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«Glucose 5% "Baxter" - Infusionslösung»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

GLUCOSE 5% „Baxter“ ist eine isotone Infusionslösung mit einer Osmolarität von ca. 277 mosm/l, das bedeutet gleich stark konzentriert wie Plasma. Die Kalorienzufuhr liegt bei 200 kcal/Liter.

Glucose (= Dextrose = Traubenzucker) ist der wichtigste in der Nahrung enthaltene Einfachzucker (Monosaccharid). Gemeinsam mit Fett ist sie der wichtigste Energielieferant für den menschlichen Körper. Die Wirksamkeit der Glucoseinfusion liegt in einer raschen Energiebereitstellung für Personen ohne eingeschränkte Glucoseverwertung (eventuell korrigierbar durch Insulin).

GLUCOSE 5% “Baxter“ – Infusionslösung dient zur Behandlung von Flüssigkeitsverlusten, etwa zur Zufuhr freien Wassers bei Wasserverlusten, die mit einer erhöhter Plasmakonzentration einhergehen, sowie zur Zufuhr geringer Energiemengen.
Aufgrund der guten Mischbarkeit eignet sich GLUCOSE 5% „Baxter“ auch als Trägerlösung und Verdünnungsmittel für kompatible Arzneimittel zur intravenösen Verabreichung.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

GLUCOSE 5% „Baxter“ - Infusionslösung darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen einen oder mehrere Bestandteile des Arzneimittels sind,
  • bei entgleister Zuckerkrankheit,
  • bei anderen bekannten Glucose-Intoleranzen (z.B. in Stress-Situationen des Stoffwechsels),
  • bei abnorm hohen Werten von Zucker (bis hin zum hyperosmolaren Koma) oder Milchsäure (Lactat) im Blut.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von GLUCOSE 5% „Baxter“ - Infusionslösung ist erforderlich:

  • zu Beginn und während der Infusion. Eine sorgfältige Überwachung der klinischen und biologischen Parameter, insbesondere des Blutzuckerspiegels und der Elektrolyte ist erforderlich.
  • wenn Sie an einer Volumenüberlastung, Herz-, Lungen- oder Nierenfunktionsstörung und/oder stark verminderter Harnproduktion leiden. Hohe Mengen Glucose 5 % dürfen mit äußerster Vorsicht und nur unter besonderer Überwachung verabreicht werden.
  • bei Diabetikern oder Patienten mit Nierenfunktionsstörung oder schweren akuten Erkrankungen. Der Blutzuckerspiegel ist engmaschig zu kontrollieren, da die Glucose-Toleranz vermindert sein kann.
  • Bei Auftreten stark erhöhter Blutzuckerwerte (Hyperglykämie). Die Infusionsrate ist anzupassen oder Insulin zu verabreichen.
  • bei langfristiger Verabreichung oder Verabreichung großer Mengen, da ein verminderter Kaliumspiegel im Blut auftreten kann. Der Kaliumspiegel ist regelmäßig zu kontrollieren; falls erforderlich, ist Kalium zuzusetzen.

Die Verabreichung einer Glucose 5% Infusionslösung kann zu einer Hyperglykämie führen. In diesem Fall wird empfohlen, diese Lösung nicht nach akuten Schlaganfällen infolge von Sauerstoffmangel (ischämischen Insulten) zu verwenden, da eine Hyperglykämie eine Zunahme des Hirnschadens zur Folge haben und damit die Genesung beeinträchtigen kann.

Die Infusion von Glucoselösung kann in den ersten 24 Stunden nach einem Schädeltrauma kontraindiziert sein. Der Blutzuckerspiegel muss bei Druckanstieg im Schädel sorgfältig überwacht werden.

Die Glucoselösung sollte nicht mit, vor oder nach einer Infusion mit Vollblut über dasselbe Infusionsbesteck verabreicht werden, da es sonst zum Aufplatzen der roten Blutkörperchen (Hämolyse) und zu Blutgerinnselbildung kommen kann.

Bei Anwendung von GLUCOSE 5% „Baxter“ - Infusionslösung mit anderen Arzneimitteln Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Schwangerschaft und Stillzeit
Glucose 5 % kann in der Schwangerschaft und Stillzeit, unter Kontrolle von Elektrolyt- und Flüssigkeitsgleichgewicht, verabreicht werden.

Bei Verwendung von Arzneimittelzusätzen sind die Merkmale des jeweiligen Arzneimittels und seine Anwendung während Schwangerschaft und Stillzeit zu berücksichtigen.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Es sind keine Auswirkungen von GLUCOSE 5% „Baxter“ – Infusionslösung auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen bekannt.

Wie wird es angewendet?

Die Verabreichung erfolgt in eine Vene (intravenös).

Der Arzt bestimmt die für Sie erforderliche Dosierung und Infusionsgeschwindigkeit entsprechend Ihres Alters, Gewichts, klinischen und biologischen Zustands und der Begleittherapie.

Dient die Lösung dem Verdünnen und Verabreichen therapeutischer Zusätze als intravenöse Infusion, bestimmt die Fach-/Gebrauchsinformation des zugesetzten Wirkstoffes das jeweilige Verabreichungsvolumen.

Wenn Sie eine größere Menge von GLUCOSE 5% „Baxter“ - Infusionslösung angewendet haben, als Sie sollten,
informieren Sie bitte unverzüglich Ihren Arzt, damit geeignete Maßnahmen gegen die Anzeichen einer Überdosierung sowie unterstützende Maßnahmen eingeleitet werden können.

Eine Verabreichung über einen längeren Zeitraum oder eine rasche Infusion von großen Mengen GLUCOSE 5% „Baxter“ - Infusionslösung kann zu erhöhtem Blutzuckerspiegel, Hyperosmolarität, Zuckerausscheidung im Harn, erhöhter Harnproduktion und Wasserverlust führen.

Eine Verabreichung über einen längeren Zeitraum oder eine rasche Infusion kann außerdem eine Wassereinlagerung mit Ödemen oder Wasserintoxikation verursachen.

Steht die Überdosierung in Zusammenhang mit dem Arzneimittel, das der infundierten Lösung hinzugefügt wurde, hängen die Zeichen und Symptome der Überdosierung von der Art des verwendeten Zusatzes ab.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann GLUCOSE 5% „Baxter“ - Infusionslösung Nebenwirkungen haben. Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der angeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser
Gebrauchsinformation angegeben sind.

Die Infusion von Glucose 5% kann zu erhöhtem Blutzuckerspiegel und zu Störungen im Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt (Volumenüberladung, verminderte Blutspiegel von Kalium, Magnesium und Phosphat )führen.

Nebenwirkungen, wie etwa Fieber, Infektion an der Einstichstelle, lokale Schmerzen oder Reaktionen, Venenreizung, Venenthrombose oder von der Einstichstelle ausgehende Venenentzündung, Austritt ins Gewebe und Volumenüberladung können mit der
Verabreichungsart zusammenhängen.

Über folgende Nebenwirkungen wurde berichtet:
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen:
Häufig
(>1/100 - <1/10): Elektrolytstörungen, erhöhter Blutzuckerspiegel <br /> Gelegentlich (>1/1000 - <1/100): Blutverdünnung, Volumenüberlastung, Zuckerausscheidung im Harn <br /> Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort:
Gelegentlich
(>1/1000 - <1/100): Schüttelfrost, Schwitzen, vermehrter Harnfluss (Polyurie), leicht erhöhte Temperatur, Fieber, Infektionen am Verabreichungsort <br /> Selten (>1/10000 - <1/1000): Venenentzündung <br /> Erkrankungen des Immunsystems:
Selten
(>1/10000 - <1/1000): allergische Reaktionen</p>

Die Wahrscheinlichkeit anderer Nebenwirkungen hängt vom jeweiligen Zusatz ab.

Bei Auftreten einer Nebenwirkung ist die Infusion abzubrechen.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht über 25°C lagern.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und der Originalverpackung nach „Verw.bis:“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.


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