Medikamente Online-Informationen
Medikamente und Krankheiten Referenzindex

Drugs and diseases reference index
Suche
DE


Medikamente A-Z

Krankheiten & Heilung List

Medizin-Lexikon

Vollständiger Artikel

Beliebte Medikamente

Popular Krankheiten & Heilung

«Ibuprofen-ratiopharm 2 % Sirup für Kinder»

Ibuprofen-ratiopharm 2 % Sirup für Kinder


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Ibuprofen-ratiopharm 2 % ist ein schmerzstillendes, fiebersenkendes und entzündungshemmendes

Arzneimittel (nichtsteroidales Antiphlogistikum/Analgetikum [NSAID]).

Ibuprofen-ratiopharm 2 % wird angewendet bei

  • leichten bis mäßig starken Schmerzen
  • Fieber

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Ibuprofen-ratiopharm 2 % darf nicht angewendet werden

  • wenn Ihr Kind/der Patient überempfindlich (allergisch) gegenüber Ibuprofen oder einem der sonstigen Bestandteile von Ibuprofen-ratiopharm 2 % ist
  • wenn Ihr Kind/der Patient schon einmal auf die Einnahme von Acetylsalicylsäure oder von einem anderen Arzneimittel gegen Schmerzen und Entzündungen (NSAID) mit Asthmabeschwerden, Schwellung der Nasenschleimhaut oder Hautausschlag reagiert hat.
  • bei einer Störung der Blutbildung aus unbekannten Gründen.
  • bei Magen- oder Darmgeschwür oder -blutung (jetzt oder zu einem früheren Zeitpunkt).
  • wenn Ihr Kind/der Patient schon einmal im Zusammenhang mit der Einnahme von NSAIDs ein Geschwür oder einen Wanddurchbruch (Perforation) im Magen oder Darm hatte.
  • bei einer Gehirnblutung oder einer anderen frischen Blutung.
  • wenn Ihr Kind/der Patient unter einer schweren Leber- oder Nierenfunktionsstörung oder schweren, nicht ausreichend behandelten Herzbeschwerden leidet.
  • wenn Ihr Kind/der Patient unter einer schweren Herzschwäche leidet.
  • während der letzten drei Monate einer Schwangerschaft.
  • wenn Ihr Kind weniger als 7 kg wiegt (oder jünger als 6 Monate ist), da bisher keine ausreichenden Erfahrungen mit jüngeren Kindern dokumentiert sind.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Ibuprofen-ratiopharm 2 % ist erforderlich

  • bei einer angeborenen Blutbildungsstörung (akute intermittierende Porphyrie)
  • bei bestimmten Erkrankungen des Immunsystems (systemischer Lupus erythematodes und Mischkollagenosen)
  • bei Magen-Darm-Beschwerden oder chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn)
  • bei eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion
  • wenn Ihr Kind/der Patient an Austrocknung leidet (z. B. im Falle von Erbrechen oder Durchfall)
  • bei Bluthochdruck oder Herzleistungsschwäche (Herzinsuffizienz)
  • wenn Ihr Kind/der Patient an Allergien (z. B. Hautreaktionen auf andere Mittel, Asthma, Heuschnupfen), chronischen Schleimhautschwellungen oder chronischen, die Atemwege verengenden Atemwegserkrankungen leidet – sein Risiko für Überempfindlichkeitsreaktionen ist dann erhöht
  • kurz nach einer Operation

Ibuprofen-ratiopharm 2 %gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln (NSAIDs), die die Fruchtbarkeit bei Frauen beeinträchtigen können. Diese Wirkung klingt ab, wenn das Arzneimittel nicht mehr eingenommen wird.

Die gleichzeitige Anwendung von Ibuprofen-ratiopharm 2 % mit anderen Arzneimitteln aus der Gruppe der NSAIDs (einschließlich selektiven Cyclooxygenase-2-Hemmern) sollte vermieden werden.

Blutung, Geschwür und Wanddurchbruch im Magen-Darm-Trakt:

Blutungen, Geschwüre und Wanddurchbrüche im Magen oder Darm können bei allen NSAIDs zu jeder Zeit der Behandlung mit oder ohne vorausgehende Warnzeichen auftreten und auch Patienten betreffen, die nie zuvor derartige Krankheiten hatten. Sie können unter Umständen sogar tödlich verlaufen.
Das Risiko für Magen-Darm-Blutungen, -geschwüre oder -durchbrüche ist besonders hoch bei hoher NSAID-Dosis, bei Patienten, die schon einmal ein Magengeschwür hatten (vor allem, wenn es durch Blutung oder Wanddurchbruch kompliziert war), und bei älteren Menschen. Sie sollten in diesem Fall die Behandlung mit der niedrigsten verfügbaren Dosis beginnen. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber, ob eine Kombinationsbehandlung mit einem Arzneimittel, das die Magenschleimhaut schützt, für Sie sinnvoll ist. Das gilt auch, wenn Sie gleichzeitig Acetylsalicylsäure in niedriger Dosis oder anderen Arzneimittel einnehmen, die das Risiko von Nebenwirkungen im Magen-Darm-Bereich erhöhen können.
Wenn bei Ihnen schon einmal ein Arzneimittel Nebenwirkungen am Magen-Darm-Trakt verursacht hat, sollten Sie – vor allem, wenn Sie schon älter sind, und insbesondere zu Beginn der Behandlung – über ungewohnte Bauchbeschwerden (vor allem Blutungen im Magen-Darm-Bereich) sofort mit Ihrem Arzt sprechen. Sie sollten vorsichtig sein, wenn Sie gleichzeitig weitere Arzneimittel einnehmen, die das Risiko für Magen-Darm-Geschwüre oder Blutungen erhöhen, z. B. Kortisonpräparate zum Einnehmen, gerinnungshemmende (blutverdünnende) Mittel wie Warfarin, selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer oder Thrombozyten-Aggregationshemmer wie Acetylsalicylsäure.

Sehr selten wurden schwere akute Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. ein anaphylaktischer Schock) nach Ibuprofen-Einnahme beobachtet. Die Behandlung muss bei den ersten Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion nach Einnahme/Anwendung von Ibuprofen-ratiopharm 2 % sofort abgebrochen werden. Die erforderlichen ärztlichen Maßnahmen hängen von den aufgetretenen Symptomen ab und müssen durch medizinisches Fachpersonal eingeleitet werden.

Ihr Kind/der Patient sollte während der Behandlung ausreichend trinken, insbesondere wenn es/er unter Fieber, Durchfall oder Erbrechen leidet.

Nebenwirkungen können verringert werden, indem stets die niedrigste wirksame Dosis verabreicht wird und das Arzneimittel nur für kurze Zeit eingenommen wird.

Bei längerfristiger, hochdosierter, unsachgemäßer Anwendung von Schmerzmitteln können Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch höhere Dosen des Arzneimittels behandelt werden dürfen.

Allgemein kann die gewohnheitsmäßige Einnahme von Schmerzmitteln, vor allem bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe, zu einer dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens führen (sog. Analgetika-Nephropathie).

Arzneimittel wie Ibuprofen-ratiopharm 2 % sind möglicherweise mit einem geringfügig erhöhten Risiko für Herzanfälle (Herzinfarkt) oder Schlaganfälle verbunden. Jegliches Risiko ist wahrscheinlicher mit hohen Dosen und länger dauernder Behandlung. Überschreiten Sie nicht die empfohlene Dosis oder Behandlungsdauer (4 Tage).

Wenn Sie Herzprobleme oder einen vorangegangenen Schlaganfall haben oder denken, dass Sie ein Risiko für diese Erkrankungen aufweisen könnten (z. B. wenn Sie hohen Blutdruck, Diabetes oder hohe Cholesterinwerte haben oder Raucher sind), sollten Sie Ihre Behandlung mit Ihrem Arzt oder Apotheker besprechen.

Bei Anwendung von Ibuprofen-ratiopharm 2 % mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Ihr Kind/der Patient andere Arzneimittel einnimmt/anwendet bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet hat, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Die Wirkung der folgenden Arzneimittel kann bei gleichzeitiger Behandlung mit Ibuprofen-ratiopharm 2 % beeinflusst werden.

Verstärkte Wirkung mit möglicherweise erhöhtem Risiko von Nebenwirkungen:

  • Digoxin (Arzneimittel zur Behandlung von Herzschwäche und unregelmäßigem Herzschlag), Phenytoin (Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie oder neuropathischen Schmerzen), Lithium (Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen): Die Blutspiegel dieser Wirkstoffe können ansteigen. Bei korrekter Anwendung (maximal 4 Tage) ist eine Blutspiegelkontrolle im Allgemeinen aber nicht erforderlich.
  • Blutgerinnungshemmer (z. B. Warfarin): Ihre Blutgerinnung sollte kontrolliert werden.
  • Methotrexat (Arzneimittel zur Behandlung von Krebserkrankungen und bestimmten rheumatischen Erkrankungen): Die Nebenwirkungen können verstärkt sein.
  • Glucocorticoide (Arzneimittel, die Kortison oder kortisonähnliche Stoffe enthalten), Thrombozyten-Aggregationshemmer (z. B. Acetylsalicylsäure, Clopidogrel, Dipyridamol, Ticlopidin, Tirofiban), bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen (selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer [SSRI], z. B. Citalopram, Escitalopram, Fluoxetin, Fluvoxamin, Paroxetin, Sertralin), nichtsteroidale Antiphlogistika/Analgetika (Arzneimittel zur Linderung von Entzündungen und Schmerzen): Es besteht ein erhöhtes Risiko für Magen-Darm-Geschwüre und Blutungen.

Abgeschwächte Wirkung:

  • Wassertabletten (Diuretika) und Arzneimittel, die den Blutdruck senken (Antihypertensiva).

Andere mögliche Wechselwirkungen:

  • Zidovudin: Bei HIV-positiven Patienten (AIDS-Patienten) mit Hämophilie ist das Risiko für Gelenkergüsse und Blutergüsse erhöht.
  • Ciclosporin (Arzneimittel zur Unterdrückung der Immunreaktion): Es gibt Hinweise darauf, dass es zu einer Nierenschädigung kommen kann.
  • Tacrolimus: Wenn die beiden Arzneimittel gleichzeitig verabreicht werden, können Nierenschäden oder eine Überdosierung auftreten.
  • Sulfonylharnstoffe (Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes): Bei gleichzeitiger Anwendung wird als Vorsichtsmaßnahme eine Kontrolle der Blutzuckerwerte empfohlen.
  • Probenecid und Sulfinpyrazon (Arzneimittel zur Behandlung der Gicht): Diese Arzneimittel können die Ausscheidung von Ibuprofen verzögern.
  • Acetylsalicylsäure: Nach gleichzeitiger Einnahme mit Ibuprofen kann die antithrombotische (gerinnungshemmende) Wirkung von niedrig dosierter Acetylsalicylsäure beeinträchtigt sein.

Bei Einnahme von Ibuprofen-ratiopharm 2 % zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Während der Anwendung von Ibuprofen-ratiopharm 2 % sollten Sie möglichst keinen Alkohol trinken.

Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft Wenn während der Anwendung von Ibuprofen-ratiopharm 2 % eine Schwangerschaft festgestellt wird, muss der Arzt benachrichtigt werden. Sie dürfen Ibuprofen-ratiopharm 2 % in den ersten 6 Monaten einer Schwangerschaft nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt einnehmen. Da das Risiko für Komplikationen bei Mutter und Kind erhöht wird, darf Ibuprofen-ratiopharm 2 % in den letzten 3 Monaten einer Schwangerschaft nicht eingenommen werden.

Stillzeit Der Wirkstoff Ibuprofen und seine Abbauprodukte treten nur in geringen Mengen in die Muttermilch über. Da nachteilige Folgen für den Säugling bisher nicht bekannt sind, muss das Stillen bei kurz dauernder Behandlung mit der empfohlenen Dosis zur Behandlung von leichten bis mittelstarken Schmerzen im Allgemeinen nicht unterbrochen werden. Wenn allerdings eine längere Behandlung oder eine höhere Dosis notwendig ist, sollte ein frühzeitiges Abstillen in Betracht gezogen werden.

Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Da Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Schwindelgefühl und Sehstörungen bei Behandlung mit Ibuprofen-ratiopharm 2 % auftreten können, kann in Einzelfällen die Reaktionsfähigkeit sowie die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr und zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt sein. Diese Nebenwirkungen werden durch Alkoholgenuss verstärkt.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Ibuprofen-ratiopharm 2 %

Dieses Arzneimittel enthält Glucose und Saccharose. Bitte wenden Sie Ibuprofen-ratiopharm 2 % erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt an, wenn Ihnen bekannt ist, dass Ihr Kind/der Patient unter einer Zuckerunverträglichkeit leidet.
5 ml Sirup enthalten 1 g Saccharose und 0,45 g Glucose, entsprechend ca. 0,12 Broteinheiten (BE). Wenn Ihr Kind/der Patient eine Diabetes-Diät einhalten muss, sollten Sie dies berücksichtigen.

Wie wird es angewendet?

Wenden Sie Ibuprofen-ratiopharm 2 % immer genau nach der Anweisung des Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis

Wenn Sie die maximale Einzeldosis angewendet haben, warten Sie mindestens 6 Stunden bis zur nächsten Anwendung.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Ibuprofen-ratiopharm 2 % zu stark oder zu schwach ist.

Art der Anwendung

Zur genauen Dosierung liegt der Packung eine mit einer Messskala bedruckte Spritze (Applikationsspritze für Zubereitungen zum Einnehmen) bei.

Zur Anwendung gehen Sie bitte folgendermaßen vor:

1. Schütteln Sie die Flasche vor dem Gebrauch! 2. Öffnen Sie die Flasche. Zum Öffnen der Flasche müssen Sie den Verschluss nach unten drücken und gleichzeitig in Pfeilrichtung drehen.

3. Führen Sie die Spritze so in den Flaschenhals ein, dass sie fest sitzt.

4. Um die Spritze zu füllen, drehen Sie die Flasche auf den Kopf. Halten Sie die Spritze fest und ziehen Sie den Kolben sachte nach unten, um den Sirup bis zur gewünschten Markierung aufzuziehen.

5. Drehen Sie die Flasche wieder herum und entfernen Sie die Spritze aus dem Flaschenhals, indem Sie die Spritze behutsam herausdrehen.

6. Um den Sirup Ihrem Kind/dem Patienten zu verabreichen, halten Sie Ihrem Kind/dem Patienten das Ende der Spritze in den Mund. Drücken Sie dann den Kolben langsam in den Spritzenzylinder um die Spritze zu entleeren. Passen Sie sich dabei der Schluckgeschwindigkeit Ihres Kindes/des Patienten an.

Drehen Sie nun den Verschluss der Flasche wieder fest zu, damit die Kindersicherung erneut gewährleistet ist.

Ziehen Sie nach Gebrauch die Spritze auseinander (d. h. den Kolben aus dem Spritzenzylinder). Spülen Sie die Spritze nun sorgfältig mit warmem Wasser und trocknen Sie diese anschließend, um sie für eine erneute Anwendung vorzubereiten.

Für Patienten, die einen empfindlichen Magen haben, empfiehlt es sich, Ibuprofen-ratiopharm 2 %während der Mahlzeiten einzunehmen.

Dauer der Anwendung

Wenden Sie Ibuprofen-ratiopharm 2 % ohne ärztlichen oder zahnärztlichen Rat nicht länger als 4 Tage an.

Wenn Sie eine größere Menge von Ibuprofen-ratiopharm 2 % angewendet haben, als Sie sollten

Wenn Sie die empfohlene Dosierung stark überschritten haben, suchen sie bitte unverzüglich ärztliche Hilfe auf.

Zeichen einer akuten Überdosierung mit Ibuprofen sind gewöhnlich beschränkt auf Bauchschmerzen, Schwindel und Erbrechen. Schwere Vergiftungen können zu Erkrankungen des zentralen

Nervensystems führen und (selten) zu niedrigem Blutdruck, metabolischer Acidose, akutem Nierenversagen und Bewusstlosigkeit.

Wenn Sie die Einnahme von Ibuprofen-ratiopharm 2 % vergessen haben
Wenden Sie nicht die doppelte Dosis an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Ibuprofen-ratiopharm 2 % Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Die Aufzählung der folgenden unerwünschten Wirkungen umfasst alle bekannt gewordenen Nebenwirkungen unter der Behandlung mit Ibuprofen, auch solche unter hoch dosierter Langzeittherapie bei Rheumapatienten. Die Häufigkeitsangaben, die über sehr seltene Meldungen hinausgehen, beziehen sich auf die kurzzeitige Anwendung bis zu Tagesdosen von maximal 1200 mg Ibuprofen für Darreichungsformen zum Einnehmen, und 1800 mg für Zäpfchen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Mögliche Nebenwirkungen sind

Arzneimittel wie Ibuprofen-ratiopharm 2 % sind möglicherweise mit einem geringfügig erhöhten Risiko für Herzanfälle (Herzinfarkt) oder Schlaganfälle verbunden. Jegliches Risiko ist wahrscheinlicher mit hohen Dosen und länger dauernder Behandlung. Überschreiten Sie nicht die empfohlene Dosis oder Behandlungsdauer (4 Tage).

Flüssigkeitseinlagerungen (Ödeme), Bluthochdruck und Herzschwäche wurden in Verbindung mit NSAID-Therapie berichtet.

Häufig:

  • Magen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Blähungen,Durchfall, Verstopfung und leichte Blutverluste im Verdauungstrakt, die in Ausnahmefällen zu einer Blutarmut (Anämie) führen können.

Gelegentlich:

  • Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Schlaflosigkeit, Erregung, Reizbarkeit oder Müdigkeit. - Überempfindlichkeitsreaktionen mit Hautausschlag und Juckreiz oder Asthmaanfall (möglicherweise auch mit Abfall des Blutdrucks).
  • Sehstörungen
  • Magen- oder Darmgeschwüre, unter Umständen mit Blutung und Wanddurchbruch.
  • Mundhöhlenentzündung mit wunden Stellen auf der Schleimhaut (Stomatitis ulcerosa), Verschlimmerung einer bestehenden chronischen Darmentzündung (Colitis ulcerosa bzw. Morbus Crohn), Magenschleimhautentzündung (Gastritis).

Selten:

  • Ohrgeräusche (Tinnitus)

Sehr selten:

  • Schädigung des Nierengewebes (papilläre Nekrose), vor allem bei Langzeiteinnahme.
  • erhöhte Harnsäurespiegel im Blut.
  • verminderte Urinausscheidung und Flüssigkeitsansammlung im Körper. Diese Zeichen können auf eine Nierenerkrankung hindeuten, die zu Nierenfunktionsstörungen führen kann.
  • gestörte Leberfunktion, Schädigung der Leber (vor allem bei Langzeittherapie), Leberversagen, Leberentzündung.
  • Blutbildungsstörungen
  • schwere Hautreaktionen, wie z. B. Hautausschlag mit Rötung und Blasenbildung (einschließlich Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse).
  • In Einzelfällen können während einer Windpockeninfektion schwere Hautinfektionen mit Komplikationen im Weichgewebe auftreten.
  • Zeichen einer Hirnhautentzündung (aseptische Meningitis), wie z. B. starke Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, Nackensteife oder Bewusstseinstrübung. Patienten, die schon einmal bestimmte Erkrankungen des Immunsystems hatten (systemischer Lupus erythematodes und Mischkollagenosen), scheinen ein erhöhtes Risiko zu haben.
  • schwere Überempfindlichkeitsreaktionen
  • unangenehm spürbarer Herzschlag, Herzschwäche, Herzinfarkt.
  • hoher Blutdruck
  • Bildung von diaphragmaartigen Verengungen im Darm.

Gegenmaßnahmen bei Nebenwirkungen

Bei folgenden Nebenwirkungen dürfen Sie Ibuprofen-ratiopharm 2 % nicht mehr weiter anwenden

und müssen sofort ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen:

  • Hautausschlag und Juckreiz
  • Asthmaanfall
  • schwere Überempfindlichkeitsreaktionen, z. B. mit Schwellung von Gesicht, Zunge und Kehlkopf, Verengung der Atemwege, Atemnot, schnellem Herzschlag und Blutdruckabfall, der zu einem lebensbedrohlichen Schock führen kann.
  • Störungen der Blutbildung: Die ersten Anzeichen dafür können Fieber, Halsentzündung, oberflächliche wunde Stellen im Mund, grippeartige Symptome, starke Abgeschlagenheit, Nasenbluten und Hautblutungen sein. Sie sollten in diesem Fall jegliche Selbstmedikation mit Arzneimitteln gegen Schmerzen oder Fieber unterlassen.
  • Verschlechterung von Entzündungen im Rahmen von Infektionen (wenn während der Anwendung von Ibuprofen-ratiopharm 2 % Zeichen einer Infektion auftreten oder schlimmer werden).
  • Sehstörungen
  • starke Schmerzen im Oberbauch, Bluterbrechen, Blut im Stuhl oder schwarze Verfärbung des Stuhls.
  • verringerte Harnausscheidung und Flüssigkeitsansammlung im Körper.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser
Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und Flasche angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Die Flasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen!

Die Haltbarkeit nach Anbruch beträgt 1 Jahr.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


Bewertungen «Ibuprofen-ratiopharm 2 % Sirup für Kinder»