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«Kalium - Penicillin V 1,5 Mega Sandoz - Filmtabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Kalium-Penicillin V ist ein Antibiotikum, welches das Wachstum vieler verschiedener Bakterien durch Störung ihres Zellwandaufbaues hemmt, und daher bei vielen verschiedenen Erkrankungen angewendet werden kann.
Kalium-Penicillin V gelangt nach der Einnahme rasch und nahezu vollständig in die Blutbahn. Die Ausscheidung erfolgt durch die Niere.

Kalium-Penicillin V ist geeignet zur Behandlung von leichten bis mittelschweren Infektionskrankheiten, die durch Penicillin-empfindliche Erreger hervorgerufen werden. Dazu gehören:

Infektionen der oberen und unteren Atemwege wie z.B.:

  • Scharlach;
  • Entzündungen des Rachens, der Mandeln; akute Mittelohr- und Nasennebenhöhlenentzündung; Bronchitis; Lungenentzündung (wenn keine parenterale Penicillin-Therapie erforderlich ist);

Infektionen der Haut

  • Rotlauf (Wundrose), Schweinerotlauf, Eiterflechte, Furunkeln, Abszesse, flächenhafte Eiterungen (Phlegmone), Wanderröte (Erythema chronicum migrans bzw. Lyme-Borreliose);
  • Bissverletzungen (z.B. Gesichtswunden oder tiefe Wunden der Hand) und Verbrennungen.
  • Verhütung bzw. Rückfallverhütung einer Entzündungsreaktion auf bestimmte Bakterien (rheumatisches Fieber), Gelenksentzündungen, Bewegungsstörungen (Chorea), Entzündungen der Niere und der Herzinnenwand.
  • Schutz vor der Ausstreuung von Bakterien nach kleineren Operationen, z.B. Mandel- oder Zahnentfernung.
  • Schutz vor Infektionen mit bestimmten Erregern (Pneumokokken) bei Kindern mit Sichelzellenanämie (erbliche Erkrankung der roten Blutkörperchen).

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

KALIUM PENICILLIN V 1,5 MEGA SANDOZ darf nicht eingenommen werden

  • wenn Sie gegen Penicillin bzw. gegenüber einem der sonstigen Bestandteile überempfindlich (= allergisch) sind, darf Ihnen kein Kalium-Penicillin V verabreicht werden. Wenn bei Ihnen schon einmal eine Arzneimittelallergie festgestellt worden ist, sollten Sie Ihrem Arzt davon berichten.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von KALIUM PENICILLIN V 1,5 MEGA SANDOZ ist erforderlich

Melden Sie die ersten Anzeichen von Nebenwirkungen (z. B. Hautausschlag, starke Müdigkeit, Halsschmerzen oder Entzündungen im Mund) unverzüglich Ihrem Arzt.

Wenn bei Ihnen bereits eine Allergie (= Überempfindlichkeit) bzw. allergisches Asthma, Heuschnupfen festgestellt worden ist, oder Sie an Mononukleose (durch Viren verursachte Erkrankung) oder akuter lymphatischer Leukämie leiden, sollten Sie dies Ihrem Arzt mitteilen.

Informieren Sie bitte unbedingt Ihren Arzt, wenn Sie schwere Nierenfunktionsstörungen mit betroffener Kaliumausscheidung, Herzerkrankungen oder schwere Elektrolytstörungen haben. In diesen Fällen ist der Kaliumgehalt in der Kalium-Penicillin V -Tablette (ca. 96 mg Kalium) zu berücksichtigen.

Beim Auftreten von Allergieerscheinungen, insbesondere Juckreiz, Frösteln, Quaddelbildung, Atemnot, Beklemmungsgefühl, sowie Durchfall oder Bauchschmerzen ist die Therapie abzubrechen und der Arzt unverzüglich zu Rate zu ziehen.

Bei schweren Magen-Darmerkrankungen mit anhaltendem Durchfall oder Erbrechen können Penicillin-Tabletten vom Körper nicht ausreichend aufgenommen werden. Teilen Sie daher Ihrem Arzt solche Beschwerden umgehend mit.

Zur Verhütung bzw. Rückfallverhütung von rheumatischem Fieber oder zur Vermeidung einer Ausstreuung von Bakterien nach kleineren Operationen, z.B. Mandel- oder Zahnentfernung, könnte es erforderlich sein, dass Ihr Arzt die Dosierung verdoppelt.

Bei langandauernder Behandlung kann es zum Überhandnehmen nicht phenoxymethylpenicillin-empfindlicher Keime bzw. Pilze kommen. In diesem Fall sind geeignete Maßnahmen zu ergreifen.

Bei Auftreten schwerer anhaltender Durchfälle ist an eine Dickdarmentzündung zu denken. In diesem Fall ist die Therapie abzubrechen und ein Arzt aufzusuchen.

Phenoxymethylpenicillin kann falsch positive Ergebnisse bei bestimmten Methoden der Zuckerbestimmung und Eiweißbestimmung bzw. Urobilinogennachweis (Abbauprodukt von Bilirubin) im Harn vortäuschen

Bei Einnahme von KALIUM PENICILLIN V 1,5 MEGA SANDOZ mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Kalium-Penicillin V sollte nur nach ausdrücklicher Verordnung Ihres behandelnden Arztes zusammen mit anderen Antibiotika eingenommen werden, da andere Antibiotika die Wirkung von Kalium-Penicillin V möglicherweise behindern können.

Andere Arzneimittel, z.B. entzündungshemmende, fiebersenkende Mittel, sowie Rheuma- oder Gichtmittel können ebenfalls die Wirkung von Kalium-Penicillin V beeinflussen.

Wie bei anderen Antibiotika, kann während der Einnahme von Kalium-Penicillin V möglicherweise die Sicherheit von oralen Empfängnisverhütungsmitteln ("Antibabypille") beeinträchtigt werden. Es wird daher empfohlen, zusätzlich nicht-hormonelle Verhütungsmittel anzuwenden.

Die Aufnahme von Kalium-Penicillin V kann nach Vorbehandlung mit Aminoglykosid-Antibiotika vermindert sein.

Teilen Sie Ihrem Arzt daher mit, ob andere Medikamente in Verwendung stehen, und fragen Sie, welche unbedenklich gleichzeitig mit Kalium-Penicillin V verwendet werden können.

Bei Einnahme von KALIUM PENICILLIN V 1,5 MEGA SANDOZ zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Die Einnahme sollte 1 Stunde vor den Mahlzeiten mit einem Glas Wasser erfolgen, wobei die Filmtabletten unzerkaut zu schlucken sind.

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Kalium-Penicillin V kann in der Schwangerschaft eingenommen werden. Über die Dosis in der Schwangerschaft entscheidet der Arzt.
Phenoxymethylpenicillin erscheint nach Einnahme in geringer Menge in der Muttermilch. Schädigungen der Schwangeren, des ungeborenen oder neugeborenen Kindes sind bisher nicht beschrieben worden.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Kalium Penicillin V 1,5 Mega Sandoz hat keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedinen von Maschninen.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie KALIUM PENICILLIN V 1,5 MEGA SANDOZ immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind. Falls vom Arzt nicht anders verordnet, Dosierung genau einhalten.

Im Allgemeinen wird empfohlen:
Kinder unter 12 Jahren: Die Dosierung beträgt für Kinder 50.000 - 100.000 IE Phenoxymethylpenicillin pro kg Körpergewicht pro Tag.
Die Tagesdosis kann auf 2-3 Einzellgaben aufgeteilt werden.
Für Säuglinge und Kleinkinder stehen niedriger dosierbare, flüssige Darreichungsformen (Lösung/Suspension, Saft) zur Verfügung.

Erwachsene, Fettleibige, ältere Patienten sowie Schwangere: 3 x 1 Tabl.

Bei schweren Erkrankungen kann Ihr Arzt die Dosis erhöhen. Eine Tagesdosis von 25.000 IE Phenoxymethylpenicillin pro kg Körpergewicht sollte bei Kindern und Erwachsenen nicht unterschritten werden. Dosierungen bis zu 6,0 Mega IE Phenoxymethylpenicillin pro Tag werden von Erwachsenen komplikationslos vertragen.

Spezielle Dosierungshinweise zur Verhütung bestimmter Infektionskrankheiten

  • Bei Streptokokkenerkrankungen (z.B. Angina, Scharlach): Die gleiche Dosis, die zur Behandlung angewandt wird, über zehn Tage eingenommen, kann das Auftreten der Krankheit verhindern.
  • Wird Kalium-Penicillin V zur Verhütung von rheumatischem Fieber eingenommen, muss die Einnahme unter Umständen jahrelang erfolgen. Sie sollte ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt nicht unterbrochen werden.
  • Zur Verhütung von Keimverschleppung auf dem Blutweg (bei kleineren Operationen wie Mandel- oder Zahnentfernung): Bei Erwachsenen cirka eine Stunde vor dem Eingriff zwei Kalium-Penicillin V 1,5 Mega "Sandoz"-Filmtabletten, dann eine Filmtablette sechs Stunden nach der Operation.

Bei Leber- oder Nierenerkrankungen ist im Allgemeinen wegen der guten Verträglichkeit von Kalium-Penicillin V keine Herabsetzung der Dosis erforderlich. Sie sollten dennoch Ihrem Arzt vom Bestehen solcher Erkrankungen berichten, damit er Sie individuell betreuen kann.

Dauer der Behandlung
Ihr Arzt wird Ihnen mitteilen, wie lange Sie Kalium Penicillin V 1,5 Mega Sandoz einnehmen sollen. Brechen Sie die Behandlung nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt ab.
Nach Abklingen der klinischen Symptome soll die Behandlung 2 - 3 Tage fortsetzt werden. Bei Infektionen mit ß-hämolysierenden Streptokokken (z. B. Angina, Scharlach): ist eine Mindesttherapie von 10 Tagen zur Vermeidung von Folgeerkrankung zu beachten.

Wenn Sie eine größere Menge von KALIUM PENICILLIN V 1,5 MEGA SANDOZ eingenommen haben, als Sie sollten

Selbst die versehentliche Einnahme hoher Dosen führt im Allgemeinen nicht zu Vergiftungserscheinungen. Eine Überdosierung kann Anzeichen von Magen-/Darmbeschwerden bzw. einer Dickdarmentzündung (pseudomembranöse Colitis) sowie Störungen des Flüssigkeits- und Elektrolythaushaltes hervorrufen.
Sollten zu viele Tabletten eingenommen worden sein, setzen Sie sich mit einem Arzt in Verbindung.

Wenn Sie die Einnahme von KALIUM PENICILLIN V 1,5 MEGA SANDOZ vergessen haben

Wenn Sie die Einnahme einer Tablette vergessen haben, holen Sie diese Einnahme unverzüglich nach. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von KALIUM PENICILLIN V 1,5 MEGA SANDOZ abbrechen

Auch wenn eine Besserung der Krankheitssymptome oder Beschwerdefreiheit eintritt, darf die Behandlung keinesfalls ohne ärztliche Anweisung geändert oder abgebrochen werden, um eine erneute Verschlechterung bzw. ein Wiederauftreten der Krankheit zu vermeiden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann KALIUM PENICILLIN V 1,5 MEGA SANDOZ Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000
Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000
Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar.

Erkrankungen des Blutbildes und des Lymphsystems Sehr selten:
Blutarmut (hämolytische Anämie), Verminderung bzw. gefährliche Verminderung der weißen Blutkörperchen (Leukopenie, Agranulozytose), Vermehrung der weißen Blutkörperchen (Eosinophilie), Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie).

Erkrankungen des Immunsystems Häufig: Allergische Reaktionen, meist in Form von Hautreaktionen (z.B. Ausschläge, Juckreiz, Nesselsucht). Eine sofortige Hautreaktion zeigt in der Regel eine allergische Reaktion gegen Penicillin. Beenden Sie die Einnahme und informieren Sie unverzüglich einen Arzt.
Sehr selten:
Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktischer Schock) mit Kreislauf-zusammenbruch sowie Arzneimittelfieber, Gelenksschmerzen, angioneurotisches Ödem, Kehlkopfschwellung, Herzrasen, Atemnot, Serumkrankheit, allergische Gefäßentzündung, Blutdruckabfall, Asthma, Hautrötungen und Magen-Darmbeschwerden.
Bei oraler Gabe verlaufen diese Reaktionen seltener und milder als bei Injektionen.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts Häufig:
Übelkeit, Durchfall, Erbrechen, Magendruck, Entzündung der Mundschleimhaut und Zunge, Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen und Blähungen.
Häufigkeit nicht bekannt:
Treten während der Therapie Durchfälle auf, sollte an die Möglichkeit einer Dickdarmentzündung (pseudomembranöse Colitis) gedacht werden.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes Gelegentlich:
Nesselsucht (Urtikaria), Juckreiz
Selten :
Allergische Hauterscheinungen in Form von Hautausschlägen, Hautrötungen, Hautentzündungen, Hautschwellungen, Blasenbildungen (angioneurotisches Ödem, Erythema multiforme, exfoliative Dermatitis, Lyell-Syndrom, Pemphigoid).

Skelettmuskulatur-, Bindegewebes- und Knochenerkrankungen Selten: Gelenksschmerzen

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort Selten:

Fieber

Untersuchungen Sehr selten Positiver direkter Coombs-Test (Bluttest zur Bestimmung von Antikörpern auf roten Blutkörperchen).

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht über 25°C lagern.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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