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«IVEMEND 115 mg Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung»

IVEMEND 115 mg Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung


Was ist es und wofür wird es verwendet?

IVEMEND enthält als Wirkstoff Fosaprepitant, das in Ihrem Körper zu Aprepitant umgewandelt wird. IVEMEND wird zusammen mit anderen Arzneimitteln zur Vorbeugung von Übelkeit und Erbrechen als Folge einer Chemotherapie (Krebsbehandlung) bei Erwachsenen angewendet.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

IVEMEND darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Fosaprepitant, Aprepitant oder gegen Polysorbat 80 oder einen der sonstigen Bestandteile sind.
  • zusammen mit Arzneimitteln, die Pimozid (zur Behandlung bestimmter psychischer Erkrankungen), Terfenadin und Astemizol (zur Behandlung von Heuschnupfen und anderen Allergien) oder Cisaprid (zur Behandlung von Verdauungsstörungen) enthalten. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie diese Arzneimittel einnehmen, da Ihre Behandlung vor Beginn der Anwendung von IVEMEND geändert werden muss.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von IVEMEND ist erforderlich

  • wenn Sie eine Lebererkrankung haben.

Kinder
IVEMEND ist nicht zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren bestimmt.

Bei Anwendung von IVEMEND mit anderen Arzneimitteln
IVEMEND kann Auswirkungen auf andere Arzneimittel sowohl während als auch nach der Behandlung mit IVEMEND haben. Einige Arzneimittel dürfen nicht zusammen mit IVEMEND eingenommen werden (wie Pimozid, Terfenadin, Astemizol und Cisaprid) oder es ist eine Dosisanpassung notwendig (siehe auch unter IVEMEND darf nicht angewendet werden).

Die Wirkungen von IVEMEND oder anderen Arzneimitteln können beeinflusst werden, wenn Sie IVEMEND zusammen mit den folgenden unten aufgeführten Arzneimitteln anwenden.

  • Arzneimittel zur Empfängnisverhütung einschließlich der "Pille", Hautpflastern, Implantaten und bestimmten hormonabgebenden "Spiralen" (IUDs), diese wirken möglicherweise nicht ausreichend, wenn Sie zusammen mit IVEMEND angewendet werden. Während der Behandlung mit IVEMEND und bis zu 2 Monate im Anschluss an die Behandlung mit IVEMEND sollte eine andere oder zusätzliche Verhütungsmethode verwendet werden.
  • Cyclosporin, Tacrolimus, Sirolimus und Everolimus (Immunsuppressiva)
  • Alfentanil und Fentanyl (Arzneimittel zur Behandlung von Schmerzen)
  • Chinidin (Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen)
  • Irinotecan, Etoposid und Vinorelbin (Arzneimittel zur Behandlung von Krebserkrankungen)
  • Arzneimittel, die Mutterkornalkaloid-Abkömmlinge enthalten, wie Ergotamin und Dihydroergotamin (zur Behandlung von Migräne),
  • Warfarin und Acenocoumarol (Blutverdünner; Bluttests können erforderlich sein),
  • Rifampicin, Clarithromycin, Telithromycin (Antibiotika zur Behandlung von Infektionen),
  • Phenytoin (Arzneimittel zur Behandlung von Krampfanfällen),
  • Carbamazepin (Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen und Epilepsie),
  • Midazolam, Triazolam und Phenobarbital (Arzneimittel zur Beruhigung oder zum Schlafen),
  • Johanniskraut (pflanzliches Präparat zur Behandlung von Depressionen),
  • Proteaseinhibitoren (Arzneimittel zur Behandlung von HIV-Infektionen)
  • Ketoconazol, Itraconazol, Voriconzol und Posaconazol (Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen),
  • Nefazodon (Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen)
  • Diltiazem (ein Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck),
  • Kortison-Präparate (wie Dexamethason und Methylprednisolon),
  • Arzneimittel zur Behandlung von Angstzuständen (wie Alprazolam) und
  • Tolbutamid (ein Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes)

Es ist wichtig, dass Sie vor Beginn der Behandlung Ihren Arzt über alle Arzneimittel oder pflanzliche Arzneimittel informieren, die Sie einnehmen, vor kurzem eingenommen haben oder planen einzunehmen, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Schwangerschaft und Stillzeit
Sie sollten IVEMEND während der Schwangerschaft nicht anwenden, außer es ist eindeutig erforderlich. Es ist wichtig, dass Sie, bevor Sie IVEMEND bekommen, Ihren Arzt informieren, wenn Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen.

Zu Informationen hinsichtlich Schwangerschaftsverhütung siehe unter "Bei Anwendung von IVEMEND mit anderen Arzneimitteln".

Es ist nicht bekannt, ob IVEMEND in die Muttermilch abgegeben wird; Stillen wird deshalb während der Behandlung mit IVEMEND nicht empfohlen. Es ist wichtig, dass Sie, bevor Sie IVEMEND bekommen, Ihren Arzt informieren, wenn Sie stillen oder stillen möchten.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Es sollte in Betracht gezogen werden, dass nach der Anwendung von IVEMEND einigen Menschen schwindlig wird oder sie schläfrig werden. Wenn Ihnen nach der Anwendung von IVEMEND schwindlig wird oder Sie schläfrig werden, sollten Sie es vermeiden zu fahren oder Maschinen zu bedienen. (Siehe WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?).

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von IVEMEND Dieses Arzneimittel enthält Natrium, aber weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Dosis, d.h. es ist nahezu "natriumfrei".

Wie wird es angewendet?

Die empfohlene Dosis von IVEMEND ist 115 mg Fosaprepitant (IVEMEND 115 mg) nur an Tag 1 eines 3-tägigen Therapieschemas.

Das Pulver wird vor der Anwendung aufgelöst und verdünnt. Die Infusionslösung wird über eine intravenöse Infusion (Tropfinfusion) 30 Minuten vor Beginn der Chemotherapie von medizinischem Fachpersonal, wie einem Arzt oder Pflegepersonal, gegeben.
An den Tagen 2 und 3 nach Ihrer Chemotherapie bekommen Sie jeden Morgen eine 80-mg-Kapsel Aprepitant.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann IVEMEND Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Die Häufigkeit der unten aufgelisteten möglichen Nebenwirkungen wird gemäß folgendem Grundsatz bestimmt:
Sehr häufig (bei mehr als 1 von 10 behandelten Patienten)
Häufig (bei 1 bis 10 von 100 behandelten Patienten)
Gelegentlich (bei 1 bis 10 von 1.000 behandelten Patienten)Selten (bei 1 bis 10 von 10.000 behandelten Patienten)Sehr selten (bei weniger als 1 von 10.000 behandelten Patienten)
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Häufige Nebenwirkungen sind:

  • Aufstoßen, Verstopfung, Durchfall, Verdauungsbeschwerden,
  • Schwindel, Kopfschmerzen,
  • Schwäche, Müdigkeit,
  • Appetitverlust,
  • Schluckauf,
  • erhöhte Leberwerte in Bluttests.

Gelegentlich auftretende Nebenwirkungen sind:

  • verändertes Träumen, Konzentrationsstörung, Energielosigkeit, Schläfrigkeit
  • Akne, ölige Haut, Ausschlag, Juckreiz, Lichtempfindlichkeit, wunde Haut, übermäßiges Schwitzen
  • Angstgefühl, Euphorie (Hochgefühl), Desorientiertheit,
  • bakterielle Infektion, Pilzinfektion,
  • Zwölffingerdarmgeschwür, Übelkeit, Erbrechen, saures Aufstoßen, Geschmacksstörungen, Bauchschmerzen, Oberbauchbeschwerden, schwere Verstopfung, trockener Mund, Entzündung des Dünn- und Dickdarms, Blähungen, wunder Mund
  • Blut im Urin, vermehrt Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen, übermäßiges Wasserlassen
  • Beschwerden im Brustkorb, Schwellungen, allgemeines Unwohlsein, Schüttelfrost, Gangunsicherheit
  • Gesichts-/Hautrötung, Hitzewallungen,
  • Husten, Schleim aus der Nase im Hals, Halsreizung, Niesen, Halsschmerzen,
  • Bindehautentzündung (Augenausfluss und Juckreiz),
  • Ohrgeräusche,
  • Muskelkrampf, Muskelschmerz, Muskelschwäche • übermäßiger Durst, Gewichtszu- oder –abnahme, erhöhter Blutzuckerspiegel,
  • verlangsamter Herzschlag, schneller oder unregelmäßiger Herzschlag, Herzkreislauferkrankungen, erhöhter Blutdruck,
  • Fieber mit erhöhtem Infektionsrisiko, verminderte Anzahl roter Blutkörperchen, verminderte Anzahl weißer Blutzellen, niedrige Blut-Natrium-Werte
  • Schmerzen an der Infusionsstelle, Verhärtung der Infusionsstelle, Rötung an der Infusionsstelle, Juckreiz an der Infusionsstelle, Venenentzündung an der Infusionsstelle.

Nebenwirkungen, deren Häufigkeit nicht bekanntist:

  • Allergische Reaktionen, die unvermittelt und/oder schwerwiegend sein können und Nesselsucht, Hautausschlag, Juckreiz, Gesichts-/Hautrötung umfassen sowie Atemnot oder Schluckbeschwerden verursachen können.

Über folgende Einzelfälle wurde berichtet:

  • Stevens-Johnson-Syndrom (seltene schwere Hautreaktion),
  • Angioödem (Schwellung von Gesicht, Lippen, Mund, Zunge oder Rachen, die Schluck- oder Atembeschwerden verursachen kann),
  • schwerwiegende Verstopfung, Störung der Darmpassage (Subileus)
  • Urtikaria (Nesselsucht).

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser
Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach "Verwendbar bis" und der Durchstechflasche nach "Verwendbar bis", "Verw. bis" oder "EXP" angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Die ersten beiden Ziffern bezeichnen den Monat; die nächsten vier Ziffern bezeichnen das Jahr.

Im Kühlschrank lagern (2 °C – 8 °C).

Die gelöste und verdünnte Lösung ist 24 Stunden bei 25 °C stabil.

Dieses Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahmen helfen die Umwelt zu schützen.


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