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«Isotretinoin-Actavis 40 mg Weichkapseln»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Isotretinoin-Actavis enthält den Wirkstoff Isotretinoin. Hierbei handelt es sich um einen Vitamin A-Abkömmling, der zur Wirkstoffklasse der Retinoide gehört.
Isotretinoin-Actavis wird angewendet zur Behandlung schwerer Formen von Akne (wie Akne nodularis oder Akne conglobata oder Akne mit dem Risiko einer dauerhaften Narbenbildung), die nicht auf andere Aknemittel, wie z.B. Antibiotika, ansprechen.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Isotretinoin-Actavis darf nicht eingenommen werden,
wenn Sie schwanger sind oder vermuten schwanger zu sein;
wenn Sie stillen;
wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Isotretinoin, Soja, Erdnuss oder einen der sonstigen Bestandteile von Isotretinoin-Actavis sind;
wenn Sie an einer Lebererkrankung leiden;
wenn Sie sehr hohe Blutfettwerte (Cholesterin, Triglyzeride) haben;
wenn Sie sehr viel Vitamin A in Ihrem Körper gespeichert haben (Hypervitaminose A);
wenn Sie Tetrazykline (einen Antibiotika-Typ) einnehmen;
Aufgrund der fruchtschädigenden Wirkung dürfen Sie Isotretinoin-Actavis nur einnehmen, wenn Sie alle Bedingungen des Schwangerschaftsverhütungsprogramms erfüllen (siehe Abschnitt „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Isotretinoin-Actavis ist erforderlich“). Sprechen Sie darüber bitte mit Ihrem Arzt.
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Isotretinoin-Actavis ist erforderlich
Schwangerschaftsverhütungsprogramm
Wichtig
Isotretinoin-Actavis ist fruchtschädigend (teratogen). Das heißt, es ist wahrscheinlich, dass es Ihrem ungeborenen Kind stark schadet und zu schweren Missbildungen führt. Bei diesen Missbildungen finden sich zum Beispiel dann Schädigungen des zentralen Nervensystems, Anomalien des Herzkreislaufsystems und Gaumenspalten. Auch kommt es mit vermehrter Häufigkeit zu Fehlgeburten.
Der Prozentsatz von Missbildungen ist hoch, auch wenn Isotretinoin nur für kurze Zeit in der Schwangerschaft eingenommen wurde oder wenn Sie in den 4 Wochen nach Ende der Behandlung schwanger werden.
Sie dürfen Isotretinoin-Actavis nicht einnehmen, wenn Sie schwanger sind oder zu irgendeinem Zeitpunkt während bzw. in einem Zeitraum von einem Monat nach der Behandlung schwanger werden könnten.
Wenn Sie eine Patientin im gebärfähigen Alter sind, dürfen Sie nur dann Isotretinoin-Actavis einnehmen, wenn:
Sie an schwerer Akne (wie Akne nodularis oder Akne conglobata oder an einer Akne, bei der das Risiko einer dauerhaften Narbenbildung besteht) leiden, welche sich trotz anderer Anti-Akne-Behandlungen, einschließlich einer Antibiotika-Behandlung nicht gebessert hat.
Ihnen Ihr Arzt das fruchtschädigende (teratogene) Risiko von Isotretinoin erklärt hat und Sie verstehen, warum Sie nicht schwanger werden dürfen und wie Sie eine Schwangerschaft verhüten können.
Sie wirksame Empfängninsverhütungsmaßnahmen ohne Unterbrechung anwenden:
Ihr Arzt wird dies mit Ihnen besprechen und Ihnen Informationen zur Schwangerschaftsverhütung, einschließlich einer Empfängnisverhütungsbroschüre, geben und Ihnen die verschiedenen Methoden erklären. Möglicherweise überweist er Sie hierzu auch an einen Gynäkologen.
Sie einverstanden sind, mindestens eine, vorzugsweise zwei wirksame Maßnahmen zur Empfängnisverhütung einschließlich einer Barrieremethode (z.B. die Pille und Kondom) einen Monat vor der Behandlung mit Isotretinoin-Actavis, während der Behandlung und während eines Monats nach dem Ende der Behandlung mit Isotretinoin-Actavis, durchzuführen. Bevor Sie mit der Behandlung beginnen, wird Ihr Arzt Sie auffordern, einen Schwangerschaftstest durchzuführen. Dieser Test muss negativ sein.
Sie, auch wenn Sie keine Periode haben oder zurzeit nicht sexuell aktiv sind, eine Empfängnisverhütung durchführen, es sei denn, Ihr Arzt entscheidet, dass dies bei Ihnen nicht notwendig ist.
Sie damit einverstanden sind, dass ein ärztlich überwachter Schwangerschaftstest an den ersten 3 Tagen Ihres Menstruationszyklus vor Beginn der Behandlung mit Isotretinoin-Actavis durchgeführt wird.
Wenn Ihre Periode unregelmäßig ist, sollte der Zeitpunkt des Schwangerschaftstests auf Ihre sexuelle Aktivität abgestimmt werden und etwa 3 Wochen nach Ihrem letzten ungeschützten Geschlechtsverkehr vorgenommen werden.
Sie die Notwendigkeit einer monatlichen Untersuchung und eventueller weiterer Schwangerschaftstests, über die Ihr Arzt entscheiden wird, verstehen und akzeptieren, und wenn Sie 5 Wochen nach dem Ende der Behandlung mit Isotretinoin-Actavis einen weiteren Schwangerschaftstest durchführen lassen. Sie dürfen zu keiner Zeit, weder während der Therapie mit Isotretinoin-Actavis, noch im ersten Monat nach dem Ende der Behandlung, schwanger werden.
Ihr Arzt wird Sie (oder Ihren Erziehungsberechtigten) möglicherweise bitten, eine Erklärung zu unterschreiben, mit der Sie bestätigen, dass Sie über die Risiken einer Behandlung mit Isotretinoin-Actavis aufgeklärt wurden und dass Sie der Durchführung der notwendigen Vorsorgemaßnahmen zustimmen.
Wenn Sie während der Behandlung mit Isotretinoin-Actavis oder während eines Monats nach deren Ende schwanger werden, unterbrechen Sie bitte sofort die Einnahme von Isotretinoin-Actavis und kontaktieren Sie umgehend Ihren Arzt. Möglicherweise wird Sie dieser zur Untersuchung und Beratung an einen Gynäkologen überweisen.
Schriftliche Informationen zu diesem Thema erhalten Sie von Ihrem Arzt. Falls Sie diese Unterlagen nicht erhalten haben, bitten Sie ihn darum, sie Ihnen auszuhändigen.
Bei Frauen im gebärfähigen Alter ist die verschriebene Menge pro Rezept auf einen Bedarf von 30 Tagen begrenzt. Eine Fortsetzung der Therapie erfordert eine erneute Verschreibung. Die Abgabe von Isotretinoin-Actavis muss innerhalb von maximal 7 Tagen nach der Ausstellung des Rezeptes erfolgen.
Schwangerschaftstests
Ihr Arzt wird Ihnen Informationsbroschüren aushändigen, die Sie sorgfältig durchlesen müssen, und Sie an einen Gynäkologen (Frauenarzt) überweisen, der Sie zu Verhütungsfragen beraten und Ihnen die für Sie geeigneten Methoden empfehlen wird. Ihr Arzt oder Gynäkologe wird bei Ihnen einen ärztlich überwachten Schwangerschaftstest durchführen bevor Sie die Verhütungsmethode anwenden (in den ersten 3 Tagen Ihres Menstruationszyklus), um die Möglichkeit auszuschließen, dass Sie bereits schwanger sind. Wenn Sie keine regelmäßigen Monatsblutungen haben, sollte der Test etwa 3 Wochen nach dem letzten ungeschützten Geschlechtsverkehr durchgeführt werden. Der Test muss eine Sensitivität von mindestens 25 mIE/ml haben. Ihr Arzt wird das Datum und Ergebnis dieses Schwangerschaftstests dokumentieren.
Wenn der erste Schwangerschaftstest negativ ist, müssen Sie mit der Anwendung einer wirksamen Verhütungsmethode beginnen. Ein zweiter medizinisch überwachter Schwangerschaftstest muss einen Monat nach Beginn einer lückenlosen und effektiven Verhütung und vor Beginn der Behandlung, aber nicht früher als 3 Tage vor dem Termin beim verordnenden Arzt durchgeführt werden. Wenn das Ergebnis dieses zweiten Schwangerschaftstests negativ ist, wird Ihnen Ihr Arzt Ihr erstes Rezept für Isotretinoin-Actavis ausstellen. Dieses Rezept gilt für eine 30-tägige Behandlung.
Danach müssen Sie regelmäßig im Abstand von 28 Tagen Ihren Arzt aufsuchen. Weitere ärztlich überwachte Schwangerschaftstests müssen in der Regel während der gesamten Behandlungsdauer monatlich am Tag des Arztbesuchs, zu dem das Rezept ausgestellt wird, oder in den 3 Tagen vor diesem Arztbesuch durchgeführt werden. Anschließend erhalten Sie dann ein neues Rezept für eine weitere 30-tägige Behandlung.
ünf Wochen nach Ende der Behandlung mit Isotretinoin-Actavis muss ein weiterer ärztlich überwachter Schwangerschaftstest durchgeführt werden, weil es etwa 1 Monat dauert bis der in Isotretinoin-Actavis enthaltene Wirkstoff vollständig vom Körper abgebaut und ausgeschieden ist. Dieser Test dient dem Ausschluss einer möglichen in diesem Zeitraum eingetretenen Schwangerschaft.
Männliche Patienten:
Sie müssen daran denken, dass Sie Ihr Arzneimittel nicht mit anderen Personen, vor allem nicht mit Frauen, teilen dürfen.
Es gibt keine Hinweise darauf, dass die Einnahme von Isotretinoin-Actavis schädliche Wirkung auf die Spermien hat. Isotretinoin und dessen Stoffwechselprodukte finden sich in sehr geringen Mengen in der Samenflüssigkeit wieder. Diese Konzentrationen werden jedoch als zu gering erachtet, um schädliche Wirkungen auf ein von Ihnen gezeugtes Kind bei Ihrer Partnerin zu entfalten.
Sonstige Vorsichtsmaßnahmen
Isotretinoin-Actavis kann die Blutfettwerte (Triglyzeride oder Cholesterin) erhöhen. Ihr Arzt wird bestimmte Blutuntersuchungen durchführen, um diese Werte vor, während und nach Abschluss Ihrer Behandlung mit Isotretinoin-Actavis zu überwachen. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie schon jetzt hohe Blutfettwerte haben oder an Diabetes leiden, übergewichtig oder Alkoholiker/-in sind, da diese Tests möglicherweise bei Ihnen dann häufiger durchgeführt werden müssen.
Isotretinoin-Actavis kann die Leberenzymspiegel erhöhen. Ihr Arzt wird bestimmte Blutuntersuchungen durchführen, um Ihre Lebewerte vor, während und nach Abschluss Ihrer Behandlung mit Isotretinoin-Actavis zu kontrollieren. Bei ällen, in denen die Leberenzymwerte hoch bleiben, wird Ihr Arzt möglicherweise die Dosis reduzieren oder die Behandlung mit Isotretinoin-Actavis ganz absetzen.
Isotretinoin-Actavis kann die Blutzuckerspiegel erhöhen und in seltenen ällen wurde Diabetes mellitus diagnostiziert. Ihr Arzt wird möglicherweise Ihre Blutzuckerspiegel während der Behandlung überwachen, insbesondere wenn Sie zuckerkrank sind, übergewichtig oder zuviel Alkohol trinken.
Verwenden Sie während der Behandlung eine Feuchtigkeitssalbe oder –creme für die Haut sowie einen Lippenbalsam da es unter der Therapie mit Isotretinoin-Actavis zu einer Trockenheit der Haut und/oder Lippen kommen kann.
Wenden Sie sich an Ihren Arzt,
wenn Sie irgendwelche psychischen Störungen haben oder wenn Sie glauben, unter der Einnahme von Isotretinoin-Actavis Zeichen einer Depression bei sich bemerken wie z.B. Traurigkeit ohne Grund, Weinerlichkeit, Konzentrationsschwierigkeiten oder sich von Freunden und der Familie zurückziehen. Ihr Arzt kann Sie gegebenenfalls einer geeigneten Behandlung zuführen. Es kann sein, dass der Abbruch der Isotretinoinbehandlung nicht ausreicht und Sie weitere psychiatrische oder psychologische Hilfe benötigen.
Es wurden selten älle von Depression, Verschlechterung einer bestehenden Depression, Angstzuständen, Stimmungsveränderungen und psychotischen Störungen beobachtet. Sehr selten hatten Patienten, die mit Isotretinoin behandelt wurden, den Wunsch sich das Leben zu nehmen (Suizidgedanken), unternahmen einen Selbstmordversuch oder begingen Selbstmord.
wenn Ihre Nierenfunktion eingeschränkt ist. Die Behandlung muss in diesem Fall mit einer niedrigeren Dosierung begonnen werden.
Die Therapie mit Isotretinoin-Actavis kann Ihr Nachtsehen beeinträchtigen. Sie können während der Therapie mit Isotretinoin-Actavis trockene Augen und Sehstörungen bekommen. Diese normalisieren sich meist nach dem Ende der Behandlung. Seien Sie während der Behandlung immer besonders vorsichtig, wenn Sie nachts ein Fahrzeug lenken oder Maschinen bedienen, da diese Sehstörungen ziemlich plötzlich auftreten können. Wenn Sie Kontaktlinsen tragen und feststellen, dass Sie trockene Augen bekommen, kann es notwendig sein, dass Sie während der Behandlung mit Isotretinoin-Actavis eine Brille tragen. Wenn bei Ihnen Sehprobleme auftreten, informieren Sie bitte Ihren Arzt umgehend, da die Therapie mit Isotretinoin-Actavis möglicherweise beendet und Ihre Sehkraft überwacht werden muss.
Beenden Sie die Behandlung unverzüglich und setzen Sie sich baldmöglichst mit Ihrem Arzt in Verbindung,
wenn bei Ihnen eine allergische Reaktion (Hautrötung, Juckreiz) oder eine schwere lebensbedrohliche (anaphylaktische) Reaktion auftritt.
wenn Sie anhaltende Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Verschwommensehen haben. Isotretinoin-Actavis wurde in sehr seltenen ällen mit einer Erkrankung namens „benigne intrakranielle Hypertonie“ in Verbindung gebracht.
wenn Sie schwere blutige Durchfälle haben (z.B. Blut im Stuhl). Isotretinoin-Actavis wurde in sehr seltenen ällen mit einer entzündlichen Darmerkrankung in Verbindung gebracht.
Was bei der Einnahme von Isotretinoin-Actavis zu vermeiden ist:
Vermeiden Sie zu viel Sonne und benutzen keine UV-Lampe oder Solarium. Ihre Haut kann während der Therapie mit Isotretinoin-Actavis empfindlicher auf Sonnenlicht reagieren. Bevor Sie in die Sonne gehen, müssen Sie einen Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor (mindestens 15) auftragen.
Kosmetische Verfahren wie eine Dermabrasion oder Laserbehandlungen (zur Entfernung der Hornhaut oder von Narben) und die Haarentfernung mit Wachs müssen während der Behandlung und für mindestens 6 Monate nach Therapieende vermieden werden. Isotretinoin-Actavis kann Ihre Haut empfindlicher machen, was wiederum zur Bildung von Narben oder Hautreizungen führen kann.
Reduzieren Sie intensive körperliche Aktivitäten unter der Therapie mit Isotretinoin-Actavis, da unter Isotretinoin-Behandlung Muskel- und Gelenkschmerzen beobachtet wurden.
Spenden Sie kein Blut während der Behandlung mit Isotretinoin-Actavis und für 4 Wochen nach Therapieende. Wenn eine schwangere Frau Ihr Blut erhält, könnte ihr Kind mit schweren Missbildungen zur Welt kommen.
Schwangerschaft
Isotretinoin-Actavis darf während der Schwangerschaft nicht eingenommen werden, da Isotretinoin, der Wirkstoff von Isotretinoin-Actavis, in hohem Maße fruchtschädigend ist. Falls trotz der beschriebenen Vorsichtsmaßnahmen (Schwangerschaftsverhütungsprogramm) während der Behandlung mit Isotretinoin-Actavis oder während eines Monats nach Therapieende eine Schwangerschaft eintritt, besteht ein hohes Risiko einer sehr schweren und ernsten Missbildung des ungeborenen Kindes.
Zu den kindlichen Missbildungen, die im Falle einer Einnahme von Isotretinoin in der Schwangerschaft in Zusammenhang gebracht werden, zählen Missbildungen des Zentralnervensystems (Hydrocephalus, zerebelläre Fehlbildungen/Anomalien, Mikrozephalie), Gesichtsdeformität, Gaumenspalte, Anomalien des äußeren Ohres (Fehlen des Außenohrs, kleine oder fehlende äußere Gehörgänge), Anomalien am Auge (Mikrophthalmie), Herz- Kreislauf-Anomalien (konotrunkale Fehlbildungen wie die Fallot’sche Tetralogie, Transposition großer Gefäße, Septumdefekte), Anomalien der Thymusdrüse und Nebenschilddrüse. Außerdem besteht ein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten.
Wenn bei einer mit Isotretinoin behandelten Frau eine Schwangerschaft eintritt oder wahrscheinlich ist, muss die Behandlung sofort abgebrochen werden. Die Patientin sollte sich unverzüglich mit Ihrem Arzt in Verbindung setzen.
Stillzeit
Sie dürfen Isotretinoin-Actavis nicht einnehmen wenn Sie stillen, weil Isotretinoin wahrscheinlich in die Muttermilch übergeht und Ihrem Kind schaden kann.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Isotretinoin-Actavis hat geringen bis mäßigen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die ähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Es ist möglich, dass sich Ihr nächtliches Sehvermögen während der Isotretinoinbehandlung verschlechtert. Dies kann plötzlich geschehen. In seltenen ällen kann dieses Problem nach dem Ende der Behandlung weiter bestehen. Sie müssen deshalb vorsichtig sein, wenn Sie ein Fahrzeug lenken oder Maschinen bedienen.
Sehr selten wurde über Schläfrigkeit, Schwindel und Sehstörungen berichtet. Sollten bei Ihnen eine oder mehrere dieser Wirkungen auftreten, dürfen Sie kein Fahrzeug lenken, Maschinen bedienen oder sonstigen Aktivitäten nachgehen, bei denen diese Symptome Sie oder andere Personen gefährden könnten.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Isotretinoin-Actavis
Isotretinoin-Actavis enthält Sojaöl. Wenn Sie allergisch gegen Erdnüsse oder Soja sind, dürfen Sie dieses Arzneimittel nicht einnehmen.
Isotretinoin-Actavis enthält Sorbitol. Bitte nehmen Sie Isotretinoin-Actavis erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.
Isotretinoin-Actavis 40 mg enthält den Azo-Farbstoff Gelborange S (E110). Gelborange S kann allergische Reaktionen hervorrufen.

Wie wird es angewendet?

WIE IST ISOTRETINOIN-ACTAVIS EINZUNEHMEN?
Nehmen Sie Isotretinoin-Actavis immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Die Kapseln sollten ein- oder zweimal täglich zusammen mit Nahrung eingenommen werden.
Schlucken Sie die Kapseln als Ganzes ohne sie zu kauen oder zu lutschen.
Möglicherweise kann sich Ihre Akne während der ersten Behandlungswochen verschlimmern. Es sollte jedoch bei Fortsetzung der Behandlung eine Besserung eintreten.
Dosierung
Der Arzt verordnet eine individuell angepasste Dosis in Abhängigkeit vom Körpergewicht und anderen klinischen Parametern wie Niereninsuffizienz usw.
ür spezielle individuell angepasste Dosen eignen sich möglicherweise andere verfügbare Dosisstärken besser (10 oder 20 mg pro Kapsel).
Erwachsene einschließlich Jugendliche und ältere Menschen
Gewöhnlich wird die Therapie mit einer Dosierung von 0,5 mg pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag (0,5 mg/kg/Tag) begonnen. Nach einigen Wochen wird Ihr Arzt möglicherweise Ihre Dosierung anpassen. Das hängt davon ab, wie Sie das Arzneimittel vertragen. Bei den meisten Patienten wird die Dosierung zwischen 0,5 und 1,0 mg/kg/Tag liegen.
Sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie das Gefühl haben, dass die Wirkung von Isotretinoin-Actavis zu stark oder zu schwach ist.
Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz
Wenn Sie an schwerwiegenden Nierenproblemen leiden, sollte die Behandlung mit Isotretinoin-Actavis mit einer niedrigeren Dosierung wie z.B. 10 mg/Tag begonnen und dann auf die höchste von Ihnen vertragene Dosis gesteigert werden.
Kinder
Isotretinoin wird für die Anwendung bei Kindern nicht empfohlen, da nicht genügend Daten zur Sicherheit vorliegen.
Patienten mit Unverträglichkeit
Wenn Sie die verschriebene Dosierung nicht vertragen, wird Ihr Arzt die Behandlung möglicherweise mit einer niedrigeren Dosierung fortsetzen, was zur Folge hat, dass die Behandlung länger dauert und das Risiko eines Rückfalls steigt.
Wenn die empfohlene Dosis mit den 40 mg Kapseln nicht erreicht werden kann, stehen noch andere Stärken zur Verfügung.
Dauer der Behandlung:
Gewöhnlich dauert die Behandlung 16 bis 24 Wochen. Ihre Akne kann sich möglicherweise auch in einem Zeitraum von bis zu 8 Wochen nach dem Ende der Behandlung noch weiter bessern. Daher sollte eine Folgebehandlung nicht vor Ablauf dieser Frist begonnen werden. Die meisten Patienten benötigen jedoch nur einen Behandlungszyklus.
Denken Sie bitte daran, dass dieses Arzneimittel Ihnen persönlich verschrieben wurde!
Nur ein Arzt kann es Ihnen verschreiben. Geben Sie es nie an andere weiter, denn es kann Ihnen schaden, auch wenn sie ähnliche Symptome haben wie Sie.
Wenn Sie eine größere Menge von Isotretinoin-Actavis eingenommen haben, als Sie sollten
Es können folgende Anzeichen auftreten: Starke Kopfschmerzen, Übelkeit oder Erbrechen, Schläfrigkeit, Reizbarkeit und Juckreiz.
Kontaktieren Sie bitte sofort Ihren Arzt, Apotheker oder das nächste Krankenhaus, wenn Sie mehr Kapseln eingenommen haben, als Sie sollten, oder wenn jemand anderes versehentlich Ihre Kapseln eingenommen hat.
Wenn Sie die Einnahme von Isotretinoin-Actavis vergessen haben
Sollten Sie die Einnahme einmal vergessen, holen Sie diese so bald wie möglich nach. Wenn es jedoch fast schon Zeit für die nächste Einnahme ist, lassen Sie die vergessene Dosis aus und fahren Sie mit der Einnahme wie üblich fort. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme von Isotretinoin-Actavis mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Nehmen Sie während der Behandlung mit Isotretinoin-Actavis keine Vitamin A-Präparate und keine Tetrazykline (ein Antibiotikum) ein, da das Risiko von Nebenwirkungen erhöht sein kann.
Benutzen Sie während der Behandlung mit Isotretinoin-Actavis keine äußerlich anzuwendenden Aknemittel, weil sich dadurch lokale Irritationen verstärken können.
WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?
Wie alle Arzneimittel kann Isotretinoin-Actavis Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Einige der Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der Anwendung von Isotretinoin sind dosisabhängig. Sie klingen im Allgemeinen nach Dosisänderung oder Abbruch der Behandlung wieder ab, manche können jedoch auch nach dem Ende der Behandlung bestehen blieben.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
Häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
Gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten
Selten: weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten
Sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Die folgenden Symptome sind die am häufigsten für Isotretinoin berichteten unerwünschten Wirkungen: Trockenheit der Haut, Trockenheit der Schleimhäute z.B. der Lippen, der Nasenschleimhaut und der Augen.
Andere mögliche Nebenwirkungen

Untersuchungen:
Sehr häufig Erhöhung von Blutfetten (Triglyzeride), Verminderung von Lipoproteinen hoher Dichte (HDL-Cholesterin)
Häufig Erhöhung des Cholesterins im Blut, Erhöhung des Blutzuckers (Blutglukose), Blut bzw. Eiweiß im Harn
Sehr selten Erhöhung der Kreatinphosphokinase im Blut
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems:
Sehr häufig Blutarmut, erhöhte Blutsenkung, Verminderung oder Vermehrung der Blutplättchen
Häufig Mangel an neutrophilen Leukozyten (bestimmten weißen Blutzellen)
Sehr selten: Lymphknotenerkrankung (Lymphadenopathie)
Erkrankungen des Nervensystems:
Häufig Kopfschmerzen
Sehr selten Erhöhung des Schädelinnendrucks, Krämpfe, Schläfrigkeit, Schwindel
Augenerkrankungen:
Sehr häufig Entzündung der Lidränder bzw. Augenbindehaut, trockenes Auge, Augenreizung
Sehr selten Verschwommensehen, grauer Star (Katarakt), Farbenblindheit (vermindertes Farbensehen), Kontaktlinsenunverträglichkeit, Hornhauttrübung, vermindertes Nachtsehen, Hornhautentzündung des Auges, Schwellung im Bereich der Austrittsstelle des Sehnervs (sog. Papillenödem, als Zeichen eines erhöhten Schädelinnendrucks), Lichtscheu, Sehstörungen
Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths:
Sehr selten: Verschlechterung des Hörens
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums:
Häufig Nasenbluten, Nasentrockenheit, Nasenrachenentzündung
Sehr selten: Krampf der Muskulatur im Bereich der Bronchien (Bronchospasmen), vor allem bei Patienten mit Asthma, Heiserkeit
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts:
Sehr selten Entzündung des Dick- bzw. Dünndarms, trockener Rachen, Magen-/Darmblutungen, blutiger Durchfall und entzündliche Darmerkrankungen, Übelkeit, Entzündung der Bauchspeicheldrüse (siehe Abschnitt 2. „Was müssen Sie vor der Anwendung von Isotretinoin-Actavis beachten“?)
Erkrankungen der Nieren und Harnwege:
Sehr selten Nierenentzündung
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:
Sehr häufig Lippenentzündung, entzündliche Hautveränderungen, trockene Haut, umschriebene Abschälung der Haut, Juckreiz, entzündliche Rötung der Haut, erhöhte Hautverletzlichkeit (Risiko von Schürfwunden)
Selten Haarausfall
Sehr selten Schwere Verlaufsform der Akne (Acne fulminans), Verschlimmerung der Akne (Aufflammen der Akne), entzündliche Hautrötung, insbesondere im Gesicht, entzündliche Hautveränderungen, Veränderungen der Haare, verstärkte Körperbehaarung, Nagelveränderungen, Nagelbettinfektionen, Lichtempfindlichkeit, Schwellungen mit Eiterbildung (pyogenes Granulom), verstärkte Pigmentierung der Haut, vermehrtes Schwitzen
Nicht belannt Schwerwiegende Hautausschläge (Erythema exsudativum multiforme (EEM), Stevens-Johnson-Syndrom (SJS) und Toxisch epidermale Nekrolyse (TEN))
Skelettmuskel-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen:
Sehr häufig Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Rückenschmerzen (insbesondere bei jugendlichen Patienten)
Sehr selten Gelenkentzündung, Kalkablagerungen in Weichteilen (Bändern und Sehnen), vorzeitiger Schluss der Knochenwachstumsfugen, vermehrte Bildung von Knochengewebe (Exostose/Hypertose), verminderte Knochendichte, Sehnenentzündung
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen:
Sehr selten Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), erhöhte der Harnsäurekonzentration im Blut
Infektionen:
Sehr selten Infektionen der Haut und Schleimhaut mit bestimmten Bakterien
Gefäßerkrankungen:
Sehr selten Entzündung von Blutgefäßen (z.B. Wegener-Granulomatose, allergische Vaskulitis)
Allgemeine Erkrankungen:
Sehr selten Vermehrte Gewebebildung, was zu Narbenverdickungen nach operativen Eingriffen führen kann, Unwohlsein
Erkrankungen des Immunsystems:
Selten Allergische Hautreaktionen, schwere allergische Reaktionen, die zu Schockzuständen führen können (anaphylaktische Reaktionen), Überempfindlichkeitsreaktionen
Leber- und Gallenerkrankungen:
Sehr häufig: Erhöhung bestimmter Leberenzymwerte (siehe Abschnitt 2. „Was müssen Sie vor der Anwendung von Isotretinoin-Actavis beachten“?)
Sehr selten Leberentzündung
Psychiatrische Erkrankungen:
Selten Depression, Verschlechterung einer Depression, Hang zu Aggressivität, Angstzustände, Stimmungsveränderungen
Sehr selten Verhaltensauffälligkeiten, psychotische Störungen, Selbstmordgedanken, Selbstmordversuch, Selbstmord

Schwere Hautreaktionen (Erythema exsudativum multiforme, Stevens Johnson-Syndrom, Toxisch epidermale Nekrolyse), die möglicherweise lebensbedrohlich sind und sofortige ärztliche Hilfe erfordern. Diese zeigen sich anfänglich als kreisrunde, rötliche Flecken, oft mit zentraler Blasenbildung (üblicherweise an Armen und Händen oder Beinen und üßen); schwerere Hautreaktionen können auch mit Blasenbildung an Brust und Rücken einhergehen. Zusätzliche Symptome wie Entzündungen der Augen (Konjunktivitis) oder offene, schmerzende Stellen (Ulcera) in Mund, Hals und Nase können auftreten. Sehr schwere Formen dieser Hautreaktionen können zu einer großflächigen Ablösung der Haut führen, die möglicherweise lebensbedrohlich ist. Den beschriebenen schweren Hautreaktionen gehen oft Kopfschmerzen, Fieber und Gliederschmerzen (grippeähnliche Symptome) voraus.
Wenn bei Ihnen ein Hautausschlag oder die anderen genannten Symptome an der Haut auftreten, beenden Sie die Einnahme von Isotretinoin und nehmen Sie unverzüglich Kontakt mit Ihrem Arzt auf.
Sojaöl kann sehr selten allergische Reaktionen hervorrufen.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen Isotretinoin-Actavis nach dem auf dem Umkarton und Blister nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Nicht über 25 °C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht und Feuchtigkeit zu schützen.
Wichtig!
Bitte bringen Sie am Ende der Behandlung alle nicht benötigten Kapseln in Ihre Apotheke zurück. Sie sollten diese nur behalten, wenn Sie Ihr Arzt ausdrücklich darauf hinweist.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

Zusätzliche Informationen

GI-/10
Gebrauchsinformation: Information für den Anwender
Isotretinoin-Actavis 40 mg Weichkapseln
Wirkstoff: Isotretinoin
DIESES ARZNEIMITTEL IST STARK FRUCHTSCHÄDIGEND (TERATOGEN)
Bitte beachten Sie die Broschüren zur Schwangerschaftsverhütung und die in dieser Gebrauchsinformation in Abschnitt 2 unter der Überschrift “Schwangerschaftsverhütungsprogramm aufgeführten Informationen.
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen.
Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Symptome haben wie Sie.
Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.
Diese Packungsbeilage beinhaltet


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