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«Hygroton 50mg»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Was ist hygroton® 50 mg und wofür wird es angewendet?
Hygroton 50 mg ist ein harntreibendes Mittel (Langzeitdiuretikum) und Mittel gegen Bluthochdruck (Antihypertensivum).
Hygroton 50 mg wird angewendet bei
der Behandlung von herz-, leber- und nierenbedingten Wasseransammlungen im Körpergewebe (kardialen, hepatischen und nephrogenen Ödemen)
Bluthochdruck (Hypertonie)
Herzmuskelschwäche (manifeste Herzinsuffizienz)
verstärkter Harnausscheidung (renaler Diabetes insipidus), wenn andere medikamentöse Maßnahmen nicht in Frage kommen

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Hygroton 50 mg darf nicht eingenommen werden
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Chlortalidon, Thiazide und Sulfonamidabkömmlinge (Kreuzreaktionen; Vorsicht bei Patienten mit Bronchialasthma) oder einen der sonstigen Bestandteile von Hygroton 50 mg sind.
- bei Harnproduktion unter 100 ml/24 h (Anurie)
- bei schweren Nierenfunktionsstörungen (Niereninsuffizienz mit stark eingeschränkter Harnproduktion; Kreatinin-Clearance kleiner als 30 ml/min und/oder Serum-Kreatinin über 1,8 mg/100 ml)
- bei akuter Nierenentzündung (Glomerulonephritis)
- bei schweren Leberfunktionsstörungen (Präkoma und Coma hepaticum)
- bei erhöhtem Kalziumgehalt im Blut (Hyperkalzämie)
- bei erniedrigtem Kalium- bzw. Natriumgehalt im Blut (therapieresistenter Hypokaliämie bzw. Hyponatriämie oder Zuständen mit erhöhten Kaliumverlusten)
- bei erhöhtem Harnsäuregehalt im Blut (symptomatischer Hyperurikämie), Gicht oder Gallensteinen in der Vorgeschichte
- in Schwangerschaft und Stillzeit.
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Hygroton 50 mg ist erforderlich bei
- bereits bestehender oder bisher nicht in Erscheinung getretener Zuckerkrankheit (manifestem oder latentem Diabetes mellitus; regelmäßige Kontrolle des Blutzuckers)
- eingeschränkter Nierenfunktion leichteren Grades (Dosisanpassung)
- Leberfunktionsstörungen oder fortschreitenden Lebererkrankungen
- Patienten, die mit Fingerhut (Digitalis), Nebennierenrindenhormonen (Glukokortikoiden) oder Abführmitteln (Laxanzien) behandelt werden
- Gicht.
Wenn Sie eine Leberfunktionsstörung oder eine fortgeschrittene Lebererkrankung haben, darf Hygroton 50 mg bei Ihnen nur mit Vorsicht eingesetzt werden, da schon kleinere Änderungen in der Flüssigkeits- und Elektrolytbalance durch harnfördernde Medikamente (Thiaziddiuretika), besonders bei Patienten mit Leberzirrhose, ein totales Versagen der Leberfunktion (Coma hepaticum) auslösen können. Wenn Sie eine Nierenerkrankung haben, darf Hygroton 50 mg bei Ihnen ebenfalls nur mit Vorsicht eingesetzt werden. Harnfördernde Medikamente (Thiazide) können bei Ihnen eine Stickstoffüberladung des Blutes (Azotämie) hervorrufen und bei wiederholter Gabe eine verstärkte (kumulative) Wirkung haben. Wenn Sie Fingerhut (Digitalis), Nebennierenrindenhormone (Glukokortikoide) oder Abführmittel (Laxanzien) erhalten oder die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) oder Gicht haben, müssen Sie besonders sorgfältig überwacht werden.
Die Therapie sollte abgebrochen werden bei:
- Entgleisungen des Elektrolythaushalts, die auf eine Behandlung nicht ansprechen
- Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung)
- Blutbildveränderungen (Anämie, Leukopenie, Thrombozytopenie)
- Akuter Cholezystitis (Gallenblasenentzündung)
- Auftreten einer Vaskulitis (Gefäßentzündung)
- Verschlimmerung einer bestehenden Kurzsichtigkeit.
Während der Behandlung mit Hygroton 50 mg sollten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme achten und wegen des Kaliumverlustes kaliumreiche Nahrungsmittel zu sich nehmen (Bananen, Gemüse, Nüsse); evtl. ist eine gleichzeitige Behandlung mit kaliumsparenden harntreibenden Mitteln erforderlich.
Die Kaliumkontrollen sollten anfangs kurzfristig erfolgen. Später genügt es, die Serum-Kalium-Konzentration seltener zu kontrollieren.
Ferner sollten Blutzucker, Harnsäure, Kreatinin und Blutfette im Serum in längeren Abständen kontrolliert werden.
Elektrolyte
Die Behandlung mit Thiaziddiuretika ist mit Störungen im Elektrolythaushalt verbunden, wie verminderter Kaliumspiegel im Blut (Hypokaliämie), verminderter Magnesiumspiegel im Blut (Hypomagnesiämie), erhöhter Kalziumspiegel im Blut (Hyperkalzämie) und verminderter Natriumspiegel im Blut (Hyponatriämie). Ein verminderter Kaliumspiegel (Hypokaliämie) kann darüber hinaus das Herz empfindlich machen und die Empfindlichkeit auf die schädigenden (toxischen) Effekte von Fingerhutpräparaten (Digitalis) steigern.
Wie bei allen Thiaziddiuretika ist die durch Hygroton 50 mg eingeleitete vermehrte Ausscheidung von Kalium (Kaliurese) dosisabhängig und ihr Ausmaß individuell verschieden. Bei einer Dosierung von 25 mg täglich beträgt der Abfall der Serum-Kalium-Konzentration im Mittel 0,5 mmol/l. In der Dauerbehandlung muss die Serum-Kalium-Konzentration am Anfang und dann nach Wochen bestimmt werden. Danach kann, wenn die Kaliumbilanz nicht durch zusätzliche Faktoren (z. B. Erbrechen, Durchfall, Änderung der Nierenfunktion usw.) beeinflusst wird, eine alle Monate erhobene Bestimmung vorgenommen werden. Wenn es sich als notwendig erweist, kann Chlortalidon mit kaliumergänzenden Präparaten oder kaliumsparenden Diuretika (z. B. Triamteren) kombiniert werden. Im Falle einer Kombinationstherapie ist der Serum-Kalium-Spiegel zu überprüfen. Ist eine Verminderung von Kalium im Blut (Hypokaliämie) von klinischen Symptomen (z. B. Muskelschwäche, Herabsetzung der Kraftentfaltung und EKG-Veränderungen) begleitet, muss Chlortalidon abgesetzt werden.
Eine Kombination von Hygroton 50 mg und Kaliumpräparaten oder kaliumsparenden Diuretika ist bei Ihnen zu unterlassen, wenn Sie gleichzeitig ACE-Hemmer (blutdrucksenkende Präparate) erhalten und es nicht unbedingt erforderlich ist. Die laufende Kontrolle der Serumelektrolyte ist besonders angezeigt, wenn Sie älter sind, Bauchwassersucht in Folge einer Leberzirrhose haben und wenn Sie nierenbedingte Wasseransammlungen im Gewebe haben. Unter solchen Bedingungen darf Hygroton 50 mg bei Ihnen nur unter engmaschiger Kontrolle und bei Kaliumwerten im Normbereich ohne Anzeichen von Volumenverlusten eingesetzt werden.
Stoffwechsel (metabolische)-Wirkungen
Unter Hygroton 50 mg können die Harnsäurespiegel ansteigen, jedoch sind Gichtanfälle unter einer Dauertherapie selten aufgetreten.
Obwohl eine negative Beeinflussung der Zuckeraufnahmefähigkeit (Glukosetoleranz) erfolgen kann, ist eine Manifestation der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) extrem selten unter der Behandlung beobachtet worden.
Geringfügige und teilweise reversible Anstiege der Plasmakonzentrationen des Gesamtcholesterins, der Blutfette (Triglyceride) oder des LDL-Cholesterins sind bei Patienten unter der Langzeittherapie mit Thiaziden und thiazidverwandten Diuretika beobachtet worden.
Wirksamkeit und Nierenfunktion
Hygroton 50 mg und die Thiaziddiuretika verlieren bei einer Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min ihre harnsteigernde Wirkung.
Der blutdrucksenkende Effekt der ACE-Hemmer wird durch Substanzen, die die Plasma-Renin-Aktivität steigern (Diuretika), verstärkt. Es ist empfehlenswert, die Diuretika für Tage abzusetzen oder zu reduzieren und/oder mit einer niedrigen Anfangsdosis der ACE-Hemmer zu beginnen.
Kinder
Hygroton 50 mg ist nicht für die Anwendung bei Kindern bestimmt.
Ältere Menschen
Wenn Sie 65 Jahre oder älter sind, könnte bei Ihnen die Wirksamkeit von Hygroton 50 mg erhöht sein.
Schwangerschaft und Stillzeit
Während der Schwangerschaft und in der Stillzeit darf Hygroton 50 mg nicht angewendet werden. Chlortalidon, der Wirkstoff von Hygroton 50 mg, kann, wie andere Diuretika, eine Verminderung der Plazentadurchblutung bewirken. Thiazide und Thiazidderivate gelangen auch in den fetalen Kreislauf und können Elektrolytstörungen verursachen. Über eine Thrombozytopenie beim Neugeborenen wurde berichtet.
Chlortalidon, der Wirkstoff von Hygroton 50 mg, geht in die Muttermilch über. Aus Sicherheitsgründen sollten Sie während der Stillzeit kein Hygroton 50 mg anwenden bzw. abstillen.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die ähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.
Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken
Die Anwendung von Hygroton 50 mg kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen. Die gesundheitlichen Folgen der Anwendung von Hygroton 50 mg als Dopingmittel können nicht abgesehen werden, schwerwiegende Gesundheitsgefährdungen sind nicht auszuschließen.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Hygroton 50 mg
Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Bitte nehmen Sie Hygroton 50 mg daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

Wie wird es angewendet?

Wie ist hygroton® 50 mg einzunehmen?
Nehmen Sie Hygroton 50 mg immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Die Dosierung richtet sich individuell nach dem Krankheitsbild und Ihrem Ansprechen auf die Therapie.
Es soll die niedrigste Dosis zur Erhaltung der optimalen Wirksamkeit Anwendung finden. Ihr Arzt wird besonders vorsichtig dosieren, wenn Sie eine koronare Herzerkrankung oder „Arterienverkalkung“ der Hirngefäße (Zerebralsklerose) haben oder einen Herzinfarkt oder Schlaganfall (Apoplexie) hatten.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
Wasseransammlung im Körpergewebe, Herzmuskelschwäche (Ödeme, Herzinsuffizienz)
Anfangsdosis: Tabletten Hygroton 50 mg ( mg Chlortalidon) täglich.
(Maximaldosis: 200 mg täglich, da höhere Dosierungen die Wirkung nicht erhöhen.)
Erhaltungsdosis: -1 Tablette Hygroton 50 mg ( mg Chlortalidon) täglich genügen meist.
Bluthochdruck (Hypertonie)
Anfangsdosis: 12, mg Chlortalidon täglich. ür diese Dosierung stehen Ihnen andere Wirkstärken zur Verfügung.
Erhaltungsdosis: Die Anfangsdosis soll individuell gesenkt werden (z. B. auf jeden 2. Tag mg Chlortalidon).
Verstärkte Harnausscheidung (renaler Diabetes insipidus)
Anfangsdosis: 2 mal täglich 2 Tabletten Hygroton 50 mg (2mal 100 mg Chlortalidon).
Erhaltungsdosis: 1 Tablette Hygroton 50 mg (50 mg Chlortalidon) täglich genügen meist.
Ältere Patienten und Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
Die Standarddosierung von Hygroton 50 mg gilt für Patienten mit normaler Nierenfunktion. Wenn Sie älter sind und/oder mäßige Nierenfunktionsstörungen haben, muss die Dosierung bei Ihnen den therapeutischen Erfordernissen und der Verträglichkeit entsprechend angepasst werden.
Art der Anwendung
Hygroton 50 mg ist mit Flüssigkeit einzunehmen. Bei der Einmalgabe sollte die Einnahme morgens mit dem Frühstück erfolgen, bei zweimaliger täglicher Gabe zusätzlich zum Abendessen.
Dosissteigerungen sollten nicht vor Ablauf von 2 bis 3 Wochen erfolgen.
Wenn Sie eine schwere Herzschwäche haben kann es vorkommen, dass Hygroton 50 mg praktisch nicht mehr aufgenommen (resorbiert) wird.
Dauer der Anwendung
Über die Dauer und Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Hygroton 50 mg zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine größere Menge Hygroton 50 mg eingenommen haben als Sie sollten
Bei einer beabsichtigten oder versehentlichen Überdosierung ist eine Entfernung der Substanz aus dem Körper durch Magenspülung und Verabreichung von Aktivkohle vorzunehmen. Ein spezifisches Gegenmittel ist nicht bekannt.
In jedem Fall soll so schnell wie möglich eine ärztliche Behandlung erfolgen.
Wenn Sie die Einnahme von Hygroton 50 mg vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
Sollten Sie einmal eine Einnahme von Hygroton 50 mg vergessen haben, nehmen Sie die ausgelassene Dosis, sobald Sie es bemerken. Ist es bereits Zeit, die nächste Dosis einzunehmen, lasse Sie die vergessene aus und fahren Sie mit den üblichen Einnahmezeiten fort. Verdoppeln Sie nie die Dosis von sich aus.
Wenn Sie die Einnahme von Hygroton 50 mg abbrechen
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie die Einnahme von Hygroton 50 mg beenden. Vor dem Absetzen könnte er Ihnen raten, die Einnahme von Hygroton 50 mg zunächst mit niedriger Dosis für einige Tage fortzusetzen (ausschleichend dosieren).
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme von Hygroton 50 mg mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Blutdrucksenkende Mittel (z. B. Guanethidin, Methyldopa, -Blocker, Vasodilatatoren, Kalziumantagonisten, ACE-Hemmer), andere harntreibende Mittel, trizyklische Antidepressiva, Barbiturate, Phenothiazine: Die gleichzeitige Gabe mit Hygroton 50 mg verstärkt die blutdrucksenkende Wirkung.
Lithium: Da Diuretika, wie Hygroton 50 mg, die Blut-Lithium-Spiegel anheben, muss dieser bei Ihnen unter Lithium-Therapie bei gleichzeitiger Chlortalidongabe überwacht werden. Da Lithium einen vermehrten Harnfluss (Polyurie) auslösen kann, können in einem solchen Fall die Diuretika einen gegensätzlichen (paradoxen) harnvermindernden Effekt haben.
Curare-Derivate (muskelentspannende Präparate): Diuretika, wie Hygroton 50 mg, verstärken die Wirkung.
Kortikosteroide, ACTH, Beta2-Agonisten, Amphotericin, Abführmittel (Laxanzien), Carbenoxolon oder andere kaliumausscheidende Mittel: Die kaliumsenkende Wirkung von Hygroton 50 mg kann verstärkt werden.
Insulin oder orale Antidiabetika (blutzuckersenkende Mittel): Es kann sich als notwendig erweisen, die Dosierung von Insulin und anderen oralen Präparaten gegen die Zuckerkrankheit anzupassen.
Arzneimittel gegen Schmerzen und Entzündungen (Antiphlogistika, z. B. Indometacin) und prostaglandinsynthesehemmende Substanzen (z. B. Acetylsalicylsäure): Die gleichzeitige Gabe kann die blutdrucksenkende und harnfördernde Wirkung von Hygroton 50 mg abschwächen und es gibt Fallberichte über eine Verschlechterung der Nierenfunktion bei entsprechend vorgeschädigten (prädisponierten) Patienten.
Serumharnsäuresenkende Mittel, Noradrenalin (Norepinephrin), Adrenalin (Epinephrin): Die Wirkung kann durch Chlortalidon abgeschwächt werden.
Salicylat (Arzneimittel zur Behandlung von Rheuma): Bei hochdosierter Salicylateinnahme kann die schädigende (toxische) Wirkung des Salicylates auf das zentrale Nervensystem verstärkt werden.
Digitalis- (Fingerhut-) Präparate (Arzneimittel zur Behandlung der Herzschwäche): Harnfördernde Präparate können eine Verminderung von Kalium und Magnesium im Blut auslösen. Hierdurch kann das Auftreten von Herzrhythmusstörungen unter Fingerhut-Therapie begünstigt werden.
Allopurinol (Arzneimittel zur Behandlung von Gicht): Hygroton 50 mg kann die Überempfindlichkeitsreaktionen auf Allopurinol (Gichtmittel) erhöhen.
Amantadin (Arzneimittel zur Behandlung von Parkinson-Krankheit und Influenza): Hygroton 50 mg kann das Risiko unerwünschter Wirkungen von Amantadin steigern.
Diazoxid (blutdrucksenkendes Präparat): Hygroton 50 mg kann den blutzuckererhöhenden Effekt von Diazoxid steigern.
Cyclophosphamid, Methotrexat (Arzneimittel zur Behandlung von Krebserkrankungen): Hygroton 50 mg kann die Nierenausscheidung von Krebsmitteln herabsetzen, sowie deren negative Wirkung auf das Knochenmark verstärken.
Anticholinergika (z. B. Atropin, Biperidin): Die Bioverfügbarkeit der Thiaziddiuretika kann erhöht sein, wahrscheinlich verursacht durch die herabgesetzte Magen-Darm-Tätigkeit und die reduzierte Magenentleerungsrate.
Colestipol, Colestyramin (Arzneimittel zur Senkung erhöhter Blutfettspiegel): Die Aufnahme von Hygroton 50 mg wird beeinflusst. Dies kann eine Abschwächung der Wirksamkeit zur Folge haben.
Vitamin D, Kalziumsalze: Die gleichzeitige Gabe von Vitamin D oder Kalziumsalzen kann zu einem Anstieg des Serumkalziums führen.
Ciclosporin (Arzneimittel nach Transplantationen): Ciclosporin kann das Risiko eines Anstieges der Harnsäure und gichtartiger Komplikationen erhöhen.
Bei Einnahme von Hygroton 50 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Während der Anwendung von Hygroton 50 mg sollten Sie möglichst keinen Alkohol trinken.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann Hygroton 50 mg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig:mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig:1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich:1 bis 10 Behandelte von 1.000
Selten:1 bis 10 Behandelte von 10.000
Sehr selten:weniger als 1 Behandelter von 10.000
Nicht bekannt:Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Mögliche Nebenwirkungen
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Sehr häufig: erniedrigte Kaliumblutspiegel (Hypokaliämie), vorzugsweise bei höheren Dosen, Anstieg der Harnsäure (Hyperurikämie) und Erhöhung der Blutfettspiegel (Cholesterin und Triglyceride).
Häufig: erniedrigte Natrium- und Magnesiumblutspiegel (Hyponatriämie, Hypomagnesiämie) und erhöhte Blutzuckerwerte (Hyperglykämie), Anstieg stickstoffhaltiger Stoffe (Harnstoff, Kreatinin) vor allem zu Behandlungsbeginn.
Selten: erhöhte Kalziumblutspiegel (Hyperkalzämie), Harnzucker (Glukosurie), Verschlechterung einer diabetischen Stoffwechsellage, Gicht.
Sehr selten: Veränderung des Säure-Basen-Gleichgewichtes im Blut (hypochlorämische Alkalose).
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Häufig: Nesselsucht (Urtikaria), Juckreiz (Pruritus) und andere Formen von Hauterscheinungen (Exanthemen).
Selten: lichtinduzierte Hautreaktionen (Photosensibilität).
Skelettmuskulatur, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Häufig: herabgesetzte Spannung (Hypotonie) der Skelettmuskulatur, Muskelkrämpfe.
Leber- und Gallenerkrankungen
Selten: Gallenstauung in der Leber, Gelbsucht.
Herzerkrankungen
Häufig: lageabhängiger zu niedriger Blutdruck, der durch Alkohol, Betäubungs- und Beruhigungsmittel verstärkt werden kann; Herzklopfen.
Selten: Herzrhythmusstörungen.
Erkrankungen des Nervensystems
Häufig: Schwindel- und Schwächegefühl.
Selten: Kribbeln und taubes Gefühl (Parästhesie), Kopfschmerzen.
Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes
Häufig: Appetitlosigkeit, Mundtrockenheit, Magen-Darm-Beschwerden, Übelkeit, Erbrechen, Oberbauchschmerzen, krampfartige Beschwerden im Bauchraum, Verstopfung und Durchfall.
Sehr selten: Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis).
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Selten: verminderte Blutplättchen und weiße Blutkörperchen (Thrombozytopenie, Leukopenie), Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen (Agranulozytose) und vermehrtes Vorkommen bestimmter weißer Blutkörperchen (Eosinophilie).
Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
Häufig: Impotenz.
Augenerkrankungen
Selten: Sehstörungen, Einschränkung der Bildung von Tränenflüssigkeit.
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
Sehr selten: durch Überempfindlichkeit ausgelöste Wasseransammlung in der Lunge (ideosynkratische Lungenödeme), Atembeschwerden.
Allgemeine Erkrankungen
Sehr selten: allergisch bedingte Nieren- und Gefäßentzündung (allergische interstitielle Nephritis und Vaskulitis).
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Durchdrückpackung nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Zusätzliche Informationen

Gebrauchsinformation: Information für den Anwender
Hygroton® 50 mg, Tabletten
Wirkstoff: Chlortalidon

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen.
• Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
• Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
• Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Symptome haben wie Sie.
• Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Diese Packungsbeilage beinhaltet:


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