfusion. Eine Neutropenie tritt nach jedem Behandlungskurs mit i.v.-Bolusinjektionen bei adäquater Dosierung auf (Nadir: 9. - 14. [-20.] Behandlungstag; Normalwerte: i.d.R. nach dem 30. Tag).
Erkrankungen des Immunsystems:
Sehr häufig: Krämpfe der Bronchien (Bronchospasmus), Abwehrschwäche (Immunsuppression) mit erhöhter Infektionsrate.
Gelegentlich: Generalisierte allergische Reaktionen bis zum anaphylaktischen Schock.
Endokrine Erkrankungen:
Selten: Beeinflussung des Schilddrüsenstoffwechsels Anstieg des Gesamt-Thyroxins [T4] und Gesamt-Trijodthyronins [T3] im Serum ohne Anstieg des freien T4 und des TSH und ohne klinische Zeichen einer Hyperthyreose).
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen:
Sehr häufig: erhöhter Harnsäuregehalt des Blutes Hyperurikämie).
Erkrankungen des Nervensystems:
Häufig: Nach Infusion hoher 5-Fluorouracil-Dosen bzw. bei Patienten mit Dihydropyrimidindehydrogenase-Mangel Beeinträchtigung des Gehirns ([Leuko]-Enzephalopathien) mit Symptomen wie Gangstörungen (Ataxie), Verwirrtheit, Orientierungsstörungen, Muskelschwäche, Sprachstörungen (Aphasie), Krampfanfällen oder Koma.
Gelegentlich: Augenzittern (Nystagmus), Kopfschmerzen, Schwindel, Parkinson-Symptome, Beeinträchtigung bestimmter Nervenbahnen (Pyramidenbahnzeichen) und Euphorie.
Selten: Periphere Neuropathien (bei Kombination mit einer Radiotherapie)
Augenerkrankungen:
Gelegentlich: Übermäßiger Tränenfluss, verschwommenes Sehen, Störungen der Augenmotilität, Sehnervenentzündung (Optikusneuritis), Doppeltsehen (Diplopie), Minderung der Sehkraft (Visusminderung), Lichtempfindlichkeit oder - unverträglichkeit (Photophobie), Bindehautentzündung (Konjunktivitis),Augenlidrandentzündung (Blepharitis), narbenbedingte Augenlidfehlstellung (Ektropium) und Fibrosen des Tränenkanals.
Die vorgenannten Nebenwirkungen am Auge sind teilweise irreversibel.
Herzerkrankungen:
Sehr häufig: Ischämie- oder Kardiomyopathie-typische
EKG-Veränderungen.
Häufig: Angina pectoris-ähnliche Brustschmerzen.
Gelegentlich: Myokardinfarkt (in Einzelfällen tödliche Verläufe), Herzrhythmusstörungen, Herzschwäche Herzinsuffizienz), Herzmuskelentzündung Myokarditis; in Einzelfällen tödliche Verläufe), Herzmuskelschädigung (dilative Kardiomyopathie) und kardiogener Schock (in Einzelfällen tödliche Verläufe).
Sehr selten: Herzstillstand und plötzlicher Herztod.
Herzschädigende (kardiotoxische) Nebenwirkungen treten meist während oder wenige Stunden nach dem ersten Anwendungszyklus auf. ür Patienten mit vorbestehender koronarer Herzkrankheit oder Kardiomyopathie besteht ein erhöhtes Risiko, kardiotoxische Nebenwirkungen zu entwickeln.
Gefäßerkrankungen:
Gelegentlich: Oberflächliche Venenentzündungen Thrombophlebitiden).
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts:
Sehr häufig: Übelkeit, Erbrechen, Schleimhautentzündungen Mukositis) an der Mundschleimhaut (Stomatitis), der Speiseröhre (Osophagitis [mit retrosternalem Brennen]), der Rachenwand (Pharyngitis [mit Dysphagie]) und der Mastdarmwand (Proktitis [mit wässriger Diarrhoe]).
Gelegentlich: Schwere Schädigungen der Darmwand mit blutigem Durchfall, Geschwürbildung (Ulzerationen), "Austrocknung" (Dehydratation), Blutvergiftung (Sepsis).
Der Schweregrad gastrointestinaler Nebenwirkungen ist abhängig von der Dosierung und der Applikationsart. Bei i.v.-Dauerinfusion erweist sich eher die Stomatitis als die Myelosuppression als dosislimitierend. Gastrointestinale Nebenwirkungen können lebensbedrohend sein.
Leber- und Gallenerkrankungen:
Gelegentlich: Leberzellschädigungen, steinlose Cholezystitis.
Sehr selten: Lebernekrosen (teilweise mit letalem Verlauf).
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:
Sehr häufig: Haarausfall (Alopezie); das sogenannte "Hand-Fuß-Syndrom" mit Sensibilitätsstörungen (Dysästhesien) sowie Rötung, Schwellung, Schmerzen und Abschuppung der Haut an Handflächen und Fußsohlen.
Gelegentlich: Hautausschläge (Exantheme), trockene Haut mit Rissen (Fissuren),
Hautentzündung (Dermatitis), Nesselausschlag Urtikaria) und Lichtempfindlichkeit (Photosensibilität), Dunkelfärbung (Hyperpigmentierung) der Haut und streifenförmige Hyperpigmentierung oder Abblassung der Hautfarbe
Pigmentverlust) im Bereich des Venenverlaufs.
Nagelveränderungen (z.B. diffuse oberflächliche blaue Pigmentierung, Hyperpigmentierung, Nagelverformung [Nageldystrophie], Schmerzen und Verdickung des Nagelbetts, Nagelfalzentzündung [Paronychie]) und Nagelablösung (Onycholyse).
Das "Hand-Fuß-Syndrom" tritt nach i.v.-Dauerinfusion häufiger als nach i.v.-Bolusinjektionen auf.
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort:
Sehr häufig: Verzögerte Wundheilung, Nasenbluten Epistaxis), Abgeschlagenheit, allgemeine Schwäche, Müdigkeit und Antriebslosigkeit.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton / Behältnis angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.
Haltbarkeit nach Herstellung der gebrauchsfertigen Lösung:
Die chemische und physikalische Stabilität nach Zumischung zu 5 %iger Glukoselösung oder 0,9 %iger Natriumchloridlösung wurde bei Lagerung unter Raumtemperatur für 24 Stunden nachgewiesen.
Aus mikrobiologischer Sicht sollte die gebrauchsfertige Zubereitung sofort verwendet werden, es sei denn, die Methode des Verdünnens schließt das Risiko einer mikrobiellen Kontamination aus. Wenn die Infusionslösung nicht sofort verwendet wird, ist der Anwender für die Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich.
Das Behältnis vor Licht geschützt im Umkarton zwischen +15 °C und +25 °C aufbewahren. Nicht im Kühlschrank aufbewahren oder einfrieren.
Fluorosachs muss gehandhabt und entsorgt werden, wie dies bei Zytostatika üblich ist. Geben Sie angebrochene oder leere Behältnisse bei Ihrem Apotheker ab.
Stand der Information:
August 2008

Zusätzliche Informationen

Zul.-Nr. 55264.00.00FLUOROSACHSENR: 2155264

M0

Fluorouracil
(verschreibungs-pflichtig)
Lösung zur Injektion250 mg / 5 ml
500 mg / 10 ml
1000 mg / 20 ml
5000 mg / 100 ml
M2StoffDarreichungsformStärke

Anlage
Wortlaut der für die Packungsbeilage vorgesehenen Angaben
Gebrauchsinformation
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, denn sie enthält wichtige Informationen für Sie.
Dieses Arzneimittel ist auch ohne Verschreibung erhältlich. Um einen bestmöglichen Behandlungserfolg zu erzielen, muß Fluorosachs jedoch vorschriftsmäßig angewendet werden.
- Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
- Fragen Sie Ihren Apotheker, wenn Sie weitere Informationen oder einen Rat benötigen.
- Wenn sich Ihre Symptome verschlimmern oder nach 4 Tagen keine Besserung eintritt, müssen Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen.
Diese Packungsbeilage beinhaltet:
Fluorosachs
Lösung zur Injektion
Wirkstoff: Fluorouracil
Der arzneilich wirksame Bestandteil ist Fluorouracil
1 ml Injektionslösung enthält 50 mg Fluorouracil
Die sonstigen Bestandteile sind:
Natriumhydroxid, Wasser für Injektionszwecke


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