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«Iopidine 0,5 % - Augentropfen»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Iopidine 0,5 % - Augentropfen ist ein Medikament zur kurzzeitigen Behandlung des chronischen Grünen Stars (Glaukom). Es senkt den Augeninnendruck bei Patienten, bei denen trotz der Anwendung von anderen Glaukommedikamenten hohe Druckwerte festgestellt wurden. Die Anwendung von Iopidine 0,5 % - Augentropfen kann die Notwendigkeit eines druckentlastenden chirurgischen Eingriffs am Auge hinauszögern.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Iopidine 0,5 % - Augentropfen dürfen nicht angewendet werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Apraclonidin oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels oder gegenüber Clonidin, einem artverwandten Wirkstoff sind
  • wenn Sie antidepressiv wirkende Medikamente (MAO-Hemmer oder trizyklische Anti- depressiva) oder Medikamente mit blutdrucksteigernder Wirkung (Sympathomimetika) einnehmen
  • bei Kindern und Jugendlichen, da die Wirksamkeit und Unbedenklichkeit bei Kindern und Jugendlichen nicht untersucht wurde.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Iopidine 0,5 % - Augentropfen ist erforderlich, bei:
Fragen Sie dazu bitte Ihren Arzt. Dies gilt auch, wenn die folgenden Angaben früher einmal auf Sie zutrafen.

  • Neigung zu starkem Blutdruckabfall und Ohnmacht,
  • Herzerkrankungen einschließlich schwerem, unkontrolliertem Bluthochdruck, schwerer Erkrankung der Herzkranzgefäße (Angina pectoris), frischem Herzinfarkt, Herzschwäche
  • Kreislauferkrankungen einschließlich Gefäßerkrankungen ( u.a. Gehirn, Raynaud- Syndrom)
  • eingeschränkter Leber- und Nierenfunktion,
  • Störung der Durchblutung der Gliedmaßen,
  • Depressionen.

Sollten Sie an Depressionen leiden, kann die Anwendung von Iopidine 0,5 % - Augentropfen mit depressiven Verstimmungen einhergehen.

Ein Wirkverlust stellt sich im Laufe der Zeit bei den meisten Patienten zu individuell unterschiedlichen Zeitpunkten ein, daher ist eine strenge Überwachung durch den Augenarzt erforderlich. Da Ihre Glaukomtherapie die Höchstdosierung erreicht hat, wird im Laufe der Therapie mit einem Wirkverlust gerechnet. Sollte der Augeninnendruck wieder deutlich steigen, muss auf eine andere medikamentöse Behandlung gewechselt werden oder ein chirurgischer Eingriff erfolgen.

Iopidine 0,5%- Augentropfen können allergische Reaktionen, gekennzeichnet durch Augenrötung, Augenjucken, vermehrtes Tränen, Unbehagen und Augen- bzw. Lidschwellung verursachen. Bei Auftreten entsprechender Anzeichen ist die Behandlung abzubrechen und ein Arzt zu kontaktieren.

Falls es unmittelbar nach Anwendung zu einem Sehverlust kommt, beenden Sie die Anwendung und suchen Sie umgehend Ihren Arzt auf.

Bei Anwendung von Iopidine 0,5 % - Augentropfen mit anderen Arzneimitteln Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Iopidine 0,5 % - Augentropfen dürfen nicht angewendet werden, wenn Sie gleichzeitig Monoaminooxidase-Hemmer (MAO-Hemmer) zur Behandlung einer Depression einnehmen.

Iopidine 0,5 % - Augentropfen können zu Wechselwirkungen mit einigen Schlaf- und Beruhigungsmitteln, schmerzstillenden Arzneimitteln und trizyklischen Antidepressiva führen oder die Wirksamkeit von Medikamenten zur Behandlung von Bluthochdruck oder Herzerkrankungen (Digoxin oder Digitoxin) erhöhen.

Iopidine 0,5 % wurde als Zusatztherapie mit anderen augeninnendrucksenkenden Augentropfen ohne Anzeichen unerwünschter Wechselwirkungen verabreicht. Bei gleichzeitiger Gabe von Iopidine 0,5 % und Medikamenten gegen grünen Star, wie Epinephrin oder Dipivefrin, ergibt sich jedoch die Möglichkeit einer Blutdrucksteigerung. Der Blutdruck sollte daher zu Beginn einer solchen Kombinationstherapie gemessen werden.

Falls Sie wegen anderer Erkrankungen (z. B. Herz - Kreislauferkrankungen, Depressionen) in Behandlung sind, kann Ihr Arzt zusätzliche Kontrollen des Blutdrucks und des Pulses für notwendig halten.

Bei Anwendung von Iopidine zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken Während der Behandlung mit Iopidine 0,5 % - Augentropfen sollte kein Alkohol getrunken werden, da es zu einer verstärkten Dämpfung des Zentralen Nervensystems kommen kann.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme/ Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Wenn Sie schwanger sind, schwanger werden können oder stillen, sollten Sie Rücksprache mit Ihrem Arzt halten, bevor Sie Iopidine 0,5 % anwenden.

Während der Stillzeit soll Iopidine 0,5 % - Augentropfen nicht angewendet werden. Bitte halten Sie Rücksprache mit dem Arzt, ob abgestillt werden soll.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Achtung: dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit

beeinträchtigen.

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Dieses Medikament kann Sie müde und schwindlig machen, daher dürfen Sie sich nicht an das Steuer eines Fahrzeugs setzen. Sie dürfen keine Werkzeuge oder Maschinen bedienen.

Wichtige Informationen über bestimmte Bestandteile von Iopidine
Dieses Arzneimittel enthält als Konservierungsmittel Benzalkoniumchlorid, das Reizungen am Auge hervorrufen kann.

Hinweis für Kontaktlinsenträger
Vermeiden Sie den Kontakt mit weichen Kontaktlinsen. Kontaktlinsen müssen Sie vor der Anwendung entfernen und dürfen diese frühestens 15 Minuten nach der Anwendung wieder einsetzen. Es ist bekannt, das Benzalkoniumchlorid zu Verfärbung weicher Kontaktlinsen führt.

Wie wird es angewendet?

Wenden Sie Iopidine 0,5 % - Augentropfen immer genau nach Anweisung des Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist als übliche Dosis dreimal täglich ein Tropfen Iopidine 0,5 % in das/die erkrankte(n) Auge(n) einzutropfen.

Lassen Sie zwischen dieser Anwendung und dem Gebrauch weiterer Augentropfen mindestens fünf Minuten vergehen, damit Sie nicht ein Medikament mit dem anderen aus dem Auge spülen. Augensalben sollten immer zuletzt angewendet werden.

Sollte ein Tropfen nicht im Bindehautsack verbleiben, so kann ein weiterer Tropfen verabreicht werden.

Da bei längerer Anwendung von Iopidine 0,5 % ein Wirkverlust eintreten kann, beträgt die empfohlene Behandlungsdauer einen Monat. Jedoch kann Ihr Arzt eine längere Anwendung für erforderlich halten.

Es ist wichtig, dass Iopidine 0,5 % regelmäßig angewandt wird.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen
Die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen wurde nicht untersucht und wird daher nicht empfohlen.

Hinweis für Kontaktlinsenträger: siehe wichtige Informationen über bestimmte Bestandteile von Iopidine.

Wie sollten Sie Iopidine 0,5 % - Augentropfen anwenden?
Zur Anwendung am Auge.
Für eine einfache Anwendung ist die Drop-Tainer®-Tropfflasche entwickelt worden. Kopf leicht nach hinten neigen. Blick nach oben richten und mit dem Zeigefinger Unterlid wegziehen.

Durch leichten Druck auf den Flaschenboden der Drop-Tainer®-Flasche einen Tropfen von oben in den Bindehautsack eintropfen, ohne dass die Flaschenspitze mit dem Auge oder Lidrand in Berührung kommt.

Nachdem Sie Iopidine 0,5 % - Augentropfen angewendet haben, drücken Sie mit einem Finger auf den Augenwinkel neben der Nase oder schließen das Auge für kurze Zeit. Das verhindert, dass Iopidine 0,5 % in den übrigen Körper gelangt.

Wenn Sie eine größere Menge von Iopidine 0,5 % - Augentropfen angewendet haben, als Sie sollten:
Bei bestimmungsgemäßer Anwendung von Iopidine 0,5 % sind aufgrund des geringen Fassungsvermögens des Bindehautsackes Vergiftungserscheinungen praktisch ausgeschlossen.

Sollte dennoch zuviel von Iopidine 0,5 % -Augentropfen ins Auge gelangt sein, lässt sich dies mit lauwarmem Leitungswasser aus dem Auge spülen.

Bisher liegt wenig Erfahrung über eine versehentliche Einnahme von Iopidine 0,5 % vor, jedoch wurden bei der Einnahme von Clonidin, einem Wirkstoff mit vergleichbaren Eigenschaften, folgende Überdosierungsreaktionen beschrieben: Blutdruckabfall, vorübergehender Bluthochdruck, Schwächegefühl, Erbrechen, Reizbarkeit, Abschwächung bzw. das Fehlen von Reflexen, Schläfrigkeit, Benommenheit, Müdigkeit oder Bewusstlosigkeit, Blässe, Untertemperatur, langsame Herztätigkeit bzw. Störungen der regelmäßigen Herztätigkeit, Mundtrockenheit, Engstellung der Pupille, Atemnot, verlangsamte Atmung, Atemstillstand, Krampfanfall. Verständigen Sie in diesem Fall sofort einen Arzt.

Hinweis für den Arzt: siehe Ende dieser Gebrauchsinformation

Wenn Sie die Anwendung von Iopidine 0,5 % - Augentropfen vergessen haben Tropfen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben. Tropfen Sie einfach zum nächsten fälligen Zeitpunkt die gewohnte Dosis wieder ein.

Wenn Sie die Anwendung von Iopidine 0,5%- Augentropfen abbrechen Brechen Sie die Behandlung nie ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ab.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel können Iopidine 0,5 % - Augentropfen Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Die Anwendung von Iopidine 0,5 % kann zu Unverträglichkeitsreaktionen führen mit einem oder mehreren der folgenden Anzeichen an Ihren Augen:
Sehr häufige Nebenwirkungen (sie kommen bei mehr als 1 von 10 Anwendern vor): Bindehautentzündung, Juckreiz, verstärkte Rötung
Häufige Nebenwirkungen (sie kommen bei 1 bis 10 Anwendern von 100 vor): Lidschwellung, trockenes Auge, Bindehautfollikel, Fremdkörpergefühl, Lidrandverkrustung, Tränen, Unbehagen
Gelegentliche Nebenwirkungen (sie kommen bei 1 bis 10 Anwendern von 1.000 vor): Pupillenerweiterung, Entzündungen der Hornhaut, Schäden der Hornhaut, Sehstörungen, verminderte Sehschärfe, Lichtscheu, Hornhautverfärbung, Verschwommensehen, Hornhautinfiltrat, Hornhauterosion, Lidfunktionsstörungen, Entzündungen des Lids und Lidrandes, Zurückziehen des Lids, Schmerzen, geschwollene Augen, Durchblutungsstörungen der Bindehaut und Bindehautblässe, Bindehautschwellung, Bindehautentzündung des Lids, Augenabsonderung, Reizung, Rötung der Augenlider, Lidschuppenbildung, Herabhängen des Oberlids.

Der Wirkstoff von Iopidine 0,5 % kann auch nach Anwendung am Auge in den Körper aufgenommen werden:

Häufige Nebenwirkungen (sie kommen bei 1 bis 10 Anwendern von 100 vor): Kopfschmerzen, Geschmacksmissempfindungen, trockene Nasenschleimhaut, Mundtrockenheit, Schwächegefühl, Hautentzündungen
Gelegentliche Nebenwirkungen (sie kommen bei 1 bis 10 Anwendern von 1.000 vor): Schwindelgefühl, Koordinationsstörungen, Benommenheit, Störung der regelmäßigen Herztätigkeit, Gefäßerweiterung, periphere Schwellung, Atemnot, Kontaktdermatitis (Ekzem), Nasenschleimhautentzündung, Asthma, Rachenschleimhautentzündung, Verstopfung, Übelkeit, Gesichtsschwellung, Brustschmerzen, Unwohlsein, Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Hautkribbeln, Reizbarkeit, Nervosität, Depression, Geruchsmissempfindungen, Muskelschmerzen.

Wenden Sie sich bitte umgehend an Ihren Arzt, wenn nach Verabreichung von Iopidine 0,5 % Sehstörungen auftreten. Falls Sie allergisch reagieren sollten, sich ungewöhnlich schwindelig oder benommen fühlen, eine unregelmäßige Herztätigkeit oder Atemprobleme feststellen, wenden Sie Iopidine 0,5 % nicht mehr an und wenden Sie sich umgehend an einen Arzt.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht über 25° C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und Behältnis nach „verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Die Augentropfen dürfen nach Anbruch nicht länger als 4 Wochen verwendet werden.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.


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