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«Gabitril® 5/10/15 Filmtabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Gabitril ist ein Antiepileptikum. Es wird zur Behandlung von Epilepsien (Krampfanfällen) in Kombination mit anderen Arzneimitteln verwendet.

Gabitril erhöht den Gehalt einer körpereigenen Substanz, der Gammaaminobuttersäure, im Gehirn, was epileptische Anfälle vermindert oder ganz vermeidet.

Gabitril wird bei Erwachsenen und Jugendlichen über 12

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Wenn Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin Ihnen sagt, dass Sie Gabitril nicht mehr einnehmen sollen, bringen Sie alle restlichen Gabitril Filmtabletten Ihrer Abgabestelle (Apotheker bzw. Apothekerin oder Arzt bzw. Ärztin) zurück.

Bei Überempfindlichkeit auf den Wirkstoff oder einen Hilfsstoff von Gabitril sowie bei schweren Leberfunktionsstörungen darf das Arzneimittel nicht angewendet werden.


Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie an einer Lebererkrankung leiden, da die Dosis bei weniger schweren Störungen entsprechend angepasst werden muss.

Wie bei anderen Arzneimitteln gegen Epilepsie wurde bei einigen Patienten bzw. Patientinnen eine vermehrte Anfallshäufigkeit beobachtet sowie epileptische Anfälle, die sich von den vor Beginn der Gabitril-Behandlung üblicherweise aufgetretenen Anfällen unterscheiden.

Eine geringe Anzahl von Patienten, die mit Antiepileptika wie Tiagabin behandelt wurden, hatten Gedanken daran, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen. Wenn Sie zu irgendeinem Zeitpunkt solche Gedanken haben, setzen Sie sich sofort mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin in Verbindung.

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und Fähigkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen. Daher sollten Sie wie bei anderen Arzneimitteln gegen Epilepsie auch bei Gabitril beim Autofahren oder beim Bedienen von Maschinen sehr vorsichtig sein.

Kontaktieren Sie umgehend Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie einen schwerwiegenden Hautausschlag einschliesslich mit Flüssigkeit gefüllten Pickeln und Blasen bemerken.

Die Wirkung von Gabitril kann bei gleichzeitiger Einnahme von anderen Arzneimitteln gegen Epilepsie, wie Phenytoin, Carbamazepin, Phenobarbital und Primidon, oder Präparaten mit dem Wirkstoff Rifampicin, die z.B. bei Tuberkulose eingesetzt werden, verringert werden. Umgekehrt können Präparate mit dem Wirkstoff Ketoconazol, die bei Pilzinfektionen eingenommen werden, die Wirkung von Gabitril erhöhen. Gegebenenfalls wird Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin in diesem Fall die Dosis von Gabitril anpassen.

Wenn Sie an Galaktose-Unverträglichkeit, Laktasemangel oder Glukose-Galaktose-Malabsorption (seltene, erblich bedingte Stoffwechselerkrankungen) leiden, sollten Sie Gabitril nicht einnehmen, da das Präparat Milchzucker (Laktose) enthält.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin,

– wenn Sie an anderen Krankheiten leiden,

– Allergien haben oder

– andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte) einnehmen oder äusserlich anwenden!


Wenn Sie schwanger sind oder es werden möchten oder wenn Sie stillen, sollten Sie Gabitril ausschliesslich nach Rücksprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin einnehmen.

Es empfiehlt sich, unter der Behandlung mit Gabitril nicht zu stillen. Sprechen Sie auch in diesem Fall mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin.

Wie wird es angewendet?

Es ist wichtig, dass Sie Gabitril genau so einnehmen, wie von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin verordnet. Auch müssen Sie solange, wie Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin es Ihnen sagt, mit der Einnahme der Filmtabletten fortfahren. Es ist wichtig, dass Sie nicht aufhören, die Filmtabletten einzunehmen, bevor Sie es nicht mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin besprochen haben.

In der Regel wird bei Erwachsenen und Kindern ab 12

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Gabitril auftreten:

Sehr häufig: Schwindel, Zittern, Benommenheit, Nervosität ohne Grund, Müdigkeit, Übelkeit.

Häufig: Durchfall, depressive Verstimmung, Gefühlsschwankungen, Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen, unkontrollierte Bewegungen, verändertes Gehen, Laufen oder Rennen, Sprachstörungen, verschwommenes Sehen, Erbrechen, Bauchschmerzen, Muskelzuckungen, kleinflächige Hautblutungen.

Gelegentlich: Feindseliges Verhalten, schwerer Hautausschlag mit Blasen.

Selten: Epileptische Anfälle inklusive krampfender oder nichtkrampfender Status epilepticus (d.h. lang anhaltende Anfälle oder so rasch aufeinander folgende Anfälle, dass es zwischenzeitlich nicht zu einer Erholung kommt), Verlangsamung des EEGs, Sehstörungen (Gesichtsfeldeinschränkungen), Verwirrung und paranoide Reaktionen (Sinnestäuschungen, Unruhe, Delirium).

Häufigkeit nicht bekannt: Enzephalopathie (Lethargie, Verwirrtheit, mit oder ohne Anfälle), schwerwiegender Hautausschlag einschliesslich mit Flüssigkeit gefüllten Pickeln oder Blasen, oder schwerer Hautausschlag mit Rötung und Abschälen der Haut.

Es wurden Fälle von kurz dauernder Bewusstlosigkeit (Ohnmacht) bei der Einnahme von Gabitril berichtet.

Falls die Nebenwirkungen nicht verschwinden oder störend sind, setzen Sie sich mit Ihrem Arzt bzw. mit Ihrer Ärztin in Verbindung.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie alle Arzneimittel, auch Gabitril, ausser Reichweite von Kindern auf.

Das Arzneimittel ist bei Raumtemperatur (15–25 °C) und vor Licht geschützt in der Originalverpackung aufzubewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Zusätzliche Informationen

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Packungen: 50 und 2× 50 Filmtabletten zu 5 mg, 10 mg und 15 mg.


Bewertungen «Gabitril® 5/10/15 Filmtabletten»