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«Kalium-Optopan»

Kalium-Optopan
Kalium-Optopan


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Zur Kaliumsubstitution bei:
• ausgeprägtem Kaliummangel (Hypokaliämie; Serumkalium unter 3,2 mmol/l), insbesondere bei gleichzeitig bestehendem Überschuß an sauren Stoffwechselprodukten im Blut (metabolische Azidose);
• kaliummangelbedingten neuromuskulären Störungen oder Herzrhythmusstörungen;
• Kaliummangel (Hypokaliämie) bei gleichzeitiger Behandlung mit Herzglykosiden (Digitalistherapie).
Zur Vorbeugung eines Kaliummangels (Prophylaxe einer Hypokaliämie) bei:
• Übersäuerung des Blutes durch Ketonkörper (Ketoazidose).
Zur Verhinderung der Bildung und zur Behandlung bei:
• Kalziumsteinen (z.B. bei renaler tubulärer Azidose, bei Hypocitraturie [kleiner als 320 mg/die] verschiedener Genese).
• Harnsäuresteinen.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Kalium-Optopan darf nicht angewendet werden
Wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegenüber Kaliumcitrat oder einem der sonstigen Bestandteile von Kalium-Optopan sind.
Wenn Ihr Arzt Ihnen mitgeteilt hat, dass Sie eine Unverträglichkeit gegenüber einigen Zuckern haben, halten Sie Rücksprache mit Ihrem Arzt, bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen.
Bei Krankheiten, die häufig mit einem erhöhten Kaliumspiegel im Blut (Hyperkaliämie) verbunden sind:
- Volumenmangelzustände (Dehydratation)
- Nierenfunktionsstörungen mit eingeschränkter Ausscheidungsfähigkeit der Niere (eingeschränkte exkretorische Nierenfunktion)
- Funktionsschwäche der Nebennierenrinde (Morbus Addison)
- anfallsweise auftretender Muskelschwäche (Adynamia episodica hereditaria).
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Kalium-Optopan ist erforderlich
Kalium-Optopan sollte nur mit Vorsicht und nach Rücksprache mit dem Arzt angewendet werden bei Sichelzellenanämie sowie gleichzeitiger Therapie mit kaliumsparenden harntreibenden Medikamenten (Diuretika), Aldosteronantagonisten, ACE-Hemmern, Arzneimittel, die der Acetylcholinwirkung entgegenwirken (Anticholinergika) oder potentiell nephrotoxischen Medikamenten [nichtsteroidalen entzündungshemmende Arzneimittel (Antiphlogistika) u.a.].
Durch Interaktion mit diesen Arzneimitteln, durch plötzlich auftretende Übersäuerung des Blutes (Azidose), akute Einschränkung der Nierenfunktion oder andere Zustände kann es zu akzidentell auftretender Überschuß an Kalium (Hyperkaliämie) kommen.
Vor der Anwendung sind Elektrolyt- und Säure-Basen-Status, der Herzrhythmus und besonders bei älteren Patienten die Nierenfunktion zu kontrollieren. Diese Parameter sind während der Therapie zunächst in kürzeren, später in längeren Intervallen zu überwachen.
Schwangerschaft und Stillzeit
Hinweise auf schädliche Wirkungen während der Schwangerschaft und Stillzeit sind nicht bekannt.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:
Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.
Wichtige Warnhinweise über bestimmte Bestandteile von Kalium-Optopan:
Der häufige und dauernde Gebrauch von Kalium-Optopan kann aufgrund des enthaltenen Zuckers schädlich für die Zähne sein (Karies).

Wie wird es angewendet?

Wie ist Kalium-Optopan einzunehmen?
Nehmen Sie Kalium-Optopan immer genau nach der Anweisung dieser Gebrauchsinformation ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie nicht ganz sicher sind.
Die folgenden Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt Kalium-Optopan nicht anders verordnet hat. Bitte halten Sie sich an die Einnahmevorschriften, da Kalium-Optopan sonst nicht richtig wirken kann!
Lösen Sie bitte das Pulver in einem Glas mit mindestens 150 ml Flüssigkeit (entsprechend einem großen Glas Wasser) und trinken Sie den Inhalt des Glases aus. Die Einnahme sollte während oder nach den Mahlzeiten erfolgen.
Zur Kaliumsubstitution:
Soweit nicht anders verordnet, je nach dem zu ersetzenden Defizit, x täglich 1 Briefchen entsprechend 40 mmol (1,56 g) - 100 mmol (3,9 g) Kalium. Es sollten nicht mehr als Briefchen pro Tag, entsprechend 100 mmol (3,9 g) - 140 mmol (5,6 g) Kalium, eingenommen werden.
Zur Verhinderung der Bildung und zur Therapie von Nierensteinen:
Soweit nicht anders verordnet, mal täglich 1 Briefchen, entsprechend 40 mmol (1,56 g) – 60 mmol (2,34 g) Kalium. Die Citratausscheidung soll größer als 320 mg täglich sein und der Urin-pH 6,2 - 6,8 betragen.
Wie lange sollten Sie Kalium-Optopan einnehmen?
Die Dauer der Behandlung ist individuell zu entscheiden. In gewöhnlichen ällen reichen oft Tage bis Wochen für den Ausgleich des Kaliumdefizits aus.
Überdosierung und andere Anwendungsfehler
Was ist zu tun, wenn Kalium-Optopan in zu großen Mengen eingenommen wurde (beabsichtigte oder versehentliche Überdosierung)?
Bei einer Überdosierung kann es zu lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen kommen. Symptome einer Überdosierung können auch Mißempfindungen, Lähmungen und Verwirrtheitszustände sein. Wenden Sie sich deshalb bei dem Verdacht auf Überdosierung unverzüglich an einen Arzt.
Was müssen Sie beachten, wenn Sie zuwenig Kalium-Optopan eingenommen haben oder eine Einnahme vergessen haben?
Nehmen Sie beim nächsten Mal nicht mehr Brausetabletten zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen ein, sondern setzen Sie die Behandlung mit der üblichen Dosis fort.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wechselwirkungen mit anderen Mitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Die Wirkung nachfolgend genannter Arzneistoffe bzw. Präparategruppen kann bei gleichzeitiger Behandlung mit Kalium- Optopan beeinflusst werden.
• Herzglykosiden: eine Erhöhung der Kaliumkonzentration außerhalb der Zelle (extrazellulär) vermindert deren Wirkung, eine Erniedrigung verstärkt deren Herzrhythmusstörung erzeugende (arrhythmogene) Wirkung
• Aldosteronantagonisten, kaliumsparende harntreibende Medikamente (Diuretika), ACE-Hemmer, nichtsteroidale entzündungshemmende Mittel (Antiphlogistika) und periphere schmerzstillende Mittel (Analgetika) vermindern die Kaliumausscheidung durch die Nieren.
• Anticholinergika (Arzneimittel, die der Acetylcholinwirkung entgegenwirken) hemmen die Darmmotilität und erhöhen daher bei gleichzeitiger Anwendung das Risiko von Nebenwirkungen im Magen- Darmbereich (gastrointestinale Nebenwirkungen)
• Die Resorption von Aluminium- und Wismutsalzen und damit auch deren Toxizität wird durch die in Kalium-Optopan enthaltene Citronensäure gesteigert.
Welche Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Kalium-Optopan auftreten?
Wie alle Arzneimittel kann Kalium-Optopan Nebenwirkungen haben. Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrundegelegt:
sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten
selten: weniger: als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten
sehr selten: weniger als 1 von 10.000 Behandelten, einschließlich Einzelfällen
Selten kann die Einnahme von Kaliumcitrat bei prädisponierten Patienten zu Übelkeit und Erbrechen führen. Selten wurden Aufstoßen, Sodbrennen, Blähungen, Leibschmerzen und Durchfälle beschrieben.
Wenn Sie Nebenwirkungen bei sich beobachten, die nicht in dieser Packungsbeilage aufgeführt sind, teilen Sie diese bitte Ihrem Arzt oder Apotheker mit.
Welche Gegenmaßnahmen sind bei Nebenwirkungen zu ergreifen?
Sollten Sie obengenannte Nebenwirkungen bei sich beobachten, benachrichtigen Sie Ihren Arzt, damit er über den Schweregrad und gegebenenfalls erforderliche weitere Maßnahmen entscheiden kann.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Behältnis und der Faltschachtel angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.

Zusätzliche Informationen

Anlage zur Änderungsanzeige vom 02.04.2008 Zul.-Nr 6864284.00.00
Gebrauchsinformation
Kalium-Optopan
Wirkstoff: Kaliumcitrat •1H2O (entsprechend 780 mg bzw. 20 mmol Kalium)
Pulver zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen
Lesen Sie die gesamte Gebrauchsinformation sorgfältig durch, denn sie enthält wichtige Informationen für Sie.
Dieses Arzneimittel ist auch ohne ärztliche Verschreibung erhältlich. Um einen bestmöglichen Behandlungserfolg zu erzielen, muss Kalium-Optopan jedoch vorschriftsmäßig angewendet werden.
Heben Sie die Gebrauchsinformation auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
Fragen Sie Ihren Apotheker, wenn Sie weitere Informationen oder einen Rat benötigen.
Wenn sich Ihr Krankheitsbild verschlimmert oder keine Besserung eintritt, müssen Sie einen Arzt aufsuchen.
Die Gebrauchsinformation beinhaltet:
Kalium-Optopan ist ein Mineralstoffpräparat


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