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«Josalid 375 mg/5 ml - Saft für Kinder»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Josalid ist ein Makrolid-Antibiotikum, welches das Wachstum vieler verschiedener Bakterien hemmt, und daher bei vielen Erkrankungen angewendet werden kann.

Josalid wird angewendet bei Infektionen mit Bakterien, die gegen den Wirkstoff Josamycin empfindlich sind:

  • Infektionen der oberen und tiefen Atemwege sowie des Hals-Nasen-Ohrenbereiches:
  • Entzündungen des Rachens, der Mandeln, Bronchien, Lungenentzündung, Entzündungen der Kieferhöhlen und Mittelohren, Scharlach und Keuchhusten.
  • Infektionen der Haut.
  • Infektionen im Mund-Zahn-Kieferbereich.
  • Infektionen des Auges.
  • Infektionen der Harn- und Geschlechtsorgane.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Josalid darf nicht von Ihrem Kind eingenommen werden,

  • wenn es überempfindlich (allergisch) gegen Josamycin oder einen der sonstigen Bestandteile von Josalid ist.
  • wenn gegen ein anderes Makrolid-Antibiotika (z.B. Erythromycin) eine Allergie besteht.
  • wenn eine schwere Leber- und/oder Nierenerkrankung vorliegt.
  • wenn Ihr Kind unter einer Elektrolytstörung (Kaliummangel) leidet.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Josalid ist erforderlich

bei Erkrankungen von Leber oder Niere. Sie erfordern eine Kontrolle der Leber- und Nierenfunktionswerte durch den Arzt. Informieren Sie Ihren Arzt daher über alle bestehenden oder überstandenen Krankheiten und Leiden Ihres Kindes, damit er Sie individuell beraten kann. Bei längerdauernder Anwendung wird eine Kontrolle des Blutbildes empfohlen.

Bitte melden Sie besondere Reaktionen und Nebenwirkungen (siehe "Nebenwirkungen“) unverzüglich Ihrem Arzt.

Bei Einnahme von Josalid mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Ihr Kind andere Arzneimittel einnimmt/ anwendet bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet hat, auch wenn es sich um nicht rezeptpflichtige Arzneimittel handelt.

Wird Josalid gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln eingenommen, so können sie sich in ihrer Wirkung gegenseitig beeinflussen.

Wechselwirkungen möglich mit:

  • Arzneimittel zur Behandlung von Migräne und Kopfschmerzen (Mutterkornalkaloide): bei gestörter Leberfunktion kann es zu Durchblutungsstörungen an den Extremitäten kommen;
  • Arzneimittel für Asthma und Herzschwäche (Theophyllin): eine Dosisanpassung für Theophyllin kann erforderlich sein;
  • Anderen Antibiotika: bei Kombination mit bestimmten Antibiotika kann es zu einer Hemmung der Antibiotika-Wirkung kommen;
  • Arzneimittel bei Allergien (Terfenadin, Astemizol): es kann zu Herzrhythmusstörungen kommen;
  • Arzneimittel zur Unterdrückung der Immunabwehr (Ciclosporin): eine regelmäßige Kontrolle der Ciclosporinkonzentrationen im Blut wird empfohlen;
  • Arzneistoffen zur Behandlung einer Herzschwäche (Digoxin): eine Dosisanpassung für Digoxin kann erforderlich sein;
  • Hormonelle Empfängnisverhütungsmittel: da die Sicherheit der Wirkung von Empfängnisverhütungsmittel in Frage gestellt sein kann, empfiehlt es sich zusätzliche nichhormonelle Maßnahmen anzuwenden.

Bei Einnahme von Josalid zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken Der Saft wird am besten mit einem Glas Wasser zu den Mahlzeiten eingenommen. Jeweils vor dem Einnehmen gut schütteln.

Josalid ist eine Kinderform. Sollte es an Frauen im gebährfähigem Alter verabreicht werden, gelten folgende Angaben:
Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Josalid sollte in der Schwangerschaft nur nach Beratung mit Ihrem Arzt eingenommen werden. Benachrichtigen Sie ihn daher von einer bestehenden oder zwischenzeitlich eingetretenen Schwangerschaft.

Obwohl bei Tierversuchen auch in höchsten Dosen keine schädigenden Einflüsse auf die Frucht festgestellt wurden, und auch beim Menschen bisher keine nachteiligen Wirkungen auf das ungeborene Kind bei Josalid-Therapie aufgetreten sind, sollte Josalid im ersten Drittel der Schwangerschaft nur in dringenden Fällen eingenommen werden.

In der Stillperiode sollte während einer erforderlichen Josalid-Einnahme die Muttermilch nicht verwendet werden. Es empfiehlt sich daher in diesem Zeitraum das Abpumpen und Verwerfen der

Milch. Nach Absetzen der Josalid-Behandlung für 2 Tage ist die Verwendung der Muttermilch wieder möglich.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Josalid hat keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Josalid Josalid Saft für Kinder enthält den Zuckeraustauschstoff Sorbit; 5 ml Suspension enthalten 2,50 g Sorbit. Bitte nehmen Sie Josalid erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.
Josalid kann wegen der sonstigen Bestandteile p-Hydroxybenzoesäuremethylester und p-Hydroxybenzoesäureäthylester allergische Reaktionen, auch Spätreaktionen, hervorrufen.

Wie wird es angewendet?

Geben Sie Josalid immer genau nach Anweisung des Arztes Ihrem Kind. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Falls nicht anders verordnet, Dosierung genau einhalten.
Bei Säuglingen und Kinder bis 14 Jahren 30-50 mg/kg Körpergewicht/Tag, das entspricht etwa einem Messlöffel pro 10 kg Körpergewicht/Tag, aufgeteilt auf zwei bis drei Einzelgaben.

Bei vielen Erkrankungen dauert die Behandlung sieben bis zehn Tage, in jedem Fall aber drei bis vier Tage über das Verschwinden der Krankheitsmerkmale (wie z.B. Fieber, Husten, Schmerzen, etc.) hinaus. Die bei manchen Erkrankungen nötige längere Anwendung von Josalid ist möglich.

Wenn Ihr Kind eine größere Menge von Josalid eingenommen hat, als es sollte Orale Überdosierungen von Makrolid-Antibiotika verlaufen üblicherweise ohne große Probleme. Entsprechend den Nebenwirkungen können vor allem Durchfälle, Erbrechen und Übelkeit, eventuell auch ein Hörsturz auftreten.
Es genügt eine unterstützende Behandlung. Über die Bindungsfähigkeit an Aktivkohle liegen keine gesicherten Daten vor.

Wenn Sie die Gabe von Josalid vergessen haben
Wenn die Einnahme vergessen wurde, soll diese unverzüglich nachgeholt werden. Geben Sie nicht die doppelte Dosis, wenn Sie die vorherige Gabe vergessen haben, sondern fragen Sie Ihren Arzt.

Wenn Sie die Gabe von Josalid abbrechen
Setzen Sie bitte das Arzneimittel nicht plötzlich und ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ab. Bei Auftreten von Nebenwirkungen wird Ihr Arzt mit Ihnen besprechen, welche Gegenmaßnahmen es hierfür gibt und ob andere Arzneimittel für die Behandlung in Frage kommen.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Josalid Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Ihr Kind erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Sehr häufig (>1/10)
Häufig (>1/100, <1/10) <br />Gelegentlich (>1/1.000, <1/100) <br />Selten (>1/10.000, <1/1.000) <br />Sehr selten (<1/10.000)</p>

Infektionen und parasitäre Erkrankungen Sehr selten: Zusätzliche Infektion durch Bakterien bzw. Sprosspilze (bei langfristiger oder wiederholter Anwendung).

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems Einzelfälle: Blutbildveränderungen.

Erkrankungen des Immunsystems Selten: Überempfindlichkeitsreaktionen; allergische Reaktionen wie Hautausschlag, Juckreiz, Nesselsucht, Schleimhautschwellungen (Quincke-Ödem), Gelenksschwellungen, Arzneimittel-fieber.
Einzelfälle: Allergischer Schock.

Erkrankungen des Nervensystems Sehr selten: Neurologische Symptome wie Schwindelgefühl und Kopfschmerzen.

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths Einzelfälle: Ohrensausen, vorübergehender Hörverlust.

Herzerkrankungen Sehr selten: Makrolidantibiotika können in hoher Dosierung oder nach i.v.-Gabe zu einer Verlängerung des QT-Intervalls (erkennbare Veränderungen im EKG)führen.

Erkrankungen des Magen-Darmtrakts Gelegentlich: Appetitlosigkeit, Magendrücken, Bauchschmerzen, Sodbrennen, Blähungen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung, Völlegefühl, Entzündung der Mundschleimhaut, Zungenbeläge. Berichte über das Auftreten schwerer anhaltender Durchfälle (pseudomembranöse Colitis) liegen bis jetzt nicht vor. Allerdings sollte bei Patienten, bei denen unter Antibiotikagabe Durchfälle beobachtet werden, auch diese Nebenwirkung in Betracht gezogen werden.

Leber- und Gallenerkrankungen Einzelfälle: vorübergehender Anstieg von Leberwerten im Blut und Anzeichen einer nicht infektiösen Gelbsucht.

Im Falle von Nebenwirkungen sollte das Präparat abgesetzt werden und unverzüglich Ihre Ärztin/Ihren Arzt zur Rate gezogen werden.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht über 25°C lagern.
Lichtschutz erforderlich, Arzneimittel daher in der Außenverpackung aufbewahren.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

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