Itraconazol AL 100 mg Hartkapseln - Patienteninformationen, Beschreibung, Dosierung und Richtungen.

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«Itraconazol AL 100 mg Hartkapseln»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

- vaginalen Pilzinfektionen (vulvovaginale Candidose).
- Pilzinfektionen der Mundschleimhaut (orale Candidose).
- Pilzinfektionen der Haut (Dermatomykosen wie z.B. Ringelflechte, Fußpilz, Pilzinfektion der Leistengegend oder der Hände).
- durch Dermatophyten und Hefen verursachte Pilzerkrankungen der Nägel (Onychomykosen).
- Kleienpilzflechte (Pityriasis versicolor).
- einer Pilzinfektion, die üblicherweise die Haut betrifft, die aber auch andere Körperregionen befallen kann (lymphokutane Sporotrichose).
- einer Pilzinfektionen, die Mundschleimhaut, Lungenschleimhaut, Schleimhäute der Genitalen und des Verdauungssystems, außerdem Knochen und Lunge beeinträchtigen kann (Parakokzidioidomykose).
- einer Pilzinfektion, die viele Körperregionen befallen kann, insbesondere Lunge, Haut und Knochen (Blastomykose ).
- einer Pilzinfektion, die üblicherweise die Lunge, aber auch andere innere Organe befallen kann (Histoplasmose).
Schimmelpilzinfektionen mit Befall innerer Organe (invasiver Aspergillose), wenn:
• Sie auf die Behandlung mit dem Pilzmittel Amphotericin B nicht angesprochen haben oder
• Sie Amphotericin B nicht vertragen haben.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Itraconazol AL 100 mg darf nicht eingenommen werden
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Itraconazol oder einen der sonstigen Bestandteile von Itraconazol AL 100 mg sind (siehe Abschnitt 6. „Weitere Informationen“).
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen andere Medikamente gegen Pilzerkrankungen der gleichen Gruppe sind (verwandte Azol-Derivate).
Sie dürfen Itraconazol nicht einnehmen und sollten Ihren Arzt informieren, wenn Sie gleichzeitig mit den folgenden Substanzen behandelt werden:
- bestimmte Arzneimittel, die Ihren Herzrhythmus beeinflussen könnten wie z.B.
• Terfenadin, Astemizol oder Mizolastin (Antihistaminika gegen Allergien wie z.B. Heuschnupfen).
• Cisaprid (Arzneimittel zur Behandlung von Symptomen, die durch den Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre verursacht werden, Verdauungsstörungen oder verminderte Magenmotilität)).
• Dofetilid oder Chinidin (Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen) bzw. Bepridil (Arzneimittel gegen bestimmte Herzerkrankungen).
• Pimozid oder Sertindol (Arzneimittel gegen psychische Erkrankungen, Neuroleptikum).
• Levacetylmethadol (zur Behandlung von Drogenmissbrauch bei Opioid-Abhängigkeit).
- bestimmte Arzneimittel, um den Cholesterinspiegel zu senken wie Simvastatin, Atorvastatin und Lovastatin.
- so genannte Ergotalkaloide wie:
• Hydroergotamin und Ergotamin (bei Migräne-Kopfschmerzen).
• Ergometrin (Ergonovin) und Methylergometrin (Methylergonovin), die nach der Entbindung eingesetzt werden.
- Triazolam oder Midazolam (zum Einnehmen) zur Behandlung von Angst- oder Schlafstörungen.
- Eletriptan (bei Migräne-Kopfschmerzen).
- Nisoldipin (Arzneimittel gegen Bluthochdruck).
Ihr Arzt kann Ihnen erklären, ob die Medikamente, die Sie anwenden, zu einer der genannten Gruppen gehören.
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Itraconazol AL 100 mg ist erforderlich
Einfluss der Magensäure
Itraconazol AL 100 mg wird besser aufgenommen, wenn Ihr Magen Säure enthält. Wenn Sie.
- Medikamente, die die Magensäure neutralisieren (z.B. Aluminiumhydroxid)
einnehmen, dürfen sie die Säure-neutralisierenden Medikamente erst mindestens zwei Stunden nach der Einnahme von Itraconazol AL 100 mg einnehmen.
Es kann sein, dass Ihr Magen keine ausreichende Menge Magensäure enthält, da Sie nicht die normale Menge an Magensäure produzieren (Achlorhydrie).
Das kann der Fall sein, wenn Sie HIV (AIDS) haben oder falls Sie Medikamente gegen Magengeschwüre einnehmen wie z.B.:
- H2-Blocker.
- Protonenpumpenhemmer.
Es empfiehlt sich in diesem Fall, die Itraconazol-Hartkapseln mit einem säurehaltigen Getränk einzunehmen. Kohlensäurehaltige Getränke oder Fruchtsäfte sind normalerweise säurehaltig. Das bewirkt eine gute Aufnahme von Itraconazol in den Körper.
Leberschädigungen
Wenn Sie Itraconazol länger als einen Monat anwenden müssen, wird Ihr Arzt Ihre Leberfunktion während der Behandlung überprüfen. Wenn Sie irgendwelche Symptome einer Leberentzündung (Hepatitis) entwickeln, müssen Sie die Einnahme von Itraconazol AL 100 mg sofort beenden und Ihren Arzt aufsuchen.
Symptome einer Leberentzündung beinhalten:
- Appetitverlust (Anorexie).
- Übelkeit (Nausea).
- Erbrechen.
- Müdigkeit (Fatigue).
- Bauchschmerzen.
- Dunkler Urin.
Sie sollten Itraconazol AL 100 mg nicht einnehmen, wenn:
- Sie eine Lebererkrankung haben.
- Erhöhte Leberenzymwerte vorliegen.
- In der Vergangenheit unter der Anwendung anderer Medikamente Leberschädigungen aufgetreten sind.
Langzeitbehandlung (kontinuierlich über mehr als 6 Monate oder über insgesamt mehr als 6 Monate)
Sie sollten Itraconazol nicht als Langzeitbehandlung anwenden, außer wenn Ihr Arzt es Ihnen empfiehlt.
Nierenerkrankung
Wenn bei Ihnen eine Nierenerkrankung vorliegt, wird Ihr Arzt Ihre Dosis anpassen.
Lebererkrankung
Wenn Sie an einer alkoholbedingten Lebererkrankung (Zirrhose) leiden, kann eine Dosisanpassung durch Ihren Arzt notwendig sein.
Andere Erkrankungen
Sie sollten mit Ihrem Arzt sprechen, wenn Sie an einer der folgenden Erkrankungen leiden:
- AIDS.
- Krebserkrankung.
In diesem Fall kann eine Überwachung der Blutspiegel von Itraconazol und eine Dosisanpassung durch Ihren Arzt notwendig sein.
Herzerkrankungen
Sie sollten Ihren Arzt um Rat fragen, wenn bei Ihnen eine Herzleistungsschwäche vorliegt (wenn Ihr Herz nicht mehr ausreichend Blut bereitstellen kann, was mit folgenden Beschwerden einhergeht: Kurzatmigkeit, geschwollene Beine und Schwierigkeiten bei langer körperlicher Belastung). Falls Sie diese Beschwerden während der Behandlung entwickeln, sollten Sie die Einnahme von Itraconazol AL 100 mg beenden und Ihren Arzt aufsuchen.
Wenn Sie an einer Herzleistungsschwäche leiden, dürfen Sie Itraconazol AL 100 mg nur einnehmen, wenn der Nutzen der Behandlung die Risiken deutlich überwiegt.
Bei der Abwägung des Nutzens der Behandlung gegen das Risiko müssen Sie Ihren Arzt informieren, falls Sie andere Erkrankungen haben, wie z.B. Folgende:
- Brustschmerz infolge verminderter Blutzufuhr am Herzen (Angina pectoris).
- Herzklappenerkrankungen (Aortenklappenstenose, Mitralklappenstenose).
- Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD).
- Nierenversagen.
- Wassereinlagerung im Gewebe (Ödeme).
- Bluthochdruck, der mit Medikamenten, die Calciumkanalblocker genannt werden, behandelt wird (z.B. Dihydropyridine, Verapamil). Ihr Arzt wird die Dosis Ihrer blutdrucksenkenden Medikamente anpassen.
Kinder
Kinder unter 12 Jahren dürfen Itraconazol nicht einnehmen, sofern der Arzt es nicht ausdrücklich empfiehlt. Der Arzt wird eine Abwägung des Nutzens der Behandlung gegenüber dem Risiko vornehmen.
Empfängnisverhütung (Kontrazeption)
Itraconazol könnte Ihrem ungeborenen Kind schaden. Wenn Sie im gebärfähigen Alter sind, sollten sie eine geeignete empfängnisverhütende Maßnahme ergreifen (z.B. Kondom). Die empfängnisverhütenden Maßnahmen sollten Sie bis zum Einsetzen Ihrer ersten Regelblutung nach der Behandlung durchführen.
Neuropathie
Wenn es bei Ihnen zu Anzeichen einer Nervenschädigung (Neuropathie) kommt, sollten Sie die Behandlung mit Itraconazol absetzen.
Anzeichen einer Neuropathie:
- Taubheitsgefühl.
- Zittern.
- Kribbeln in Armen und Beinen.
- Schwäche.
Hörverlust
Sie sollten Ihren Arzt informieren, wenn Sie einen Hörverlust bei sich bemerken. Der Hörverlust geht für gewöhnlich vorüber, sobald die Behandlung mit Itraconazol beendet wird, kann aber bei einigen Patienten bestehen bleiben.
Resistente Erreger
Einige Erreger wie z.B. bestimmte Candida-Pilze können unempfindlich (resistent) gegen Medikamente derselben Gruppe wie Itraconazol sein.
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Ihre Candida-Infektion mit Fluconazol-haltigen Medikamenten ohne Erfolg behandelt wurde. Er wird Ihnen eventuell ein Arzneimittel mit einem nicht Itraconazol-haltigen Wirkstoff verschreiben. Ihr Arzt kann auch Tests durchführen, um zu entscheiden, ob die Empfindlichkeit gegenüber dem Erreger gewährleistet ist.
Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Schwangerschaft
Itraconazol kann Ihrem ungeborenen Kind schaden. Wenn Sie eine Schwangerschaft planen oder schon schwanger sind:
Sie sollten Itraconazol AL 100 mg während der Schwangerschaft nicht einnehmen; es sei denn, Ihr Arzt sagt, dies ist eindeutig erforderlich. Ihr Arzt wird nach sorgfältiger Abwägung der möglichen Nutzen über die möglichen Risiken der Behandlung darüber entscheiden, ob Sie Itraconazol AL 100 mg einnehmen sollen.
Stillzeit
Itraconazol geht über die Muttermilch auf Ihren Säugling über. Es wird nicht empfohlen, während der Behandlung mit Itraconazol AL 100 mg zu stillen.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Sehr selten kann die Einnahme von Itraconazol AL 100 mg zu Schwindel führen. Falls dieses Symptom bei Ihnen auftritt, dürfen Sie nicht Autofahren oder Maschinen bedienen.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Itraconazol AL 100 mg
Dieses Arzneimittel enthält Sucrose (Zucker). Bitte nehmen Sie Itraconazol AL 100 mg erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

Wie wird es angewendet?

Wie ist Itraconazol AL 100 mg einzunehmen?
Nehmen Sie Itraconazol AL 100 mg immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Art der Anwendung
Sie sollten die Kapseln im Ganzen direkt nach einer Mahlzeit mit ausreichend Flüssigkeit (z.B. Glas Wasser) einnehmen.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis
Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren
Vaginale Pilzinfektionen (vulvovaginale Candidose)
2 Hartkapseln Itraconazol AL 100 mg (entspr. 200 mg Itraconazol) morgens und 2 Hartkapseln Itraconazol AL 100 mg (entspr. 200 mg Itraconazol) abends für einen Tag.
Pilzinfektionen der Mundschleimhaut (Orale Candidose)
1 Hartkapsel Itraconazol AL 100 mg (entspr. 100 mg Itraconazol) 1-mal täglich über 2 Wochen.
Pilzerkrankungen der Haut (Tinea corporis/Tinea cruris)
1 Hartkapsel Itraconazol AL 100 mg (entspr. 100 mg Itraconazol) 1-mal täglich über 2 Wochen.
Pilzerkrankungen der üße und Hände (Tinea pedis/Tinea manus)
1 Hartkapsel Itraconazol AL 100 mg (entspr. 100 mg Itraconazol) 1-mal täglich über 4 Wochen.
Kleienpilzflechten (Pityriasis versicolor)
2 Hartkapseln Itraconazol AL 100 mg (entspr. 200 mg Itraconazol) 1-mal täglich über 1 Woche.
Pilzerkrankungen der Nägel (Onychomykosen)
- Intervallbehandlung:
Zur Behandlung von Pilzerkrankungen der Nägel kann eine Intervalltherapie durchgeführt werden. Ein Behandlungszyklus besteht aus 2 Hartkapseln Itraconazol AL 100 mg 2-mal täglich (entspr. 400 mg Itraconazol pro Tag) über 1 Woche, gefolgt von einer Einnahmepause von 3 Wochen.
Bei Infektionen der Fußnägel werden insgesamt 3 Behandlungszyklen angewendet, bei Infektionen der Fingernägel werden 2 Behandlungszyklen empfohlen.
- Kontinuierliche Behandlung:
Zur Behandlung von Pilzerkrankungen der Nägel kann auch eine kontinuierliche Behandlung durchgeführt werden. Bei der kontinuierlichen Behandlung sollten Sie 2 Hartkapseln Itraconazol AL 100 mg (entspr. 200 mg Itraconazol pro Tag) 1-mal täglich über 3 Monate einnehmen.
Das Behandlungsergebnis wird sich auch nach Beendigung der Behandlung fortsetzen, wenn der Nagel nachwächst.
Pilzerkrankung der Haut und anderer Körperpartien (Lymphokutane Sporotrichose)
1 Hartkapsel Itraconazol AL 100 mg (entspr. 100 mg Itraconazol) 1-mal täglich über 3 Monate.
Pilzerkrankung der Schleimhäute, Knochen und Lunge (Parakokzidioidomykose)
1 Hartkapsel Itraconazol AL 100 mg (entspr. 100 mg Itraconazol) 1-mal täglich über 6 Monate.
Pilzerkrankung der Lunge, Haut und Knochen (Blastomykose)
1 Hartkapsel Itraconazol AL 100 mg (entspr. 100 mg Itraconazol) 1-mal täglich. Die Dosis kann von Ihrem Arzt auf 2 Hartkapseln Itraconazol AL 100 mg (entspr. 200 mg Itraconazol) 2-mal täglich über 6 Monate erhöht werden.
Pilzerkrankung der Lunge und anderer Körperteile (Histoplasmose)
2 Hartkapseln Itraconazol AL 100 mg (entspr. 200 mg Itraconazol) 1-mal täglich über 8 Monate. Die Dosis kann von Ihrem Arzt auf 2 Hartkapseln Itraconazol AL 100 mg (entspr. 200 mg Itraconazol) 2-mal täglich erhöht werden.
Pilzerkrankung der Lunge (Invasive Aspergillose)
Die Behandlung beginnt mit einer Dosierung von 2 Hartkapseln Itraconazol AL 100 mg (entspr. 200 mg Itraconazol) 3-mal täglich über 4 Tage und wird mit einer Dosierung von 2 Hartkapseln Itraconazol AL 100 mg (entspr. 200 mg Itraconazol) 2-mal täglich so lange fortgesetzt, bis:
- der Erreger nicht mehr in den angelegten Kulturen zu finden ist oder
- die Schädigungen (Läsionen) abgeheilt sind (nach Monaten) oder
- sich die Zahl bestimmter weißer Blutkörperchen (neutrophile Granulozyten) normalisiert hat.
Dauer der Anwendung
Die angegebenen Behandlungszeiten sind Durchschnittswerte. Die Dauer der Anwendung ist von Ihrer Pilzerkrankung abhängig. Ihr Arzt wird Ihnen sagen, wie lange Sie Itraconazol nehmen müssen.
Da Itraconazol für einen langen Zeitraum in der Haut und in den Nägeln verbleibt, macht sich ein optimaler Behandlungserfolg bei Infektionen der Haut Wochen und bei Nagelinfektionen Monate nach Abschluss der Behandlung bemerkbar.
Kinder (unter 12 Jahren) und ältere Personen
Sie sollten Itraconazol AL 100 mg nicht einnehmen, es sei denn, Ihr Arzt entscheidet, dass der mögliche Nutzen die Risiken überwiegt.
Leber- und Nierenfunktionsstörungen
Wenn bei Ihnen eine Störung der Leber- oder Nierenfunktion vorliegt, kann eine Überwachung der Blutspiegel von Itraconazol und eine Anpassung der Dosis durch Ihren Arzt notwendig sein (siehe Abschnitt 2. „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Itraconazol AL 100 mg ist erforderlich“).
Einfluss der Magensäure
Falls Sie
- Medikamente zur Behandlung von Magengeschwüren oder
- Säure-neutralisierende Medikamente
einnehmen, wird Ihr Arzt die Blutspiegel von Itraconazol überwachen und eine Dosisanpassung durchführen (siehe Abschnitt 2. „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Itraconazol AL 100 mg ist erforderlich“).
Falls Sie unter folgenden Erkrankungen leiden, kann eine Überwachung der Blutspiegel von Itraconazol und eine Anpassung der Dosis durch Ihren Arzt erforderlich sein (siehe Abschnitt 2. „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Itraconazol AL 100 mg ist erforderlich“):
- HIV (AIDS) oder
- einer verringerte Anzahl der weißen Blutkörperchen (Neutropenie).
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Itraconazol AL 100 mg zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine größere Menge Itraconazol AL 100 mg eingenommen haben, als Sie sollten
Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten, verständigen Sie bitte sofort Ihren Arzt oder suchen Sie die nächste Notfallambulanz auf.
Denken Sie bitte daran, die Faltschachtel und alle verbleibenden Kapseln mitzunehmen.
Ihr Arzt wird die nötigen Maßnahmen zur Behandlung Ihrer Beschwerden einleiten.
Wenn Sie die Einnahme von Itraconazol AL 100 mg vergessen haben
Nehmen Sie die nächste Dosis ein, sobald Sie die vergessene Einnahme bemerken, sofern nicht die nächste geplante Einnahme kurz bevorsteht.
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
Wenn Sie die Einnahme von Itraconazol AL 100 mg abbrechen
Sie sollten Itraconazol AL 100 mg so lange einnehmen, wie Ihr Arzt es Ihnen rät. Es ist sehr wichtig, dass Sie Itraconazol AL 100 mg weiter einnehmen, auch wenn Sie sich besser fühlen. Ein vorzeitiges Abbrechen der Behandlung kann zum Wiederauftreten der Infektion führen. Es kann sein, dass Ihr Arzt Sie zur weiteren Einnahme auffordern wird, um ein Wiederauftreten der Infektion zu verhindern. Sprechen Sie deshalb mit Ihrem Arzt, wenn Sie die Behandlung beenden wollen.
Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme von Itraconazol AL 100 mg mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Einfluss anderer Arzneimittel auf Itraconazol
Der Abbau von Itraconazol in der Leber wird durch folgende Arzneimittel beeinflusst:
- Rifampicin, Rifabutin, Isoniazid (Antibiotika bzw. Tuberkulosemittel).
- Phenobarbital , Phenytoin (Epilepsiemittel).
- Carbamazepin (zur Behandlung der Epilepsie und bestimmten psychischen Störungen).
- Johanniskraut (ein pflanzliches Arzneimittel bei depressiven Erkrankungen).
Diese Arzneimittel können die Wirksamkeit von Itraconazol herabsetzen. Nach Beendigung einer Behandlung mit den genannten Arzneimitteln sollten Sie zwei Wochen abwarten, bevor Sie mit der Itraconazol-Behandlung beginnen.
Arzneimittel, die zu einer Erhöhung der Itraconazol-Spiegel im Blut führen können:
- Ritonavir, Indinavir, Saquinavir (Arzneimittel zur Behandlung von HIV-Infektionen).
- Sildenafil, Tadalafil (zur Behandlung der erektilen Dysfunktion [Impotenz]). Bei der gleichzeitigen Anwendung mit Sildenafil wird eine Senkung der Dosis auf 25 mg empfohlen.
- Arzneimittel, die in der Chemotherapie gegen Tumore eingesetzt werden.
- Sirolimus (Arzneimittel, das in der Transplantationsmedizin zur Verhinderung der Organabstoßung eingesetzt wird).
- Clarithromycin und Erythromycin (Antibiotika).
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie andere Medikamente einnehmen. Ihr Arzt kann Ihnen erklären, ob die Medikamente, die Sie anwenden, die Wirksamkeit von Itraconazol beeinflussen.
Arzneimittel zur Behandlung von Entzündungen und Geschwüren im Magen-Darm-Trakt:
Omeprazol (Protonenpumpenhemmer, der bei Magengeschwüren eingesetzt wird). Die Einnahme von Omeprazol und anderen Protonenhemmern (z.B. Pantoprazol) kann die Itraconazol-Spiegel im Blut senken.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie andere Medikamente einnehmen. Itraconazol kann deren Wirkung abschwächen.
Die folgenden Arzneimittel dürfen Sie nicht zusammen mit Itraconazol anwenden:
- Terfenadin, Astemizol und Mizolastin (Antihistaminika gegen Allergien wie z.B. Heuschnupfen).
- Cisaprid (Arzneimittel zur Behandlung von Symptomen, die durch den Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre verursacht werden, Verdauungsstörungen oder verminderte Magenmotilität).
- Dofetilid und Chinidin (Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen) oder Bepridil (zur Behandlung bestimmter Herzerkrankungen).
- Pimozid oder Sertindol (Arzneimittel zur Behandlung psychischer Störungen).
- Levacetylmethadol (zur Behandlung von Drogenmissbrauch bei Opioid-Abhängigkeit).
Die gleichzeitige Anwendung kann die Blutspiegel dieser Substanzen erhöhen und so zu Herzrhythmusstörungen führen:
- Arzneimittel wie Simvastatin, Atorvastatin und Lovastatin zur Senkung erhöhter Cholesterinwerte im Blut.
- Triazolam oder Midazolam zum Einnehmen (zur Behandlung von Angst- oder Schlafstörungen).
- Eletriptan (bei Migräne-Kopfschmerzen).
- Nisoldipin (zur Behandlung von hohem Blutdruck).
- So genannte Ergot-Alkaloide, wie z.B.:
• Hydroergotamin und Ergotamin (bei Migräne-Kopfschmerzen).
• Ergometrin (Ergonovin) und Methylergometrin (Methylergonovin), welche nach der Entbindung angewendet werden.
Die gleichzeitige Einnahme von Ergotamin zusammen mit Itraconazol kann zu hohem Ergotamin-Spiegeln im Blut führen. Das kann zu einer Reaktion, die Ergotismus genannt wird, führen.
Symptome eines Ergotismus:
• Krämpfe (Krampfanfälle).
• Kopfschmerzen.
• Übelkeit (Nausea).
• Erbrechen.
• Halluzinationen.
• Durchblutungsstörungen (z.B. im Bereich der Haut).
• Verlust der Sinneswahrnehmung in den üßen und Händen.
Wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel anwenden, kann eine Dosisanpassung durch Ihren Arzt notwendig sein:
- Calciumkanalblocker (Mittel zur Behandlung von Bluthochdruck und Herzkrankheiten, wie z. B. Dihydropyridine, Verapamil).
- Warfarin (ein blutverdünnendes Arzneimittel).
- Ritonavir, Indinavir, Saquinavir (Mittel zur Behandlung von HIV-Infektionen).
- Sildenafil und Tadalafil (Substanzen zur Behandlung der erektilen Dysfunktion [Impotenz]).
- Vinca-Alkaloide, Busulfan, Docetaxel und Trimetrexat (bestimmte, in der Chemotherapie [bei Krebserkrankungen] eingesetzte Substanzen).
- Ciclosporin, Tacrolimus, Sirolimus (Arzneimittel, die die Abstoßung eines Organs nach Organtransplantation verhindern).
Ihr Arzt wird die Plasmakonzentrationen dieser Arzneimittel überwachen.
- Digoxin (Herzmittel).
Ihr Arzt wird die Digoxinspiegel im Blut überprüfen, um einen zu starken Anstieg zu verhindern.
- Intravenös gegebenes Dexamethason (ein cortisonähnliches Steroid-Arzneimittel, welches in eine Vene verabreicht wird).
- Methylprednisolon (ein cortisonähnliches Steroid- Arzneimittel).
- Alprazolam (ein Beruhigungsmittel).
- Buspiron (zur Behandlung von Angststörungen).
Zudem können die folgenden Arzneimittel eine Dosisanpassung erforderlich machen:
- Alfentanil (Schmerzmittel), Brotizolam und intravenös gegebenes Midazolam (Schlafmittel), Carbamazepin (Epilepsiemittel), Cilostazol (Mittel zur Behandlung von Gefäßverengungen), Disopyramid (Mittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen), Ebastin (Mittel gegen Allergien wie Heuschnupfen), Halofantrin (Malariamittel), Reboxetin (Mittel zur Behandlung von Depressionen), Repaglinid (Mittel zur Behandlung der Zuckerkrankheit [Diabetes mellitus]), Rifabutin (Antibiotikum).
Bei Einnahme von Itraconazol AL 100 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Sie sollten Itraconazol AL 100 mg direkt nach einer Mahlzeit einnehmen. Schlucken Sie die Kapseln im Ganzen. Wenn Sie Medikamente einnehmen, die den Säuregehalt in Ihrem Magen beeinflussen können, empfiehlt es sich, Itraconazol AL 100 mg zusammen mit einem kohlensäurehaltigen Getränk einzunehmen. Das führt zur verbesserten Aufnahme Ihres Medikaments in den Körper (siehe Abschnitt 2. Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Itraconazol AL 100 mg ist erforderlich).
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann Itraconazol AL 100 mg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Sie sollten die Einnahme von Itraconazol sofort beenden und Ihren Arzt aufsuchen, wenn Sie eine der aufgeführten schweren Nebenwirkungen bemerken:
- Schwellungen der Haut, des Gesichts, der Lippen oder des Kehlkopfs, der Zunge und des Rachens, die Ihnen das Schlucken oder Atmen erschweren (Angioödem, allergische Reaktionen [Überempfindlichkeitsreaktionen] oder anaphylaktischer Schock).
- Schwere allergische Reaktion der Haut, des Munds, der Augen und Schleimhäute (Stevens-Johnson-Syndrom). Weitere Symptome beinhalten Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen und Müdigkeit.
Mögliche Nebenwirkungen
Bei ca. 9 % der Patienten ist während der Behandlung mit Itraconazol mit dem Auftreten von Nebenwirkungen zu rechnen. Insbesondere unter längerer, kontinuierlicher Behandlung (etwa 1 Monat) war die Häufigkeit von Nebenwirkungen größer (etwa 15 %).
Die am häufigsten beobachteten Nebenwirkungen betrafen:
- den Magen-Darm-Trakt
- die Leber und
- die Haut.
Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:
Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1000
Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10 000
Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10 000,
Häufigkeit nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Sehr selten (betrifft weniger als 1 Behandelten von 10 000)
- Stevens-Johnson Syndrom (schwerwiegende Hautreaktion).
- Angioödem (schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktion mit Gewebeschwellungen).
- Allergische Reaktionen (Überempfindlichkeitsreaktionen), einschließlich anaphylaktischen und anaphylaktoiden Reaktionen.
- Nesselsucht (Urtikaria).
- Haarausfall (Alopezie).
- Hautausschlag.
- Juckreiz (Pruritus).
- Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie).
- Erniedrigter Kaliumspiegel im Blut (Hypokaliämie).
- Erhöhte Blutfettwerte (Hypertriglyceridämie).
- Schädigung der Nerven mit Empfindungsstörungen wie Schwäche, Kribbeln oder Taubheitsgefühl (periphere Neuropathie).
- Kopfschmerzen.
- Schwindel.
- Beschwerden am Herzen, die zu Kurzatmigkeit und Wasseransammlung in den Beinen führen können (kongestive Herzinsuffizienz).
- Wasseransammlung in der Lunge (Lungenödem).
- Bauchschmerzen.
- Übelkeit.
- Verdauungsstörungen (Dyspepsie).
- Erbrechen.
- Durchfall (Diarrhö).
- Verstopfung.
- Akutes Leberversagen.
- Schwere Leberschädigung.
- Leberentzündung (Hepatitis).
- Gelbsucht (cholestatischer Ikterus).
- Erhöhung der Leberenzyme; diese sind nach Beendigung der Behandlung reversibel (rückgängig).
- Menstruationsstörungen.
- Wassereinlagerungen (Ödeme).
Häufigkeit nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
- Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis).
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und der Durchdrückpackung nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Nicht über 30°C lagern!
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

Zusätzliche Informationen

ALIUD® PHARMA GmbH
Gebrauchsinformation: Information für den Anwender
Itraconazol AL 100 mg Hartkapseln
Wirkstoff: Itraconazol
Lesen Sie die gesamte Gebrauchsinformation sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen.
- Heben Sie die Gebrauchsinformation auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
- Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
- Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Symptome haben wie Sie.
- Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.
Diese Gebrauchsinformation beinhaltet:
Itraconazol AL 100 mg enthält den Wirkstoff Itraconazol. Der Wirkstoff kann Ihre Symptome verbessern. Itraconazol gehört zur Stoffgruppe der Triazol-Derivate gegen Pilzerkrankungen.
Itraconazol wird angewendet zur Behandlung von Infektionen, die durch Pilze und Hefen ausgelöst werden. Fußpilz ist eine der häufigsten Pilzinfektionen. Eine der häufigsten Infektionen, die durch Hefen ausgelöst werden, ist Soor (Candidose). Er wird durch Candida verursacht.


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