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«Gelofusin - Infusionslösung»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Gelofusin ist ein Volumenersatzmittel, das zur Wiederherstellung des Blutvolumens eingesetzt wird, wenn Sie Blut verloren haben, z.B. nach einer Verletzung.

Weiterhin kann es dazu verwendet werden, Blut, das Ihnen z.B. vor einer Operation entnommen wurde (z.B. „Eigenblutspende“), durch eine entsprechende Menge Flüssigkeit zu ersetzen.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Gelofusin darf nicht angewendet werden,
● wenn Sie allergisch (überempfindlich) gegen succinylierte Gelatine oder einen der sonstigen Bestandteile des Präparates sind
● wenn Sie einen Überwasserungszustand (Hyperhydratation) oder Volumenüberlastung haben
● wenn Sie an schwerer Niereninsuffizienz mit geringem oder fehlendem Harnfluss leiden ● wenn Sie an schwerer Herzschwäche (Herzinsuffizienz) leiden
● wenn Sie schwere Störungen der Blutgerinnung haben.

Wie wird es angewendet?

Gelofusin wird Ihnen als intravenöse Infusion vom Arzt verabreicht („Venentropf“).

Gelofusin sollte vor der Anwendung auf Körpertemperatur erwärmt werden.
Die Infusionsgeschwindigkeit richtet sich nach der klinischen Situation und den Kreislaufverhältnissen, üblicherweise können bis zu 500 ml pro 30 min infundiert werden.

In akuten Notfällen kann eine Druckinfusion erfolgen. In diesen Fällen ist darauf zu achten, dass Behältnis und Infusionssystem vor dem Anlegen der Infusion vollständig entlüftet werden.

Um eventuelle anaphylaktoide (allergische) Reaktionen frühzeitig erkennen zu können, werden Ihnen die ersten 20-30 ml langsam und unter sorgfältiger Überwachung verabreicht.

Dosierung
Ihr Arzt wird entscheiden, wie viel Infusionslösung Sie benötigen und wie lange die Behandlung dauern sollte, damit Ihr Blutvolumen normalisiert und/oder aufrechterhalten wird. Die tägliche Dosis und die Infusionsgeschwindigkeit richten sich nach der Höhe des vorangegangenen Volumen-/Blutverlustes und dem individuellen Bedarf zur Aufrechterhaltung bzw. Wiederherstellung der Normovolämie (normales Blutvolumen) und hämodynamischen Stabilität und wird durch Überwachung der üblichen Kreislaufparameter (z. B. Blutdruck, Herzfrequenz, Diureserate, Hämoglobinkonzentration bzw.- Hämatokrit) angepasst.

Anwendung bei Kindern Über die Anwendung bei Kindern liegen keine ausreichenden Erfahrungen vor.

Maximale Tagesmenge

Die maximale tägliche Dosis wird durch den Grad der Hämodilution (Blutverdünnung) bestimmt. Bei Unterschreiten eines Hämatokrits (Anteil aller zellulären Bestandteile des Blutes) von 25%, bei älteren Patienten von 30%, sollte in der Regel ein Erythrozytenkonzentrat bzw. Vollblut gegeben werden. Außer auf die Verdünnung des Hämoglobins (roter Blutfarbstoff) ist auch auf die Verdünnung von Plasmaproteinen (z. B. Albumin und Gerinnungsfaktoren) und deren bedarfsgerechten Ersatz zu achten.

Wenn Sie eine größere Menge von Gelofusin angewendet haben als Sie sollten Wenn Sie zu viel Gelofusin erhalten haben, können Sie eine Überlastung mit Flüssigkeit erleiden. Dies kann zu Störungen der Herz- und der Lungenfunktion führen.
Falls Halsvenenstauung oder Atemnot auftreten, muss die Infusion unverzüglich beendet werden. Wahrscheinlich bekommen Sie auch harntreibende Mittel (Diuretika), wenn es nötig ist, die überschüssige Flüssigkeit rasch aus Ihrem Körper zu entfernen.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Gelofusin Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Bei folgenden Nebenwirkungen ist unverzügliche ärztliche Hilfe erforderlich: Allergische (anaphylaktische/ anaphylaktoide) Reaktionen Selten: anaphylaktische/ anaphylaktoide Reaktionen aller Schweregrade Sehr selten: schwere anaphylaktische/ anaphylaktoide Reaktionen

Anaphylaktische bzw. anaphylaktoide Reaktionen äußern sich als Hauterscheinungen (Nesselausschlag) oder können über eine Rötung von Hals und Gesicht (Flush) in sehr seltenen Fällen zu Blutdruckabfall, krampfartiger Verengung der Atemwege, Schock, Herz- und Atemstillstand führen.

Zur Notfallbehandlung solcher Reaktionen gibt es etablierte wirksame Verfahren, die Ihr Arzt kennt und entsprechend der Schwere der Symptome anwenden wird.

Weitere Nebenwirkungen:

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Nicht unter 10°C und nicht über 25°C lagern. Nicht einfrieren.

Sie dürfen Gelofusin nach dem auf dem Behältnis und dem Umkarton nach „Verw. bis:“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Nur zur Verwenden, wenn das Behältnis unverletzt und die Lösung klar ist.

Die Behältnisse sind zur einmaligen Anwendung bestimmt. Nach Infusion verbliebene Restmengen sind zu verwerfen.


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