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«Kalium-L-malat "Fresenius" 1 molar - Infusionszusatz - Ampullen»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

AMPULLEN UND WOFÜR WERDEN SIE ANGEWENDET?

Kalium-L-malat "Fresenius" 1molar – Infusionszusatz – Ampullen dienen zur Behandlung eines Kaliummangels.
Dieser kann sich äußern in:

  • neuromuskulären Zeichen:Fehlen der Reflexe, Zittern, Lähmung bis zur Lähmung der Atemmuskulatur, Sensibilitätsstörungen, Schwäche, Apathie bis zu Verwirrungszuständen;
  • Zeichen des Magen-Darm-Trakts:Erbrechen, Appetitlosigkeit, Blähungen, Schlaffheit der glatten Muskulatur bis zum Darmverschluss;
  • Zeichen des Herzens:Verschlechterung der Kontraktionskraft des Herzmuskels, Herzrhythmusstörungen, Unverträglichkeit von bestimmten herzwirksamen Medikamenten (Digitalisglykosiden);
  • Zeichen der Niere:Harn kann nicht mehr konzentriert werden. Der tägliche Kalium-Bedarf liegt bei 60 - 80 mmol.

Kalium-L-malat "Fresenius" 1molar – Infusionszusatz – Ampullen werden bei erniedrigter Kaliumkonzentration im Blut angewendet, die durch unzureichende Kaliumzufuhr oder erhöhte Kaliumverluste (kaliumfreie Infusionen, Hunger, einseitige Ernährung mit Stärkeprodukten, durch harntreibende Medikamente, Durchfälle, Erbrechen, Leberzirrhose) verursacht worden ist; außerdem bei Blutübersäuerung mit verminderter Kaliumkonzentration im Blut, bei Missbrauch von Abführmitteln und bei Dauerbehandlung mit bestimmten herzwirksamen Medikamenten (Digitalisglykosiden).

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Kalium-L-malat "Fresenius" 1molar – Infusionszusatz – Ampullen dürfen nicht angewendet werden

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Kaliumhydroxid, L-Äpfelsäure oder einen der sonstigen Bestandteile von Kalium-L-malat "Fresenius" 1molar – Infusionszusatz – Ampullen sind,
  • wenn Sie an erhöhter Kaliumkonzentration im Blut, schweren Nierenfunktionsstörungen, unbehandelten Funktionsstörungen der Nebennierenrinde, Abnahme des Körperwassers oder erniedrigter Natriumkonzentration im Blut leiden.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Kalium-L-malat "Fresenius" 1molar – Infusionszusatz – Ampullen ist erforderlich,

  • wenn Sie ein Herzleiden haben,
  • wenn Sie auf Grund einer Funktionsstörung der Niere oder der Nebennierenrinde, einer Abnahme des Körperwassers oder durch großflächige Verbrennungen zu einer erhöhten Kaliumkonzentration im Blut neigen,
  • wenn Sie gleichzeitig kaliumsparende harntreibende Medikamente, bestimmte blutdrucksenkende Medikamente (ACE-Hemmer), ein bestimmtes Medikament, das die Immunantwort unterdrückt (Ciclosporin) oder andere Kalium enthaltenden Medikamente einnehmen,
  • wenn Sie an einer Nierenfunktionsstörung leiden, kann die Zufuhr zu großer Mengen zu einer Anhäufung des Kaliums führen.
  • Während der Behandlung mit Kalium-L-malat "Fresenius" 1molar – Infusionszusatz – Ampullen sind regelmäßige Kontrollen des Kaliums und der anderen Elektrolyte im Blut, der Harnausscheidung, des Blut-pH-Wertes und vor allem EKG-Kontrollen erforderlich, denn bei erhöhter Kaliumkonzentration im Blut treten Veränderungen im EKG auf.

Bei Gabe von Kalium in eine Vene ist auf eine angemessene Infusionsgeschwindigkeit (maximal 20 mmol Kalium/Stunde) zu achten, da eine zu hohe Kalium-Blutkonzentration die Herzleistung beeinträchtigt.

Bei Anwendung von Kalium-L-malat "Fresenius" 1molar – Infusionszusatz – Ampullen mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungs-pflichtige Arzneimittel handelt.

Die gleichzeitige Einnahme von kaliumsparenden harntreibende Medikamenten ist bei der Dosierung zu berücksichtigen.

Carboanhydrasehemmer (Medikamente, die bei grünem Star eingesetzt werden) sowie Thiazid- und Schleifendiuretika (bestimmte harntreibende Medikamente) verstärken einen Kaliummangel.

Bei einer Neigung zu erniedrigter Kaliumkonzentration im Blut ist die Empfindlichkeit gegenüber bestimmten herzwirksamen Medikamenten (Digitalisglykosiden) gesteigert.

Bestimmte Blutdruck senkende Medikamente (Angiotensin-Converting-Enzym- (ACE)-Hemmer z.B. Captopril, Enalapril) können eine Erhöhung der Kaliumkonzentration bewirken.

Bestimmte entzündungshemmende (nichtsteroidale) Medikamente, ein bestimmtes Medikament, das die Immunantwort unterdrückt (Ciclosporin), Betablocker zur Behandlung von Bluthochdruck und Heparin zur Vorbeugung von Thrombosen können den Kaliumspiegel ebenfalls erhöhen.

Bei Anwendung von Kalium-L-malat "Fresenius" 1molar – Infusionszusatz – Ampullen zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
ist Vorsicht geboten wenn es sich um Lebensmittel mit hohem Kalium-Gehalt handelt.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Es liegen keine Daten über die Anwendung bei Schwangeren vor.

Über die Anwendung von Kalium-L-malat “Fresenius“ 1molar-Infusionszusatz – Ampullen während der Schwangerschaft und in der Stillzeit entscheidet der Arzt.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Es liegen keine Daten zum Einfluss von Kalium-L-malat "Fresenius" 1molar – Infusionszusatz – Ampullen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen vor. Ein Einfluss ist jedoch unwahrscheinlich.

Wie wird es angewendet?

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, werden dem Erwachsenen je nach Ausmaß des Kaliummangels maximal 20 mmol Kalium/Stunde (100-120 mmol Kalium/Tag) verabreicht. Dies hat unter fortlaufender Kontrolle des Elektrolyt – insbesondere des Kaliumgehaltes im Blut zu erfolgen. Ein entsprechender Urin-Fluss muss gewährleistet sein.

Wenn Ihre Nierenfunktion eingeschränkt ist, müssen Sie mit geringeren, individuell abgestimmten Dosen unter fortlaufender Kontrolle des Serum Kaliumspiegels behandelt werden.

Ein eventueller Kalium-Gehalt von anderen Infusionslösungen (Aminosäuren-Infusionen) bzw. Arzneimitteln ist bei der Dosierung zu berücksichtigen.

Kinder und Jugendliche:Zur Sicherheit und Wirksamkeit bei der Anwendung bei Kindern und Jugendlichen liegen keine Daten vor.

Kalium-L-malat "Fresenius" 1molar – Infusionszusatz ist nach Zugabe zu einer Trägerlösung zur Infusion in eine Vene bestimmt. Die Anwendung muss langsam erfolgen.
Kalium-L-malat "Fresenius" 1molar – Infusionszusatz darf nicht unverdünnt angewendet werden! Die unverdünnte Anwendung kann zum Tode führen!

Die Dauer der Behandlung ist vom Ausmaß des bestehenden Kaliummangels abhängig.

Wenn Sie eine größere Menge von Kalium-L-malat "Fresenius" 1molar – Infusionszusatz – Ampullen angewendet haben, als Sie sollten
Bei Überdosierung kann es zu einem erhöhten Kaliumspiegel im Blut (Serumwert größer als 5 mmol/l) mit folgenden Krankheitszeichen kommen: Kribbeln und Ameisenlaufen in Armen und Beinen, Lustlosigkeit, Verwirrtheit, Blutdruckabfall, Lähmungserscheinungen, Herzrhythmusstörungen bis zum Herzstillstand.
Auch im EKG zeigt ein erhöhter Kaliumspiegel im Blut charakteristische Zeichen.

Ein überhöhter Kaliumspiegel kann durch Insulin und Glucose-Infusionen oder natriumhältige Lösungen gesenkt werden.

Wenn die Anwendung von Kalium-L-malat "Fresenius" 1molar – Infusionszusatz – Ampullen vergessen wurde
Es darf nicht die doppelte Dosis angewendet werden, wenn die vorherige Anwendung vergessen worden ist.

Wenn die Anwendung von Kalium-L-malat "Fresenius" 1molar – Infusionszusatz – Ampullen abgebrochen wird
Es sind keine Entzugserscheinungen bekannt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel können Kalium-L-malat "Fresenius" 1molar – Infusionszusatz – Ampullen Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Bei richtiger Dosierung sind Nebenwirkungen nicht bekannt.

Erhöhte Kaliumkonzentrationen im Blut (Krankheitszeichen siehe oben) verbunden mit einem erhöhten Blut pH-Wert sind bei Nieren- und Nebennierenrindenversagen, Zufuhr großer Mengen an Kalium unter Umgehung des Magen-Darm-Trakts und bei der Einnahme kaliumsparender harntreibender Medikamente zu beobachten.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Behältnis angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Sie dürfen Kalium-L-malat "Fresenius" 1molar – Infusionszusatz – Ampullen nicht verwenden, wenn die Lösung nicht klar und farblos und/oder das Behältnis beschädigt ist. Nur zur einmaligen Entnahme.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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