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«Josalid 750 mg - Filmtabletten»

Josalid 750 mg - Filmtabletten


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Josalid ist ein Makrolid-Antibiotikum, welches das Wachstum vieler verschiedener Bakterien hemmt, und daher bei vielen Erkrankungen angewendet werden kann.

Josalid wird angewendet bei Infektionen mit Bakterien, die gegen den Wirkstoff Josamycin empfindlich sind:

  • Infektionen der oberen und tiefen Atemwege sowie des Hals-Nasen-Ohrenbereiches:Entzündungen des Rachens, der Mandeln, Bronchien, Lungenentzündung, Entzündungen der Kieferhöhlen und Mittelohren, Scharlach und Keuchhusten.
  • Infektionen der Haut, Weichteile, Gelenke und Knochen:eitrige Hautentzündungen (Impetigo, Pyodermie, Furunculose, Phlegmone), Wundrose (Erysipel), Akne, Entzündungen der Hautlymphgefäße und der Brustdrüse.
  • Infektionen im Mund-Zahn-Kieferbereich.
  • Infektionen des Auges.
  • Infektionen der Harn- und Geschlechtsorgane:Entzündungen von Harnröhre, Prostata und Nebenhoden, gynäkologische Infektionen.
  • Infektionen des zentralen Nervensystems:Josalid kann auch gegen Toxoplasmose (Infektionskrankheit) in der Schwangerschaft angewendet werden.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Josalid darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Josamycin oder einen der sonstigen Bestandteile von Josalid sind.
  • wenn Sie gegen andere Makrolid-Antibiotika (z.B. Erythromycin) allergisch sind.
  • wenn Sie eine schwere Leber- und/oder Nierenerkrankung haben.
  • wenn Sie unter einer Elektrolytstörung (Kaliummangel) leiden.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Josalid ist erforderlich
bei Erkrankungen von Leber oder Niere. Sie erfordern eine Kontrolle der Leber- und Nierenfunktionswerte durch den Arzt. Informieren Sie Ihren Arzt daher über alle bestehenden oder überstandenen Krankheiten und Leiden, damit er Sie individuell beraten kann. Bei längerdauernder Anwendung wird eine Kontrolle des Blutbildes empfohlen.

Bitte melden Sie besondere Reaktionen und Nebenwirkungen (siehe "Nebenwirkungen“) unverzüglich Ihrem Arzt.

Bei Einnahme von Josalid mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/ anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht rezeptpflichtige Arzneimittel handelt.

Wird Josalid gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln eingenommen, so können sie sich in ihrer Wirkung gegenseitig beeinflussen.

Wechselwirkungen möglich mit:

  • Arzneimittel zur Behandlung von Migräne und Kopfschmerzen (Mutterkornalkaloide): bei gestörter Leberfunktion kann es zu Durchblutungsstörungen an den Extremitäten kommen;
  • Arzneimittel für Asthma und Herzschwäche (Theophyllin): eine Dosisanpassung für Theophyllin kann erforderlich sein;
  • Anderen Antibiotika: bei Kombination mit bestimmten Antibiotika kann es zu einer Hemmung der Antibiotika-Wirkung kommen;
  • Arzneimittel bei Allergien (Terfenadin, Astemizol): es kann zu Herzrhythmusstörungen kommen;
  • Arzneimittel zur Unterdrückung der Immunabwehr (Ciclosporin): eine regelmäßige Kontrolle der Ciclosporinkonzentrationen im Blut wird empfohlen;
  • Arzneistoffen zur Behandlung einer Herzschwäche (Digoxin): eine Dosisanpassung für Digoxin kann erforderlich sein;
  • Hormonelle Empfängnisverhütungsmittel: da die Sicherheit der Wirkung von Empfängnisverhütungsmittel in Frage gestellt sein kann, empfiehlt es sich zusätzliche nichhormonelle Maßnahmen anzuwenden.

Bei Einnahme von Josalid zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken Die Tablette wird am besten mit einem Glas Wasser unzerkaut zu den Mahlzeiten eingenommen.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Josalid sollte in der Schwangerschaft nur nach Beratung mit Ihrem Arzt eingenommen werden. Benachrichtigen Sie ihn daher von einer bestehenden oder zwischenzeitlich eingetretenen Schwangerschaft.

Obwohl bei Tierversuchen auch in höchsten Dosen keine schädigenden Einflüsse auf die Frucht festgestellt wurden, und auch beim Menschen bisher keine nachteiligen Wirkungen auf das

ungeborene Kind bei Josalid-Therapie aufgetreten sind, sollte Josalid im ersten Drittel der Schwangerschaft nur in dringenden Fällen eingenommen werden.

In der Stillperiode sollte während einer erforderlichen Josalid-Einnahme die Muttermilch nicht verwendet werden. Es empfiehlt sich daher in diesem Zeitraum das Abpumpen und Verwerfen der Milch. Nach Absetzen der Josalid-Behandlung für 2 Tage ist die Verwendung der Muttermilch wieder möglich.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Josalid hat keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Josalid Bitte nehmen Sie Josalid erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Josalid immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Falls nicht anders verordnet, Dosierung genau einhalten.
Bei Erwachsenen und Jugendlichen 1-2 g/Tag, bei Kindern 30-50 mg/kg Körpergewicht/Tag, aufgeteilt auf zwei bis drei Einzelgaben.

Für Früh- und Neugeborene sowie für Kleinkinder steht eine flüssige Darreichungsform zur Verfügung.

Bei vielen Erkrankungen dauert die Behandlung sieben bis zehn Tage, in jedem Fall aber drei bis vier Tage über das Verschwinden der Krankheitsmerkmale (wie z.B. Fieber, Husten, Schmerzen, etc.) hinaus. Die bei manchen Erkrankungen nötige längere Anwendung von Josalid ist möglich.

Wenn Sie eine größere Menge von Josalid eingenommen haben, als Sie sollten Orale Überdosierungen von Makrolid-Antibiotika verlaufen üblicherweise ohne große Probleme. Entsprechend den Nebenwirkungen können vor allem Durchfälle, Erbrechen und Übelkeit, eventuell auch ein Hörsturz auftreten.
Es genügt eine unterstützende Behandlung. Über die Bindungsfähigkeit an Aktivkohle liegen keine gesicherten Daten vor.

Wenn Sie die Einnahme von Josalid vergessen haben
Wenn die Einnahme vergessen wurde, holen Sie diese Einnahme unverzüglich nach. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, sondern fragen Sie Ihren Arzt.

Wenn Sie die Einnahme von Josalid abbrechen
Setzen Sie bitte das Arzneimittel nicht plötzlich und ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ab. Bei Auftreten von Nebenwirkungen wird Ihr Arzt mit Ihnen besprechen, welche Gegenmaßnahmen es hierfür gibt und ob andere Arzneimittel für die Behandlung in Frage kommen.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Josalid Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Sehr häufig (>1/10)
Häufig (>1/100, <1/10) <br />Gelegentlich (>1/1.000, <1/100) <br />Selten (>1/10.000, <1/1.000) <br />Sehr selten (<1/10.000)</p>

Infektionen und parasitäre Erkrankungen Sehr selten: Zusätzliche Infektion durch Bakterien bzw. Sprosspilze (bei langfristiger oder wiederholter Anwendung).

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems Einzelfälle: Blutbildveränderungen.

Erkrankungen des Immunsystems Selten: Überempfindlichkeitsreaktionen; allergische Reaktionen wie Hautausschlag, Juckreiz, Nesselsucht, Schleimhautschwellungen (Quincke-Ödem), Gelenksschwellungen, Arzneimittel-fieber.
Einzelfälle: Allergischer Schock.

Erkrankungen des Nervensystems Sehr selten: Neurologische Symptome wie Schwindelgefühl und Kopfschmerzen.

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths Einzelfälle: Ohrensausen, vorübergehender Hörverlust.

Herzerkrankungen Sehr selten: Makrolidantibiotika können in hoher Dosierung oder nach i.v.-Gabe zu einer Verlängerung des QT-Intervalls (erkennbare Veränderung im EKG) führen.

Erkrankungen des Magen-Darmtrakts Gelegentlich: Appetitlosigkeit, Magendrücken, Bauchschmerzen, Sodbrennen, Blähungen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung, Völlegefühl, Entzündung der Mundschleimhaut, Zungenbeläge. Berichte über das Auftreten schwerer anhaltender Durchfälle (pseudomembranöse Colitis) liegen bis jetzt nicht vor. Allerdings sollte bei Patienten, bei denen unter Antibiotikagabe Durchfälle beobachtet werden, auch diese Nebenwirkung in Betracht gezogen werden.

Leber- und Gallenerkrankungen Einzelfälle: vorübergehender Anstieg von Leberwerten im Blut und Anzeichen einer nicht infektiösen Gelbsucht.

Im Falle von Nebenwirkungen sollte das Präparat abgesetzt werden und unverzüglich Ihre Ärztin/Ihren Arzt zur Rate gezogen werden.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht über 25° C lagern. Vor Feuchtigkeit schützen.
Lichtschutz erforderlich, Arzneimittel daher in der Außenverpackung aufbewahren.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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