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«Geloplasma Infusionslösung»

Geloplasma Infusionslösung


Was ist es und wofür wird es verwendet?

GELOPLASMA Infusionslösung ist eine Lösung zur intravenösen Infusion. Es enthält Gelatine, die zu einer Gruppe von Arzneimitteln gehört, die als Plasmavolumenexpander bekannt sind. Plasmavolumenexpander erhöhen die Flüssigkeit in Ihrem Blutstrom und helfen damit, Ihren Blutstrom und damit Ihren Blutdruck stabil zu halten.

Dieses Arzneimittel dient zur Notfallbehandlung bei niedrigem Blutvolumen in folgenden Situationen:

  • Blutungen, Dehydratation, Kapillarleck-Syndrom (erhöhte mikrovaskulare Permeabilität), Verbrennungen;
  • schwere Vasodilatation (Gefäßweitstellung) mit traumatischem, chirurgischem, septischem oder toxischem Ursprung.

Es wird auch zur Behandlung von niedrigem Blutvolumen in Verbindung mit Hypotonie (niedrigem Blutdruck) aufgrund von schwerer Gefäßerweiterung ausgelöst durch blutdrucksenkende Medikamente, insbesondere während der Anästhesie verwendet.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

GELOPLASMA Infusionslösung darf in folgenden Situationen nicht angewendet werden:

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen die Wirkstoffe oder einen der sonstigen Bestandteile von GELOPLASMA Infusionslösung sind;
  • bei Überschuss an Flüssigkeit im Körper;
  • bei Hyperkaliämie (erhöhter Kaliumspiegel im Blut);
  • bei deutlicher Erhöhung von alkalischen Substanzen (z.B. Bicarbonat, Lactat) in Ihrem Blut und Ihren Körperflüssigkeiten;
  • am Ende der Schwangerschaft und während der Geburt (siehe Abschnitt "Schwangerschaft und Stillzeit")

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von GELOPLASMA Infusionslösung ist erforderlich:

  • Diese Lösung darf nicht intramuskulär injiziert werden.
  • Diese Lösung kann aufgrund der enthaltenen Lactat-Ionen eine Anhäufung alkalischer Substanzen in Ihrem Blut verursachen.
  • Bei eingeschränkter Leberfunktion kann die alkalisierende Wirkung dieser Lösung aufgrund des eingeschränkten Lactat-Metabolismus beeinträchtigt sein.
  • GELOPLASMA Infusionslösung darf nicht gleichzeitig mit Blut oder Blutderivaten (Erythrozytenkonzentrat, Plasma und Plasmafraktionen) verabreicht werden, ohne dass zwei getrennte Infusionssysteme verwendet werden.
  • Die Bestimmung der Blutgruppe und alle anderen Labor-Blutuntersuchungen sind möglich, wenn Sie bis zu 2 Liter flüssige Gelatine erhalten haben, dennoch sollten die Blutproben für die Durchführung dieser Tests bevorzugt vor der Infusion von GELOPLASMA Infusionslösung entnommen werden.
  • Aufgrund der Möglichkeit von allergischen Reaktionen, ist eine angemessene Überwachung notwendig. Im Fall einer allergischen Reaktion ist die Infusion sofort abzubrechen und eine geeignete Behandlung durchzuführen.

Der Gebrauch dieser Lösung erfordert die Überwachung von Ihrem klinischen Status und von Laborwerten:

  • Blutdruck und eventuell zentraler Venendruck (dieser wird mit Hilfe eines Venenkatheters gemessen, der direkt zum Herzen führt);
  • Urinausscheidung;
  • Hämatokrit (aus dem Blutbild) und Elektrolyte (Ionen, die im Blut enthalten sind). Insbesondere in den folgenden Situationen:
  • stauungsbedingte Herzinsuffizienz (Zustand, in dem das Herz nicht genügend Blut zu den anderen Organen pumpen kann);
  • eingeschränkte Lungenfunktion;
  • schwere Nierenerkrankung; - Ödeme mit Salz- und Wassereinlagerungen;
  • Kreislaufüberlastung (Überschuss an intravaskulärer Flüssigkeit);
  • Behandlung mit Kortikosteroiden oder deren Derivaten;
  • schwere Blutgerinnungsstörungen.

Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken

Die Anwendung von GELOPLASMA Infusionslösung kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Bei Anwendung von GELOPLASMA Infusionslösung mit anderen Arzneimitteln

  • Die intravenöse Verabreichung anderer Arzneimittel zur gleichen Zeit wie GELOPLASMA Infusionslösung ist nicht zu empfehlen.
  • Da diese Lösung Kalium enthält, ist es ratsam, die Gabe von Kalium und von Arzneimitteln, die einen Überschuss an Kalium im Blut verursachen könnten, zu vermeiden.

BITTE INFORMIEREN SIE IHREN ARZT ODER APOTHEKER, WENN SIE ANDERE ARZNEIMITTEL EINNEHMEN/ANWENDEN BZW. VOR KURZEM EINGENOMMEN/ANGEWENDET HABEN, AUCH WENN ES SICH UM NICHT VERSCHREIBUNGSPFLICHTIGE ARZNEIMITTEL HANDELT.

Schwangerschaft und Stillzeit
Die Sicherheit dieses Arzneimittels bei schwangeren Frauen wurde nicht untersucht. Daher darf GELOPLASMA Infusionslösung nur bei klinischer Notwendigkeit verabreicht werden. Ihr Arzt hat den Nutzen gegen das mögliche Risiko für das Baby abgewogen.
Eine Verabreichung an stillende Mütter wird nicht als schädlich betrachtet.
Sie sollten Ihrem Arzt mitteilen, wenn Sie schwanger sind, wenn Sie glauben, dass Sie schwanger sind oder wenn Sie stillen.

FRAGEN SIE VOR DER EINNAHME VON ALLEN ARZNEIMITTELN IHREN ARZT ODER APOTHEKER UM RAT.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von GELOPLASMA Infusionslösung
Dieses Arzneimittel enthält 5 mmol Kalium pro Liter. Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion oder Patienten mit einer Kalium-kontrollierten Diät sollten dies berücksichtigen.

Dieses Arzneimittel enthält 150 mmol Natrium pro Liter. Patienten mit einer Natrium-kontrollierten Diät sollten dies berücksichtigen.

Wie wird es angewendet?

GELOPLASMA Infusionslösung SOLLTE IMMER GENAU NACH ANWEISUNG DES ARZTES ANGEWENDET WERDEN. BITTE FRAGEN SIE BEI IHREM ARZT ODER APOTHEKER NACH, WENN SIE SICH NICHT GANZ SICHER SIND.

Dieses Arzneimittel werden Sie als intravenöse Tropfinfusion erhalten. Durch die Verwendung einer Infusionspumpe kann die Infusionsgeschwindigkeit erhöht werden.
Dosierung und Infusionsgeschwindigkeit hängen von Ihrem individuellen Bedarf ab. Die verabreichte Menge beträgt im Mittel 500 bis 1000 ml (ein bis zwei Beutel), wenn nötig auch mehr. In der Regel wird Erwachsenen und Kindern mit einem Körpergewicht von über 25 Kilogramm 500 ml (1 Beutel) mit einer angemessen Infusionsgeschwindigkeit verabreicht.
Bei Blutverlust von mehr als 1,5 l beim Erwachsenen sollte üblicherweise neben GELOPLASMA Infusionslösung auch Blut verabreicht werden
Während Ihrer Behandlung könnten Untersuchungen durchgeführt werden, um Ihren Blutdruck, das Blutbild und die Blutgerinnung zu kontrollieren.

Wenn Sie eine größere Menge von GELOPLASMA Infusionslösung erhalten haben, als Sie sollten
Höhere Dosen können zu einer übermäßigen Erhöhung Ihres Blutvolumens führen. Ein erhöhter Druck im Lungenkreislauf kann zum Austreten von Flüssigkeit in den extravaskulären Raum führen und somit Flüssigkeit in den Lungen (Symptom: Atemnot) verursachen. Bei Auftreten einer Überdosierung wird die Infusion sofort abgebrochen und ein schnell wirksames Diuretikum (Arzneimittel, das Ihren Harnfluss erhöht) verabreicht.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann GELOPLASMA Infusionslösung Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Selten wurde über das Auftreten von allergischen Hautreaktionen berichtet. Die Entwicklung eines anaphylaktischen Schocks (schwere allergische Reaktion) ist möglich. Wenn Sie diese Effekte bemerken, informieren Sie bitte sofort Ihren Arzt.

Sehr selten wurde über das Auftreten folgender Ereignisse berichtet: Blutdruckabfall, Verlangsamung der Herzfrequenz, Atembeschwerden, Fieber, Schüttelfrost.

INFORMIEREN SIE BITTE IHREN ARZT ODER APOTHEKER, WENN EINE DER AUFGEFÜHRTEN NEBENWIRKUNGEN SIE ERHEBLICH BEEINTRÄCHTIGT ODER SIE NEBENWIRKUNGEN BEMERKEN, DIE NICHT IN DIESER GEBRAUCHSINFORMATION ANGEGEBEN SIND.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht über 25ºC lagern.
Nicht einfrieren.
Nicht im Kühlschrank lagern.

Sie dürfen GELOPLASMA Infusionslösung nicht verwenden, wenn Sie folgendes bemerken:

  • dass das Behältnis beschädigt ist,
  • dass die Lösung nicht klar ist,
  • dass Flüssigkeit aus dem Beutel entnommen worden ist.

ARZNEIMITTEL FÜR KINDER UNZUGÄNGLICH AUFBEWAHREN.

SIE DÜRFEN DAS ARZNEIMITTEL NACH DEM AUF DEM BEHÄLTNIS NACH "VERWENDBAR BIS" ANGEGEBENEN VERFALLDATUM NICHT MEHR ANWENDEN.

Nach dem Öffnen zum sofortigen Verbrauch bestimmt. Nicht verwendete Lösung muss verworfen werden.


Bewertungen «Geloplasma Infusionslösung»