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«Glimepirid "Merck" 2 mg - Tabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Glimepirid „Merck“ 2 mg ist ein blutzuckersenkendes Arzneimittel (Antidiabetikum) aus der Gruppe der Sulfonylharnstoffe.

Glimepirid „Merck“ 2 mg wird angewendet zur Behandlung des Typ-2-Diabetes, wenn Diät, körperliche Aktivität und Gewichtsreduktion allein nicht ausreichend sind, um den Blutzucker angemessen zu senken.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

beachten?

Glimepirid „Merck“ 2 mg darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Glimepirid, andere Sulfonylharnstoffe, Sulfonamide oder einen der sonstigen Bestandteile von Glimepirid „Merck“ 2 mg sind,
  • wenn Sie an insulin-abhängigem Diabetes (Typ-1-Diabetes) leiden,
  • bei Bewusstseinstrübung und Bewusstlosigkeit infolge eines stark erhöhten Blutzuckers (diabetisches Koma),
  • bei diabetischer Stoffwechselentgleisung (Ketoazidose),
  • bei schweren Nieren- oder Leberfunktionsstörungen. In diesem Fall ist ein Wechsel zu Insulin erforderlich.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Glimepirid „Merck“ 2 mg ist erforderlich: Glimepirid „Merck“ 2 mg wird unmittelbar vor oder während einer Mahlzeit eingenommen. Wenn Sie Ihre Mahlzeiten unregelmäßig einnehmen oder eine Mahlzeit völlig auslassen, kann es während der Behandlung zu einer Unterzuckerung (Hypoglykämie) kommen. Anzeichen einer Unterzuckerung sind: Kopfschmerzen, Heißhunger, Übelkeit, Erbrechen, Mattigkeit, Schläfrigkeit, Schlafstörungen, Unruhe, Aggressivität, Konzentrationsstörungen, verminderte Wachsamkeit und vermindertes Reaktionsvermögen, Depression, Verwirrtheit, Sprach- und Sehstörungen, Sprachstörungen (Aphasie), Zittern, Lähmungserscheinungen, Empfindungsstörungen, Schwindel (Vertigo), Hilflosigkeit, Verlust der Selbstkontrolle, Verwirrung und Wahnvorstellungen (Delirium), Krämpfe, Schläfrigkeit und Bewusstlosigkeit bis einschließlich Koma, flache Atmung und verlangsamter Herzschlag.

Infolge einer körpereigenen Gegenregulation kann es zu Symptomen wie Schwitzen, feuchtkalte Haut, Angst, Herzrasen, erhöhtem Blutdruck, Herzklopfen, Engegefühl in der Brust (Angina pectoris) und Herzrhythmusstörungen kommen.

Das klinische Bild einer schweren Unterzuckerung kann dem eines Schlaganfalls gleichen. Die Symptome verschwinden in der Regel, wenn sofort Kohlenhydrate (Zucker) aufgenommen werden. Künstliche Süßstoffe zeigen keine Wirkung.

Von anderen Sulfonylharnstoffen, zu denen auch Glimepirid gehört, ist bekannt, dass eine Unterzuckerung trotz zunächst erfolgreicher Gegenmaßnahmen wieder auftreten kann.

Eine schwere oder anhaltende Unterzuckerung, die mit der üblichen Zuckeraufnahme nur vorübergehend behoben werden kann, erfordert eine sofortige ärztliche Behandlung, gelegentlich mit Krankenhauseinweisung.

Folgende Faktoren können eine Unterzuckerung begünstigen:

  • mangelnde Bereitschaft oder (häufiger bei älteren Patienten) mangelnde Fähigkeit des Patienten zur Mitarbeit,
  • Unterernährung, unregelmäßige oder ausgelassene Mahlzeiten bzw. Fastenperioden,
  • Ungleichgewicht zwischen körperlicher Bewegung und Kohlenhydrataufnahme, - Änderungen der Diät,
  • Alkoholkonsum, vor allem in Verbindung mit ausgelassenen Mahlzeiten,
  • eingeschränkte Nierenfunktion,
  • schwere Leberfunktionsstörung, - Überdosierung von Glimepirid,
  • Störungen des Kohlenhydratstoffwechsels, z. B. durch Erkrankungen der Schilddrüse des Hypophysenvorderlappens oder der Nebennierenrinde,
  • gleichzeitige Anwendung bestimmter anderer Arzneimittel (siehe Abschnitt „Bei Einnahme von Glimepirid „Merck“ 2 mg mit anderen Arzneimitteln“).

Die Behandlung mit Glimepirid erfordert regelmäßige Kontrollen der Blut- und Harnzuckerwerte. Zusätzlich wird die Bestimmung von glykosyliertem Hämoglobin (HbA1c) empfohlen.

Regelmäßige Kontrollen der Leberfunktion und des Blutbildes (insbesondere Leukozyten und Thrombozyten) sind während der Behandlung mit Glimepirid erforderlich.

In Stresssituationen (z. B. nach Unfällen, chirurgischen Eingriffen, bei fieberhaften Infekten) kann eine vorübergehende Umstellung auf Insulin durch Ihren Arzt notwendig sein.

Es liegen keine Erfahrungen über die Behandlung mit Glimepirid bei Patienten mit schweren Leberfunktionsstörungen oder schweren Nierenfunktionsstörungen (Dialysepatienten) vor. In diesen Fällen sollte eine Umstellung auf Insulin durch Ihren Arzt erfolgen.

Bei Einnahme von Glimepirid „Merck“ mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Wenn Sie Glimepirid gemeinsam mit bestimmten anderen Medikamenten einnehmen, kann es sowohl zu einer unerwünschten Verstärkung als auch Abschwächung der blutzuckersenkenden Wirkung kommen. Deshalb dürfen Sie andere Medikamente nur unter Kontrolle (bzw. auf Verordnung) Ihres Arztes anwenden.

Zu einer Unterzuckerung infolge einer Verstärkung der blutzuckersenkenden Wirkung kann es durch die gleichzeitige Einnahme der folgenden Arzneimittel kommen: Phenylbutazon, Azapropazon und Oxyphenbutazon (entzündungshemmende und schmerzlindernde Arzneimittel), Insulin und andere orale Antidiabetika, Sulfinpyrazon und Probenecid (Mittel zur Steigerung der Harnsäureausscheidung), langwirkende Sulfonamide (Antibiotika), Metformin (Antidiabetikum), Tetracycline (Antibiotika), Salicylate (Schmerzmittel) und p-Aminosalicylsäure (Tuberkulosemittel), MAO-Hemmer (Mittel zur Behandlung von Gemütsstörungen), Anabolika und männliche Sexualhormone, Chinolon-Antibiotika, Chloramphenicol (Antibiotikum), blutgerinnungshemmende Mittel vom Cumarin-Typ, Miconazol (Mittel gegen Pilzinfektionen), Fenfluramin (Appetitzügler), hochdosiertes, injiziertes Pentoxifyllin (gefäßerweiterndes Mittel), Fibrate (Mittel zur Senkung erhöhter Fettwerte), Tritoqualin (Allergiemittel), ACE-Hemmer (Mittel zur Behandlung von Bluthochdruck), Fluoxetin (Mittel zur Behandlung von Gemütsstörungen), Allopurinol (Gichtmittel), Sympatholytika (Mittel zur Behandlung von Bluthochdruck), Cyclophosphamid, Tro- und Ifosfamid (Mittel zur Behandlung von Krebserkrankungen), Fluconazol (Mittel zur Behandlung von Pilzinfektionen).

Zu einer Verminderung der blutzuckersenkenden Wirkung und damit zu erhöhten Blutzuckerspiegeln kann es durch die gleichzeitige Einnahme von Arzneimitteln kommen, die einen der folgenden Wirkstoffe enthalten:
Östrogene und Gestagene (weibliche Sexualhormone), Saluretika und Thiazide (Entwässerungsmittel), Schilddrüsenhormone, Glukokortikoide (entzündungshemmende Mittel), Phenothiazin-Derivate (Mittel bei Allergien), Chlorpromazin (Mittel zur Behandlung psychischer Störungen), Adrenalin und Sympathomimetika (Kreislaufmittel), Nikotinsäure (in hohen Dosen) und Nikotinsäure-Derivate (Mittel zur Senkung erhöhter Fettwerte), Abführmittel (bei Langzeitanwendung), Phenytoin (Mittel zur Behandlung der Epilepsie), Diazoxid (Mittel zur Behandlung von Bluthochdruck), Glucagon (Mittel zur Steigerung des Blutzuckers vor allem bei Stoffwechselentgleisung), Barbiturate (Schlaf- und Beruhigungsmittel) und Rifampicin (Tuberkulosemittel), Acetazolamid (entwässerndes Mittel).

H-Antagonisten (Mittel zur Behandlung von Magengeschwüren) und Betablocker (Mittel zur Behandlung von Herzerkrankungen) bzw. Clonidin und Reserpin (Mittel zur

Blutdrucksenkung) können die blutzuckersenkende Wirkung von Glimepirid entweder verstärken oder abschwächen.

Unter dem Einfluss sympatholytisch wirkender Mittel wie Betablocker, Clonidin, Guanethidin (Mittel zur Blutdrucksenkung) und Reserpin können die Anzeichen einer körpereigenen Gegenregulation bei Unterzuckerung abgeschwächt sein oder fehlen.

Glimepirid kann die Wirkung bestimmter blutgerinnungshemmender Substanzen (Cumarin-Derivate) verstärken oder mindern.

Bei Einnahme von Glimepirid „Merck“ 2 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Sowohl der einmalige als auch der regelmäßige Konsum von Alkohol kann, vor allem in Verbindung mit ausgelassenen Mahlzeiten, eine Unterzuckerung begünstigen bzw. die blutzuckersenkende Wirkung von Glimepirid in unvorhersehbarer Weise verstärken oder abschwächen. Fragen Sie deshalb Ihren Arzt, welche Alkoholmenge Sie zu sich nehmen dürfen.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme / Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Patientinnen mit Diabetes, die schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen, sollten nicht mit Glimepirid behandelt werden. Der Blutzuckerspiegel sollte in diesen Fällen mit Insulin auf normale Werte eingestellt werden. Informieren Sie unbedingt Ihren Arzt, damit dieser sofort die Behandlung auf Insulin umstellen kann.
Es wird vom Stillen während einer Behandlung mit Glimepirid abgeraten.

Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

ACHTUNG: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

Ihre Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit kann eingeschränkt sein, wenn Ihre Blutzuckerwerte zu niedrig (Unterzuckerung) oder zu hoch (Überzuckerung) sind und dadurch Sehstörungen auftreten. Bedenken Sie dies bitte in Situationen, in denen diese Fähigkeiten von besonderer Bedeutung sind wie beim Fahren eines Autos oder beim Bedienen von Maschinen.
Wenn bei Ihnen häufig Unterzuckerungen auftreten oder die Anzeichen einer Unterzuckerung abgeschwächt sind oder ganz fehlen, sollten Sie Vorsichtsmaßnahmen treffen, damit es nicht zu einer Unterzuckerung kommt, wenn Sie Autofahren. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber, ob es für Sie grundsätzlich ratsam ist, ein Kraftfahrzeug zu führen oder Maschinen zu bedienen.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Glimepirid „Merck“ 2 mg:
Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Bitte nehmen Sie Glimepirid „Merck“ 2 mg daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Glimepirid „Merck“ 2 mg immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Wenn Sie eine Tablette eingenommen haben, dürfen Sie anschließend die Mahlzeit nicht auslassen. Bitte besprechen Sie mit Ihrem Arzt vor Beginn der Behandlung, was Sie machen sollen, wenn Sie Glimepirid „Merck“ 2 mg falsch einnehmen bzw. nicht zum verordneten Zeitpunkt einnehmen können.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
Die Basis einer erfolgreichen Diabetes-Behandlung sind eine adäquate Diät, regelmäßige körperliche Bewegung sowie regelmäßige Kontrollen der Blut- und Harnwerte. Die Diätvorschriften lassen sich nicht durch Tabletten oder Insulin ersetzen.

Die Dosis richtet sich nach den Blut- und Harnzuckerwerten.

Die Anfangsdosis beträgt 1 Tablette Glimepirid „Merck“ 1 mg (entsprechend 1 mg Glimepirid) pro Tag. Wird damit eine ausreichende Stoffwechseleinstellung, d.h. ein Blutzuckerspiegel in richtiger Höhe und ohne große Schwankungen, erzielt, sollte diese Dosis in der Therapie beibehalten werden.

Bei nicht zufriedenstellender Blutzuckereinstellung sollte die Dosis entsprechend den Blutzuckerwerten von Ihrem Arzt auf 2 mg, 3 mg oder 4 mg Glimepirid pro Tag erhöht werden, jeweils im Abstand von 1 bis 2 Wochen. Hierfür stehen Tabletten mit den entsprechenden Wirkstärken zur Verfügung.
Eine Tagesdosis von mehr als 4 mg verbessert nur in Einzelfällen die Wirkung. Die empfohlene maximale Tagesdosis beträgt 6 mg Glimepirid.

Lässt sich bei Ihnen mit der maximalen Tagesdosis von Metformin, einem anderen Arzneimittel gegen Diabetes mellitus, keine ausreichende Blutzuckereinstellung erzielen, können Sie nach Verordnung durch den Arzt beginnen, zusätzlich zu Metformin Glimepirid einzunehmen. Während die Metformin-Dosierung beibehalten wird, beginnt die Behandlung mit Glimepirid mit einer niedrigen Dosis. Diese wird dann in Abhängigkeit von den Blutzuckerwerten schrittweise von Ihrem Arzt bis auf die maximale Tagesdosis erhöht, bis eine ausreichende Blutzuckereinstellung erreicht ist. Ihr Arzt wird den Beginn der Kombinationstherapie sorgfältig überwachen.

Lässt sich bei Ihnen mit der maximalen Tagesdosis von Glimepirid „Merck“ allein keine ausreichende Blutzuckereinstellung erzielen, können Sie bei Bedarf nach Verordnung durch den Arzt zusätzlich Insulin anwenden. Dabei wird unter Beibehaltung der Glimepirid-Dosierung die Insulinbehandlung mit niedriger Dosis begonnen. Diese wird dann in Abhängigkeit von der angestrebten Stoffwechseleinstellung schrittweise von Ihrem Arzt erhöht, der den Beginn der Kombinationstherapie sorgfältig überwacht.

Normalerweise ist es ausreichend, wenn Sie Glimepirid „Merck“ 2 mg einmal täglich, unmittelbar vor oder während eines ausreichenden, kohlehydratreichen Frühstücks einnehmen. Wenn Sie nicht frühstücken, nehmen Sie Glimepirid „Merck“ 2 mg unmittelbar vor oder während der ersten Hauptmahlzeit ein. Nehmen Sie die Tabletten unzerkaut mit etwas Flüssigkeit ein.

Wenn sich Ihre Blutzuckereinstellung im Verlauf der Behandlung bessert, kann der Bedarf an Glimepirid infolge einer gesteigerten Insulinempfindlichkeit sinken. Um eine

Unterzuckerung zu vermeiden, kann es daher notwendig sein, in Absprache mit Ihrem Arzt die Dosis zu senken oder die Therapie zu beenden. Eine Dosisanpassung kann auch notwendig sein, wenn sich Ihr Gewicht ändert, Sie Ihren Lebensstil ändern oder andere Faktoren das Risiko einer Unter- oder Überzuckerung verstärken.

  • Wechsel von anderen blutzuckersenkenden Arzneimitteln zum Einnehmen (orale Antidiabetika) zu Glimepirid

Ein Wechsel von anderen blutzuckersenkenden Arzneimitteln zum Einnehmen zu Glimepirid ist grundsätzlich möglich. Zu beachten ist dabei jedoch, wie stark und wie lange das zuvor angewendete Arzneimittel wirkt. Bei bestimmten Arzneimitteln, die sehr lange im Körper bleiben (z. B. Chlorpropamid), müssen Sie nach der letzten Einnahme dieses Mittels einige Tage warten, bevor Sie die Behandlung mit Glimepirid beginnen, damit es nicht zu Unterzuckerungen kommt. Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 1 Tablette Glimepirid „Merck“ 1 mg (entsprechend 1 mg Glimepirid) pro Tag.

Abhängig davon, wie Sie auf die Behandlung mit Glimepirid ansprechen, kann die Dosis von Ihrem Arzt, wie weiter oben beschrieben, schrittweise erhöht werden.

  • Wechsel von Insulin zu Glimepirid

In Ausnahmefällen kann ein Wechsel zu Glimepirid bei Typ-2-Diabetikern, die mit Insulin behandelt werden, notwendig sein. Der Wechsel muss sorgfältig von Ihrem Arzt überwacht werden.

  • Eingeschränkte Nieren- oder Leberfunktion

Bei schweren Nieren- oder Leberfunktionsstörungen dürfen Sie Glimepirid nicht einnehmen (siehe Abschnitt 2 „Glimepirid „Merck“ 2 mg – Tabletten dürfen nicht eingenommen werden“).

Wenn Sie eine größere Menge von Glimepirid „Merck“ 2 mg eingenommen haben, als Sie sollten,
kann es zu einer Unterzuckerung kommen, die 12 bis 72 Stunden anhalten und nach anfänglicher Besserung erneut auftreten kann. Nehmen Sie sofort ausreichend Zucker zu sich und informieren Sie umgehend einen Arzt. Dies gilt auch besonders bei versehentlicher Einnahme der Tabletten von Kindern und Jugendlichen. Da die Symptome bis zu 24 Stunden nach der Überdosierung auftreten können und lange anhalten können, wird eine Überwachung im Krankenhaus empfohlen. Informieren Sie Ihre Verwandten, Freunde und engen Arbeitskollegen über die Gefahren einer Unterzuckerung, so dass diese im Notfall einen Arzt benachrichtigen können.
Symptome können sein: Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Unruhe, Zittern, Seh- und Koordinationsstörungen, Schläfrigkeit, Krämpfe und Koma.

Wenn Sie die Einnahme von Glimepirid „Merck“ 2 mg vergessen haben Nehmen Sie auf keinen Fall die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, da dies zu einer Unterzuckerung führen kann. Setzen Sie die Behandlung wie von Ihrem Arzt verordnet fort. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Wenn Sie die Einnahme von Glimepirid „Merck“ 2 mg abbrechen

Es ist sehr wichtig, dass Sie Glimepirid „Merck“ 2 mg regelmäßig, nach Anweisung Ihres Arztes einnehmen, damit die Behandlung erfolgreich ist. Wenn Sie die Behandlung unterbrechen oder vorzeitig beenden, kann sich die gewünschte blutzuckersenkende Wirkung nicht einstellen bzw. Ihr Diabetes mellitus wieder verschlechtern. Sprechen Sie deshalb bitte mit Ihrem Arzt, wenn Sie die Behandlung abbrechen möchten.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel können Glimepirid „Merck“ 2 mg – Tabletten Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.
Nachfolgend sind die Nebenwirkungen nach Organsystemen und Häufigkeit eingeteilt. Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Folgende Nebenwirkungen können unter der Behandlung mit Glimepirid auftreten:

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Selten:
Blutbildveränderungen, mäßige bis schwere Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie), Verminderung der weißen (Leukopenie, Granulozytopenie) und der roten (Erythrozytopenie) Blutkörperchen, Zerstörung von Granulozyten (Agranulozytose), beschleunigter Zerfall der roten Blutkörperchen (hämolytische Anämie) und Verminderung der Zahl aller Blutzellen (Panzytopenie). Diese Blutbildveränderungen gehen im Allgemeinen nach Absetzen der Behandlung zurück.

Erkrankungen des Immunsystems Gelegentlich: Gleichzeitige Allergie (Kreuzallergie) gegen weitere Arzneimittel (Sulfonylharnstoffe, Sulfonamide oder verwandte Substanzen). Sehr selten: Leichte Überempfindlichkeitsreaktionen, die sich zu schweren Zuständen mit Atemnot, Blutdruckabfall und manchmal Schock entwickeln können, Gefäßentzündung (allergische Vaskulitis).

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen Selten: Unterzuckerungserscheinungen, die meistens sofort auftreten und schwer und nicht immer leicht zu beheben sind. Das Auftreten solcher Erscheinungen hängt, wie bei anderen blutzuckersenkenden Behandlungen, von individuellen Faktoren wie Ernährungsgewohnheiten und Dosierung ab.

Augenerkrankungen
Selten:
Vorübergehende Sehstörungen, insbesondere zu Beginn der Behandlung durch Änderungen des Blutzuckerspiegels.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts Sehr selten: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Völlegefühl, Bauchschmerzen.

Leber- und Gallenerkrankungen Selten: Erhöhung der Leberenzymwerte.
Sehr selten: Leberfunktionsstörungen (z. B. Gallenstauung und Gelbsucht) und Leberentzündung bis hin zum Leberversagen.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes Selten: Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut wie Juckreiz, Ausschlag und Nesselsucht mit Quaddelbildung.
Sehr selten: Lichtempfindlichkeitsreaktionen.

Untersuchungen Sehr selten: Verringerung des Natriumgehalts im Serum.

Gegenmaßnahmen Wenn Sie bei sich Anzeichen einer Unterzuckerung feststellen, nehmen Sie sofort Zucker (z. B. Traubenzucker) oder ein gezuckertes Getränk zu sich. Künstliche Süßstoffe helfen nicht gegen eine Unterzuckerung. Unterrichten Sie sobald wie möglich Ihren Arzt, der prüfen wird, ob die Dosierung von Glimepirid bzw. der gesamte Behandlungsplan korrigiert werden muss.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht über 25 ºC lagern. In der Originalverpackung aufbewahren.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Behältnis angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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