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«Gutron® Injektionslösung»

Wie wirkt der Inhaltsstoff?

Midodrin lindert die Beschwerden bei niedrigem Blutdruck (Hypotonie).Niedriger Blutdruck ist keine Krankheit - vermutlich leben Menschen mit niedrigem Blutdruck sogar länger, weil ihre Blutgefäße im Laufe des Lebens weniger belastet werden. Der niedrige Blutdruck wird erst dann zum Problem, wenn nicht mehr alle Organe ausreichend mit Blut versorgt werden können und daher Beschwerden auftreten: dazu zählen Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Antriebsarmut und allgemeine Leistungsschwäche. Eine Störung der Regulation des Blutdrucks ist der kurzzeitige Blutdruckabfall: beim plötzlichen Aufstehen aus dem Liegen oder Sitzen oder auch bei langem Stehen versackt das Blut in den Beinen. Das Gehirn bekommt dadurch zu wenig Blut, den Betroffenen wird schwindlig oder schwarz vor den Augen, und manche werden sogar kurzzeitig bewusstlos. Schädlich sind diese kurzen Ohnmachten nicht - die einzige Gefahr sind mögliche Verletzungen durch den Sturz, vor allem bei älteren Menschen.Durch ein kompliziertes System aus verschiedenen Botenstoffen und Nervensignalen wird der Blutdruck laufend den Bedürfnissen des Körpers angepasst. Dabei spielt der Sympathikus, ein Teil unseres unbewussten Nervensystems, eine wichtige Rolle: er steuert die Produktion der Botenstoffe Adrenalin und Noradrenalin. Diese docken am Herzen an speziellen Bindungsstellen, den Beta-Rezeptoren, an und bewirken dort eine Steigerung der Herzleistung und des Blutdrucks. An den Blutgefäßen binden sie sich an Alpha-Rezeptoren und verengen die Gefäße. Auch dadurch steigt der Blutdruck.Midodrin ist ein Alpha-Sympathomimetikum: wie Noradrenalin besetzt es die Alpha-Rezeptoren der Blutgefäße. Die Gefäße werden enger, der Blutdruck steigt und die Durchblutung des Körpers wird verbessert. Auf die Beta-Rezeptoren und die Herzleistung hat Norfenefrin dagegen keinen Einfluss. Zusätzlich kräftigt und stabilisiert Midodrin die kleinen Blutgefäße der Venen: Das Blut kann nicht mehr in den Beinen versacken und wird schneller zum Herzen zurück befördert. Dadurch wird der Kreislauf verbessert und stabilisiert. Fast immer ist die Ursache für einen niedrigen Blutdruck harmlos. In manchen Fällen kann jedoch eine andere Erkrankung der Auslöser sein, z.B. eine Herzschwäche oder eine Schilddrüsenerkrankung.Sie sollten daher in jedem Falle von ihrem Arzt die Ursache abklären lassen, bevor Sie Medikamente einnehmen.Weiterlesen:Anwendungsgebiete

Anwendungsgebiete

  • Kreislaufstörungen mit Blutdruckabfall (Orthostase-Syndrom)
  • Niedriger Blutdruck (Hypotonie)

Packungsgrößen

  • 5 Amp. (N2) 2 ml

Wann ist das Medikament nicht für Sie geeignet (Gegenanzeigen)?

  • Bluthochdruck (Hypertonie)
  • Erhöhter Augeninnendruck, der durch Verengung des Abflusskanals für das Augenkammerwasser entsteht (Engwinkelglaukom)
  • Schwere Überfunktion der Schilddrüse (Hyperthyreose)
  • Schwere Herz- und Gefäßerkrankungen
  • Schwierigkeiten beim Wasserlassen (Blasenentleerungsstörungen)
  • Tumor, der das Hormon Adrenalin und/oder Noradrenalin produziert (Phäochromozytom)

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Während der Schwangerschaft und der Stillzeit sollte das Medikament möglichst nicht angewendet werden, es sei denn, Ihr Arzt hält dies für unbedingt erforderlich.

Nebenwirkungen

Aufgelistet sind die wichtigsten, bekannten Nebenwirkungen. Sie können auftreten, müssen aber nicht, da jeder Mensch unterschiedlich auf Medikamente anspricht.

Manchmal reagieren Menschen allergisch auf Medikamente. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion verspüren, informieren Sie sofort Ihren Arzt oder Apotheker.

  • Häufiges Wasserlassen (Gelegentlich)
  • Kältegefühle in Händen und Füßen (Selten)
  • Unruhe (Selten)
  • Herzklopfen (Selten)
  • Herzrhythmusstörungen (Selten)

Wechselwirkungen

Bei gleichzeitiger Einnahme von herzwirksamen Glykosiden erhöht sich das Risiko für Herzrhythmusstörungen.Medikamente mit Kortison verstärken möglicherweise den Blutdruckanstieg.Das Präparat kann die Wirkung weiterer Medikamente verstärken oder abschwächen oder selbst verstärkt oder abgeschwächt werden. Halten Sie in jedem Fall Rücksprache mit ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie noch andere Medikamente einnehmen.


Bewertungen «Gutron® Injektionslösung»