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«Iscucin Abietis Stärke H»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Gemäß der anthroposophischen Menschen- und Naturerkenntnis.
Dazu gehören:
Anregung von Form- und Integrationskräften zur Auflösung und Wiedereingliederung verselbständigter Wachstumsprozesse, z. B.:
- bösartige und gutartige Geschwulsterkrankungen
- definierte Präkanzerosen
- Rezidivprophylaxe nach Geschwulstoperationen
- chronisch-entzündliche grenzüberschreitende Erkrankungen, z.B. Morbus Crohn,
chronische Gelenkerkrankungen

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Gegenanzeigen
/.../ darf nicht angewendet werden bei:
- Bekannten Allergien auf Mistelzubereitungen: Eine Fortsetzung der Therapie ist erst
nach erfolgter Desensibilisierung möglich.
- Bösartigen Erkrankungen der blutbildenden Organe
- Interleukin-6-abhängig wachsenden Tumoren z.B. Hypernephrom und malignem
Melanom
- Akut entzündliche bzw. hoch fieberhafte Erkrankungen: die Behandlung sollte bis zum
Abklingen der Entzündungszeichen unterbrochen werden.
- chronischen granulomatösen Erkrankungen und Autoimmunerkrankungen
- Hyperthyreose mit nicht ausgeglichener Stoffwechsellage
- in Schwangerschaft und Stillzeit und bei Kindern und Heranwachsenden unter 18 Jahren
Vorsichtsmaßnahmen und Warnhinweise
Primäre Hirn- und Rückenmarkstumoren oder intracranielle Metastasen mit Gefahr einer Hirndruckerhöhung:
In diesem Fall sollten die Präparate nur nach strenger Indikationsstellung und unter engmaschiger klinischer Kontrolle verabreicht werden.
Bei Kälteagglutininerkrankung sollte das Präparat körperwarm angewendet werden.

Wie wird es angewendet?

Dosierung und Art der Anwendung
Die Dosierung erfolgt grundsätzlich individuell nach Anweisung des Arztes.
Einleitungsphase (Dosisfindung)
Soweit nicht anders verordnet, wird die Therapie mit 1 ml der Stärke A begonnen. Die Dosierung wird schrittweise bis zum Erreichen der optimalen individuellen Dosis (Stärke) gesteigert. Zur Dosisfindung können die Potenzreihen I und II verwendet werden, welche // in ansteigenden Konzentrationen enthalten.
Die optimale Konzentration bzw. Dosis muss individuell ermittelt werden. Hierzu sind nach heutigem Wissensstand folgende Reaktionen zu beachten, die einzeln oder in Kombination auftreten können.
a) Änderung des subjektiven Befindens:
Am Injektionstag evtl. auftretende Abgeschlagenheit, Frösteln, allgemeines Krankheitsgefühl, Kopfschmerzen und kurzzeitige Schwindelgefühle sind keine Zeichen von Unverträglichkeit, sondern weisen auf eine wirksame, möglicherweise schon zu hohe Dosierung hin. Wenn diese Erscheinungen am Folgetag noch nicht abgeklungen sind oder ein tolerables Maß übersteigen, sollte die Konzentration bzw. Dosis reduziert werden.
Eine Besserung des Allgemeinbefindens (Zunahme von Appetit und Gewicht, Normalisierung von Schlaf, Wärmeempfinden und Leistungsfähigkeit) und der psychischen Befindlichkeit (Aufhellung der Stimmungslage, Zunahme von Lebensmut und Initiativfähigkeit), sowie eine Linderung von Schmerzzuständen zeigen an, dass im optimalen Bereich dosiert wurde.
b) Temperaturreaktion
ür die Beurteilung des Therapieverlaufs und zur Ermittlung der optimalen Dosis ist die Beurteilung der Temperaturreaktion wesentlich. Es sollte daher vom Patienten ein Temperaturprotokoll geführt werden. Die Messungen sollten rektal oder oral durchgeführt werden. Die erste Messung soll morgens vor dem Aufstehen, möglichst vor 7 Uhr, erfolgen, die zweite Messung nach 20 Minuten Liegeruhe zwischen 15 und 18 Uhr. Es soll immer zur gleichen Zeit gemessen werden.
Temperaturreaktionen erfolgen in Form eines überdurchschnittlichen Anstiegs der Körpertemperatur wenige Stunden nach Injektion, einer Wiederherstellung der physiologischen Morgen-/Abend-Differenz von mindestens 0,5°C oder eines Anstiegs des mittleren Temperaturniveaus unter Behandlung.
Bei Tumorfieber wird dagegen mit niedrigen Konzentrationen eine Normalisierung und Rhythmisierung der Kerntemperatur angestrebt.
d) Immunologische Reaktionen
Zum Beispiel Anstieg der Leukozyten (vor allem der absoluten Lymphozyten- und Eosinophilenzahl), Besserung des zellulären Immunstatus in einem Recall-Antigen-Test oder bei Bestimmung der Lymphozytensubpopulationen.
e) Lokale Entzündungsreaktion
an der Einspritzstelle bis max. 5 cm Durchmesser.
Erhaltungsphase
Mit der so ermittelten optimalen individuellen Konzentration bzw. Dosis wird die Behandlung fortgesetzt. Zur Vermeidung von Gewöhnungseffekten empfiehlt sich eine rhythmische Anwendung:
- Abwechslung mit geringeren Konzentrationen bzw. Dosen. Wurde beispielsweise die Stärke D ermittelt, kann abwechselnd die Stärke C und D oder B-C-D-C-D-B etc. gegeben werden.
- Rhythmisierung der Injektionsintervalle, zum Beispiel Injektion am Tag 1, 2 und 5 jeder Woche.
- Einfügung von Pausen, zum Beispiel Wochen Pause nach 4 Wochen Therapie.
Nach Therapiepausen von über 4 Wochen sollte die Behandlung zunächst vorsichtshalber mit einer um 2 Stärken schwächeren Dosis (zum Beispiel B nachdem vorher D verwendet wurde) fortgesetzt werden.
Ändert sich im Verlauf die Reaktionslage des Patienten, so muss eine Neuanpassung der Dosis in oben beschriebener Weise erfolgen.
In Abständen von Monaten sollte die Dosierung anhand der Patientenreaktion (siehe oben) sowie des Tumorverhaltens überprüft werden.
Applikationshäufigkeit
Subkutane Injektion: x wöchentlich, soweit nicht anders verordnet.
Art der Anwendung
subkutane Injektion, nach Möglichkeit in Tumor- bzw. Metastasennähe, ansonsten an stets wechselnden Körperstellen (zum Beispiel Bauchhaut, Oberarm oder Oberschenkel). Nicht in entzündete Hautareale oder Bestrahlungsfelder injizieren. Auf streng subkutane Injektionstechnik ist zu achten. Die Injektion sollte möglichst am späten Nachmittag zwischen 17 und 19 Uhr erfolgen.
Hinweis:
Die Injektion des Arzneimittels sollte zunächst nicht von Ihnen selbst durchgeführt werden. Bitte wenden Sie sich zur Verabreichung des Arzneimittels an Ihren Arzt.
Es wird vorsichtshalber empfohlen, // nicht mit anderen Arzneimitteln in einer Spritze aufzuziehen.
Dauer der Anwendung
Die Anwendungsdauer ist prinzipiell nicht begrenzt. Sie wird vom Arzt festgelegt und richtet sich nach dem jeweiligen Rezidivrisiko und dem individuellen Befinden bzw. Befund des Patienten. Sie sollte mehrere Jahre betragen, wobei in der Regel Pausen in zunehmender Länge eingelegt werden.
Anwendungsfehler:
Auf die vorsichtige Dosissteigerung wird ausdrücklich hingewiesen. Durch eine zu starke Dosissteigerung insbesondere bei Überspringen eines Verdünnungsgrades in den tiefen Potenzstufen (z.B. von Stärke C auf Stärke E) kann es zu allergieähnlichen Reaktionen kommen, die Notfallmaßnahmen erfordern.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wechselwirkungen mit anderen Mitteln
Zu Interaktionen mit anderen immunmodulierenden Substanzen (z.B. Thymusextrakten) liegen keine Untersuchungen vor. Bei zeitnaher Anwendung entsprechender Präparate ist eine vorsichtige Dosierung und Kontrolle geeigneter Immunkennzahlen empfehlenswert.
Nebenwirkungen
Welche Nebenwirkungen können bei der Anwendung von /.../ auftreten?
Wie alle Arzneimittel kann /.../ Nebenwirkungen haben. Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrundegelegt.
Sehr häufig:
häufig:
gelegentlich:
selten:
sehr selten:

mehr als 1 von 10 Behandeltenweniger als 1 von 11, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
weniger als 1 von 100 aber mehr als 1 von 1 000 Behandeltenweniger als 1 von 1000 aber mehr als 1 von 10000 Behandelten
weniger als 1 von 10 000 Behandelten einschließlich Einzelfälle

Geringe Steigerung der Körpertemperatur, örtlich begrenzte entzündliche Reaktionen um die Einstichstelle der subcutanen Injektion sowie vorübergehende leichte Schwellungen regionaler Lymphknoten sind unbedenklich.
Bei Fieber über 38 °C, Abgeschlagenheit, Frösteln, allg. Krankheitsgefühl, Kopfschmerzen, kurzzeitigen Schwindelanfällen oder größeren örtlichen Reaktionen über 5 cm Durchmesser sollte die nächste Injektion erst nach Abklingen dieser Symptome und in reduzierter Konzentration bzw. Dosis gegeben werden.
Das durch /.../-Injektion hervorgerufene Fieber soll nicht durch fiebersenkende Arzneimittel unterdrückt werden. Bei länger als drei Tage anhaltendem Fieber ist an einen infektiösen Prozess oder Tumorfieber zu denken.
Übermäßige lokale Reaktionen lassen sich durch Verdünnung des Ampulleninhaltes mit physiologischer Kochsalzlösung vermindern.
In seltenen ällen können örtliche oder allgemeine allergische oder allergieähnliche Reaktionen wie Juckreiz am ganzen Körper, Nesselsucht (Urtikaria), Hauausschlag (Exanthem), Blasenbildung, Haut- und Schleimhautschwellung im Gesichtsbereich (Quinckeödem), Schüttelfrost, Atemnot, Verkrampfung der Atemwege (Bronchospasmus), Schock auftreten, die ein Absetzen des Präparates und sofortige ärztliche Behandlung erforderlich machen.
In seltenen ällen kann es zur Aktivierung von Entzündungen kommen
Gelegentlich können Venen mit entzündlichen Reizerscheinungen reagieren. Eine vorübergehende Therapiepause ist auch hier erforderlich.
Sehr selten wurde über das Auftreten von chronisch granulomatösen Entzündungen und Autoimmunerkrankungen berichtet (Sarkoidose und Erythema nodosum). Sehr selten kam es zum Auftreten von Autoimmunerkrankungen (Erythema exsudativum multiforme und Kälteagglutininerkrankung).
Ein immunsuppressiver Effekt höherer Dosierungen ist nicht auszuschließen. Systematische Untersuchungen liegen hierzu nicht vor.
Wenn Sie Nebenwirkungen beobachten, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, teilen Sie diese bitte Ihrem Arzt oder Apotheker mit.
Arzneimittel nach Ablauf des auf der Ampulle und der äußeren Umhüllung angegebenen Verfalldatums nicht mehr anwenden.
Aufbewahrungshinweis:
Ampullen in der geschlossenen Faltschachtel aufbewahren.
Nicht über 25 °C lagern.
Stand:
Die Potenzierung dieser Zubereitungen erfolgt gemäß Vorschrift 38 des Homöopathischen Arzneibuches. Hierbei beträgt für jeden Verdünnungsschritt das Verdünnungsverhältnis 1:20. Die einzelne Verdünnungsstufe wird als Stärke bezeichnet:

StärkeVerdünnungsstufe1:20 potenziert mit einer isotonischen Natriumchlorid-Natriumhydrogencarbonat-Lösung und der Urtinktur / Stärke / Verdünnungsstufe
H1. VerdünnungsstufeUrtinktur
G2. VerdünnungsstufeH
3. VerdünnungsstufeG
E4. VerdünnungsstufeF
D5. VerdünnungsstufeE
C6. VerdünnungsstufeD
Ab der Stärke C werden die Verdünnungsstufen 7. und 9. nicht vorrätig gehalten, sondern nochmals 1:20 mit einer isotonischen Natriumchlorid-Natriumhydrogen-carbonat-Lösung potenziert:
B8. Verdünnungsstufe7. Verdünnungsstufe
A10. Verdünnungsstufe9. Verdünnungsstufe

Öffnen der Ampulle:
Brechampulle ohne Feile öffnen:

Zusätzliche Informationen

GEBRAUCHSINFORMATION
Iscucin Abietis Potenzreihe II
Flüssige Verdünnung zur Injektion
Wirkstoff: Viscum album (Abietis) e planta tota sicc. K Dil.


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