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«Isoptin 40 mg - Dragees»

Isoptin 40 mg - Dragees


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Der Wirkstoff von Isoptin, der Kalziumantagonist Verapamil, senkt den Sauerstoffbedarf des Herzens, verbessert seine Durchblutung und verhindert damit das Auftreten von Herzschmerzen (Angina pectoris-Anfällen).
Isoptin normalisiert bestimmte Herzrhythmusstörungen und senkt einen erhöhten Blutdruck.

Es wird angewendet:

  • Bei Erkrankungen der Herzkranzgefäße mit gestörter Herzmuskeldurchblutung (verschiedene Formen der Angina pectoris, vorbeugende Behandlung nach Herzinfarkt, wenn andere Wirkstoffe [Beta-Rezeptorenblocker] nicht angewendet werden können),
  • bei bestimmten Herzrhythmusstörungen mit rascher unregelmäßiger Herzschlagfolge,
  • bei Bluthochdruck.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Isoptin 40 mg darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Verapamilhydrochlorid oder einen der sonstigen Bestandteile von Isoptin sind;
  • bei Herz-Kreislaufschock;
  • nach akutem Herzinfarkt, der durch verlangsamten Pulsschlag, sehr niedrigem Blutdruck oder Herzversagen kompliziert war;
  • bei schwerer, nicht erfolgreich behandelter Herzschwäche;
  • bei bestimmten schweren Störungen der Herzschlagfolge (schwere Erregungsbildungs- und -leitungsstörungen) außer Patienten mit Herzschrittmacher;
  • bei Vorflimmern/-flattern und gleichzeitigem Vorliegen eines Präexzitationssyndroms wie z.B. bei Wolff-Parkinson-White (WPW)- oder Lown-Ganong-Levine Syndrom (Herzerkrankung, die durch eine angeborene Störung im Reizleitungssystem des Herzens entsteht);
  • bei sehr niedrigem Blutdruck (Hypotonie, < 90mmHg systolisch);
  • bei langsamer Herzschlagfolge (Bradykardie, Puls unter 50 Schläge pro Minute);
  • im ersten und zweiten Schwangerschaftsdrittel (siehe „Schwangerschaft und Stillzeit“).

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Isoptin 40 mg - Dragees
Informieren Sie Ihren Arzt über Krankheiten, Allergien, falls Sie schwanger sind oder ein Kind stillen sowie über die Einnahme von Medikamenten.

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn bei Ihnen folgende Krankheiten oder Umstände vorliegen:

  • bestimmte Herzrhythmusstörungen (AV-Block I. Grades),
  • bestimmte, häufig anlagebedingte Herzvergrößerung (hypertrophe Kardiomyopathie),
  • beeinträchtigte Leberfunktion,
  • bestimmte erbliche Stoffwechselerkrankung (Porphyrie),
  • leichte chronische Herzschwäche (Herzinsuffizienz),
  • Tragen eines Herzschrittmachers oder Defibrillators,
  • krankhafte Muskelschwäche (Myasthenia gravis, Lambert-Eaton-Syndrom, fortgeschrittene Duchenne-Muskeldystrophie)
  • Einnahme bestimmter blutfettsenkender Arzneimittel (Statine)

Wenn Sie unter eingeschränkter Nierenfunktion leiden wird Ihr behandelnder Arzt vorsichtig bei der Behandlung mit Isoptin vorgehen und die Behandlung sorgfältig überwachen.

Wenn Isoptin über einen längeren Zeitraum eingenommen wird, wird Ihr Arzt bestimmte Laborwerte kontrollieren, z. B. Leberwerte oder Blutzucker.

Vor Eingriffen mit Narkose oder röntgenologischen Untersuchungen der Herzkranzgefäße ist der zuständige Arzt über die Einnahme von Isoptin zu informieren.

Die Behandlung von Säuglingen und Kleinkindern mit Verapamil sollte nur im Klinikbereich erfolgen.

Bei Einnahme von Isoptin 40 mg – Dragees mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht
verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Wenn mehrere Arzneimittel (oder Arzneimittel und Genussmittel, wie z.B. Alkohol, Grapefruitsaft) eingenommen werden, kann es zu einer Abschwächung oder Verstärkung der Wirkung (oder auch der Nebenwirkungen) der Arzneimittel kommen, selbst dann, wenn Sie die Arzneimittel zu unterschiedlichen Zeiten einnehmen.

Die Einnahme der folgenden Arzneimittel gleichzeitig mit Isoptin kann die Wirkung von Isoptin abschwächen:

  • Bestimmte Arzneimittel gegen Tuberkulose (Rifampicin),
  • Bestimmte Arzneimittel zur Behandlung der Epilepsie (Phenobarbital, Phenytoin),
  • Calciumsalze, Vitamin-D-Präparate,
  • Medikamente zur Steigerung der Harnsäureausscheidung (Sulfinpyrazon),
  • Johanniskraut.

Die Einnahme der folgenden Arzneimittel gleichzeitig mit Isoptin kann die Wirkung von Isoptin beziehungsweise Isoptin und dem Arzneimittel verstärken:

  • Blutdrucksenkende Arzneimittel,
  • Bestimmte Arzneimittel gegen depressive Erkrankungen (Antidepressiva),
  • Bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von psychischen Erkrankungen (Neuroleptika),
  • Harntreibende Arzneimittel,
  • gefäßerweiternde Arzneimittel,
  • Bestimmte Antibiotika (Clarithromycin, Erythromycin, Telithromycin),
  • Bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren (Cimetidin),
  • Arzneimittel zur Behandlung von AIDS (Proteasehemmer wie z. B. Ritonavir),
  • Bestimmte blutfettsenkende Arzneimittel (Atorvastatin),
  • Bestimmte Narkosemittel,
  • Bestimmte Röntgenkontrastmittel.

Die Einnahme der folgenden Arzneimittel gleichzeitig mit Isoptin kann die Wirkung und/oder Nebenwirkung dieser Arzneimittel steigern bzw. verlängern:

  • Bestimmte gefäßerweiternde Arzneimittel (Terazosin, Prazosin),
  • Andere herz- und kreislaufwirksame Arzneimittel (Betarezeptoren-Blocker),
  • Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen (Chinidin),
  • Arzneimittel gegen Asthma (Theophyllin),
  • Bestimmte Arzneimittel zur Behandlung der Epilepsie (Carbamazepin),
  • Arzneimittel zur Behandlung der Zuckerkrankheit (Antidiabetika wie z. B. Sulfonylharnstoffderivate),
  • Bestimmte Arzneimittel gegen Krebs (Cytostatika wie z. B. Doxorubicin)
  • Bestimmte Beruhigungsmittel (z.B. Benzodiazepine wie Midazolam, Buspiron),
  • Herzstärkende Arzneimittel (Digitoxin, Digoxin),
  • Arzneimittel mit hemmender Wirkung auf die körpereigene Immunabwehr (Cyclosporin, Sirolimus, Tacrolimus, Everolimus),
  • Bestimmte blutfettsenkende Arzneimittel (Lovastatin, Simvastatin, Atorvastatin),
  • Arzneimittel gegen Migräne (Almotriptan),
  • Bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen (Lithium),
  • Bestimmte Arzneimittel gegen Gicht (Colchizin),
  • Bestimmte Arzneimittel mit muskelerschlaffender Wirkung (Muskelrelaxanzien),
  • Acetylsalicylsäure (Arzneimittel zur Schmerzbehandlung und zur Vorbeugung von Blutgerinnselbildung).

Bei Einnahme von Isoptin 40 mg – Dragees zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken Die Dragees sind ungelutscht und unzerkaut am besten zu oder kurz nach den Mahlzeiten mit etwas Flüssigkeit (nicht mit Grapefruitsaft oder Alkohol) einzunehmen.

Beim Genuss von Grapefruitsaft wurden erhöhte Verapamilkonzentrationen festgestellt, die Wirkung von Isoptin kann verstärkt werden.

Durch die Einnahme von Isoptin kann der Alkohol im Blut nicht wie üblich abgebaut werden, daher kann sich die Wirkung von Alkohol verlängern.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Es liegen keine ausreichenden Erfahrungen mit der Anwendung von Verapamilhydrochlorid während der Schwangerschaft vor. In Untersuchungen an Tieren wurden Hinweise auf eine Beeinträchtigung der Fortpflanzungsfähigkeit gefunden.
Während den ersten 6 Monaten einer Schwangerschaft darf Isoptin nicht eingenommen werden. Über eine Einnahme im letzten Drittel der Schwangerschaft entscheidet Ihr Arzt.

Isoptin ist plazentagängig und geht in die Muttermilch über. Über die Anwendung während der Stillzeit entscheidet Ihr Arzt.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol (siehe auch Abschnitt „Bei Einnahme von Isoptin 40 mg - Dragees mit anderen Arzneimitteln“).

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Isoptin 40 mg - Dragees Bitte nehmen Sie Isoptin 40 mg – Dragees erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

Wie wird es angewendet?

Die Dragees sind ungelutscht und unzerkaut am besten zu oder kurz nach den Mahlzeiten mit etwas Flüssigkeit (nicht mit Grapefruitsaft) einzunehmen.
Nehmen Sie Isoptin 40 mg – Dragees immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Die Dosierung wird individuell vom Arzt verordnet, in Abhängigkeit von Art und Schwere Ihrer Erkrankung.
In der Dauertherapie sollte eine Tagesdosis von 480 mg (entsprechend 12 Isoptin 40 mg - Dragees) nicht überschritten werden. Eine kurzfristige Dosiserhöhung ist nur auf besondere Anordnung Ihres Arztes vorzunehmen.
Die Dauer der Anwendung ist nicht begrenzt. Nach einer längeren Therapie sollte Isoptin grundsätzlich nicht plötzlich, sondern ausschleichend abgesetzt werden.

Erwachsene und Jugendliche über 50 kg Körpergewicht Erkrankungen der Herzkranzgefäße
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, liegt die übliche Dosis bei (120 mg) 240 mg bis 480 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag in 3-4 Einzeldosen morgens, mittags, abends und eventuell vor dem Zubettgehen (z. B. entsprechen 3 mal täglich 2 Dragees Isoptin 40 mg einer Tagesdosis von 240 mg Verapamilhydrochlorid, oder 4 mal täglich 2 Dragees Isoptin 40 mg einer Tagesdosis von 320 mg Verapamilhydrochlorid).

Bluthochdruck
Die empfohlene Dosierung liegt bei (120 mg) 240 mg bis 360 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag in 3 Einzeldosen (z. B. 3-mal täglich 2 Dragees Isoptin 40 mg entsprechend einer Tagesdosis von 240 mg Verapamilhydrochlorid).

Herzrhythmusstörungen mit rascher unregelmäßiger Herzschlagfolge
Die übliche Dosierung liegt bei (120 mg) 240 mg bis 480 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag in

3-4 Einzeldosen (z. B. 3-4 mal täglich 2 Dragees Isoptin 40 mg (entsprechend einer Tagesdosis von 240 mg bzw. 320 mg Verapamilhydrochlorid).
Bei zu schneller Herzschlagfolge kann eine vorübergehende Anwendung von 1x2 Isoptin 40 mg - Dragees (= 80 mg) in 3-4-Stunden-Intervallen notwendig werden.

Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre (nur bei Störungen der Herzschlagfolge) Säuglinge und Kleinkinder:
Da für Säuglinge kein allgemeingültiges Dosierungsschema angegeben werden kann, darf die Behandlung von Säuglingen und Kleinkindern nur im Klinikbereich erfolgen.

Kinder von 3 bis 6 Jahre:
Die empfohlene Dosierung liegt bei 80 mg – 120 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag in 2-3 Einzeldosen, z. B. 2-3 mal täglich 1 Dragee Isoptin 40 mg.

Kinder und Jugendliche von 6-14 Jahre:
Die empfohlene Dosierung liegt bei 80 mg – 360 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag in 2-4 Einzeldosen, z. B. 2-4 mal täglich 1-2 Dragees Isoptin 40 mg.

Für die anderen Indikationen liegen keine Erfahrungen beim Kind vor.

Dosierung bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion sollten anfänglich niedrigere Dosen eingenommen werden, abhängig vom Grad der eingeschränkten Leberfunktion und dem Schweregrad der Krankheit, die behandelt wird (z. B. hypertone Krise oder Arrhythmie).

Dosierung bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion Eine Dosisanpassung ist nicht notwendig.

Dosierung bei älteren Patienten Die Dosierung bei älteren Patienten (> 65 Jahre) ist vorsichtig vorzunehmen. Eine entsprechende Dosisanpassung soll basierend auf dem individuellen Ansprechen auf Verapamil vorgenommen werden.

Für Patienten mit höherem Verapamilbedarf stehen entsprechende Darreichungsformen (Isoptin 80 mg - Dragees, Isoptin retard 120 mg - Filmtabletten, Isoptin RR retard 240 mg - Filmtabletten) zur Verfügung.

Wenn Sie eine größere Menge von Isoptin 40 mg – Dragees eingenommen haben, als Sie sollten Bei Überdosierung von Verapamil können stark erniedrigter Blutdruck, Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen (verlangsamte oder beschleunigte Herzschlagfolge) bis zum Herz-Kreislaufschock mit Lungenödem (Wasseransammlung in der Lunge), und Herzstillstand, Bewusstseinstrübung bis zum Koma, Hyperglykämie (erhöhter Blutzuckerspiegel), Hypokaliämie (verminderte Kaliumkonzentration im Blut), Sauerstoffmangel im Blut (Hypoxie), beeinträchtige Nierenfunktion, Muskelkrämpfe, Benommenheit und bestimmte Stoffwechselentgleisungen (metabolische Azidose) auftreten. Es traten Todesfälle nach Überdosierung auf.

Falls Sie versehentlich zu viele Dragees eingenommen haben, nehmen Sie sofort Kontakt mit Ihrem Arzt / Notarzt auf.

Wenn Sie die Einnahme von Isoptin 40 mg – Dragees vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Isoptin 40 mg – Dragees abbrechen

Eine Dosisänderung oder ein Absetzen der Behandlung sollte ohne vorherige Rückfrage beim Arzt nicht vorgenommen werden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel können Isoptin 40 mg – Dragees Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Untenstehend aufgeführte Nebenwirkungen wurden nach der Häufigkeit ihres Auftretens wie folgt klassifiziert:

Nach Markteinführung von Isoptin wurde ein einziges Mal beobachtet, dass bei kombinierter Behandlung von Verapamil und Colchizin eine Lähmung der Gliedmaßen (Paralyse) auftrat. Durch Verapamil werden die Enzyme CYP3A4 und P-Glycoprotein gehemmt, weshalb Colchizin die Blut-Hirn-Schranke passieren und zur Lähmung führen kann. Die gleichzeitige Anwendung von Verapamil und Colchizin wird daher nicht empfohlen.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Verpackung angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


Bewertungen «Isoptin 40 mg - Dragees»