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«Gutron®»

Gutron®
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Was ist es und wofür wird es verwendet?

Gutron wirkt über das vegetative Nervensystem auf die Muskulatur von Blutgefässen und Harntrakt und wird auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin bei niedrigem Blutdruck und bei unwillkürlichem Harnabgang eingesetzt.

Gutron steigert den erniedrigten Blutdruck, indem es die Funktion von erschlafften Blutgefässen verbessert.

Es wird bei Kreislaufstörungen mit Blutdruckabfall im Stehen oder Sitzen verwendet (orthostatische Hypotonie), die zu Beschwerden wie Schwindel, Schwarzwerden vor den Augen bis zu kurzfristigem Bewusstseinsverlust führen können.

Auch bei erniedrigtem Blutdruck als Nebenwirkung von Arzneimitteln gegen Depression oder Schlafstörungen wird Gutron verwendet.

Bei unwillkürlichem Harnabgang (Inkontinenz) bewirkt Gutron eine verbesserte Funktion der Blasenmuskulatur und wird bei bestimmten Formen und Schweregraden der Inkontinenz verwendet.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Gutron darf nicht angewendet werden bei Vorliegen von Bluthochdruck, schweren Herzerkrankungen, bestimmten Nierenerkrankungen, hochgradiger Verengung von Blutgefässen, vergrösserter Prostata mit Restharnbildung, mechanischer Harnabflussbehinderung, Harnverhalten, Schilddrüsenüberfunktion, grünem Star und bei Überempfindlichkeit gegenüber einem Bestandteil von Gutron Tabletten oder Tropfen.


Bei einer verminderten Nierenfunktion wird Gutron verzögert ausgeschieden. Eine Dosisanpassung kann, je nach Schweregrad der Erkrankung, erforderlich sein.

Langsamer Herzschlag (Bradykardie) oder Herzrhythmusstörungen können durch Gutron verstärkt werden.

Vorsicht ist auch geboten bei Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), erhöhtem Augendruck oder Leberfunktionsstörungen sowie bei gleichzeitiger Einnahme von Arzneimitteln zur Behandlung einer mangelhaften Funktion der Nebennierenrinde, sogenannte Mineralokortikoide wie Fludrocortison. Teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mit, falls Sie an diesen Krankheiten leiden.

Da keine ausreichenden Untersuchungen vorliegen, soll Gutron bei Kindern unter 12 Jahren nicht angewendet werden.

In manchen Fällen kann es unter der Behandlung mit Gutron zu einem Bluthochdruck im Liegen kommen. Kontaktieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Symptome wie Herzklopfen, Kopfschmerzen und Sehstörungen auftreten.

Die gleichzeitige Einnahme von Gutron und anderen Arzneimitteln, die den Blutdruck oder die Herzfrequenz (Puls) beeinflussen (einschliesslich Grippemittel und Nasentropfen), ist nur auf Veranlassung durch Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin erlaubt und benötigt gegebenenfalls eine enge Kontrolle des Blutdrucks und der Herzfrequenz.

Gutron Tropfen enthalten 14 Vol.-% Alkohol. Zusätzlich eingenommener Alkohol kann die Wirkung von Gutron verstärken.

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fähigkeit Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen und die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen. Man sollte in Betracht ziehen, dass Erregbarkeit und Reizbarkeit gelegentlich vorkommen können.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen!


Gutron soll in der Schwangerschaft und in der Stillzeit nicht angewendet werden.

Wie wird es angewendet?

Bei Kreislaufstörungen

Die übliche Dosierung beträgt 2× 1 Tablette täglich oder 2× 7 Tropfen.

Die Einnahme erfolgt morgens nach dem Aufstehen und abends mindestens 4 Stunden vor dem Schlafengehen.

Die Tabletten werden mit Flüssigkeit eingenommen. Die Tropfen werden in Wasser gelöst eingenommen. Fläschchen beim Tropfen senkrecht halten.

Je nach individuellem Ansprechen kann die Dosierung reduziert oder erhöht werden.

Bei Patienten mit schweren Formen von orthostatischer Hypotonie werden Tagesdosen bis zu 30 mg Gutron, aufgeteilt in drei Einzelgaben, verwendet.

Urologische Indikationen

Es werden 2–3× tgl. 1–2 Tabletten oder 7–15 Tropfen verabreicht.

Vorsicht bei vergrösserter Prostata (s. «Wann darf Gutron nicht angewendet werden?»).

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Gutron auftreten:

Häufig kann es, besonders bei höherer Dosierung zu Gänsehaut und Kältegefühl, Missempfindungen z.B. an Händen und Füssen, Juckreiz (hauptsächlich der Kopfhaut) und Hautrötung kommen.

Gelegentlich können auch Schlafstörungen, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Unruhe, Nervosität und Reizbarkeit auftreten.

Selten können auch allergische Hautreaktionen auftreten.

In manchen Fällen kann es zu einem Bluthochdruck im Liegen kommen (siehe auch unter «Wann ist bei der Einnahme von Gutron Vorsicht geboten?»).

Vereinzelt wurden Herzrhythmusstörungen (Anzeichen: unregelmässige Herzschlagfolge) und Herzschmerzen beobachtet.

Ebenso ist eine Verlangsamung der Pulsfrequenz (unter 60 Schläge pro Minute) oder eine Beschleunigung der Pulsfrequenz (über 100 Schläge pro Minute) möglich.

Beim Auftreten dieser Symptome sollten Sie den Arzt bzw. die Ärztin kontaktieren.

Gelegentlich wurde über Übelkeit und Störungen im Verdauungstrakt, bei hohen Dosierungen auch über Harnverhalten berichtet.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Gutron darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Für Kinder unerreichbar aufbewahren!

Gutron ist vor Licht geschützt, in der Originalpackung bei Raumtemperatur (15–25 °C) aufzubewahren.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Zusätzliche Informationen

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Gutron Tabletten: Packungen mit 20 und 50 Stück.

Gutron Tropfen 1%: Tropfflasche mit 10 ml und 20 ml.


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