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«Glimepirid 1A Pharma 3 mg - Tabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Der in Glimepirid 1A Pharma enthaltene Wirkstoff Glimepirid wirkt blutzuckersenkend indem er die Insulinfreisetzung in der Bauchspeicheldrüse stimuliert und gleichzeitig die Blutzuckeraufnahme der Körperzellen verbessert. Er wird zur Behandlung des nicht-insulinpflichtigen Diabetes mellitus Typ II ("Zuckerkrankheit") eingesetzt. Diese Form des Diabetes tritt normalerweise erst in späteren Lebensjahren auf.

Glimepirid 1A Pharma wird zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ II, wenn durch eine entsprechende Diät, körperliche Aktivität und Gewichtsabnahme alleine kein ausreichender Behandlungserfolg erzielt werden konnte.
Glimepirid 1A Pharma darf nur auf Verschreibung eines Arztes eingenommen werden.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Glimepirid 1A Pharma darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Glimepirid oder andere „Sulfonylharnstoffe“ (das sind Arzneimittel zur Blutzuckersenkung wie z.B. Glibenclamid) oder „Sulfonamide“ (das sind Arzneimittel gegen bakterielle Infektionen wie z.B. Sulfamethoxazol) oder einen der sonstigen Bestandteile von Glimepirid 1A Pharma sind (siehe Abschnitt 6 „Was Glimepirid 1A Pharma enthält“).
  • wenn Sie eine Insulin-abhängige Zuckerkrankheit haben (Diabetes mellitus Typ 1)
  • wenn Sie eine diabetische Ketoazidose haben (eine Komplikation der Zuckerkrankheit, bei der der Säurespiegel in Ihrem Körper erhöht ist und Sie folgende Beschwerden haben können: Erschöpfung, Übelkeit, häufiger Harndrang und Muskelsteifheit)
  • wenn Sie eine schwere Nieren- oder Lebererkrankung haben
  • wenn Sie extrem erhöhte Blutzuckerwerte haben (diabetisches Koma)

Nehmen Sie dieses Arzneimittel nicht ein, wenn einer der beschriebenen Umstände auf Sie zutrifft. Wenn Sie nicht sicher sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bevor Sie Glimepirid 1A Pharma verwenden.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Glimepirid 1A Pharma ist erforderlich Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen, wenn:

  • Sie sich gerade von einer Verletzung, einer Operation, einer Infektion mit Fieber oder anderen Belastungen erholen; eine vorübergehende Änderung Ihrer Behandlung könnte notwendig sein
  • Sie eine schwere Störung Ihrer Leber- oder Nierenfunktion haben. Wenn Sie nicht sicher sind, ob das auf Sie zutrifft, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bevor Sie Glimepirid 1A Pharma einnehmen.

Bei Patienten, denen das Enzym „Glukose-6-Phosphat Dehydrogenase“ fehlt, kann es zu einem Absinken des Hämoglobinspiegels und einer verminderten Anzahl roter Blutkörperchen (sogenannte „hämolytische Anämie“) kommen.

Die verfügbare Information zur Verwendung von Glimepirid 1A Pharma bei Personen unter 18 Jahren ist begrenzt. Deshalb wird die Anwendung dieses Arzneimittels bei diesen Patienten nicht empfohlen.

Wichtige Informationen zur sogenannten „Hypoglykämie“ (zu niedriger Blutzucker-spiegel)
Wenn Sie Glimepirid 1A Pharma einnehmen, kann Ihr Blutzuckerspiegel stark absinken (sogenannte Hypoglykämie). Beachten Sie deshalb die folgenden Informationen zur Hypoglykämie, ihren Anzeichen und ihrer Behandlung.

Folgende Faktoren können das Risiko für eine Hypoglykämie erhöhen:

  • Unterernährung, unregelmäßige Mahlzeiten, ausgelassene bzw. verspätete Mahlzeiten oder Fastenperioden • Änderung Ihrer gewohnten Ernährung (Diät)
  • die Einnahme von zuviel Glimepirid 1A Pharma
  • eine verringerte Nierenfunktion
  • eine schwere Lebererkrankung
  • wenn Sie unter bestimmten, durch Hormone verursachte Beschwerden leiden (Störung der Funktion der Schilddrüse, der Hirnanhangdrüse oder der Nebennierenrinde)
  • Alkoholkonsum (vor allem wenn Sie eine Mahlzeit auslassen)
  • die Einnahme bestimmter anderer Arzneimittel (siehe weiter unten „Bei Einnahme von Glimepirid 1A Pharma mit anderen Arzneimitteln“)
  • wenn Sie Ihre körperliche Aktivität steigern aber nicht ausreichend essen, oder Nahrung zu sich nehmen, die weniger Kohlenhydrate als üblich enthält.

Anzeichen einer Hypoglykämie umfassen:

  • quälenden Hunger, Kopfschmerz, Übelkeit, Erbrechen, Trägheit, Müdigkeit, Schlafstörungen, Ruhelosigkeit, Aggression, Konzentrationsstörungen, verminderte Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit, Depression, Verwirrung, Sprech- und Sehstörungen, undeutliches Sprechen, unsicherer Gang, teilweise Lähmung, gestörte Sinneswahrnehmung, Schwindel, Hilflosigkeit.
  • Folgende Anzeichen können auch auftreten: Schwitzen, feuchte Haut, Angst, beschleunigter Herzschlag, hoher Blutdruck, Herzklopfen, plötzliche starke Schmerzen in der Brust, die in benachbarte Körperteile ausstrahlen können (Angina pectoris und Herzrhythmusstörungen).

Wenn der Blutzuckerspiegel weiter abfällt, kann es zu starker Verwirrung (Delirium), Krämpfen, einem Verlust der Selbstkontrolle, flacher Atmung und verlangsamtem Herzschlag kommen und Sie können das Bewusstsein verlieren. Das klinische Bild eines stark reduzierten Blutzuckerspiegels kann dem eines Schlaganfalls ähnlich sein.

Behandlung einer Hypoglykämie
In den meisten Fällen verschwinden die Anzeichen eines zu niedrigen Blutzuckerspiegels sehr rasch, wenn Sie zuckerhaltige Nahrung zu sich nehmen, z.B. Würfelzucker, eine zuckerhaltigen Saft oder gezuckerten Tee.
Sie müssen daher stets etwas Zuckerhaltiges bei sich haben (z.B. Würfelzucker). Bedenken Sie, dass künstlicher Süßstoff wirkungslos ist. Bitte verständigen Sie einen Arzt oder suchen Sie umgehend ein Krankenhaus auf, wenn die Aufnahme von Zucker nicht hilft oder die Beschwerden wiederkehren.

Labortests
Ihr Zuckerspiegel im Blut oder Harn sollte regelmäßig überprüft werden. Ihr Arzt kann auch Bluttests durchführen um Ihre Blutzellzahl und die Leberfunktion zu überprüfen.

Bei Einnahme von Glimepirid 1A Pharma mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Ihr Arzt kann die Glimepirid 1A Pharma-Dosis ggf. ändern, wenn Sie auch andere Arzneimittel einnehmen, die die Wirkung von Glimepirid 1A Pharma auf Ihren Blutzuckerspiegel abschwächen oder verstärken.

Die folgenden Arzneimittel können die blutzuckersenkende Wirkung von Glimepirid 1A Pharma verstärken. Das kann zu einem Risiko einer Hypoglykämie (einem zu niedrigen Blutzuckerspiegel) führen:

  • andere Arzneimittel zur Behandlung der Zuckerkrankheit (Wirkstoffe z.B. Insulin oder Metformin),
  • Arzneimittel zur Behandlung von Schmerzen und Entzündungen (Wirkstoffe z.B. Phenylbutazon, Azapropazon, Oxyfenbutazon, acetylsalicylsäurehaltige Arneimittel)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Harnwegsinfektionen (wie z.B. langwirksame Sulfonamide),
  • Arzneimittel zur Behandlung von Infektionen mit Bakterien oder Pilzen (Wirkstoffe z.B. Tetracycline, Chloramphenicol, Fluconazol, Miconazol, Chinolone, Clarithromycin),
  • Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung (Wirkstoffe: Cumarinderivate wie z.B. Warfarin)
  • Arzneimittel zum Muskelaufbau (sogenannte Anabolika),
  • Arzneimittel zum Ersatz männlicher Sexualhormone,
  • Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen (Wirkstoffe: Fluoxetin, sogenannte „MAO-Hemmer“),
  • Arzneimittel zur Senkung des Cholesterinspiegels (Fibrate),
  • Arzneimittel zur Senkung eines zu hohen Blutdrucks (sogenannte „ACE-Hemmer“),
  • Arzneimittel zur Behandlung der Gicht (Wirkstoffe: Allopurinol, Probenecid, Sulfinpyrazon)
  • Arzneimittel zur Krebsbehandlung (Wirkstoffe: Cyclo-, Tro- und Iphosphamid),
  • Arzneimittel zur Behandlung von Übergewicht (Wirkstoff: Fenfluramin),
  • Arzneimittel zur Steigerung der Zirkulation, wenn es in hohen Dosen intravenös verabreicht wird (Wirkstoff: Pentoxifyllin),
  • Arzneimittel zur Behandlung von Allergien im Nasenraum, wie z.B. Heuschnupfen (Wirkstoff: Tritoqualin),
  • Arzneimittel, die „Sympatholytika“ genannt werden und zur Behandlung von hohem Blutdruck, Herzschwäche oder Prostatabeschwerden dienen.
  • Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen (Wirkstoff: Disopyramid)

Die folgenden Arzneimittel können die blutzuckersenkende Wirkung von Glimepirid 1A Pharma abschwächen. Das kann zum Risiko einer Hyperglykämie (einem zu hohen Blutzuckerspiegel) führen:

  • Arzneimittel, die weibliche Sexualhormone enthalten (Östrogene und Gestagene)
  • Arzneimittel, die die Harnbildung unterstützen (sogenannte „Thiaziddiuretika“)
  • Arzneimittel, die die Schilddrüse anregen (Wirkstoff: z.B. Levothyroxin),
  • Arzneimittel zur Behandlung von Allergien und Entzündungen (sogenannte „Glukokortikoide“),
  • Arzneimittel zur Behandlung schwerer geistiger Störungen (Wirkstoffe: Chlorpromazin und andere Phenothiazin-Derivate),
  • Arzneimittel die den Herzschlag verstärken, zur Behandlung von Asthma, einer verstopften Nase oder von Husten oder Erkältung dienen, zur Gewichtsreduktion oder bei lebensbedrohlichen Notfällen eingesetzt werden (Wirkstoffe: Adrenalin und sogenannte „Sympathikomimetika“)
  • Arzneimittel zur Behandlung eines hohen Cholesterinspiegels (Wirkstoff: Nikotinsäure)
  • Arzneimittel zur Behandlung einer Verstopfung, wenn sie über lange Zeit angewendet werden (sogenannte „Laxantien“)
  • Arzneimittel zur Behandlung der Epilepsie (Wirkstoff: Phenytoin)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Nervosität und Schlafstörungen (sogenannte „Barbiturate“)
  • Arzneimittel zur Behandlung eines zu hohen Augendrucks (Wirkstoff: Acetazolamid),
  • Arzneimittel zur Behandlung eines hohen Blutdrucks oder eines niedrigen Blutzuckerspiegels (Wirkstoff: Diazoxid),
  • Arzneimittel zur Behandlung von Infektionen, Tuberkulose (Wirkstoff: Rifampicin),
  • Arzneimittel zur Behandlung eines sehr niedrigen Blutzuckerspiegels (Wirkstoff: Glucagon),

Die folgenden Arzneimittel können die blutzuckersenkende Wirkung von Glimepirid 1A Pharma verstärken oder abschwächen:

  • Arzneimittel zur Behandlung von Magengeschwüren (sogenannte „H2-Antagonisten“)
  • Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck oder einer Herzschwäche, wie z.B. „Betablocker“, Clonidin, Guanethidin und Reserpin). Diese Mittel können die Zeichen eines zu niedrigen Blutzuckerspiegels verdecken, deshalb ist bei ihrer Anwendung besondere Vorsicht geboten.

Glimepirid 1A Pharma kann die Wirkung folgender Arzneimittel sowohl verstärken als auch abschwächen:

  • Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung (Cumarin-Derivate wie z.B. Warfarin).

Bei Einnahme von Glimepirid 1A Pharma zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Da Alkohol die Wirkung von Glimepirid 1A Pharma in unvorhersehbarer Weise beeinflussen kann, sollte auf den Genuss von Alkohol während der Behandlung mit Glimepirid 1A Pharma verzichtet werden.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Glimepirid 1A Pharma soll während einer Schwangerschaft nicht eingenommen werden. Bei schwangeren Diabetikerinnen muss auf Insulin umgestellt werden.

Während der Behandlung mit Glimepirid 1A Pharma soll nicht gestillt werden.

Informieren Sie daher unbedingt Ihren Arzt, falls Sie schwanger sind, stillen oder eine Schwangerschaft planen.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

Ihre Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit kann beeinträchtigt sein, wenn Ihr Blutzuckerspiegel zu niedrig (sogenannte „Hypoglykämie“) oder zu hoch ist (sogenannte „Hyperglykämie“), oder wenn Sie aufgrund dieser Umstände eine vorübergehende Sehstörung haben. Bedenken Sie, dass Sie sich selbst, oder andere Personen, in Gefahr bringen könnten (z.B. wenn Sie Autofahren oder eine Maschine bedienen). Fragen Sie bitte Ihren Arzt, ob Sie Autofahren können, wenn Sie:

  • häufig einen zu niedrigen Blutzuckerspiegel („Hypoglykämie“) haben
  • wenige oder keine Warnsignale eines zu niedrigen Blutzuckerspiegels an sich bemerken.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Glimepirid 1A Pharma
Dieses Arzneimittel enthält Lactose (als Monohydrat). Nehmen Sie Glimepirid 1A Pharma erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Glimepirid 1A Pharma immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Die für Sie notwendige Dosierung wird von Ihrem Arzt aufgrund Ihrer Blut- und Harnzuckerwerte bestimmt.
Zu einer erfolgreichen Behandlung von Diabetes mellitus gehört aber auch regelmäßige körperliche Bewegung sowie die Einhaltung einer entsprechenden Diät.
Negative Wirkungen, z.B. aufgrund nicht eingehaltener Diätvorschriften, können durch ein blutzuckersenkendes Arzneimittel nicht ausgeglichen werden.

Üblicherweise beträgt die Anfangsdosis 1 Tablette Glimepirid 1A Pharma 1 mg täglich. Bei entsprechendem Behandlungserfolg kann diese Dosierung für den weiteren Verlauf der Behandlung beibehalten werden. Sollte jedoch die gewünschte Blutzuckersenkung ausbleiben, wird die Dosierung von Ihrem Arzt schrittweise erhöht. Ihrem Arzt stehen dafür auch Glimepirid 1A Pharma Tabletten in den Stärken 2 mg, 3 mg und 4 mg zur Verfügung.

Die Maximaldosis von 6 mg Glimepirid, das entspricht 2 Tabletten Glimepirid 1A Pharma 3 mg pro Tag, soll nicht überschritten werden.

Eine Kombinationsbehandlung mit den Wirkstoffen Glimepirid und Metformin oder mit Glimepirid und Insulin kann eingeleitet werden. In diesem Fall wird Ihr Arzt die geeignete Dosis Glimepirid, Metformin oder Insulin individuell für Sie festlegen. Die gemeinsame Verabreichung dieser Arzneimittel darf nur unter strenger ärztlicher Kontrolle begonnen werden.

Art der Anwendung
Zum Einnehmen.
Die Einnahme wird unmittelbar vor oder während des Frühstücks empfohlen bzw. unmittelbar vor oder während der ersten Hauptmahlzeit, wenn kein Frühstück eingenommen wurde.
Normalerweise ist eine einmalige Einnahme von Glimepirid 1A Pharma pro Tag ausreichend. Die Tabletten werden unzerkaut mit etwas Flüssigkeit eingenommen.

Aufgrund bestimmter Umstände (z. B. bei Gewichtsänderung, Änderung des Lebensstils, aber auch bei Besserung der Erkrankung) können während der Behandlung mit Glimepirid 1A Pharma Dosisänderungen notwendig werden.

Wenn Sie daher glauben, das Medikament wirkt zu stark oder zu schwach, so sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt.

Wechsel von anderen Arzneimitteln zur Behandlung des Diabetes mellitus auf Glimepirid 1A

PharmaGrundsätzlich ist ein Wechsel von anderen Arzneimitteln zur Behandlung des Diabetes mellitus auf Glimepirid 1A Pharma möglich (ausgenommen Insulin; siehe unten). Dieser darf jedoch nur unter ärztlicher Anleitung durchgeführt werden.

Wechsel von Insulin auf Glimepirid 1A Pharma In bestimmten, sehr seltenen Fällen kann ein Wechsel von Insulin auf eine Behandlung mit Glimepirid 1A Pharma angezeigt sein. Ein solcher Wechsel sollte aber unter strenger ärztlicher Überwachung durchgeführt werden.

Patienten mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion Bei schweren Nieren- oder Leberfunktionsstörungen soll auf Insulin umgestellt werden. Siehe Abschnitt „Glimepirid 1A Pharma darf nicht eingenommen werden“.

Wenn Sie eine größere Menge von Glimepirid 1A Pharma eingenommen haben, als Sie sollten
Wenn Sie versehentlich zu viel oder eine zusätzliche Dosis Glimepirid 1A Pharma eingenommen haben besteht die Gefahr eines zu niedrigen Blutzuckerspiegels (Anzeichen dieser sogenannten Hypoglykämie werden im Abschnitt 2 „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Glimepirid 1A Pharma ist erforderlich“ beschrieben). In so einem Fall müssen Sie unverzüglich ausreichend Zucker zu sich nehmen (z.B. einige Stücke Würfelzucker, eine süßen Saft oder gesüßten Tee) und sofort einen Arzt benachrichtigen. Wird eine versehentlich herbeigeführte Hypoglykämie bei Kindern behandelt, muss die verabreichte Menge an Zucker sorgfältig kontrolliert werden um die Möglichkeit einer gefährlichen Hyperglykämie (das ist ein zu hoher Blutzuckerspiegel) zu vermeiden. Bewusstlosen Personen darf weder Nahrung noch ein Getränk eingeflößt werden.

Da eine Hypoglykämie längere Zeit andauern kann ist es sehr wichtig, dass der Patient solange sorgfältig überwacht wird, bis keine Gefahr mehr besteht. Die Aufnahme in ein Krankenhaus kann notwendig sein, auch als Vorsichtsmaßnahme. Zeigen Sie dem Arzt die Packung oder die übrigen Tabletten, damit er weiß was eingenommen wurde.

Schwere Fälle einer Hypoglykämie die von Bewusstlosigkeit und schweren Störungen des Nervensystems begleitet sind, sind medizinische Notfälle, die eine sofortige Behandlung und Aufnahme in ein Krankenhaus erfordern. Stellen Sie sicher, dass immer eine vorinformierte Person verfügbar ist, die im Notfall einen Arzt verständigen kann.

Hinweis für den Arzt Informationen zur Überdosierung finden Sie am Ende der Gebrauchsinformation.

Wenn Sie die Einnahme von Glimepirid 1A Pharma vergessen haben
Wurde die Einnahme einer Tablette vergessen, darf die nächstfolgende Dosis auf keinen Fall entsprechend erhöht werden.

Wenn Sie die Einnahme von Glimepirid 1A Pharma abbrechen
Ändern Sie bitte nicht von sich aus die verschriebene Dosierung und hören Sie nicht plötzlich mit der Anwendung des Medikaments auf.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Glimepirid 1A Pharma Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Bitte melden Sie erste Anzeichen von Nebenwirkungen (auch andere als die nachfolgend angeführten) unverzüglich Ihrem Arzt oder Apotheker, damit er gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen ergreifen kann. Dies gilt vor allem bei plötzlich auftretenden Gesichtsschwellungen (u.U. mit Atemnot) sowie Auftreten von Fieber, Halsentzündungen, Lymphknotenschwellungen.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Selten: Blutbildveränderungen1)

Erkrankungen des Immunsystems
Sehr selten: mäßige Überempfindlichkeitsreaktionen2), allergische Entzündungen der Blutgefäße
Nicht bekannt: Kreuzallergien mit Sulfonylharnstoffen, Sulfonamiden oder verwandten Substanzen.

Augenerkrankungen
Nicht bekannt: Sehstörungen4)

Leber- und Gallenerkrankungen
Nicht bekannt: Anstieg der Leberenzymwerte
Sehr selten: Krankhafte Leberfunktion (z. B. mit krankhaftem Gallenfluss und Gelbsucht, Leberentzündung und Leberversagen

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Nicht bekannt: Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut wie Juckreiz, Hautausschläge mit und ohne Jucken, Nesselausschlag, Lichtempfindlichkeit

Untersuchungen
Sehr selten: Abfall der Natriumkonzentration im Blut

1) Blutbildveränderungen bilden sich üblicherweise nach Ende der Behandlung zurück 2) In Einzelfällen können sich mäßige Reaktionen (z.B. der Haut) zu lebensbedrohlichen Situationen mit Atemproblemen, erniedrigtem Blutdruck und auch Schock entwickeln.

Daher sollten Sie, sobald Sie Hautreaktionen beobachten, unverzüglich Ihren Arzt informieren.
3) “Hypoglykämische Reaktionen” sind Reaktionen, die aufgrund von verringertem Blutzucker verursacht wurden. Diese treten üblicherweise sofort auf. Diese können gefährlich sein und sind nicht immer leicht zu behandeln (siehe unter Abschnitte 2 und 3).
4) Vorübergehende Sehstörungen aufgrund Veränderungen des Blutzuckerspiegels, treten besonders zu Beginn der Behandlung auf.
5) Magen-Darm-Beschwerden führen selten zu einer Beendigung der Behandlung.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht über 30°C lagern.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Außenkarton nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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