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«Hypotrit 5 mg/ml - Injektionslösung»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Urapidil besitzt eine blutdrucksenkende Wirkung

AnwendungsgebieteHypertensive Krise; schwere, schwerste und therapieresistente Formen der Hypertonie; kontrollierte intra- und/oder postoperative Blutdrucksenkung bei Hypertonien oder Blutdruckkrisen.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Hypotrit darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Urapidil oder einen der sonstigen Bestandteile von Hypotrit sind.
  • wenn Sie an Aortenisthmusstenose oder arteriovenöser Shunt leiden
  • wenn Sie schwanger sind oder stillen

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Hypotrit ist erforderlich:
Bei Hypovolämie ist eine verstärkte Wirkung von Urapidil zu erwarten.

Hypotrit soll nicht mit alkalischen Injektions- und Infusionslösungen gemischt werden, da es auf Grund der sauren Eigenschaften der Injektionslösungen zu einer Trübung oder Ausflockung kommen kann.

Die Anwendung des Arzneimittels Hypotrit kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Bei Anwendung von Hypotrit mit anderen Arzneimitteln
Bei Kombination mit anderen Antihypertonika (inklusive Betablocker und Diuretika) kann die blutdrucksenkende Wirkung von Urapidil verstärkt werden.
Bei gleichzeitiger Gabe von Cimetidin ist mit einer Erhöhung der Urapidil-Serumspiegelmaxima zu rechnen.

Schwangerschaft und Stillzeit
Hypotrit sollte während der Schwangerschaft und Stillzeit nur in zwingenden Fällen angewendet werden
Während der Behandlung mit Urapidil wird die Verwendung von Verhütungsmitteln empfohlen, falls dennoch eine Schwangerschaft eintritt, ist der behandelnde Arzt/die behandelnde Ärztin sofort zu informieren.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen kann die Fähigkeit zur Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt werden. Dies gilt in verstärktem Maß zu Therapiebeginn, bei Präparatewechsel oder in Zusammenwirken mit Alkohol.

Wie wird es angewendet?

Die übliche Dosis ist wie folgt:

Hypertensive Krise, schwere, schwerste und therapieresistente Formen der Hypertonie:

I.v. Bolusinjektion: 10–50 mg. Abhängig vom Blutdruckverhalten kann die Injektion wiederholt werden.

I.v. Dauertropfinfusion: 200–250 mg verdünnt in 500 ml einer kompatiblen Infusionslösung. Die kompatible Höchstmenge beträgt 4 mg pro ml Infusionslösung.
Für die Anfangsdosierung kommt eine Infusionsgeschwindigkeit von maximal 2 mg pro Minute in Frage. Die Erhaltungsdosis (im Mittel 9 mg pro Stunde) und die Dauer der Infusion sind dem Blutdruck anzupassen. Das Ausmaß der Blutdrucksenkung wird von der in den ersten 15 Minuten infundierten Dosis bestimmt. Nachfolgend kann der eingestellte Blutdruck mit wesentlich geringeren Dosen aufrechterhalten werden.
Zur kontrollierten intra- und/oder postoperativen Blutdrucksenkung kann folgendes Dosierungsschema angewendet werden:
I.v. Bolusinjektion von 25 mg
über 20 Sekunden bei RR-Reaktion
barb2down nach 2 Minuten
keine RR-Reaktion nach 2 Minuten Stabilisierung
durch Infusion,
barb2down anfangs bis
Wiederholung der obigen Bolus- 6 mg in 1–2 Mi-
injektion nuten, dann Re- barb2down duktion
keine RR-Reaktion nach 2 Minuten barb2down
langsame i.v. Bolusinjektion von
50 mg

Bei der Verwendung eines Perfusors zur Gabe der Erhaltungsdosis werden 100 mg in eine Perfusorspritze aufgezogen und bis zu einem Volumen von 50 ml mit einer kompatiblen Infusionslösung verdünnt (siehe Art der Anwendung).
Die Anwendung als Infusion sollte nicht länger als 7 Tage dauern.
Vorsichtige Dosierung ist angezeigt bei älteren Patienten und bei schwerer Niereninsuffizienz. Ausreichende Erfahrungen über die Anwendung bei Kindern liegen noch nicht vor.

Art der Anwendung
Zur i.v. Injektion oder Infusion am liegenden Patienten.
Zur Infusionsbereitung können physiologische Natriumchlorid-Lösung, 5- oder 10%ige Glukose-Lösung verwendet werden.

Wenn Sie eine größere Menge von Hypotrit angewendet haben, als Sie sollten Bei übermäßiger Blutdrucksenkung kann neben Allgemeinmaßnahmen (Lagerung, Volumensubstitution) die Anwendung von 1 bis 2 mg Dihydroergotamin oder 100 bis 250 µg Adrenalin langsam i.v. in wiederholten Dosen unter ständiger RR-Kontrolle erforderlich werden. Wird Hypotrit nicht als erstes blutdrucksenkendes Medikament gegeben, ist ausreichend lange auf den Wirkungseintritt des/der zuvor gegebenen blutdrucksenkenden Mittel(s) zu warten. Die Dosierung von Hypotrit ist entsprechend niedriger zu wählen.
Zu rascher Blutdruckabfall kann zu Bradykardie oder Herzstillstand führen.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Hypotrit Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser
Gebrauchsinformation angegeben sind.

Die Häufigkeit der beobachteten Nebenwirkungen ist wie folgt definiert:

  • Sehr häufig: Betrifft mehr als einen von 10 Patienten.
  • Häufig: Betrifft einen bis 10 von 100 Patienten.
  • Gelegentlich: Betrifft einen bis 10 von 1000 Patienten.
  • Selten: Betrifft einen bis 10 von 10000 Patienten.
  • Sehr selten: Betrifft weniger als einen von 10000 Patienten.
  • Unbekannt: Die Häufigkeit lässt sich aufgrund der verfügbaren Daten nicht abschätzen.

Psychiatrische Erkrankungen Gelegentlich:
Unruhe, Angstgefühl
Selten:
Schlafstörungen (besonders bei älteren Patienten)

Erkrankungen des Nervensystems Häufig:
Schwindel, Kopfschmerzen

Herzerkrankungen Gelegentlich:
Herzklopfen

Gefäßerkrankungen Gelegentlich:
Orthostasereaktionen und Kollaps (besonders bei älteren Patienten)
Sehr selten:
Flush

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums Gelegentlich:
Atemnot

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts Häufig:
Übelkeit

Selten:
Mundtrockenheit

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes Gelegentlich:
Schweißausbruch
Sehr selten:
allergische Hautreaktionen

Erkrankungen der Nieren und Harnwege Sehr selten:
Enuresis oder Inkontinenz (bei dafür anfälligen Patienten)

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse Sehr selten:
Priapismus (bei dafür anfälligen Patienten)

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort Häufig:
Müdigkeit
Gelegentlich:
retrosternalen Schmerzen
Sehr selten:
Ödeme

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht über 30°C lagern.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.


Bewertungen «Hypotrit 5 mg/ml - Injektionslösung»