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«Fortum 2,0 g»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Fortum 2,0 g ist ein Antibiotikum mit bakterizider Wirkung aus der Gruppe der Cephalosporine.
Fortum 2,0 g wird angewendet bei schweren Infektionen, wenn diese durch Ceftazidim-empfindliche Erreger verursacht sind:
Infektionen
- der Atemwege einschließlich Hals-, Nasen- und Ohreninfektionen,
- der Nieren und ableitenden Harnwege,
- der Haut und des Weichteilgewebes,
- der Geschlechtsorgane einschließlich Gonorrhö,
- des Bauchraumes, z. B. Bauchfellentzündung (Peritonitis),
- der Knochen und der Gelenke,
- als Folge von Hämo- oder Peritonealdialyse.
Sepsis, Hirnhautentzündung (Meningitis), zur Infektionsprophylaxe bei Patienten mit geschwächter Abwehrlage.
Bei Patienten mit schweren Pseudomonas-Infektionen, die unter der Ceftazidim-Therapie nicht ausreichend auf die Behandlung ansprechen, sollte die Empfindlichkeit der Erreger überprüft werden.
Hinweis:
National und international anerkannte Empfehlungen für den angemessenen Gebrauch von antimikrobiellen Wirkstoffen sind bei der Anwendung zu berücksichtigen.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Fortum 2,0 g darf nicht angewendet werden,
- bei Überempfindlichkeit gegen Cephalosporine.
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen den Wirkstoff Ceftazidim oder den sonstigen Bestandteil von Fortum 2,0 g sind.
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Fortum 2,0 g ist erforderlich,
- bei Patienten, die auf Penicilline oder andere Betalaktam-Antibiotika eine allergische Reaktion gezeigt haben (siehe 4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?).
- bei Penicillinempfindlichkeit, da eine mögliche Kreuzallergie auftreten kann. Vor Therapiebeginn muss geklärt werden, ob der Patient zuvor Überempfindlichkeitsreaktionen gegen Ceftazidim, andere Cephalosporine, Penicilline oder auch andere Arzneimittel entwickelt hat.
- bei allergischen Reaktionen auf Ceftazidim. Das Arzneimittel muss dann abgesetzt werden. Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen können die Notfallbehandlung mit Epinephrin (Adrenalin), Hydrocortison, Antihistaminika oder anderen Notfallmaßnahmen erfordern.
- Wie bei anderen Cephalosporinen mit erweitertem Spektrum und Penicillinen können anfänglich empfindliche Stämme von Enterobacter spp. und Serratia spp. eine Resistenz während der Therapie mit Ceftazidim entwickeln. Wenn klinisch angebracht, sollte während der Behandlung von solchen Infektionen ein regelmäßiger Test auf Empfindlichkeit in Betracht gezogen werden.
Bei längerer Anwendung
Bei längerfristiger Anwendung kann es zu vermehrtem Wachstum von nicht-empfindlichen Keimen (z. B. Candida, Enterokokken) kommen, so dass es u. U. erforderlich ist, die Behandlung zu unterbrechen bzw. geeignete Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Während einer länger dauernden Behandlung sollte der Patient regelmäßig überwacht werden.
Früh-, Neugeborene, Säuglinge und Kleinkinder
ür Säuglinge und Kinder stehen andere Stärken zur Verfügung.
Ältere Menschen
Da Ceftazidim fast ausschließlich renal ausgeschieden wird, kann bei älteren Patienten
aufgrund einer verminderten Nierenfunktion eine Dosisanpassung erforderlich sein. Dies gilt insbesondere für über 75-jährige Patienten (siehe 3. Wie ist Fortum 2,0 g anzuwenden?).
Bei Anwendung von Fortum 2,0 g mit anderen Arzneimitteln
Saluretika (Entwässerungsmittel)/potenziell nierenschädigende Arzneimittel
Hochdosierte Behandlungen mit Cephalosporinen sollten mit Vorsicht durchgeführt werden bei Patienten, die gleichzeitig stark wirkende Saluretika (z. B. Furosemid) oder potenziell nephrotoxische Präparate (z. B. Aminoglykosid-Antibiotika) erhalten, weil eine Beeinträchtigung der Nierenfunktion durch solche Kombinationen nicht ausgeschlossen werden kann. Klinische Erfahrungen zeigen allerdings, dass dieses mit Fortum 2,0 g in der empfohlenen Dosierung unwahrscheinlich ist.
Chloramphenicol (Breitbandantibiotikum)
Bei Kombination von Fortum 2,0 g mit Chloramphenicol sollte berücksichtigt werden, dass die Wirkung von Fortum 2,0 g möglicherweise durch antagonistische Effekte zwischen beiden Substanzen beeinträchtigt sein kann.
Hormonale Kontrazeptiva („Pille“)
Fortum 2,0 g kann vorübergehend die Wirksamkeit hormonaler Kontrazeptiva („Pille“) nachteilig beeinflussen. Es sollten zusätzlich nicht-hormonale empfängnisverhütende Maßnahmen angewendet werden.
Einfluss auf Laboruntersuchungen
Unter der Behandlung mit Fortum 2,0 g kann in seltenen ällen der Coombs-Test falsch positiv ausfallen.
Ebenso können nicht-enzymatische Methoden zur Harnzuckerbestimmung ein falsch positives Resultat ergeben. Deshalb ist der Harnzucker unter der Therapie mit Fortum 2,0 g enzymatisch zu bestimmen.
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Tierexperimentelle Untersuchungen ergaben keine Hinweise auf Missbildungen oder eine fruchtschädigende Wirkung. Dennoch sollte Fortum 2,0 g während der Schwangerschaft, insbesondere in den ersten drei Monaten, nur unter sorgfältiger Abwägung von Nutzen und möglichem Risiko angewendet werden.
Da Fortum 2,0 g in geringen Mengen in die Muttermilch übergeht, soll es stillenden Frauen nur unter strenger Indikationsstellung gegeben werden.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Fortum 2,0 g
1 Infusionsflasche Fortum 2,0 g enthält 4,6 mmol (104 mg) Natrium. Wenn Sie eine kochsalzarme Diät einhalten müssen, sollten Sie dies berücksichtigen.

Wie wird es angewendet?

WIE IST FORTUM 2,0 G ANZUWENDEN?
Wenden Sie Fortum 2,0 g immer genau nach Anweisung des Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Dosierung
Dosis, Art der Verabreichung und Zeitabstände zwischen den Injektionen richten sich nach der Schwere der Infektion, der Empfindlichkeit des Erregers und dem Zustand des Patienten.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet ist die übliche Dosis:
Erwachsene
Die Tagesdosis liegt zwischen 2,0 und 6,0 g Ceftazidim. Fortum 2,0 g wird bei den meisten Infektionen im Allgemeinen alle 12 Stunden verabreicht (siehe Tabelle 1).
Bei schweren Infektionen, besonders bei Patienten mit Immunabwehrschwäche (einschließlich Patienten mit Neutropenie), kann Fortum 2,0 g alle 8 Stunden verabreicht werden.
Bei Pseudomonas-Infektionen der Lungen bei Patienten mit zystischer Fibrose (normale Nierenfunktion) können hohe Dosen von 100 bis 150 mg Ceftazidim/kg Körpergewicht/Tag, aufgeteilt in 3 Einzelgaben, die im Abstand von 8 Stunden injiziert werden, verabreicht werden; bisher sind 9 g/Tag bei diesen Patienten sicher angewendet worden.
Tabelle 1: Dosierungsrichtlinie für Erwachsene

Art der InfektionEinzeldosisDosierungsintervallTagesdosis
Unkomplizierte Infektionen, bei denen ein empfindlicher Erreger nachgewiesen oder vermutet werden kann1 g12 Std.2 g
Infektionen, bei denen verschiedene Erreger mit hoher bis mittlerer Empfindlichkeit nachgewiesen oder vermutet werden können1 g
2 g
8 Std.
12 Std.
3 g
4 g
Unklare bakterielle Erkrankungen, die nicht lokalisiert werden können, sowie bei bedrohlichem Zustand des Patienten2 g8 Std.6 g
Patienten mit zystischer Fibrose2 (bis 3) g8 Std.6 (bis 9) g

Dosierung bei älteren Patienten
Da Ceftazidim fast ausschließlich renal ausgeschieden wird, kann bei älteren Patienten aufgrund einer verminderten Nierenfunktion eine Dosisanpassung erforderlich sein. Dies gilt insbesondere für über 75-jährige Patienten. Normalerweise sollte in der Akutphase einer Infektionserkrankung bei älteren Patienten eine Tagesdosis von 3 g Ceftazidim nicht überschritten werden (siehe auch Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion). Bei guter Nierenfunktion oder bei besonders schweren Infektionen können auch höhere Tagesdosen gegeben werden.
Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion
Da Fortum 2,0 g überwiegend über die Nieren ausgeschieden wird, muss bei eingeschränkter Nierenfunktion die Dosis herabgesetzt werden, um die langsamere Ausscheidung auszugleichen. In ällen, bei denen die Dosis nicht entsprechend reduziert worden war, wurden gelegentlich neurologische Folgeerscheinungen berichtet (siehe 4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?). Bei nur leichter Beeinträchtigung (GFR = glomeruläre Filtrationsrate > 50 ml/min) ist keine Dosisreduzierung erforderlich. Die Dosis ist in Abhängigkeit vom Grad der Einschränkung entsprechend herabzusetzen (siehe Tabelle 2).
Erwachsene:
Die Anfangsdosis beträgt bei Erwachsenen mit eingeschränkter Nierenfunktion 1 bis 2 g Ceftazidim. ür die Erhaltungsdosis gelten folgende Empfehlungen:
Tabelle 2: Empfehlungen zur Fortum-Erhaltungsdosis bei eingeschränkter Nierenfunktion (bezogen auf Erwachsene)

Kreatinin-Clearance
(ml/min)
Serumkreatinin (ca.)*
µmol/l
(mg/dl)
empfohlene Ceftazidim-Einzeldosis
(g)
Dosierungs-
Intervall
(h)
50 bis 31150 bis 200
(1,7 bis 2,3)
1,0
30 bis 16200 bis 350
(2,3 bis 4,0)
1,0
15 bis 6350 bis 500
(4,0 bis 5,6)
0,5
< 5> 500
(> 5,6)
0,5
* Die Serumkreatinin-Werte sind Richtwerte, die nicht für alle Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion genau den gleichen Grad der Einschränkung angeben; dieses gilt insbesondere für ältere Patienten, bei denen die Nierenfunktion aufgrund der Serumkreatinin-Konzentration überschätzt wird.

ür niereninsuffiziente Patienten mit schweren Infektionen, besonders bei Agranulozytose, die bei normaler Nierenfunktion 6 g Ceftazidim/Tag erhalten würden, kann die in der Tabelle angegebene Einzeldosis um 50 % heraufgesetzt werden bzw. die Dosierungshäufigkeit entsprechend erhöht werden. Bei diesen Patienten sollten die Ceftazidim-Werte vor einer erneuten Injektion 40 mg/l nicht überschreiten.
Wenn nur die Serumkreatinin-Werte bekannt sind, kann die Kreatinin-Clearance nach folgender Formel (Cockcroft-Gleichung) ermittelt werden:
Männer:
Kreatinin-Clearance (ml/min) = Körpergewicht (kg) x (140 - Alter in Jahren)
72 x Serumkreatinin (mg/dl)
Frauen: 0,85 x dem obigen Wert
ür die Umrechnung von mol/l in mg/dl wird durch den Faktor 88,4 dividiert.
Dosierung bei Dialyse:
Fortum 2,0 g ist dialysierbar. Die Serumhalbwertszeit von Fortum 2,0 g liegt während der Hämodialyse zwischen 3 und 5 Stunden. Nach Beendigung der Dialyse ist es erforderlich, die entsprechende Erhaltungsdosis erneut zu verabreichen. Fortum 2,0 g kann auch bei Peritonealdialyse und kontinuierlicher ambulanter Peritonealdialyse (CAPD) verabreicht werden. Fortum 2,0 g kann in die Dialyselösung (im Allgemeinen 125 bis 250 mg auf 2 l Lösung) gegeben werden. Bei Patienten unter venovenöser Hämofiltration und venovenöser Hämodialyse gelten die folgenden Dosierungsempfehlungen:
Tabelle 3: Dosierung unter kontinuierlicher venovenöser Hämofiltration

Kreatinin-Clearance
(ml/min)
Erhaltungsdosisa)(mg) bei einer Ultrafiltrationsrate von:
5 ml/min16,7 ml/min33,3 ml/min50 ml/min

a)Verabreichungsintervall für die Erhaltungsdosis: 12 Stunden
Tabelle 4: Dosierung unter kontinuierlicher venovenöser Hämodialyse

Kreatinin-Clearance
(ml/min)
Erhaltungsdosisa)(mg) bei einer Dialysatzuflussrate von:
1,0 l/h2,0 l/h
UltrafiltrationsrateUltrafiltrationsrate
0,5 (l/h)1,0 (l/h)2,0 (l/h)0,5 (l/h)1,0 (l/h)2,0 (l/h)

a)Verabreichungsintervall für die Erhaltungsdosis: 12 Stunden
Art der Anwendung
Die Lösung von Fortum 2,0 g wird intravenös injiziert oder infundiert. Dazu wird das Pulver in der vorliegenden Infusionsflasche gelöst. Die Flaschen stehen unter leichtem Unterdruck. Nach Zugabe des Lösungsmittels zum Pulver kommt es zur Kohlendioxidentwicklung und zum Druckanstieg. Die aufgezogene Lösung kann noch kleine Kohlendioxidbläschen enthalten, die aber bedeutungslos sind.
Es sollten normalerweise nur frisch zubereitete Lösungen verwendet werden. Im Ausnahmefall kann die Lösung bei Raumtemperatur (nicht über 25 °C) bis zu 24 Stunden aufbewahrt werden. Bei zubereiteten Lösungen von Fortum 2,0 g kann bei Lagerung eine Intensivierung der schwach gelblichen Farbe auftreten, die bei Beachtung der angegebenen Lagerungsempfehlungen ohne Bedeutung für die Wirksamkeit und Verträglichkeit des Antibiotikums ist.
Kombinationstherapie: Sofern dieses angezeigt ist (z. B. bei Agranulozytose), kann Fortum 2,0 g mit Aminoglykosid-Antibiotika oder anderen Betalaktam-Antibiotika kombiniert werden. Fortum 2,0 g darf dabei nicht mit Aminoglykosiden im Infusionsbesteck oder in der Spritze gemischt werden. Bei Kombinationen mit Aminoglykosiden sollte die Nierenfunktion überwacht werden (siehe 2. unter „Bei Anwendung von Fortum 2,0 g mit anderen Arzneimitteln“). Bei Verdacht auf Infektionen mit Bacteroides fragilis kann Fortum 2,0 g auch mit Antibiotika, die gegen Anaerobier wirksam sind, kombiniert werden.
Intravenöse Injektion
ür die intravenöse Injektion wird das Pulver in 10 ml Wasser für Injektionszwecke gelöst und langsam (über 3 bis 5 Minuten) injiziert.
Intravenöse Infusion
ür die intravenöse Infusion wird das Pulver mittels einer Überleitungskanüle in 40 ml Wasser für Injektionszwecke gelöst und entweder als Kurzinfusion (bis zu 30 Minuten) oder als Dauertropfinfusion gegeben. Bei einer laufenden Infusion kann die Lösung in den Infusionsschlauch injiziert werden. Fortum 2,0 g kann mit gebräuchlichen Infusionslösungen gemischt werden (siehe Mischbarkeit).
Wichtiger Hinweis:
Die intraarterielle Injektion kann zu Arterienverengungen und Gewebszerstörung (Nekrose) führen und muss daher vermieden werden.
Mischbarkeit
Fortum ist mit folgenden Infusionslösungen bei Raumtemperatur (nicht über 25 °C) bis zu 24 Stunden kompatibel (Ceftazidim-Konzentration zwischen 1 mg/ml und 40 mg/ml):
Natriumchloridlösung 0,9 %,
M Natriumlaktatlösung,
Ringer-Laktat-Lösung,
Glucoselösung 5 % und 10 %,
Glucoselösung 5 % + Natriumchloridlösung 0,9 %,
Glucoselösung 5 % + Natriumchloridlösung 0,225 %,
Glucoselösung 5 % + Natriumchloridlösung 0,45 %,
Glucoselösung 4 % + Natriumchloridlösung 0,18 %,
Dextran 40 10 % + Natriumchloridlösung 0,9 %,
Dextran 40 10% + Glucoselösung 5 %,
Dextran 70 6 % + Natriumchloridlösung 0,9 %.
Fortum ist in Konzentrationen zwischen 0,05 mg/ml und 0,25 mg/ml mit Dialyselösungen zur Intraperitonealdialyse (Magnesiumchlorid 0,015 %, Calciumchlorid 0,025 %, Natriumlaktat 0,5 %, Natriumchlorid 0,56 %, wasserfreie Glucose 1,36 %, Natriumdisulfit 0,005 %) bei Raumtemperatur (nicht über 25 °C) bis zu 24 Stunden kompatibel.
Unter gleichen Bedingungen sind Mischungen mit folgenden anderen Arzneimittellösungen bei einer Ceftazidim-Konzentration von 4 mg/ml kompatibel:
Hydrocortison (als Hydrocortison-21-hydrogenphosphat, Natriumsalz) 1 mg/ml in 0,9 %iger Natriumchlorid- oder 5 %iger Glucoselösung, Cefuroxim (als Cefuroxim-Natrium) 3 mg/ml in 0,9 %iger Natriumchloridlösung, Heparin 10 I. E./ml oder 50 I. E./ml in 0,9 %iger Natriumchloridlösung, Kaliumchlorid 10 mÄquivalent/l oder 40 mÄquivalent/l in 0,9 %iger Natriumchloridlösung.
Eine gleiche Haltbarkeitsdauer haben auch Mischungen aus Fortum-Lösung (500 mg/1,5 ml) und Metronidazol-Injektionslösung (500 mg/100 ml).
Mischungen von Fortum mit Lidocainhydrochloridlösungen (0,5 %, 1 %) können ebenfalls 24 Stunden bei Raumtemperatur (nicht über 25 °C) aufbewahrt werden.
Bitte beachten:
Fortum ist in Natriumhydrogencarbonatlösungen weniger stabil als in anderen Infusionslösungen und sollte deshalb damit nicht gemischt werden.
Fortum darf nicht mit Aminoglykosiden im Infusionsbesteck oder in der Spritze gemischt werden.
Bei Zugabe von Vancomycin zu Fortumlösungen kann ein Niederschlag entstehen. Bei Therapie mit beiden Arzneimitteln empfiehlt es sich deshalb, das Infusionsgerät auszuspülen, bevor das andere Arzneimittel verabreicht wird.
Dauer der Behandlung
Die Behandlungsdauer ist vom Ansprechen der Erreger und dem klinischen und bakteriologischen Erscheinungsbild abhängig. Nach Entfieberung oder Abklingen der klinischen Symptome sollte die Behandlung noch mindestens 2 Tage fortgesetzt werden.
Bei längerfristiger Anwendung kann es zu vermehrtem Wachstum von nicht-empfindlichen Keimen (z. B. Candida, Enterokokken) kommen, so dass es u. U. erforderlich ist, die Behandlung zu unterbrechen bzw. geeignete Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Während einer länger dauernden Behandlung sollte der Patient regelmäßig überwacht werden.
Wenn Sie eine größere Menge von Fortum 2,0 g angewendet haben, als Sie sollten
Vergiftungen durch Cephalosporine sind nicht bekannt. Eine Überdosierung kann zu neurologischen Folgeerscheinungen, einschließlich Erkrankungen des Gehirns, Krämpfen und Bewusstlosigkeit führen. Falls Fortum 2,0 g überdosiert wurde, kann es dialysiert werden.
Wenn Sie die Anwendung von Fortum 2,0 g vergessen haben
Wenn eine Anwendung von Fortum 2,0 g zur vorgesehenen Zeit vergessen wurde, sollte dies zum nächstmöglichen Zeitpunkt nachgeholt werden. Die nächste Gabe soll dann wieder zum vorgesehenen Zeitpunkt erfolgen, der Abstand zwischen zwei Anwendungen sollte jedoch nicht weniger als 8 Stunden betragen.
Wenn Sie die Anwendung von Fortum 2,0 g abbrechen
Wenn die Behandlung unterbrochen oder vorzeitig beendet wird, besteht die Gefahr eines Rückfalles.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Fortum 2,0 g Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
Sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten.
Häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten.
Gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1.000 Behandelten.
Selten: weniger als 1 von 1.000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten.
Sehr selten: weniger als 1 von 10.000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle.
Bisher wurden folgende Nebenwirkungen beobachtet:
Infektionen und parasitäre Erkrankungen
Gelegentlich: Hefepilzerkrankung (Candidiasis), einschließlich vaginaler und oraler Formen
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Häufig: Vermehrung der eosinophilen Blutkörperchen, Vermehrung der Blutplättchen
Gelegentlich: Verminderung der weißen Blutkörperchen, Verminderung der Blutplättchen
Sehr selten: Vermehrung der Lymphozyten, Blutarmut infolge fortschreitender Auflösung der roten Blutkörperchen (hämolytische Anämie), akuter Schwund der weißen Blutkörperchen (Agranulozytose)
Erkrankungen des Immunsystems
Sehr selten: Überempfindlichkeit vom Soforttyp (Anaphylaxie einschließlich Bronchospasmus und/oder Blutdruckabfall)
Hinweis:
In diesen ällen ist die Fortum-Behandlung abzusetzen und gegebenenfalls eine Notfallbehandlung durchzuführen. Anaphylaxie kann lebensbedrohlich sein. Neben anderen gebräuchlichen Notfallmaßnahmen (Schocklage, Freihalten der Atemwege, Beatmung, Anlage eines i.v.-Dauertropfs) ist die sofortige Gabe von Sympathomimetika (i.v.), Glucocorticoiden i.v. (z. B. 250 bis 1000 mg Prednisolon oder äquivalente Mengen eines Derivats) und/oder Antihistaminika angezeigt.
Erkrankungen des Nervensystems
Gelegentlich: Kopfschmerz und Schwindel
Sehr selten: Missempfindung (Parästhesie), schlechter Geschmack im Mund
Hinweis:
Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, bei denen die Dosis nicht entsprechend herabgesetzt worden war, wurde über neurologische Folgeerscheinungen mit Zittern, Muskelverkrampfungen (Myoklonien), Krämpfen, nicht-entzündlicher Erkrankung des Gehirns (Enzephalopathie) und Bewusstlosigkeit berichtet.
Gefäßerkrankungen
Häufig: Venenentzündung oder Venenentzündung mit Blutgerinnsel (Thrombophlebitis) nach i.v.-Verabreichung
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Häufig: Durchfall
Gelegentlich: Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Dickdarmentzündung (Kolitis)
Hinweis:
Wie auch bei anderen Cephalosporinen kann die Dickdarmentzündung in Zusammenhang mit Clostridium difficile stehen und als pseudomembranöse Dickdarmentzündung verlaufen. Bei schweren und anhaltenden Durchfällen ist an eine antibiotikabedingte pseudomembranöse Dickdarmentzündung zu denken, die lebensbedrohlich sein kann. Deshalb ist in diesen ällen Fortum 2,0 g sofort abzusetzen und eine geeignete Therapie (z. B. Metronidazol oder Vancomycin oral) einzuleiten. Peristaltik-hemmende Präparate sind kontraindiziert.
Leber- und Gallenerkrankungen
Häufig: Vorübergehende Erhöhung einzelner oder mehrerer Leberenzymwerte im Serum wie AST, ALT, LDH, GGT und alkalische Phosphatase
Sehr selten: Gelbsucht (Ikterus)
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Häufig: Masernähnliche oder nesselsuchtartige Ausschläge
Gelegentlich: Juckreiz
Sehr selten: Hautveränderungen mit Schwellung und Blasenbildung (angioneurotisches Ödem [Quincke-Ödem], Erythema multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom, toxisch epidermale Nekrolyse)
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Häufig: Schmerz und Entzündung nach i.m.-Injektion
Gelegentlich: Fieber
Untersuchungen
Häufig: Positiver Coombs-Test (u. U. Einfluss auf Blutkreuzprobe)
Gelegentlich: Vorübergehende Erhöhung des Harnstoffs, des Harnstoff-Stickstoffs im Blut und/oder der Serumkreatinin-Werte
Während einer länger andauernden Behandlung sollte der Patient regelmäßig überwacht werden.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation aufgeführt sind oder wenn Sie Erfahrungen gemacht haben mit einer der aufgeführten Nebenwirkungen, die schwerwiegend sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton angegebenen Verfallsdatum nicht mehr anwenden.
Nicht über 25 °C lagern.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Haltbarkeit nach Herstellung der gebrauchsfertigen Zubereitung:
Maximal 24 Stunden bei Lagerung unter 25 °C bzw. 7 Tage bei Lagerung im Kühlschrank.
Haltbarkeit nach Zumischen:
Maximal 24 Stunden bei Lagerung unter 25 °C bzw. 7 Tage bei Lagerung im Kühlschrank.

Zusätzliche Informationen

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION ÜR DEN ANWENDER
Fortum® 2,0 g
Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung
Ceftazidim
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels beginnen.
- Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
- Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
- Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Symptome haben wie Sie.
- Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.
Diese Packungsbeilage beinhaltet:


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